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Objekttyp: Kanne
Kanne
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Kanne ist nahezu vollständig erhalten; mit schadhaftem Ausguss und kleinem Loch an der Seite. Auf der Außenseite wurde ein roter Überzug aufgetragen, der sehr stark abgeblättert ist und im unteren Teil starke Versinterungen zeigt. Die große, nur wenig nach außen schwingende Mündung mit dem schmal gezogenen Ausguss führt über einen langen Hals in den kugelförmigen Körper. Das Gefäß steht auf einem leicht nach außen gerundeten, flach abgestrichenen Boden. Das mit schwarzen Konturen aufgemalte Motiv ist mit weißer Farbe ausgemalt. Es zeigt zwei dünne, mehrfach eingerollte Volutenranken, die am oberen Henkelansatz aufgehängt sind. Sie umrahmen einen Doppeladler auf der Vorderseite. Der ab der spätbyzantinischen Zeit auftretende Doppeladler ist ein seltenes Motiv auf der Keramik. Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 547, Kat. 1328.
Museum Europäischer Kulturen
Bauchig mit hohem weitem Hals, an dessen Mittelwulst der Henkel beginnt. Kleine gekniffene Schnauze. Der vorgesehene Zinndeckel ist nicht vorhanden. Neben dem Henkel Größenangabe 3. Auf der Vorderwand das Muster in Grau auf blaubemaltem Grund. Die Konturen geritzt. Zwischen senkrechten Streifen Mittelfeld mit großer Ranke gefüllt. Aus dem Restbestand einer aufgelösten Hafnerei in Nabburg.
Kleine Kanne aus einem Déjeuner mit Szenen zu Orpheus und Eurydike: Orpheus führt Eurydike aus der Unterwelt
Kunstgewerbemuseum
Zylindrischer, glattwandiger Korpus, getreppter Hals, flacher Deckel mit kleinem Scheibenknauf, spitze Schnaupe, eckiger Henkel. Großflächige, feine Porzellanmalerei von Sigmund Ferdinand von Perger mit Darstellung von Orpheus, der Eurydike aus der Unterwelt führt, nach einer Bildkomposition von Angelica Kauffmann. In der linken unteren Ecke hat Perger dieses Bildfeld signiert. Die figürliche Malerei ist von einer mit zartem Reliefgoldekor versehenen, achteckigen Bordüre eingerahmt. Der verbliebene Fond ist Zartrosa mit weiteren Reliefgoldranken, ebenso der Deckel. Im oberen Drittel des Korpus ist ein weißer Streifen ausgespart, der mit grünen Weinblättern, im Wechsel mit weiteren Goldornamenten verziert ist. Die Schnaupe ist weiß glasiert, mit goldenen Ranken. // Lit.: Waltraud Neuwirth: Anton Schaller (1773-1844): Figuren- und Historienmaler der Wiener Porzellanmanufaktur, Wien (Selbstverlag Dr. Waltraud Neuwirth) 2020, S. 140 // ClKa
Große Kanne aus einem Déjeuner mit Szenen zu Orpheus und Eurydike: Orpheus dreht sich nach Eurydike um
Kunstgewerbemuseum
Zylindrischer, glattwandiger Korpus, getreppter Hals, flacher Deckel mit kleinem Scheibenknauf, spitze Schnaupe, eckiger Henkel. Großflächige, feine Porzellanmalerei wohl von Sigmund Ferdinand von Perger mit Darstellung von Orpheus, der sich nach Eurydike umdreht und sie dadurch verliert, nach einer Bildkomposition von Anton Schaller. Die figürliche Malerei ist von einer mit zartem Reliefgoldekor versehenen, achteckigen Bordüre eingerahmt. Der verbliebene Fond ist Zartrosa mit weiteren Reliefgoldranken, ebenso der Deckel. Im oberen Drittel des Korpus ist ein weißer Streifen ausgespart, der mit grünen Weinblättern, im Wechsel mit weiteren Goldornamenten verziert ist. Die Schnaupe ist weiß glasiert, mit goldenen Ranken. // Lit.: Waltraud Neuwirth: Anton Schaller (1773-1844): Figuren- und Historienmaler der Wiener Porzellanmanufaktur, Wien (Selbstverlag Dr. Waltraud Neuwirth) 2020, S. 141 // ClKa
