36 Ergebnisse
Objekttyp: Halskette (Kleinkunst / Schmuck / Halsschmuck)
Einlage in Gestalt einer Hand
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Haus P 47.1 wurden neben weiteren Objekten figürliche Einlagen aufgefunden. Die hier gezeigte Einlage in Gestalt einer menschlichen Hand konnte als Hieroglyphe im Relief eingelegt werden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 302 (Kat.-Nr. 84).
Kette aus "Schichtaugenperlen"
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Kette setzt sich aus vierzig unterschiedlich großen Perlen zusammen, die aus gelbem, blauem und weißem Glas gefertigt wurden, wobei die blau-weiße, augenähnliche Verzierung namensgebend ist. Die Augenfinden sich auf wenigen Perlen in einfacher Ausführung, zumeist jedoch in doppelten Reihen paarweise angeordnet. Ihr Durchmesser ist von der Größe der rundlichen Perlenabhängig, die zwischen 0,9 und 2,3 cm beträgt. Für die Herstellung wurden verschieden gefärbte Glasstäbe zusammengeschmolzen und anschließend in kleine Teile gedrückt und geteilt. Abschließend wurden die Perlen im erkalteten Zustand abgeschliffen und poliert. Nähere Fundumstände zu der Kette sind heute nichtmehr bekannt. Somit kann nur gemutmaßt werden, dass diese Teil einer Grabausstattung oder aber eine Votivgabe in einem Heiligtum war, wenngleich ein Grabfund als wahrscheinlicher gilt. Es bleibt unklar, ob es sich um Importstücke handelt oder solche aus einer ägyptischen Werkstatt, denn „Schichtaugenperlen“ sind an ca. 800 Fundorten belegt. Das geographische Gebiet reicht von Portugal bis zum Schwarzen Meer, dem Vorderen Orient und von Deutschland bis Nordafrika. Am häufigsten sind gelbe und orangefarbene oder blaue und grüne Perlenaus opakem Glas mit ihren zumeist blau-weißen Augenzwischen dem 5. und 4. Jh. v. Chr. nachgewiesen. J. Helmbold-Doyé
Kette aus verschiedenfömigen Perlen sowie einem Udjat-Auge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die an den Fußgelenken eines erwachsenen Verstorbenen gefundene, modern aufgefädelte Kette besteht aus insgesamt 77 Stein- und Glasperlen in den verschiedensten Formen und Farben. Ein zentrales Element bildet ein grünes Udjat-Auge, ein durch die gesamte Zeit beliebtes Symbol für Schutz. (N. Overesch)
Amulett in Gestalt eines Vogels (Fragment)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Haus P 47.1 wurden neben weiteren Objekten figürliche Einlagen aufgefunden. Die hier gezeigte, fragmentarische Einlage mit der Darstellung des Körpers eines Falken oder einer Eule konnte als Hieroglyphe im Relief eingelegt werden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 302 (Kat.-Nr. 84).
Einlage in Gestalt eines schreitenden Löwen, Fragment
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Haus P 47.1 wurden neben weiteren Objekten figürliche Einlagen aufgefunden. Die hier gezeigte Einlage mit der Darstellung eines schreitenden Löwen konnte als Hieroglyphe im Relief eingelegt werden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 302 (Kat.-Nr. 84).
Kleine Schminkpalette mit verschiedenen Perlen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Weit verbreitet waren Kettensegmente aus verschiedenen Gesteinen. Die in Abusir el-Meleq gefundenen Reste einer Kette stammen aus einem prädynastischen Grab. Es ist aber anzunehmen, dass sie bereits zu Lebzeiten getragen wurde. Die kleine, mit stilisierten Vogelköpfen ausgestaltete Palette hatte hier sowohl im Diesseits als auch im Jenseits eine Schutzfunktion zu erfüllen.
Kette bestehend aus 28 Kaurischnecken
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Kaurischnecken wurden aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Form zu der des menschlichen Auges eine Schutzfunktion gegen den „Bösen Blick“ zugesprochen. Als Gürtel getragen, sollten sie zusätzlich die Fortpflanzungsorgane schützen. Da sich Kaurischnecken großer Beliebtheit erfreuten, wurden sie auch aus Fayence und Metall nachgebildet. (J. Jancziak)
Kette bestehend aus verschieden geformten Perlen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die modern gefädelte Kette besteht aus Kugel-, Röhren- und Scheibenperlen unterschiedlicher Form und Größe. Sie wurde in einem Grab in Mostagedda gefunden, wo sich Bestattungen aus nahezu allen ägyptischen Epochen, hauptsächlich jedoch aus Prädynastischer Zeit und der Pan-Grave-Kultur, finden. Die Kette kann hingegen keiner dieser beiden Zeiten zugeordnet werden und macht eine Datierung in die Römische Kaiserzeit wahrscheinlich. (J. Jancziak)
Kette bestehend aus vier tonnenförmigen Perlen, zwölf flachen Perlen und vier unregelmäßigen Kettengliedern
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die modern gefädelte Kette aus dem Friedhof von Abusir el-Meleq zeigt eine Fülle an Edelsteinen. Das Wertvolle dieser Steine stellt nicht nur ihre farbige Vielfalt, sondern vor allem der mit ihrer Beschaffung verbundene Aufwand dar. Denn oft mussten sie von weit her importiert werden und galten daher als Luxusgut, das den Status und Wohlstand seines Besitzers zur Schau stellte. (J. Jancziak)
Kettenglied in Form einer Knospe
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Achet-Aton wurde neben Glas hauptsächlich Fayence zur Schmuckherstellung eingesetzt, so auch zur Herstellung von Anhängern in Form von Pflanzenmotiven.
