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Objekttyp: Hemdspange
Museum Europäischer Kulturen
Der Schmuck gehört zur Ausstattung der Mari (Tscheremissen), einer finno-ugrisch sprechenden Ethnie, die in Russland im Wolgagebiet beheimatet ist. Die Hemdspange wurde aus dünnem Metall gebogen und hat auf der Vorderseite eine unscheinbare Prägung. Der eigentlich zugehörige Dorn fehlt.
Museum Europäischer Kulturen
Die große, achteckige Spange aus Silber ist leicht gewölbt und hat ein kleines Mittelloch mit einem beweglichen Dorn. Um diese Öffnung ist ein Kranz aus roten und grünen Steinen angebracht, der von Perlkreisen eingrahmt wird. Auf der Wölbung befinden sich oben und unten gegenständige Tauben. Zwischen ihnen ist ein Herz und um sie herum Zierwerk. Im mittleren Bereich sind die Monogramme "AS" und "DB" und die Jahreszahl "1913". Diese Motive sind aus Silberblech geschnitten, graviert und teilweise getrieben. Außen befinden sich zwei Perlkreise mit 16 roten und grünen Steinen in Blütenfassung. Sechs solcher blütengefaßten Steine sind auch auf der Wölbung zu finden.
Museum Europäischer Kulturen
Die Hemdspange hat eine Herzform. In der Mitte ist ebenfalls ein kleines spitz zulaufendes Herz ausgespart, über dem ein loser und beweglicher Dorn zum Verschließen liegt. Die Ränder sind fein mit Ranken und kleinen Blüten ziseliert. Die Ranken sind an der Herzspitze mit einem Reif zusammengefasst. Über der kleinen Öffnung sind zwei sich anschauende Vögel. Auf der Rückseite sind die Markenzeichen "F J (S?) S" und "MFB" eingraviert. Letztere ist völlig laienhaft und kaum leserlich. Eine andere, etwas verschlagene Marke: "ACS" (?) war bei Stierlinge-Scheffler nicht zu finden. Literatur: Justus Brinkmann: "Das Hamburgische Museum für Kunst und Gewerbe", Hamburg 1894, S. 209ff Stierling: "Silberschmuck der Nordseeküste", Abb. 178
Brut-Hart
Museum Europäischer Kulturen
Die herzförmige Spange hat eine ebenfalls herzförmige Mittelöffnung, die durch einen Halbkreis gekrönt ist. Im Zentrum der Bekrönung ist eine Rosette aus 6 Granaten und einem blauen Mittelstein. Die Ranken bestehen aus feinem gekörnten Draht. Die Ränder sind mit geflochtenem Draht eingefasst. Fünf einzeln mit gezwirntem Draht gefasste türkisfarbene Steine und ein Granat verzieren die Filigranarbeit. Am Außenrand der unteren Spitze sind fünf dreibogige Ösen angebracht, in denen je ein runder Filigranbommel hängt. Die Öse der Spitzenbommel wurde vormuseal erneuert. Auf der Rückseite des Rosettenbleches sind ein Monogramm und die Jahreszahl 183(?)5 eingepunktet. Die Montierung der Scharniernadel ist ebenfalls rückseitig. Literatur: Vgl. Justus Brinckmann, Das Hamburgische Museum für Kunst und Gewerbe (Führer), Hamburg 1894, S. 211
Museum Europäischer Kulturen
Die achteckige, leicht gewölbte, Hemdspange aus Silber hat eine relativ kleine Öffnung mit einem beweglichen Dorn. Der innere Rand ist mit einem nach außen getriebenem Perlkreis versehen, der äußere Rand mit einem aufgenietetem Perlkreis. Der breitere Bereich zwischen beiden Kreisen ist oben mit zwei Tauben, in der Mitte mit der Datierung "1847" und unten mit dem Monogramm "ECS" verziert. Die gegenständigen Tauben haben zwischen sich ein Herz und eine gemeinsame Krone. Zwischen äußerem Perlkreis und den Ecken sind bogenförmige Linien eingraviert. Die jetzt unbenutzbaren Nietlöchern unter den Ziffern und der Buchstaben lassen darauf schließen, dass es sich bei der Spange um eine Zweitverwendung handelt. So sind auch die Tauben vermutlich vor 1847.