große Schenkkanne
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Kanne - Kupfer getrieben und graviert. Fußplatte rund, flach gewölbt und längs gerippt. Bauch und Schulter gleich mit flachen Buckeln. Kurzer Hals mit gravierten Schuppen. Deckel halbkugelförmig gerieft, mit Messingknopf mit Kette am Henkel befestigt. Henkel ohrförmig, Ausgußröhre etwas gebogen, mit Verbindungsbügel. Die Kanne ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
große Kanne
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Kanne. Kupfer getrieben und graviert. Körper und Schulter achtfach eingezogen. Akanthusranken mit Delphinsköpfen und Palmetten. Hals mit Kranz von Akanthusblättern, vierblattförmiger Ausguß. Henkel in Form einer geschuppten Schlange. Die Kanne ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Kanne
Kunstgewerbemuseum
Kanne mit birnförmigem Gefäßkörper, S-förmig geschwungener Ausgussröhre und flach profiliertem, geschweiften Henkel. Der ursprüngliche Klappdeckel ist nicht erhalten. Der Ausguss ist durch einen Steg mit dem Gefäßrand verbunden. Die Entstehung der als Baggerfund im Rhein zu Tage getretene Kanne wird wegen ihres Fundortes nach Köln lokalisiert. Am Gefäßkörper befindet sich ein im Guss angelegtes Wappen mit drei Türmen, das verschiedene Deutungen zulässt. Die Stegkanne gilt als eines der ältesten erhaltenen Exemplare niederrheinischer Zinnkannen. LL
Gefußte Kanne mit doppelköpfigem Adlerausguß
Kunstgewerbemuseum
Die Kanne steht über einer flachen Standscheibe auf hohem Fuß mit einem Wirtelring. Der bauchige Gefäßkörper ist flach gedrückt, der Hals schlank gestreckt. Die Lippe ist nach außen gewulstet. Der gewölbte Deckel mit Daumenrast ist mit einem Scharnier am Kannenkörper befestigt. Der Henkel ist in Gestalt eines schlanken Drachen gebildet, die Tülle in Form eines doppelköpfigen Drachen. Der Typus der gedrehten Kanne auf hohem Fuß ist im 15. Jahrhundert weit verbreitet, Anna-Elisabeth Theuerkauff-Liederwald 1988 vermutete jedoch eine Entstehung dieses Exemplars erst im 17. Jahrhundert. LL
painted clay vessel
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Bemalte Kanne mit Zylinderhals und Bandhenkel. Merkmale: Das Objekt besteht aus orangebraunem Ton und besitzt eine weiße Bemalung. Der Körper des Gefäßes ist annähernd kugelig, die Gefäßschultern setzen sich kaum ab und gehen fließend in den unteren Teil des Gefäßes über. Der lange Hals ist zylindrisch, geht fast senkrecht aus dem Körper hervor und bildet am oberen Ende einen kurzen, waagrechten, flach-ausziehenden Rand. Der bandförmige Henkel setzt ca. in der Mitte des Halses an und zieht von dort auf die Gefäßschulter bogenförmig nach unten. Auf ihm sind zwei Längsrillen eingeritzt. Die Kanne steht auf einem runden Standfuß. Auf dem Körper befinden sich mehrere Liniengruppen, die zusammen ein Dreiecksmuster bilden. Die weiße Bemalung zieht sich vom Halsansatz bis zum Fuß des Gefäßes. Die Pinselstriche sind nicht einheitlich, sondern variieren in Länge und Dicke. Die einzelnen Dreiecke stehen auf einer horizontalen Linie. Unter dieser Linie befinden sich noch mindestens zwei weitere horizontale Linien. Die Spitzen der Dreiecke berühren den Halsansatz. An den Schnittstellen der Liniengruppen bilden sich Rautenmuster. Erhaltungszustand: Das Gefäß war in 17 Fragmente zersprungen und ist nicht komplett erhalten, Teile des Körpers, Halses und Randes fehlen. Informationen zur Provenienz: Objekt ungeklärter externer Provenienz (Fremdbesitz). 