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Objekttyp: Hausrat | Möbel-Teil
Tischfuß-Teil
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Das hier behandelte Bruchstück war Teil eines größeren marmornen Gegenstandes, dem auch die Objekte Sch 9617/1 und Sch 9617/3 zugehörten. Die Zusammengehörigkeit ergibt sich aus der bruchkantengenauen Passung dieses Fragments mit dem Objekte Sch 9617/1 und aus einer älteren Katalogbeschreibung, wonach die Fragmente von einem Tischfuß stammten. Dieser war von einem Pantherkopf bekrönt, zeigte im Mittelteil eine Reihe von Akanthusblättern und endete in einer Pantherklaue. Vorliegendes Bruchstück ist 28,2 cm lang, 10,2 cm breit und 7,6 m hoch und dürfte zum Mittelteil des Tischfußes gehört haben. Die Oberfläche ist noch zu etwa drei Viertel in ihrem Originalzustand, zeigt jedoch einige Bestoßungen und Abreibungen. Das Objekt wölbt sich zu seiner Mitte erkennbar nach außen. Die untere Oberflächenpartie nimmt ca. ein Drittel der Objektlänge ein und zeigt eine buckelfömige Modulierung, vermutlich zur Wiedergabe der Beinmuskulatur der ansetzenden Pantherklaue. Aus dieser Partie geht eine Reihe von drei Akanthusblättern ab, von denen die seitlichen durch den Bruch teilweise verloren sind; bei allen Blättern sind die Ränder bestoßen. Die Blätter, von denen das mittlere und rechte kleiner sind, entwickeln sich aus den Buckeln der mutmaßlichen Muskelpartie in einer aufsteigenden, schmalen Mittelrippe, die zu den Seiten hin von je vier Blättchen flankiert wird. Die spitz auslaufenden Blättchen sind in Form kantiger Flächen angegeben und durch flache Ritzungen voneinander getrennt. Der Verlauf des dritten, linken Blattes bleibt jedoch aufgrund der Bruchsituation unklar. Die Blattreihe, die das mittlere Drittel des Objektes einnimmt, markiert den Bereich seiner größten Ausdehnung. Oberhalb der Reihe entwickelt sich die hier ebene und ungegliederte Oberfläche in leichtem Schwung zur oberen Bruchkante. Das Objekt entspricht in seiner Form und Ornamentik ganz der Beschreibung des Katalogtextes und kann im Vergleich mit anderen Tischfüßen insbesondere der römischen Kaiserzeit entsprechend identifiziert werden. | Kristoph Hammerschmied Das Objekt ist Teil der Schliemann-Sammlung des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte (MVF), Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz . Über seinen Aufbewahrungsort während und nach dem Zweiten Weltkrieg liegen dem MVF gegenwärtig (2019) keine gesicherten Erkenntnisse vor. Es gelangte 1996 aus der Antikensammlung SMB an das MVF zurück. Im MVF erhielt es 1996 zunächst die vorläufige Objektnummer Tr 1100. 2019 wurde es durch Dr. Kristoph Hammerschmied als reidentifiziert und ist seitdem hinsichtlich seiner Provenienz wieder ein gesicherter Bestandteil der Schliemann-Sammlung des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte.
Tischfuß-Teil
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Bei dem besprochenen Objekt handelt es sich um das Bruchstück eines größeren marmornen Gegenstandes, zu dem auch die Objekte Sch 9617/2 und Sch 9617/3 gehören. Die Zusammengehörigkeit ergibt sich aus der bruchkantengenauen Passung dieses Objektes mit dem Fragment Sch 9617/2 sowie aus der Zuordbarkeit anhand einer älteren Katalogbeschreibung. Demnach stammen die Fragmente von einem Tischfuß, der von einem Pantherkopf bekrönt war, im Mittelteil eine Reihe von Akanthusblättern zeigte und in einer Pantherklaue endete. Das 26,5 cm lange, 18,7 cm breite und 12,2 cm hohe Fragment stammt dem Anschein nach aus dem Mittelteil. Die Bruchseite weist eine handwerkliche Bearbeitung in Form einer groben Pickung auf, die darauf hindeutet, dass das Objekt bereits in der Antike zusammengestückt wurde, vielleicht im Rahmen einer Reparatur oder bereits bei der Herstellung. Die skulptierte Oberfläche ist noch zu etwa drei Vierteln intakt: Von einer unteren Bruchkante entwickelt sich die Oberfläche in einer zur Objektmitte hin vorspringenden Wölbung. Der untere Bereich, der ca. ein Drittel der Objektlänge einnimmt, ist in Form zweier nebeneinanderliegender Buckel moduliert, die durch eine flache Konturlinie voneinander abgesetzt werden. Die Buckel können im Sinne der zugrunde liegenden Katalogbeschreibung als Muskelpartien