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Objekttyp: Kleid
Museum Europäischer Kulturen
Tailliertes, Wadenlanges Kleid im Trachtenstil mit latzartigem Einsatz und geschlitztem Stehkragen. Die Taille ist hoch gezogen und wird durch einen Gürtel betont, welcher mit zwei quadratischen Perlmuttknöpfen zu schließen ist. Dieselben Knöpfe finden sich an den Manschetten der halblangen Ärmel. Das Oberteil ist aus rot-weiß kariertem bzw. gestreiftem Baumwollstoff gefertigt. Der Rockteil ist eingereiht und in Patchworktechnik aus rosa, rot, weiß und blau gemusterten Baumwollstoffen gearbeitet. Es handelt sich um Wäschestoffreste aus der Zeit zwischen 1890 und 1980. Das Kleid ist in der Modegruppe Dippoldiswalde entstanden. Es wurde auf dem II. Folklorefestival der DDR 1983 in Schmalkalden präsentiert. Die Modegruppe Dippoldiswalde unter der Leitung von Barbara Wachholz war Teil der staatlich geförderten Freizeitbetätigung in der DDR (damals „künstlerisches Volksschaffen“ genannt). Es war eine Gemeinschaft textil interessierter Frauen und Männer, die sich regelmäßig in ihrer Freizeit trafen, um eigene Modeentwürfe zu entwickeln und präsentieren. Die Mode-Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen getragen. Durch Materialien und Farben wurden in den Kollektionen Bezüge zur Region hergestellt, beispielsweise durch die Verwendung „bezirkstypischer“ Textilien wie Frottee aus Großschönau oder Blaudruck aus Pulsnitz. Über Kontakte zu den umliegenden Firmen konnten sie Mängelware, welche beispielsweise Druckfehler aufwies, als Kiloware von Stoffzuschnitten günstig erwerben. Die verfügbaren Materialien bestimmten die einzelnen Themen und Entwürfe der Modekollektionen, unter anderem auch die häufige Verwendung der Patchworktechnik.
Museum Europäischer Kulturen
Bodenlanges Baumwollkleid in weiter Schnittform mit hoch gezogener Taille und eingereihtem Rock. Lange Puffärmel sowie Hals-, Ärmel- und Saumrüsche. Plastron und latzartiger Einsatz ebenfalls mit Rüschen und Bindebändern auf Brusthöhe. Der Rockteil ist in Patchworktechnik aus blau, weiß, schwarz und grau gemusterten Baumwollstoffen gearbeitet. Das Kleid ist in der Modegruppe Dippoldiswalde entstanden. Es wurde 1983 beim Folklorefestival in Schmalkalden vorgeführt. Die Modegruppe Dippoldiswalde unter der Leitung von Barbara Wachholz war Teil der staatlich geförderten Freizeitbetätigung in der DDR (damals „künstlerisches Volksschaffen“ genannt). Es war eine Gemeinschaft textil interessierter Frauen und Männer, die sich regelmäßig in ihrer Freizeit trafen, um eigene Modeentwürfe zu entwickeln und präsentieren. Die Mode-Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen getragen. Durch Materialien und Farben wurden in den Kollektionen Bezüge zur Region hergestellt, beispielsweise durch die Verwendung „bezirkstypischer“ Textilien wie Frottee aus Großschönau oder Blaudruck aus Pulsnitz. Über Kontakte zu den umliegenden Firmen konnten sie Mängelware, welche beispielsweise Druckfehler aufwies, als Kiloware von Stoffzuschnitten günstig erwerben. Die verfügbaren Materialien bestimmten die einzelnen Themen und Entwürfe der Modekollektionen, unter anderem auch die häufige Verwendung der Patchworktechnik.
