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Objekttyp: Kappe eines Derwisch
Ethnologisches Museum
Karteikarteneintrag: Teile der Kappe und deren Schnitt: Die Kappe ist ohne Schnitt nach Augenmaß gearbeitet. Die Ohrenschützer haben die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit einer Seitenlänge von etwa 10 cm. Material der Kappe: weiße, handgesponnene Schafwolle. Es handelt sich hier um Maschenstoffbildung durch Verschlingtechnik. Der Teller hat einen Durchmesser von 12-14 cm, der anschließend glatte Rand eine Höhe von etwa 10 cm. Zum Schluss wurden die beiden Ohrenschützer angearbeitet. Veröffentlicht in Hellbusch/Soltkahn: "Mützen aus Zentralasien und Persien", Abb. 124, S.280 Analyse der Herstellungstechnik (Nadelbindung) durch Frau Gudrun Böttcher im Jahre 2004. Ergebnisse der Analyse siehe Büro Schindlbeck, Akte "Information zu Sammlungsobjekten".
Ethnologisches Museum
Derwisch-Kappe (Kaländar Kulasi) Material der Kappe: Wolltuch, Filz, Baumwollstoff; Material der Verzierung: Garn, gemischt aus Schafwolle und Kamelhaar. Besonderheit: Zierrand aus büschelweise durchzogener Wolle. Je ein Außtenteil wurde mit je einem Innenteil zusammengelegt und bestickt. Die unteren Kanten sind mit dem Randstreifen eingefasst, der außen und innen mit Saumstichen befestigt ist. Die Stickerei wurde in Platt und Spaltstichen ausgeführt. Für den Zierrand bohrte man Rand, Tuch und Filz zusammen mit einer Ahle durch. Vermutlich mit einer dicken Nadel wurden Wollfäden durch die Löcher gezogen, bis sie Büschel bildeten. Ein- und Ausstich liegen auf der Außenseite. Die Bündel sind nicht befestigt, so dass sie sich herausziehen lassen. Veröffentlicht in "Mützen aus Zentralasien und Persien", Abb. 89. Anmerkung auf der alten Karte: derviche de l'ordre fondé par Qalender Youcouf Endelouci, Arabe originaire d'Espagne (Bugé). Kulah = chapeau.