1958 aus der Sowjetunion in die DDR restitutiert und seit 1963 vom Museum für Ur- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin / DDR verwaltet. Seit 1992 vom Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz als Objekt mit ungeklärter Herkunft aufbewahrt. Die auf einem Etikett am Objekt vermerkte Identifikationsnummer "82254" wurde zwischen 1945 und 1958 durch das Historische Museum Moskau vergeben. Zusammen mit dem Objekt überliefert ist ein goldfarbenes historisches Titeletikett mit einer in Tusche ausgeführten Aufschrift: "Kanne mit langem Hals, 1 Henkel, geschwungenem Fuss und oberen Rand[,] 1600 - 1200 [v. Chr.]". Weitere überlieferte historische Objektnummern sind: "298". Das Objekt ist Teil einer Kollektion von Funden aus dem östlichen Mittelmeerraum mit gleichartigen Hinweisen und Merkmalen. | Gregor Hellweg, Horst Junker
Helmkanne mit Maskaron
Kunstgewerbemuseum
Die gerippte, an Metallvorbildern orientierte Helmkanne mit männlicher Maske unter dem Ausguss ist mit kleinteiliger Blaumalerei aus Blütern, gefiederten Blättchen und Ranken dekoriert. Zu einer solchen Kanne gehörte eine tiefe Schüssel, beides bildetete eine Waschgarnitur. Im Katalog "Herrliche Künste und Manufacturen" von 2001 führt Christiane Keisch Vergleichsbeispiele aus dem Amsterdamer Rijksmuseum und dem Berliner Stadtmuseum auf. Im Sammlungskatalog des Kunstgewerbemuseums Berlin (Ost) von 1988 schreibt dieselbe Autorin: "Wolbeer-Fayencen halten sich eng an bestimmte holländisch-chinesische Motive und werden in treulicher Wiederholung angewendet: dichtes reiches Chrysanthemen- und Päoniengesträuch mit Vögeln, der Pfau in Fels-Sumpflandschaften und recht naive wie derbe Figurenszenen. Häufig treten dazu die Spiralranken, Behangreserven und Zackenleisten auf. Typisch für den Malstil ist die dichte Häufung der Dekormotive. Wolbeer hat als erster auch gerippte Gefäße nach Delfter Art produziert. Sie wurden mittels Gipshohlformen hergestellt. Die Glasur geriet hierbei schneller ins Fließen, als bei glatten Oberflächen und die Zeichnung verwischte sich, wie an diesem Beispiel. Die Form der Helmkanne ist - abgesehen von der Rippung - offensichtlich Metallvorbildern entlehnt. Interessant ist die Ähnlichkeit mit der großen Helmkanne mit Männermaske unter dem Ausguß vom Großen Berliner Silberbuffet (1698 aus Augsburg geliefert, seit 1703 im Rittersaal aufgebaut)). Die eigenwillige Form des Henkels, die Maske, die reiche plastische, durch unterschiedliche Dekore betonte Gliederung der Kanne, spräche für die Adaption eines solchen Vorbildes." Keine Marke. Lit.: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin [Ost]. Führer durch die Sammlungen [Schloss Köpenick], Kat. Nr. 198; Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen", Kat. Nr. 51 (Vgl.) ClKa
Typ he
Ethnologisches Museum
Historisches Foto und Erläuterung Kümmel, Otto (1925): Ostasiatisches Gerät. Bruno Cassirer Verlag, Berlin. Abb. 14, S. 42 Katalog: Tsingtao - ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte in China Berlin (DHM) 1998, Abb. Seite 174 SM8HF