der Pantherklaue gedeutet werden. Dieser untere Bereich wird durch eine Reihe von drei Akanthusblättern abgeschlossen, von denen sich zwei kleinere aus den Buckeln heraus entwickeln; sie nehmen etwa das mittlere Drittel des Fragments ein und sind im oberen Blattbereich gebrochen. Das dritte Blatt entspringt bereits außerhalb der unteren Bruchkannte und steigt bis zur oberen empor. Die kleineren Blätter entwickeln sich aus einer schmalen Rippe. Seitlich aus dieser Rippe entfalten sich jeweils vier spitzkantige Blättchen. Rippe und Blättchen zeichnen sich durch eine kantige Oberflächenstruktur aus und sind durch flache Ritzungen voneinander abgesetzt und durch vereinzelte Bohrungen am Ende der Rippen sowie der Blättchen weiter definiert. Das dritte Blatt folgt in seiner plastischen Anlage den kleineren Exemplaren, entsteht jedoch nur aus einer Rippe, von der die Blättchen fächerförmig abgehen. Oberhalb der Blattreihe bricht die nun wieder plane, ungegliederte Oberfläche in einem sanften Schwung zur oberen Bruchkante um. Kurz vor dieser zeigt sich der Ansatz eines Gegenschwungs. Das Objekt entspricht in seiner Form und Ornamentik ganz der Beschreibung des Katalogtextes und kann im Vergleich mit anderen Tischfüßen insbesondere der römischen Kaiserzeit entsprechend eingeordnet werden. | Kristoph Hammerschmied Das Objekt ist Teil der Schliemann-Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte (MVF), Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Über seinen Verbleib während und nach dem Zweiten Weltkrieg liegen dem MVF gegenwärtig (2019) keine gesicherten Erkenntnisse vor. Es gelangte 1996 aus der Antikensammlung SMB an das MVF zurück.
Tischfuß-Teil
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Vorliegendes Fragment war vormals Bestandteil eines größeren Marmorgegenstandes, zu dem auch die Objekte Sch 9617/1 und Sch 9617/2 gezählt werden können. Eine Zusammengehörigkeit legt die bruchkantengenauen Passung der Objekte (Sch 9617/1 und Sch 9617/2) sowie eine ältere Katalogbeschreibung nahe, wonach die Fragmente von einem Tischfuß stammten. Dieser war von einem Pantherkopf bekrönt, zeigte im Mittelteil eine Reihe von Akanthusblättern und endete in einer Pantherklaue. Das Bruchstück ist 25,4 cm hoch und 14 cm breit. Es zeigt auf einer abgerundeten Plinthe die plastische Darstellung einer hinteren Großkatzenklaue mit dem Ansatz des Mittelfußes. Oberhalb ist der Fuß gebrochen; eine modern eingebrachte Stiftung in Form einer Metallstange ragt noch einige Zentimeter aus der Bruchkante hervor. Insgesamt ist die Oberfläche großflächig bestoßen, vor allem im Bereich der Krallen. Die Pfote gliedert sich in vier Zehen. Diese sind untereinander durch tiefe Bohrungen voneinander klar abgesetzt. Die einzelnen Knochensegmente der Zehen sind als drei breite, durch flache Kerben voneinander abgesetzte Wölbungen gekennzeichnet. Die vormals sichelförmig ausspringenden Krallen sind bis auf die Ansätze abgerieben, überragten aber die Plinthe sichtlich. Von jedem Zeh ausgehend zieht sich ein breiter Wulst, der im Falle der beiden größeren Mittelzehen ausgeprägter ist, als Angabe von Sehnen den Mittelfuß bis zur Bruchkante hin. Die Bereiche seitlich der beiden Außenzehen und die Ferse sind nur kursorisch ausgearbeitet und durch aufsteigende flache Wülste binnenkonturiert, jedoch ohne naturalistische Prägung. Das Objekt entspricht in seiner Form und Ornamentik ganz der Beschreibung des Katalogtextes und kann im Vergleich mit anderen Tischfüßen insbesondere der römischen Kaiserzeit entsprechend eingeordnet werden. | Kristoph Hammerschmied Das Objekt ist Teil der Schliemann-Sammlung des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte (MVF), Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz . Über seinen Aufbewahrungsort während und nach dem Zweiten Weltkrieg liegen dem MVF gegenwärtig (2019) keine gesicherten Erkenntnisse vor. Es gelangte 1996 aus der Antikensammlung SMB an das MVF zurück. Im MVF erhielt es 1996 zunächst die vorläufige Objektnummer Tr 1101. 2019 wurde es durch Dr. Kristoph Hammerschmied reidentifiziert und ist seitdem hinsichtlich seiner Provenienz wieder ein gesicherter Bestandteil der Schliemann-Sammlung des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte.