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Objekttyp: Handkorb mit Klappdeckel
Dona(u)kräzen
Museum Europäischer Kulturen
Form ca. einer Viertelkugel. Rückwand und Deckel flach, Wand sonst kugelig gewölbt, an den Standflächen etwas flacher. Die starke Randrute der Hinterwand bildet auch den flach gewölbten, mit farbigen Lederstreifen um-wickelten Tragebügel. Der ganze Korb ist mit dunkelbraunem Leder überzogen. Ornamente ausgeschnitten und mit farbigem Pergament oder Brokat hinterlegt. Etwas Stickerei. Firnis auf Pergament vergilbt, daher ist das blau jetzt grün. Auf der Rückwand zwei 6-strahlige Sterne. Auf dem Deckel Blumentopf, Blumenzweige, Rosetten und "1849". Auf der Wand ein von Löwen gehaltenes und gekröntes Wappen: blau und silber (weiß) gerautet (Bayern), aufgelegt roter Schild mit gekreuztem Schwert und Zepter (?). Unterm Wappen Lorbeerzweige, an den Seiten Blumenzweige. Neben Krone "FT" "Donakräzen" (kretzen) in der Aufstellung des Vorbesitzers. vgl. Birlingen, Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch S.291.
Dona(u)kräzen
Museum Europäischer Kulturen
Form ca. einer Viertelkugel. Rückwand und Deckel flach, Wand sonst kugelig gewölbt, an den Standflächen etws flacher. Die starke Randrute der Hinterwand bildet flach gewölbten, mit roten und grünen Lederstreifen umwickelten Tragebügel. Der ganze Korb ist mit leuchtend rotem Leder überzogen. Applikation in grünem und braunem Leder. Auf Deckelumrandung großer Blumenstrauß und "1847". Auf Wandumrandung Blumenvase und "M R". Der Korb war mit bedrucktem Papier ausgekleidet. "Donakräzen" (kretzen) in der Aufstellung des Vorbesitzers. vgl. Birlingen, Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch S.291.
Dona(u)kräzen
Museum Europäischer Kulturen
Form ca. einer Viertelkugel. Rückwand und Deckel flach, Wand sonst kugelig gewölbt, am Boden zum Stehen abgeflacht. Die starke Randrute der Hinterwand bildet oben den flach gewölbten Henkel, der mit farbigen Lederstreifen umwickelt ist. Der Korb ist mit zwei verschiedenen bedruckten Wachstüchern überzogen. Auf dem Deckel farbieg Applikationen mehrstufige Rosetten, Blumenzweige und: TD. Mittel- und Seitenblumen fehlen. Auf Vorderwand von Löwen flankierter Blütenspross und: 1850. Mehrschichtige Rosetten, Blütenzweige. "Donakräzen" (kretzen) in der Aufstellung des Vorbesitzers. vgl. Birlingen, Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch S.291.
Museum Europäischer Kulturen
Korb mit halbkreisförmige Aufsicht und flacher Rückwand. Die kräftige Rahmenrute wölbt sich oberhalb des Korbrandes zum Griffbügel. Von der ebenen Standfläche verbreitert sich der Korb auf seiner Rundseite nach oben. Flacher, etwas eingedrückter Deckel. Standfläche und Ränder sind ganz mit braunem Leder überzogen. Die übrigen Flächen mit breiten Lederstreifen, aus denen die Ornamente ausgeschnitten und mit grünem oder gelbem Pergament unterlegt sind. Auf dem Deckel Blütensprosse, ein kleines Ornament fehlt. Auf dem Mittelstreifen der Wandung gekrönter Doppeladler zwischen Zweigen, seitliche Streifen Blütensprosse. Zwischen den Streifen: M I M N 1 8 1 5. Das Deckelgeflecht des Deckels ist an einer Ecke zerrissen, gegenüber sind die vorspringenden Rahmenruten gebrochen, das Leder eingerissen. Angabe des Vorbesitzers: Lederkorb aus dem bayerischen bzw. niederbayerischen Raum. Brief des Vorbesitzers vom 14.10.1965: Diese Art Körbe wurden in ihrer Originalform in Franken geflochten und dann im bayerischen Raum vom München bis nach Niederbayern, Gäuboden und in die Gegend von Straubing verwendet, wobei sie an diesen Orten entsprechend mit Leder verziert wurden. Der Korb wurde in Schanzentechnik von der Mitte aus geflochten, Geflechtart: Zäunergeflecht, die Rippen aus Weide wurden mit aufgespaltener Haselnuss (Haselnussspan) ausgeflochten. Solche Körbe wurden als Eierkörbe bezeichnet und waren u.a. für die Hersbrucker Schweiz charakteristisch bzw. wurden dort hergestellt. Lit.: Hans Karlinger: Deutsche Volkskunst/Bayern. Weimar, 1942, Abb. 89.