79 Ergebnisse
Objekttyp: Kanne
Turbomuschel-Kanne
Kunstgewerbemuseum
Aufwändig gestaltetes Schaugefäß in den Formen des ausgehenden 16. Jahrhunderts, dessen Entstehung im 19. Jahrhundert vermutet wird. Als Kannenkörper ist eine Turbomuschel verwendet, gefaßt in reicher, silbervergoldeter Treibarbeit mit Medaillons und Maskarons. Das Gefäß steht auf einem runden, gewölbten Fuß und besitz eine breite, gewölbte Schulter und einen weit ausladenden, mit einer phantastischen Maske zwischen Rollwerk geschmückten Ausguß. Der geschwungene Henkel ist mit einer weiblichen Herme belegt, der obere Henkelansatz wird von einem halbfigurigen Löwen gehalten. Der Gefäßkörper durch vier Bügel gefasst, auf dem vorderen Bügelansatz befindet sich im ovalen Rahmen ein ungedeutetes emailliertes Allianzwappen mit den Initialen BA und DM.
Henkelkanne
Kunstgewerbemuseum
Die Inselgruppe Murano in der Lagune von Venedig war seit dem Mittelalter für ihre Glasproduktion berühmt. Nach dem Niedergang während des 18. Jahrhundert erlebte das venezianische Luxusglas ab den 1840er Jahren eine Wiedergeburt. Der entscheidende Durchbruch jedoch gelang Antonio Salviati (1816-1890). 1866 eröffnete er seine erste Fabrik für Hohlglas auf Murano und zog die besten Glasbläser der Insel hinzu. Salviati e Comp. spezialisierte sich auf die Formen und Dekortechniken aus der Blütezeit im 16./17. Jahrhundert, die auf historischen Vorbildern basierten, wie sie seit 1861 im Glasmuseum auf Murano zu studieren waren. Die Kanne nimmt Form und Dekor der italienischen Renaissance wieder auf. Bei der Technik des Netzglases mit eingestochenen Luftbläschen, welche ein Glitzern auf der Oberfläche hervorrufen, ging Salviati noch weiter. Neu war die virtuose Idee, das Netzglas in einem weiteren Schritt mit schimmernden Aventuringlasfäden zu durchziehen. Leuchtendes Rot betont den geschwungenen Henkel und zudem Lippen- und Fußrand. 1867 vermochte Salviati mit seinen kunstvollen Faden- und Netzgläsern, Opal-, Farb-, Aventurin- und Chalzedongläsern auf der Pariser Weltausstellung großes Aufsehen zu erregen. STh
Kanne mit mythologischen Figuren
Kunstgewerbemuseum
Der üppige Figurenschmuck aus der antiken Sagenwelt besitzt Hintersinn: Diana und Aktaeon am Schaft beziehen sich auf die Jagd; die Liebesgöttin Venus auf der Vorderseite des Gefäßkörpers, auf den Schultern des Krafthelden Herkules thronend, reicht dem Kriegsgott Mars einen Apfel – Triumph der Liebe über Gewalt und Krieg. Qualität und virtuose Verschränkung des Figurenschmucks schaffen die Ausdruckskraft dieser Prunkkanne von Johann Michael Maucher (1645–1701). Sammler des 17. Jahrhunderts schätzten Wärme, Weichheit, Glanz und Seltenheit des exotischen Elfenbeins. Auftraggeber dieser Arbeit war wohl Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (reg. 1672–1686). Die Kanne und ihr heute verlorenes Becken gelangten Anfang des 19. Jahrhunderts in die Berliner Kunstkammer. SN
Kanne (Versuchsmodell ?)
