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Objekttyp: Kleingemusterter Holbein-Teppich (Knüpfteppich)
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger kleingemusterter Holbein-Teppich. Auf abwechselnd rotem und dunkelgrünem Grund sind je zwei Achtpassrosetten aus Flechtbändern nebeneinander und vier übereinander angeordnet. Sie werden eingefasst von hellblauen und gelben Gabelblattranken, die so ein Rautenmuster entstehen lassen. Eine fünffache Bordüre fasst das Hauptfeld ein: Die Hauptbordüre zeigt ein umlaufendes Rautenmuster auf gelbem Grund. Sie wird von zwei schmalen Nebenbordüren mit reziprokem Hakenmuster eingefasst sowie von zwei Streifen mit einem mehrfarbigen stilisierten Flechtband auf roten Grund. Ihren Namen erhielten Holbein-Teppiche nach dem Renaissance-Maler Hans Holbein d. J., auf dessen Gemälden häufig Teppiche mit den entsprechenden Mustern dargestellt sind. Man unterscheidet Kleingemusterte und Großgemusterte Holbein-Teppiche, die in die Region von Uschak bzw. von Bergama lokalisiert werden.
Kleingemusterter Holbein-Teppich
Museum für Islamische Kunst
Dieser Teppich gehört zu einer Gruppe von Teppichen mit ähnlicher Musterung, die nach dem Renaissancemaler Hans Holbein dem Jüngeren (1497-1543) benannt ist, da sie auf dessen Gemälden öfter erscheinen. Neben den kleingemusterten gibt es auch eine eigene Gruppe großgemusterter Holbein-Teppiche. Beide Gruppen weisen eine charakteristische Borte mit pseudo-kufischer Schrift auf, d.h. sie erinnert an arabische Inschriften im Kufi-Duktus, ist aber nicht lesbar. Die Feldmusterung der kleingemusterten "Holbein"-Teppiche besteht aus Flechtband-Oktogonen, die diagonal gleichfarbig geordnet sind, kombiniert mit Rautenformen, die versetzt zu den Oktogonen gereiht sind. Auf dem vorliegenden Teppich liegen sieben Reihen mit je drei Ornamenten vor, wobei der Grund zweifarbig quadriert ist. Ein weißes Flechtband in pseudo-arabischer Schrift auf dunklem Grund bildet den Bortendekor.