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Objekttyp: Glyptik (Stempelsiegel)
Beter vor Göttersymbolen
Vorderasiatisches Museum
Das konische Siegel mit seiner achteckig facettierten Siegelfläche zeigt eines der typischsten Siegelmotive der späten neuassyrischen und neu- sowie spätbabylonischen Zeit: einen Beter vor Göttersymbolen. Der Beter im langen Gewand wendet sich im Abdruck nach rechts einem Podest zu, auf dem drei Göttersymbole stehen. Ein Spaten, ein Doppelschreibgriffel und eine Lampe (?) sind zu erkennen. Sie symbolisieren die Götter, Marduk, Nabu und Nusku. Im oberen Bildbereich befindet sich ein achtstrahliger Stern.
Skarabäus mit Löwendarstellung
Vorderasiatisches Museum
Die Gravur der Siegelfläche des Skarabäus zeigt einen nach links schreitenden Löwen. Schraffuren aus parallelen Linien verzieren seinen Körper. An der Umrandungslinie des Siegelbildes ansetzende Bogenlinien befinden sich über und hinter seinem Körper, vor seinem Kopf ist eine Hieroglyphe (ᶜnḫ) mit der Bedeutung 'Leben' eingraviert.
hethitisches Siegel
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel ist achtfach gewölbt und leicht konisch. Es besitzt einen achtfach facettierten, leicht konkav gewölbten Griff, der am oberen Ende recht bestoßen ist. Eine Durchbohrung für die Aufhängung ist nicht zu erkennen. Die untere, große Siegelfläche hat die Form einer achtblättrigen Rosette. Ein Flechtbandkreis umgibt eine kreisrunde, eingewölbte mit Hieroglyphen gefüllte Fläche. In den einzelnen Rosettenblättern sind jeweils einzelne Hieroglyphen eingeritzt. Auf allen acht äußeren, seitlichen Wölbungen sind je eine stehende oder eine sitzende Gestalt abgebildet.
Knopfsiegel mit Hieroglyphen
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel hat eine runde Grundfläche und deutlich gewölbte Oberseiten; es ist durchbohrt. Die abgesetzte Seitenfläche ist glatt und senkrecht. Es bildet eine Auswahl mehrerer Hieroglyphen ab, die von einer einfachen Randlinie eingefasst sind.
Mischwesen
Vorderasiatisches Museum
Der Siegelkörper besitzt die Form eines achteckig facettierten Konoiden. Die annähernd querovale, leicht konvexe Bildfläche zeigt zwei sich gegenübersitzende, gleichartige Mischwesen. Diese haben Steinbockköpfe mit langen geschwungenen Hörnern und Löwenleiber. Zudem sind sie geflügelt dargestellt. Die eingerollten Enden der Flügel verweisen deutlich in die achämenidische Periode. Die beiden Mischwesen sind auf einer doppelten Standlinie platziert.
König kämpft mit einem Löwen
Vorderasiatisches Museum
Das konische Siegel ist im oberen Bereich zur Aufhängung durchbohrt. Die Siegelbildfläche ist nahezu rund. Der im Abdruck links stehende König hält in seiner Rechten ein Schwert. Mit seiner Linken packt er den ihn konfrontierenden, auf seinen Hinterläufen aufgerichteten Löwen am Vorderlauf. Die Thematik des Königs im Zweikampf mit einem Löwen kennzeichnete seit der neuassyrischen Zeit die Siegel der königlichen Administration.
Rundes Einlegeplättchen von Fingerringen
Vorderasiatisches Museum
Die runde Glaspaste stellt vermutlich einen Rohling dar, auf dem Feinheiten einer bildlichen Darstellung wohl nach dem Wunsch des jeweiligen Abnehmers individuell geschnitten wurden.
Ovales Einlegeplättchen von Fingerringen
Vorderasiatisches Museum
Die bildiche Darstellung auf der Glaspaste zeigt drei Schafe nach links gewandt. Zwei haben die Köpfe erhoben während das dritte am Boden zu weiden scheint. Recht hinter ihnen ist ein kleines weidendes Pferdchen zu erkennen.
Vierflügelige Figur
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel mit rillenverzierter Grifföse verfügt über eine hochovale, leicht konvex gewölbte Siegelfläche. Auf dieser ist eine auf einer einfachen Standlinie stehende, vierflügelige Gestalt zu erkennen. Sie wurde mit dem Kugelbohrer und einem Schleifrad oder einer Feile in den Siegelkörper eingebracht.
Beter vor Göttersymbolen
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel hat die Form eines achteckig facettierten Konoids. Es ist im oberen Bereich des Siegelkörpers zur Aufhängung durchbohrt. Die leicht konvex gewölbte Bildfläche gibt einen Beter vor einem Podest mit den Symbolen der Götter Marduk und Nabu - Spaten und Doppelschreibgriffel - wieder. Über der Szene schwebt eine Mondsichel, hinter dem Beter ist ein sog. Kugelkreuz zu erkennen.
Gott in der Mondsichel
Vorderasiatisches Museum
Das gut erhaltene, konische Stempelsiegel ist im oberen Bereich zur Aufhängung durchbohrt. Auf der leicht konvexen Siegelfläche ist eine in einer Mondsichel stehende Gottheit abgebildet, die sich im Abdruck nach rechts wendet. Sie ist bärtig dargestellt, einem langen Gewand bekleidet und erhebt einen Arm. Hinter ihr ist ein kreuzförmiges Symbol abgebildet, dessen nach oben zeigender Arm mit einer Kugelbohrung verziert ist (sog. Kugelkreuz).