Kette bestehend aus verschieden farbigen Scheibenperlen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der englische Archäologe Guy Brunton entdeckte bei Ausgrabungen in Matmar in Mittelägypten einen Friedhof, der in unterschiedlicher Intensität von der Prädynastischen bis in die Frühbyzantinische Zeit in Benutzung war. In Grab 890 aus dem Neuen Reich war in einem Holzsarg ein etwa sechsjähriges Mädchen bestattet worden. Zu den Beigaben gehörten neben einem Keramikgefäß, zwei Ohrpilzen und vier Skarabäen auch zahlreiche Fayenceperlen. Die meisten fanden sich am Hals der Verstorbenen und bildeten einst wohl drei oder vier Ketten. Wahrscheinlich haben die Ausgräber vor Ort alle Perlen auf eine Schnur aufgezogen, wodurch eine 1,88 Meter lange Kette entstand, die in dieser Form sicherlich nicht der ursprünglichen Gestaltung entspricht. (K. Finneiser)
Kette aus großer Kugelperle und Scheibenperlen, modern gereiht
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Bemerkenswert am Friedhof im nubischen Kerma ist die große Anzahl der Fayencefunde, die bereits dem Ausgräber George A. Reisner auffiel. Während Scherben von Fayencegefäßen oft zu Kerma-typischen Objekten gehörten, waren die Perlen und Amulette häufig wie ihre ägyptischen Pendants gefertigt. Große Kugelperlen wiederum sind ein Merkmal des nubischen Habitus und wurden ausnahmslos wie lange Halsketten als Statussymbole getragen, wohingegen Scheibenperlen für Halsketten oder Gürtel Verwendung fanden. Die Perlen stammen aus dem Schutt eines der Gräber in Kerma und wurden modern aufgefädelt.
Kettenglied in Form einer Mandragora
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Achet-Aton wurde neben Glas hauptsächlich Fayence zur Schmuckherstellung eingesetzt, so auch zur Herstellung von Anhängern in Form von Pflanzenmotiven.
Kette bestehend aus 24 tropfenförmigen Perlen und einer kleinen Kugelperle
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die aus 25 Gliedern bestehende, modern aufgefädelte Kette setzt sich aus 24 tropfenförmigen Perlen und einer kleinen runden Perle zusammen. Es wechselt sich stets eine weiße Perle aus Milchquarz mit einer schwarzen aus Basalt oder einer roten aus Karneol ab. Die Elemente dieser Kette wurden im Schutt mit zahlreichen weiteren außerhalb eines geplünderten Grabes gefunden. Diese Farbkombination war eine beliebte Zusammensetzung im nubischen Raum, ob es sich um eine Halskette oder doch um ein Armband handelt kann aufgrund der sekundären Fundlage nicht geklärt werden. Moderne Auffädelungen werden anhand von Vergleichsfunden oder auch nach antiken Vorlagen, wie Reliefs, vorgenommen und müssen demnach stets mit Vorsicht behandelt werden. (N. Overesch)
Kette bestehend aus zylindrischen Perlen und einer Scheibenperle
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Kette bestehend aus vierzehn Skaraboiden in Gestalt von Igeln und verschiedenen Amuletten
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Stromab vom 4. Katarakt, in räumlicher Nähe zum Gebel Barkal und der königlichen Residenz von Napata, hat der englische Archäologe Francis Llewellyn Griffith im Rahmen der „Oxford Excavations in Nubia“ zwischen1912 und 1913 einen Friedhof mit mehr als 1600 Gräbern freigelegt. Es handelt sich dabei um den Platzeiner Bestattungsgemeinschaft, der das Spektrum einer privilegierten Stadt der früh- bis mittelnapatanischen Periode, einem Zeitraum zwischen 725 und 425 v. Chr., umfasst. Unter den über 5500 Beigaben dominieren Objekte, die dem Körperschmuck und zugleich dem Schutz des Körpers zugerechnet werden können. Dazu zählen auch Ketten, die modern aufgefädelt sind. Diese fanden sich in rechteckigen Ziegelgräbern, dem häufigsten Typ des Friedhofes, zusammen mit Individuen, die auf dem Rücken lagen. Diese Position ist für gut drei Viertel der Verstorbenen verzeichnet. In Grab 11 lag direkt neben dem rechten Unterschenkel eine Ansammlung von Objekten, die möglicherweise auf eine Deponierung in einem Säckchen oder Kästchen ausorganischem Material hindeutet, wobei das Behältnis heute nicht mehr erhalten ist. Der Inhalt jedoch lässt eine Art Schmuck- oder Schatzkästchen vermuten, in dem Ringe, Ketten, Ohrringe und ein Salblöffel aufbewahrt wurden. Dazu gehören auch die Anhänger, die heute zu einer Kette aufgefädelt sind. Diese besteht ausvierzehn Skaraboiden in Gestalt von Igeln mit glatten Unterseiten, dem Figürchen einer Ente, einem Hathorkopf, einer unbekannten Göttin, einem Harpokrates, einer Hand, einem Pataeken, einem Papyrusstengels, einer stehenden Sachmet, einem Lotosblütenzepter bekrönt von einer Schlange, dem hockenden Gott Schu mit erhobenen Armen, einer Sau sowie einer Perle in länglicher Tonnenform. Alle Kettenglieder sind aus gelber, hellblauer sowie grünlicher und roter Fayence gefertigt. Bei der Fayence handelt es sich mit fast 1000 Belegen bei weitem um das beliebteste Material für Amulette und Perlen aus dem gesamten Friedhof, von denen die Götteramulette generell nahezu ausschließlich aus diesem Material hergestellt wurden. Am häufigsten sind Götter nachgewiesen, die dem Bereich der Fruchtbarkeit zugeschrieben werden können. Herausragend dabei sind Pataeken, eine von Ptah abgeleitete Gottheit in Zwergengestalt, die sich zu dieser Zeit in Ägypten und Nubien einer besonderen Beliebtheit erfreute. Ein anderes Beispiel sind Sau-Amulette, von denen insgesamt über vierzig in Sanam nachgewiesen sind. Diese verkörpern Nut als Sau mit ihren Ferkeln und stehen zugleich als Garanten für die Fruchtbarkeit. Hathorkopf-Amulette hingegen repräsentieren eher einen Schutzaspekt. Diese fanden sich verstärkt bei Jugendlichen. Unsicher bleibt ein daraus abzuleitender Hinweis auf das Alter des Verstorbenen, denn andere Amulette, wie die Sau, wurden sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen gefunden. Die insgesamt nur in drei Exemplaren belegten Enten-Amulette fanden sich ebenfalls bei Jugendlichen und Erwachsenen. Neben den Götteramuletten sind Tieramulette generell am häufigsten, ebenso wie solche mit Udjat-Augen, die auf dieser Kette fehlen, jedoch innerhalb des Grabinventars vorhanden sind. (J. Helmbold-Doyé)
Kette mit kleinen Ringperlen und Granatapfelblüten
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die fein gearbeitete, gelbe Kette mit 29 Granatäpfeln als Anhänger wurde von Borchardt noch mit der Originalauffädelung im Wohnhaus Q 46.10 aufgefunden. Somit gilt die Aneinanderreihung der Perlen und Kettenglieder als gesichert. In seiner Zeichnung des Tagebuches 1912/1913 gibt er 5 kleine Perlen alternierend zwischen zwei Granatäpfeln wieder. Der Granatapfel (punica granatum L.) wurde erst unter Thutmosis III. (1457–1425 v. Chr.) wahrscheinlich aus Asien eingeführt. In Achet-Aton fand er sich häufig in Form von Kettengliedern und deren Modeln wieder. Er galt als eine prestigeträchtige Frucht, die gerade von der wohlhabenderen Gesellschaft bevorzugt verspeist wurde. Während man aus dem Saft der Kerne einen Wein herstellte, wurde die Rinde vermutlich zum Gelbfärben von Leder verwendet. Aus: Weber, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 254 (Kat.-Nr. 35).
Kette bestehend aus Scheibenperlen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Fayence, auch als Quarzkeramik bezeichnet, bildete eines der beliebtesten Materialien zur Herstellung von Schmuckobjekten im alten Ägypten. Fayenceperlen konnten z. B. inunterschiedlichen Formen und Farben zu Ketten zusammengesetzt werden, die nahezu aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte überliefert sind. Diese modern gereihte Kette stammt aus einem Grab in Mostagedda und besteht aus Scheibenperlen. Ketten dieser Art wurden wohl von einem Großteil der Bevölkerung im Alltag getragen. (J. Jancziak)