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Objekttyp: Kämpfer
Kämpfer mit doppeltem Akanthus auf den Ecken und Medaillons in den Seitenmitten
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Bauglied diente entweder als Kapitell eines Pfeilers oder als Kämpfer. Vom glatten unteren Rand kragen die Seitenflächen zur wellenrankenverzierten Deckplatte vor. Feingezahnte Doppelblätter sitzen auf den Ecken, auf der Hauptseite liegen zwei Blätter mit kleingezacktem Akanthus mit den äußeren Blatthälften auf dem Grund auf, während sich die inneren gemeinsam zu einer Medaillonform aufwölben. Auch wenn das à jour gearbeitete Medaillon fast völlig weggebrochen ist, kann in Analogie zu ähnlichen Kapitellen an dieser Stelle ein Kreuz oder Monogramm im Blattwerk rekonstruiert werden. Glatte senkrechte Stege im Blattschmuck der Nebenseiten dienten dem Einpassen in eine verschließbare Öffnung. Das Inventar gibt als Herkunft die Johanneskirche des Studios in Konstantinopel an, die in den Jahren nach 450 errichtet wurde. Die Frage, ob das Stück zu dessen ursprünglicher Ausstattung oder zu Um- und Anbauten der Zeit um 470/480 gehört, wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Eine Entstehung in der 2, Hälfte des 5. Jahrhunderts ist jedoch auf Grund des Stiles der Ornamentik sicher.
Kämpfer mit Kreuzen, Blättern und Vögeln
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Pfeiler, bestehend aus Basis (Inv. 2604), Pfeilerschaft (Inv. 2603) und Kämpfer (Inv. 2605), gelangte 1901 in die Abteilung der Bildwerke der christlichen Epochen (heute Museum für Byzantinische Kunst). Er wird ursprünglich für einen sakralen Raum geschaffen worden sein, worauf die von Blattwerk umrankten Kreuze auf den Schmalseiten des Kämpfers hindeuten. Über die Längsseiten des Kämpfers erstrecken sich im Relief wiedergegebene Vögel, die in Weinranken eingebettet sind. Auf einer der Längsseiten steht mittig eine Bossenleiste. Sie zeigt, dass der Pfeiler ursprünglich in einer Öffnung stand. An die Leiste setzten Rahmen eines Fensters oder einer Tür an. (Ehler 2017)