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Objekttyp: Gitarre
Ethnologisches Museum
Als Instrumentenkorpus eine mit einem Boden- und einem Deckenblech versehene, aus vier Holzbrettern zusammengenagelte, leicht trapezförmige Zarge. Die gleichfalls angenagelten Boden- und Deckenbleche waren wohl ursprünglich Bestandteil eines Blechkanisters. Im Deckenblech eine eingestanzte Aufschrift und ein großes, rundes Schalloch. Der halbrunde Hals aus Holz ist in stumpfem Winkel zur Deckenebene in die Stirnseite des Kastens eingesetzt und ruht mit seinem Ende auf einer inneren Querverstrebung. Eine flache, angeschnitzte Wirbelhalterplatte mit fünf hinterständigen, geschlitzten Holzwirbeln. Ein Wirbel fehlt. Fünf erhaltene Saiten aus Nylon und aus gedrehter Pflanzenfaser. Als Kapodaster ein Querholz, dessen Anbindung um die Halsrückseite herum verläuft. Als unterer Saitenhalter ein keilförmiges, auf dem unteren Zargenbrett angenageltes und auf die Korpusdecke umgebogenes Blechstück. Die Saitenenden sind mit unterständigen Knoten unter Perforationen im Blechrand fixiert. Im Korpusinneren unter anderem Holz-, Stoff- und Fischknochenstücke. „Guitarre (gebraucht), erworben im Fischercamp Kasaali, Buvuma; hergestellt von einem Fischer aus Holzteilen und Topfblech; gehört zur heutigen Subkultur der Fischer des Victoria- Sees.“ aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)
Gitarre
Musikinstrumenten-Museum
René François Lacôte (ca. 1785–1868) war einer der bedeutendsten französischen Gitarrenbauer. Er gilt als einer der wichtigsten Instrumentenbauer der frühen Romantik und arbeitete hauptsächlich in Paris. Bekannt wurde er für seine herausragend gut gearbeiteten Konzertgitarren, die sowohl in technischer als auch in klanglicher Hinsicht sehr fortschrittlich waren.Als Schüler von Joseph Pons entwickelte und verbesserte er die Ideen seines Meisters weiter: er war stets bestrebt, die Konstruktionen seiner Gitarren zu verbessern um den Bedürfnissen der Gitarristen gerecht zu werden. So hat er nicht nur die klanglichen Qualitäten seiner Gitarren optimiert, sondern auch ergonomische Überlegungen umgesetzt. Seine Verbesserungen fanden durch intensive Kollaborationen mit berühmten Gitarristen wie Sor, Aguado, Carulli, Giuliani e Coste, statt. Im Jahr 1839 und 1844 gewann Lacôte Preise für seine Gitarren bei den „Expositions Universelles de Paris“. Die Gitarre mit Standvorrichtung (Guitare sur pied) ist vermutlich eine seiner Entwicklungen. Ein Original befindet sich im Musée de la musique in Paris. Die hier gezeigte Gitarre geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf dieses Vorbild zurück.ZustandsbeschreibungDie Gitarre trägt viele Gebrauchspuren und Risse in der Decke. Umbaumaßnahmen sind am Wirbelbrett, am Halsfuß und am Boden unter UV-Licht erkennbar. Die Schallloch-Ornamente wurden vom Vorbesitzer erneuert. Es gibt keine Signatur. Das Instrument ist nicht spielbar.
E-Gitarre
Musikinstrumenten-Museum
Trickgitarre Die Gitarre verfügt über einreihige Stimmmechaniken, die auf einer gemeinsamen Metallplatte montiert sind. Der Hals besteht aus einem Stück Holz und ist als „Everstraight Neck“ von Hopf patentiert. Er ist rückseitig mit drei Schrauben am Korpus befestigt, während der Saitenhalter mit zwei Schrauben an der Rückseite fixiert ist. Der Korpus selbst ist aus einem Stück Sperrholz gefertigt und mit Kunststoff laminiert, wobei eine Holzmaserung imitiert wird. Die Zargen sind mit schwarzem Kunststoff abgedeckt. Ein weißes Kunststoff-Schlagbrett ist mit Eisenschlitzschrauben angebracht. Die Elektronik umfasst zwei „Solo“- und zwei „Rhythmus“-Regler sowie vier weiße Kunststofftasten mit den Beschriftungen „Solo“, „Solo II“, „Rhytm.“ und „Off“, wobei die Abdeckung verschraubt ist. Der Kabeleingang erfolgt über eine 3-polige DIN-Buchse. Die Gitarre ist mit zwei Single-Coil-Tonabnehmern ausgestattet, deren magnetische Schrauben nicht justierbar sind – sie lassen sich einfach drehen. Ein Saitenhalter aus Metall mit integriertem Tremolo-System (Vibrato) ermöglicht klangliche Modulation. Zudem ist die Gitarre mit einem Nullbund und 21 Bünden versehen. Der Korpus hat eine asymmetrische Form mit Cutaway für besseren Zugang zu den höheren Lagen. Ein verstellbarer Steg mit einstellbarer Höhe und individuell justierbaren Saitenreitern sorgt für präzise Einstellung der Saitenlage. Auf der Vorderseite des Korpus befindet sich die charakteristische „Hopf“-Signatur. Zwei weiße Knöpfe dienen der Befestigung eines Gitarrengurts. Die sogenannte "Trickgitarre" ist mit Druckschaltern ausgestattet. Die italienische Firma EKO ist wahrscheinlich der Hersteller. Korpus massiv und Hals aus Sperrholz, patentiert unter dem Namen "ever straight neck". Technik Zwei Tonabnehmerzwei Volume Reglerzwei Reglerpatented everstraight neckMaterial SperrholzKunststoffPerlmuttZelluloidMetallPalisanderSchäden xyxy Patentschrift https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&docid=DE000001816182U