Kunstgewerbemuseum
Inventarbucheintrag: "Kanne, Versuchsmodell (?). Länglich-runde Form mit massigem Vorbau, der in eine Tülle endet. Wulsthenkel. Hoher, gebuckelter Deckel mit breitem, konischem Knauf. Schwarzliche Glasur." // ClKa
Kanne mit Jagddarstellungen
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Kanne, oval, auf schlankem Fuß aus Hirschhornstücken gebildet, Rand und hoher Henkel sowie Rand um den Körper von Elfenbein. Jagdscenen darstellend, der Henkel aus verschlungenen Thiergestalten. Kugler 314 zu N. 3140 Schüssel gehörig." Die Kanne ist ebenso wie die dazugehörige Schüssel seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Kanne mit hochgezogenem Henkel
Kunstgewerbemuseum
"Henkelkanne aus sehr schwerem Rubinglas. Der Pfeifenansatz ausgekugelt. Farbe tiefrot, leicht ins Blaue spielend." aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 18, Nr. 8 Die Kanne ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses
Kunstgewerbemuseum
Helmkanne auf hochgewölbtem Glockenfuß mit doppelwandig gearbeitetem Korpus. Der hochgeschwungene Henkel ist mit einem Adlerkopf, der Ausguss mit einer männlichen Maske verziert. Gegenüber dem Ausguss steht auf dem Gefäßrand eine Muschel, die Innen eine Scheibe mit dem kurbrandenburgischen Wappen enthält. Darüber erscheint vollplastisch der Kurhut. Teil einer der beiden großen Lavabogarnituren des Großen Silberbuffets. Pendent zur Kanne Inv. Nr. S 519. Die Kanne zählt zum Bestand des so genannten Großen Silberbuffets, welches sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Berliner Schloss befand. Dabei handelt es sich um neun monumentale, aus Kannen und Becken bestehende Gießgarnituren, acht Kettenflaschen, zwei Kühlkessel, zwei Pastetenbüchsen sowie ein großes Handfass mit zugehöriger Wanne. Insgesamt umfasst das Buffet heute noch 33 prachtvolle vergoldete Silbergefäße, die überwiegend zwischen 1695 und 1698 auf Bestellung des Kurfürsten Friedrich III. in Augsburg, dem damaligen Zentrum der Goldschmiedekunst in Deutschland, hergestellt wurden. Das Ensemble war im Rittersaal des Berliner Schlosses als wandfester Teil der Innenarchitektur installiert: Während die Lavabogarnituren und die Kettenflaschen gegenüber dem Thron an der verspiegelten Wand angeordnet waren, standen die übrigen Gefäße in symmetrischer Anordnung auf einem Schanktisch davor. Das Große Silberbuffet war über Jahrhunderte gleichermaßen königliches Repräsentationsobjekt und Teil des brandenburgisch-preußischen Staatsschatzes. Von späteren Einschmelzungen blieb es auch deshalb nicht verschont. Der Schanktisch wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltenen Gefäße sind heute in der Dependance des Kunstgewerbemuseums in Schloss Köpenick in einer der ursprünglichen Anordnung angenäherten Rekonstruktion wieder aufgebaut. LL
Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses
Kunstgewerbemuseum
Helmkanne auf hochgewölbtem Glockenfuß mit doppelwandig gearbeitetem Korpus. Der hochgeschwungene Henkel ist mit einem Adlerkopf, der Ausguss mit einem Löwenkopf verziert. Gegenüber dem Ausguss steht auf dem Gefäßrand eine Muschel, die Innen eine Scheibe mit dem kurbrandenburgischen Wappen enthält. Darüber erscheint vollplastisch der Kurhut. Teil einer der drei kleinen Lavabogarnituren des Großen Silberbuffets. Pendent zu den Kannen Inv. Nr. S 524 und S 526. Die Kanne zählt zum Bestand des so genannten Großen Silberbuffets, welches sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Berliner Schloss befand. Dabei handelt es sich um neun monumentale, aus Kannen und Becken bestehende Gießgarnituren, acht Kettenflaschen, zwei Kühlkessel, zwei Pastetenbüchsen sowie ein großes Handfass mit zugehöriger Wanne. Insgesamt umfasst das Buffet heute noch 33 prachtvolle vergoldete Silbergefäße, die überwiegend zwischen 1695 und 1698 auf Bestellung des Kurfürsten Friedrich III. in Augsburg, dem damaligen Zentrum der Goldschmiedekunst in Deutschland, hergestellt wurden. Das Ensemble war im Rittersaal des Berliner Schlosses als wandfester Teil der Innenarchitektur installiert: Während die Lavabogarnituren und die Kettenflaschen gegenüber dem Thron an der verspiegelten Wand angeordnet waren, standen die übrigen Gefäße in symmetrischer Anordnung auf einem Schanktisch davor. Das Große Silberbuffet war über Jahrhunderte gleichermaßen königliches Repräsentationsobjekt und Teil des brandenburgisch-preußischen Staatsschatzes. Von späteren Einschmelzungen blieb es auch deshalb nicht verschont. Der Schanktisch wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltenen Gefäße sind heute in der Dependance des Kunstgewerbemuseums in Schloss Köpenick in einer der ursprünglichen Anordnung angenäherten Rekonstruktion wieder aufgebaut. LL
Museum Europäischer Kulturen
Schwach gebauchter Zylinder, kleine Standwulst. Schulter scharf abgesetzt, leicht trichterförmiger Hals mit schmaler Randwulst. Der Hals zu einem großen Ausguss gekniffen, diesem gegenüber geschwungener Henkel. Oben und unten ist die Kante dunkelbraun, in der Mitte rotbraun glasiert. An den Berührungsstellen der beiden verschiedenen Glasuren Kranz weisser Tupfen. Reliefauflage in Grün, Weisslich, Gelb, Dunkelbraun, Rotbraun: zwei sich schnäbelnde Vögel über Palmettenranke. Neben dieser 18 --- 49. Seitwärts je eine Palme.
Typ he
Ethnologisches Museum
Historisches Foto und Erläuterung Kümmel, Otto (1925): Ostasiatisches Gerät. Bruno Cassirer Verlag, Berlin. Abb. 14, S. 42 Katalog: Tsingtao - ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte in China Berlin (DHM) 1998, Abb. Seite 174 SM8HF
Ethnologisches Museum
Kanne (Tee-). Objekt mit Boden, Fuss, Gefässkörper, Tülle, Henkel, Verbindungsstück von Henkel zu Deckel, Deckel.