3 Ergebnisse
Objekttyp: Haken- und Ösenverschluss
Zweiteilige Gewandschließe
Kunstgewerbemuseum
Der zusammen mit weiteren Schmuckstücken und Münzen am 3. Juli 1889 in Königlich Dambrowken bei Graudenz als Bodenfund zutage getretene zweiteilige Gewandverschluß steht singulär unter dem spätmittelalterlichen Gewandschmuck in Mitteleuropa. Ein Verschluß aus Klein Schlause, ehemals Kreis Münsterberg in Schlesien (Służejówek, Woj. Wałbrzych, Polen) zeigt eine auffallende stilistische Verwandtschaft, vielleicht ein Hinweis auf einen denkbaren Werkstattzusammenhang beider Exemplare. Die offenbar als Einzelstück gearbeitete, relativ große Schließe scheint eine in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufkommende, besonders im frühen 15. Jahrhundert etablierte Mode widerzuspiegeln, die sich durch weitgeschnittene Mäntel mit einem einzelnen derartigen Haken- und Ösenverschluß auszeichnet. Auffallend erscheint die im Gegensatz zu den in Sätzen auftretenden Haken- und Ösen-Verschlüssen des 14. Jahrhunderts deutlich stabilere Ausführung der Schließe, die auch schwere Kleidungsstücke zu halten vermag. LL
Rechtes Rahmenteil mit Öse einer Gewandschließe mit Adlerdarstellung
Kunstgewerbemuseum
Der sechspaßförmige Rahmen mit der gegossenen Reliefdarstellung eines nach rechts blickenden Adlers war, wie die rückseitig angelötete Öse belegt, Teil einer zweiteiligen Gewandschließe mit Haken und Öse. Die doppelten Durchbrechungen seitlich des Halses und des Schwanzes dienten dem Aufnähen der Schließe auf ein Kleidungsstück. LL
Gewandschließe mit antithetischem Löwenpaar aus dem Schatzfund vom Rathaushof in Erfurt 1876
Kunstgewerbemuseum
Die Gewandschließe besteht aus zwei rechteckigen Platten mit liegenden Löwen und einer Mittelraute, die den rückseitigen Haken verdeckt. Sie ist das einzige erhaltene Exemplar aus einem der ohnehin seltenen spätmittelalterlichen Sätze von Haken- und Ösenverschlüssen aus massivem Gold. Die Symbole von Mond und Stern auf der Raute legen die Annahme einer jüdischen Provenienz nahe. LL