15 Ergebnisse
Objekttyp: Gruppen (Skulptur / Rundplastik)
Reigentanz von sieben Frauen
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Probe aus Gussfehler am Kopf einer Figur entnommen, 30. 4. 74
Orientalische Statuettengruppe eines Mannes mit Tier (sog. Hundehalter)
Antikensammlung
(Objekt fehlt); alte Aufnahme aus Sammlungsarchiv.; Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": "769 x Figur mit sitzendem Tier", wohl das hier gesuchte Stück, verlagert in "Kiste WS 1 Zoo". (NF)
Gruppe auf hoher Basis: Pan lehrt Eros das Flötenspiel
Antikensammlung
Wiederholung einer auch als Marmorplastik überlieferten Gruppe
Statuengruppe mit Dionysos und Satyr
Antikensammlung
Die Statuengruppe zeigt den Weingott Dionysos in Begleitung eines jungen Satyrn seines Gefolges. Dionysos steht in frontaler Position, den rechten Arm über den Kopf geführt, den linken Arm auf die Schultern seines zu ihm aufblickenden Begleiters aufgestützt, in der linken Hand seinen charakteristischen Weinbecher (Kantharos) haltend. An den Statuenstützen sind Trabanten bzw. Attribute der beiden Gestalten zu erkennen: Ein Panther neben dem rechten Bein des Dionysos, eine Hirtenflöte (Syrinx) neben dem linken Knie des Satyrs. Die Gruppe kam in den 164/65 n. Chr. gestifteten Faustinathermen in der kleinasiatischen Stadt Milet zutage. Bei ihrer Auffindung lag sie im Bassin des Tepidariums (Raum mit mäßig warmer Luft), in das sie vom ihrem Sockel am Beckenrand herabgestürzt war. Ursprünglich stand das Bildwerk prominent in der Blickachse des langgestreckten Raumes. Die Komposition geht auf Vorbilder des späten Hellenismus zurück und wurde in der römischen Kaiserzeit häufig kopiert, zuweilen auch in abgewandelter Form. Unsere Gruppe ist stilistisch in die antoninische Zeit zu datieren – etwa zwischen 160 und 170 n. Chr. – und könnte somit eigens für die Skulpturenausstattung der prächtigen Badeanlage gearbeitet worden sein; es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass man – wie in anderen Räumen der Thermen – zu einem späteren Zeitpunkt die Ausstattung ergänzte und hierfür bereits existierende Statuen verwendete. Der Kopf des Weingottes und sein rechter Unterarm sind nach einer eng verwandten Skulptur in den Vatikanischen Museen in Gips ergänzt. Die Geschlechtsteile beider Statuen wurden in der Spätantike sorgfältig abgemeißelt, wie auch bei drei anderen nackten männlichen Statuen aus den Faustinathermen (heute im Archäologischen Museum von Istanbul). Dies geschah offenkundig, um die Bildwerke einem unter christlichen Einfluß gewandelten Zeitgeschmack anzupassen. Eine erste moderne Restaurierung erfolgte in Berlin um 1920, nach 1930 wurde die Gruppe im linken Tordurchgang des Markttors von Milet aufgestellt. In der Nachkriegszeit verblieb sie jahrzehntelang im Depot, bevor sie 2001/02 gründlich restauriert und dem Publikum wieder zurückgegeben wurde. Die Antikensammlung. Altes Museum, Pergamonmuseum 3. Aufl. (2007) S. 197 f. Nr. 117 (M. Maischberger - A. Scholl).
Etruskische Grabgruppe (Aschenbehälter) mit "liber linteus"
Antikensammlung
Die Gruppe ist innen hohl und nach unten offen. Die Köpfe waren eingesetzt, wie der noch erhaltene des Knaben. Dem geschriebenen Wort kam eine große Bedeutung in der etruskischen Kultur zu. Leider haben sich nur wenige längere Texte erhalten und diese haben religiöse oder juristische Themen zum Inhalt. Literarische, historische oder andere Profantexte fehlen - und damit die Möglichkeit, Informationen über den Alltag und die Geschichte der etruskischen Gesellschaft zu erhalten. Wahrscheinlich wurde für solche Aufzeichnungen Leinen als Trägermaterial benutzt. Der mit Tinte beschriebene Leinenstreifen konnte aufgerollt oder wie das Tuch bei dieser Grabgruppe ziehharmonikaartig zusammengelegt werden. Nur ein solches Leinenbuch hat sich erhalten, der "Liber Linteus Zagrabiensis" - er ist bisher der längste Text und überliefert fragmentarisch einen Ritualkalender. Etrusker in Berlin. Etruskische Kunst in der Berliner Antikensammlung - Eine Einführung (2010) S. 115 ff. (S. Brehme - G. Meiser: Schriftwesen der Etrusker und ihrer Nachbarn).