Tierdarstellung
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel mit stark gewölbter Oberseite und Durchbohrung besitzt eine runde Siegelbildfläche. Auf dieser sind fünf liegende über- und nebeneinander Tiere dargestellt; bei den es sich vermutlich um Löwen handelt. Ein dreieckiges Element und ein Vogel sind ebenfalls zu erkennen.
Stempelsiegel in Form einer dreiblättrigen Rosette. Hieroglyphen.
Vorderasiatisches Museum
Die Siegelfläche des Stempelsiegels mit achteckigem Schaft und kugeligem, durchbohrten Griff hat die Form einer sog. Dreipassrosette. Bis in Höhe des Griffes ist des Schaft des Siegels hohl. An den Rändern ist das Siegel stark abgewetzt. In allen drei Zwickeln der Siegelfläche sind Hieroglyphen zu erkennen.
Beter vor Göttersymbolen
Vorderasiatisches Museum
Das sehr gut erhaltene, achteckig facettierte, konische Stempelsiegel ist im oberen Bereich zur Aufhängung durchbohrt. Das mit dem Schleifrad und dem Kugelbohrer geschaffene Siegelbild stellt einen bärtigen, im Abdruck nach rechts gewandten Beter im langen Gewand dar. Er wendet sich einem flachen Altarpodest zu, auf dem der Doppelgriffel des Gottes Nabû und der Spaten des Gottes Marduk stehen. Über der Anbetungsszene erkennt man einen achtstrahligen Stern.
Entenförmiges Stempelsiegel, Geflügelter Genius
Vorderasiatisches Museum
Das gut erhaltene Stempelsiegel hat die Form eines Entengewichtes. Es ist in seinem oberen Bereich für die Aufhängung durchbohrt. Die leicht konvex gewölbte Siegelfläche trägt die Darstellung eines im Abdruck nach rechts gewandt stehenden geflügelten Genius.
Entenförmiges Stempelsiegel mit Vogeldarstellung
Vorderasiatisches Museum
Das tiefrote Stempelsiegel hat die Form eines Entengewichts mit einer Durchbohrung zur Aufhängung im Bereich des zurückgewendeten Entenkopfes. Die hochovale, leicht konvex gewölbte Siegelbildfläche zeigt einen stark schematisierten stehenden Vogel, vielleicht einen Straußenvogel oder einen großen Wasservogel.
Skarabäoid
Vorderasiatisches Museum
Die Siegelfläche des längs durchboohrten Skarabäoiden trägt eine zweizeilige aramäische Inschrift, die von einer linearen Einfassung und einem Kranz von Granatäpfeln umgeben ist. Die Rückseite des Skarabäoiden ist schlicht und glatt gehalten.
Tierdarstellungen
Vorderasiatisches Museum
Das der Länge nach durchbohrte Stempelsiegel zeigt in flüchtiger Ausführung ein Tier mit langen gebogenen Hörnern und darunter vier weitere ungehörnte Vierbeiner. Zwei dieser sind gegenständig zu einander positioniert. Die der Siegelfläche gegenüberliegende Oberseite des Siegels ist glatt und unverziert.
Beter vor Göttersymbolen
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel hat die Form eines achteckig facettierten Konoids. Es ist im oberen Bereich des Siegelkörpers zur Aufhängung durchbohrt. Die leicht konvex gewölbte Bildfläche gibt einen Beter vor einem Podest mit den Symbolen der Götter Marduk und Nabu - Spaten und Doppelschreibgriffel - wieder. Beide Symbole stehen auf einem liegenden Schlangendrachen mit gewelltem, aufgestellten Schwanz. Der Schlangendrache gilt als Attributtier beider Götter. Über der Szene schwebt eine Flügelsonne.
Skaraboid, Sitzender Greif und Inschrift
Vorderasiatisches Museum
Die hochovale Siegelfläche des längs durchbohrten Skarboiden zeigt im oberen Bildfeld einen sitzenden Greif, vor dem ein gebogenes, kreuzartiges Element steht. Oberhalb des Greifenkopfes sowie unterhalb der Standlinie, auf der der Greif sitzt, sind Schriftzeichen - entweder phönizische oder aramäische - zu erkennen. Die Oberseite des Skaraboiden ist unverziert.
Skaraboid mit Flügelsonne und Beter
Vorderasiatisches Museum
Der schlecht erhaltene Siegelstein ist beidseitig graviert und lässt noch die Überreste eines Beters sowie einer geflügelten Sonnenscheibe erkennen. [Nadja Cholidis]
Froschförmiges Stempelsiegel
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel hat die Form eines hockenden Frosches mit großen, eingebohrten Augen. Es ist unterhalb der Froschaugen zur Aufhängung durchbohrt. Die Unterseite der kleinen Tierfigur trägt das Siegelbild: zwei nebeneinander platzierte Sterne mit zentralen Kugelpunkten, die von je einem konzentrischen Kreis umgeben sind.
Reiter und Pferd mit Wagen
Vorderasiatisches Museum
Das Stempelsiegel besitzt die Form einer ovalen Platte und ist der Länge nach durchbohrt. Es trägt beidseitig Darstellungen. Auf der einen Seite ist ein Reiter umgeben von zwei weiteren Tieren, vermutlich Fischen zu erkennen; auf der anderen Seite ist ein Pferd, das einen Wagen zieht, dargestellt. Eine Mondsichel befindet sich im oberen Bildfeld.
Skarabäus
Vorderasiatisches Museum
Auf der Siegelfläche ist noch die Darstellung eines geflügelten Mischwesens (Schlangendrache?) zu erkennen. [Nadja Cholidis]