Mokkabraunes Kleid
Kunstgewerbemuseum
Langärmliges Abendkleid im Empirestil, Modell "Rom". Das Kleid aus Crêpe Georgette hat ein trapezförmiges Dekolleté, darunter eine aus Satinband gebundene, gleichfarbige Schleife. Die Ärmel sind eingesetzt und laufen zum Handgelenk hin schmal zusammen. Dort werden sie jeweils mit fünf kleinen, stoffbezogenen Knöpfen und Schlaufen geschlossen. Der Dreibahnenrock setzt an der erhöhten Taillennaht mit kleinen Fältchen an. Die Ansatznaht wird vom Schleifenband verdeckt. Im Gegensatz zum Kleid ist der dazugehörige schmale Mantel im sportlichen Hemdblusenstil geschnitten. Er wird hoch geknöpft und hat den zeittypischen, spitz zulaufenden Umlegekragen. Die geraden Vorder- und Rückbahnen des Mantels setzen leicht gekraust an der Schulterpasse an. Drei aufgesetzte Taschen komplettieren das Bild. Das Ensemble wurde 1972 für einen Staatsempfang im Pariser Elyséepalast gefertigt. Rut Brandt trug das Abendkleid auch im April 1972 anlässlich eines Empfangs der Deutschen Botschaft in London. Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 52, S.218, Berlin, 2007. CW/GK
Weinrotes Frühjahrskleid
Kunstgewerbemuseum
Das kurzärmlige Kleid mit Bubikragen hat ein locker gearbeitetes asymmetrisches Oberteil und wird mit zwei kugeligen, mit dem Oberstoff bezogenen Knöpfen geschlossen. Der gerade gearbeitete Rock ist in der Taille leicht gekraust angesetzt. Ein Schlauchgürtel, ebenfalls aus dem Oberstoff, kaschiert diese Naht und setzt ein markantes Zeichen. Der strukturierte Oberstoff ist weinrot meliert. CW
Schwarzes Abendkleid
Kunstgewerbemuseum
Die meisterhafte Schnitttechnik von Madeleine Vionnet kommt in diesem körpernahen Abendkleid zum Ausdruck. Wie über den Körper gegossen erscheint der silbrig schimmernde, schwarze Seidensatin. Das ärmel- und verschlusslose Kleid ist durchgehend gearbeitet. Sein Oberteil besteht aus zwei dreieckigen Brustteilen, die in Schulterträger übergehen und sich im Rücken treffen. Sie lassen die Schultern frei. Darunter sind vorn wie hinten Rautenteile angesetzt, die zum Saum hin breiter werden. Die Seitenteile werden von parabelförmigen Bahnen gebildet. ChrW
Graues Strickkleid mit spinnwebartigem Rückendekolleté und kleinen Flügeln
Kunstgewerbemuseum
An ein bodenlanges, gestricktes Schlauchkleid ist in Luftspitzentechnick ein tiefer vorderer Ausschnitt, Spaghettiträger und ein taillentiefer Rückenausschnitt angearbeitet. Kleine, angearbeitete "Flügelchen" betonen die von Insekten inspirierte spinnwebartige Optik. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gestrick. Musteranregungen gaben die Insekten.
Bunt gestreiftes Kleid mit weißen Plisséeeinsätzen
Kunstgewerbemuseum
Lose fallendes Kleid mit dreiviertel langen Ärmeln. Die Ärmel und ein breiter Streifen vorn und hinten aus bunt gestreifter und von Hand gewebter Wolle, bilden das Gerüst des Kleides. Auf den Schultern sind jeweils dicht gefältelte Partieen aus abgestepptem Chiffon eingesetzt, die dem Kleid eine ungewöhnliche Weite geben. Das Kleid zitiert bulgarische Gewandschnitte, es "hängt" sozusagen auf der Schulter und hat weiter keine Unterbrechung. Die Chiffonpartie wir am Saum von einer weiteren Borte des bunt gestreiften Wollstoffs begrenzt.
Graues Strickkleid mit spinnwebartigem Dekolleté und Ärmeln
Kunstgewerbemuseum
An ein bodenlanges, gestricktes Schlauchkleid in Rippenstrick ist in Luftspitzentechnick ein flacher vorderer Ausschnitt, lange Ärmel und ein taillentiefer Rückenausschnitt angearbeitet. Die lineare Spitze hat eine spinnwebartige Optik. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gestrick.
Weißes Strickkleid mit angestrickten Ärmeln und doppeltem Kragen
Kunstgewerbemuseum
Bodenlanges, gestricktes Schlauchkleid in Rippenstrick mit angestrickten Ärmeln und einem V-förmigen Dekolleté vorn und hinten. Das Dekolleté wird von einem breiten doppelten Spitzenkragen mit Gitterstruktur gerahmt. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gestrick.
Graues Strickkleid mit angestrickten Ärmeln und Gitterkragen
Kunstgewerbemuseum
An ein bodenlanges, gestricktes Schlauchkleid mit angestrickten Ärmeln ist vorn und hinten in Luftspitzentechnik ein ringsum hochstehender Kragen mit feiner Gitterstruktur und zusätzlichen Schulterflügeln angearbeitet. Die Luftspitze ist hier linear aufgefasst. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gestrick. .
