6 Ergebnisse
Objekttyp: Gefäß
Fragment einer Tonampulle mit dem Hl. Athenogenes
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete ursprünglich das rechte obere Viertel einer trommelförmigen Ampulle. Auf ihr war in flachem Relief der Hl. Athenogenes dargestellt, wie das Schriftfragment [---] † ΑΓΙΕ ΑΘΗΝΟΓ[---] bezeugt. Der Überlieferung nach war Athenogenes Bischof oder Chorbischof von Sebaste bzw. Pedachthoe (Armenien) und hatte gemeinsam mit zehn seiner Schüler unter Diokletian das Martyrium erlitten. Auf dem Weg zur Hinrichtung soll er den Hymnus Phos Hilarion gesungen haben, der noch heute in der orthodoxen Kirche gebräuchlich ist. Anderen Berichten zufolge lag sein Bischofssitz in Herakleopolis (Ägypten). Der Heilige ist als älterer Mann mit Spitzbart und Lockenkranz dargestellt. Ein zweifach gerahmter Nimbus zeichnet ihn als Heiligen, seine Kleidung als Bischof aus. Mit seiner linken Hand umfasst er ein Buch, dessen Deckel mit Kreuz und Perlenreihen verziert ist. Links von ihm ist der Rest einer Rundarchitektur erhalten, auf deren Kuppeldach ein Kreuz auf einer Kugel prangt. Sie scheint in ein pflanzliches Umfeld eingebettet gewesen zu sein. Es könnte sich hierbei um ein Mausoleum oder einen Verweis auf Athenogenes Bischofssitz handeln. Über die erhaltene Seitenwandung erstrecken sich drei Bögen einer Weinranke mit Blättern und Trauben.
Schüssel oder Schale, Fragment (Boden)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist ein kleiner Boden mit Standring und geringem Rest der Wandung. Im Spiegel des Gefäßes sind radial angeordnete Linien und Wellenlinien zu sehen, die sich gelbbraun vom Glasurgrund abheben. Über diesen Linien liegen braune und tiefgrüne Streifen. Ähnlichkeiten bestehen zu Gefäßen der Graffita Veneziana tipo "S. Bartolo". Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 424-425, Kat. 1010.
Schale, Fragment (Boden)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist ein kleiner Boden mit Standring und dem Ansatz der Wandung. Von der Sgraffitodekoration ist ein im Linksprofil abgebildeter Portraitkopf erhalten. Die männliche Figur trägt eine hohe Kopfbedeckung mit feiner, leicht nach oben gewölbter Krempe. Unter dem Hut quellen lange Haare hervor, die das Ohr vollständig bedecken und am Hals rund geschnitten sind. Stücke aus Venedig zeigen eine nahezu identische Ausführung und Ikonographie. Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 429, Kat. 1021.
Schale, Fragment (Boden)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten sind zwei anpassende und geklebte Fragmente eines Schalenbodens mit hohem Standring und Ansatz der aufsteigenden Wandung. In den Spiegel des Gefäßes ist ein nach links gewandter Vogel gestempelt, der durch konzentrische Kreise mit Zahnschnittfüllung eingerahmt wird. Das Tier zeichnet sich durch den langen Hals und dem eiförmigen Körper mit angelegtem, durch Striche angedeutetem Flügel aus. Der Vogel steht auf einem Geäst aus zwei Zweigen. Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 70, Kat. 102.
Schüssel oder Schale, Fragment (Boden)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist der Boden mit Standring und ansteigender Wandung. Das kreisförmig angelegte Sgraffitomuster im Spiegel ist tief eingeritzt und wirkt gelbbraun. Auf der Wandung liegt ein Spiralband, eingerahmt von konzentrischen Kreisen. Darin befindet sich ein kreisförmiges Pfeilband, das ebenfalls von Kreisen eingefasst ist. Mit einem braunen und olivfarbenen Oxyd sind Kreise auf das Ornament gemalt. Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 422, Kat. 1003.
Schüssel oder Schale, Fragment (Boden)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Im Spiegel des Gefäßes sind mit feinen, gelbbraun wirkenden Strichen zwei konzentrische Kreise eingetieft, die eng gesetzte, unregelmäßige Zickzack-Linien einrahmen. Über dem Sgraffitomotiv liegt ein streifig aufgetragenes, gelbbraunes und graugrünes Oxyd. Ähnliche Gefäße wurden auf Zypern in Lapithos hergestellt. Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 573, Kat. 1389