Grau-silbernes Kleid ohne Ärmel, mit abgesetzten Brustteilen
Kunstgewerbemuseum
Ein bodenlanges Kleid mit hoher Taille und ausgestelltem Rock. Das feine, lockere Gewebe ist quer zum Fadenlauf verarbeitet und daher leicht elastisch. Es hat schuppenartige Brustteile, die an ein Ätzspitzenbrustteil angearbeitet sind. Der Rücken zeigt ein taillentiefes Ätzspitzengitter. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gewebe. Anregungen gaben die Insekten.
Graues Strickkleid, Dekolleté und Ärmel in quadratischer, gitterartiger Luftspitze
Kunstgewerbemuseum
An ein bodenlanges, gestricktes Schlauchkleid ist in Luftspitzentechnick ein flacher vorderer Ausschnitt, lange Ärmel und ein taillentiefer Rückenausschnitt angearbeitet. Die Luftspitze ist hier linear aufgefasst. Regina Georgiew hat dieses Kleid im Rahmen eines Projekts für den "Salon Plauener Spitze" (im VEB Plauener Spitze) entwickelt. Ziel war es, mit einer alten Textiltechnologie ein modernes Design zu entwickeln, hier in Form von Luftspitze mit Gestrick.
Weisses zweiteiliges Sommerensemble
Kunstgewerbemuseum
Das zweiteilige Baumwollkleid kombiniert eine taillierte Schoßjacke mit einem weiten, zur Schleppe verlängerten Rock. Das hochgeschlossene, leinengefütterte Jäckchen hat vorn einen durchgehenden Knopfverschluss und angeschnittene Schöße. Seine eingesetzten Ärmel sind lang und am Saum mit einer breiten Rüschenmanschette mit gebogten und gestickten Kanten verziert. Der vorn fußlange Rock ist ungefüttert und fällt glatt herunter. Seitlich ist er in kleine Falten und im Rücken in breite Quetschfalten gelegt. Die schwarze Stickerei täuscht in Anlehnung an die Rokokomode einen zurückgeschlagenen Manteau vor. ChrW
Blaues Promenadenkleid
Kunstgewerbemuseum
In elegantem Kontrast kombiniert dieses Promenadenkleid schimmernden blauen Seidentaft mit matten schwarzen Samtpartien. Drei breite Volants zeigen ein à disposition gewebtes abgetrepptes Muster, das in kleinerem Maßstab an den Kanten der Schoßjacke variiert wurde. Um 1855 wurden vorn offene Jäckchen beliebt, deren Schöße optisch den obersten Volant der Röcke bildeten. Die Schöße dieser sehr taillierten Jacke sind an den Seiten und im Rücken geschlitzt. Die Jacke schließt in Taillenhöhe mittels Haken und Ösen. Die langen Ärmel werden nach unten breiter und sind mit gemusterten Manschetten aus Samt besetzt. Das Oberteil ist vollständig mit Seide gefüttert und hat in den Vorderteilen mit Leinenband verstärkte Fischbeinstäbe. Der ungefütterte Rock ist in der Taille in kleinste Falten gelegt. ChrW
Ballkleid mit Streifendekor
Kunstgewerbemuseum
Das kurze Oberteil des zweiteiligen Kleides endet vorn in einer langen, hinten in einer kurzen Schneppe. Sein überbreiter Ausschnitt lässt die Schultern frei. Es hat kurze, in Falten gelegte Ärmel über Innenärmeln aus Tüll mit breitem Spitzenbesatz. Dieser Besatz rahmt auch das Dekolleté und die vordere Mitte des Oberteils. Der vorn an den Körper herangeführte Rock ist in Quetschfalten gelegt, die jeweils bedruckten Samtstreifen liegen oben auf, die altrosafarbenen treten zurück, wodurch ein raffiniertes Spiel von Licht und Schatten entsteht. ChrW
Abendkleid "Frasquita"
Kunstgewerbemuseum
Hochgeschlossenes, orientalisch anmutendes Abendkleid aus Brokat-Chiffon-Rayé in den Farben Violett, Koralle und Petrol mit goldenen Ornamenten. Die Taille markiert ein aus dem Oberstoff gefertigter, aufgenähter Gürtel. Der Stoff zeigt ein farbenfrohes, streifenförmiges Längsmuster, das einerseits von blau-türkisen Querstreifen durchbrochen, andererseits von stilisierten goldenen Ornamenten überdeckt wird. Mit kleinem Stehkragen und langen Ärmeln. Die Manschetten mit je zwei stoffbezogenen Knöpfen. Rückwärtig mit einem 62 cm lagen Reissverschluss und einem Häkchen zu schließen. Im Taillenbereich kleine Abnäher, die von einem an acht Stellen punktuell befestigten Gürtel aus dem Stoff des Kleides verdeckt werden. Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 49, S.212, Berlin, 2007. CW
Nachmittagskleid mit Hermelinbesatz
Kunstgewerbemuseum
Das langärmlige, hochgeschlossene Kleid ist plissiert und durchgehend geschnitten. Im Vorderteil sind in Hüfthöhe drei glatte Volants eingesetzt. Weißer Pelzbesatz am Kragen und an den Manschetten mildert den strengen Charakter des Kleides. Der asymmetrische Schlitzverschluss links unter dem Halsausschnitt gestattet es, das Kleid einfach über den Kopf zu ziehen. Er erinnert an die Kasackform russischer Blusen. Lange, mit silbrigem Lahn durchwebte Ripsbänder, an deren Enden cremefarbene Galalithglöckchen und Seidenfransen hängen, liegen unter dem Kragen und bilden einen schmalen Gürtel in Hüfthöhe. Das obere Band hat zusätzlich kleine gewebte Ornamente in der Art chinesischer Glücksmotive. CW
Robe à la polonaise mit gelben Streifen
Kunstgewerbemuseum
Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts wurde es üblich, die Röcke des "manteau" über der nur noch knöchellangen "jupe" hochzunehmen. Diese Form wurde "robe à la polonaise" genannt, in Anspielung auf die Dreiteilung Polens nach 1772. Der untere Rock war nun rundum sichtbar. Hier zeigt der "manteau" die anliegende Form mit durchgehender mittlerer Rückbahn "en fourreau", die nach außen gelegten Falten laufen in der Taille schmal zusammen, die Stofffülle geht in den Rock über. Rechts und links davon ist der in feinste Fältchen gelegte Rock angesetzt. Seine bogenförmige Ansatznaht lässt die Taille besonders zierlich erscheinen. Ein Gesäßkissen ersetzt nun den ovalen Reifrock. ChrW
Robe à l'anglaise mit bedrucktem Überkleid
Kunstgewerbemuseum
Die Vorliebe des späten 18. Jahrhunderts für leichte Gewebe in pastelligen Tönen kommt in dieser "robe a l'anglaise" zum Ausdruck. Ihr "manteau" aus fein gestreiftem Baumwollmusselin ist mit aufsteigenden, sich kreuzenden Ranken bedruckt. Es sind korallenartige Äste, aus denen an zarten Zweigen Blüten und Blätter wachsen, die sich über das ganze Gewebe ausbreiten. Das Oberteil endet vorn und im Rücken in einer tief herabgezogenen Schneppe, der Rücken ist mit zwei Fischbeinstäbchen verstärkt, und der Rock ist ringsum angesetzt. Durch das zarte Weiß des Oberteils schimmert der unterlegte roséfarbene Seidentaft aus dem auch die "jupe" gefertigt ist. Sie ist mit einer umlaufenden Zackenborte besetzt. Im weiten, herzförmig ausgeschnittenen Dekolleté, das in der vordern Mitte mit Bindebändchen reguliert werden kann, wurde ein hoch drapiertes Fichutuch getragen. ChrW
Schwarzes Abendkleid mit Überrock
Kunstgewerbemuseum
Das bodenlange Abendkleid spielt gekonnt mit dem Kontrast von tiefschwarzem Samt und metallisch glänzendem grau-schwarzem Taft. An das boleroartige Oberteil aus Samt mit langen, glatten Ärmeln ist unterhalb der Brust eine breite Miederpasse aus Taft angesetzt. Darunter beginnt in der Taille der in lose Falten gelegte Rock aus Samt. Er ist mit Taft gefüttert und in der vorderen Mitte offen und weit zurück geschlagen. So gibt er den Blick auf die taftgefütterte Abseite frei. ChrW
Museum Europäischer Kulturen
Das ärmellose Kleid ist aus Dederon-Malimo maschinengenäht worden. Es hat eine taillierte, ausgestellte Form, die in Volants ausläuft. Die Brustpartie ist mit Abnähern betont. Das Kleid besitzt auf dem Rücken einen eingenähten Reißverschluss. Die Volants am unteren Saum sind mit runden Fischornamenten in Filmhanddrucktechnik bedruckt, welche lettischen Volkskunstmotiven entnommen sind. Die Arbeit entstand im Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam. Das Kleid war eines der Modelle, die für die thematische Modenschau "Kollektion der Freundschaft - die 15 Schwestern" 1972 erstellt wurde und steht für die Lettische SSR. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen "Volkskunstschaffens" in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Museum Europäischer Kulturen
Das bodenlange braune Kleid mit langen Ärmeln und Kragen besitzt auf dem Rücken einen Reißverschluss. Außerdem hat es ein Futter aus Kunstseide. Von beiden Seiten der Schultern kommend, vereinen sich auf Brusthöhe zwei Ornamentikstreifen zu einem, der nach unten hin breiter ausläuft. Der Streifen besteht aus Applikationen aus verschiedenen Stoffen und Garnen, wie z.B. Filz oder goldfarbene Fäden. Die Arbeit entstand im Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen "Volkskunstschaffens" in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Schwarzes Cocktailkleid mit kleiner Schleife
Kunstgewerbemuseum
Ärmelloses Cocktailkleid in Prinzesslinie mit ausgestelltem Rock und kleinem rundem Ausschnitt. In Brusthöhe betont eine kleine Schleife die angedeutete A-Linie. CW
Kurzes Spitzenabendkleid aus tabak/schwarzfarbener Spitze
Kunstgewerbemuseum
Kurzes Cocktailkleid aus zarter Chantillyspitze in Prinzesslinie. Auf tabakfarbenem Grund stehen schwarze Blütenbouquets. Das vorn hochgeschlossene, ärmellose Kleid hat leicht überschnittene Schultern und im Rücken einen bis zur Mitte herabgezogenen V-Ausschnitt. Eine dekorative Schleife aus dem Spitzenmaterial markiert hier die Taille. Halsausschnitt, Ärmelkanten und Saum werden von einer schwarzen Spitzenkante betont. Ein separat gearbeitetes Corsagenunterkleid aus zimtbrauner Seide im Schnitt des Spitzenkleides wird mit einem Petticoat darunter getragen. CW
Grünes Cocktailkleid mit Stickerei
Kunstgewerbemuseum
Sportlich elegantes Cocktailkleid aus smaragdgrünem Wollsatin. Der halsferne Umlegekragen und der leicht ausgestellte, in der Taille angesetzte Rock sind reich bestickt mit Rosenranken in passend grünem Seidengarn und kleinen grünen Glasperlchen. Dazwischen setzen gößere, facettierte Glasperlen auffällige Akzente. Die langen am Ende leicht ausgestellten Ärmel sind eingesetzt. Das Kleid schließt bis in Hüfthöhe mit einem Polohemdverschluß und vier strassbesetzten Kugelknöpfen. Ein Tunnelgürtel aus dem Obermaterial, zur Schleife gebunden, markiert die Taille. In der Kombination von sportlichen Elementen, wie dem Polohemdverschluss mit der aufwändigen Stickerei ist das Kleid ein ideales Beispiel für den frischen, jungen Stil Uli Richter's. CW
Braunes Cocktailkleid
Kunstgewerbemuseum
Ein ärmelloses, reinseidenes Cocktailkleid aus tabakfarbenem Gazar-Shantung in Prinzessform. Hochgeschlossen mit einem kleinen, runden Ausschnitt und einem ausgestellten 4-Bahnen Rock. Der Stoff ist schräg verarbeitet, ein breiter Gürtel aus dem gleichen Material wie das Kleid markiert die Taille und wird von einer dekorativen Strassschnalle geschlossen. Sie setzt einen wirkungsvollen Akzent. Die Klarheit des reduzierten Schnitts kommt durch das starre Material besonders gut zur Geltung. CW
Schwarzes Cocktailkleid mit großem Schleifengürtel
Kunstgewerbemuseum
Tailliertes, ärmelloses Cocktailkleid in reduzierter Schnittführung. Das steife Material "Gazar" verleiht ihm architektonische Klarheit. Der kleine runde Ausschnitt ist leicht eingeschnitten, der ausgestellt Rock in der Taille angesetzt und rechts und links in tiefe Falten gelegt. Ein großer Schleifengürtel aus dem gleichen Material wie das Kleid betont die Taille und lockert den strengen Gesamteindruck. CW
Mokkabraunes Cocktailkleid
Kunstgewerbemuseum
Das schlichte Cocktailkleid ist hochgeschlossen, hat einen kleinen runden Ausschnitt und weite, dreiviertellange Ärmel. Sie sind am Saum, dem Gürtel entsprechend, mit braunem Satin eingefasst. Darunter wird ein fest eingearbeitetes Seidenunterkleid getragen. Der Rock ist vorn in Falten gelegt und schwingt leicht aus. An Armen und Dekolleté scheint die Haut durch. Das Modell ist typisch für den Stil Uli Richters in den 1970er Jahren. 1976 wurde es in der französischen Modezeitschrift "Rendevouz de la Mode" abgebildet. CW/GK