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Objekttyp: Knüpfteppich (Teppich)
"Spiralrankenteppich"
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Spiralranken-Teppich. Das weißgrundige Mittelfeld dieses großen Teppichs wird durch vier gereihte Spiralrankensysteme gegliedert. Auf den Berührungspunkten der Spiralranken sitzen monumentale Palmettblüten, auf den Ranken selbst kleinere Palmett- und Rosettblüten und Lanzettblätter, alle mit reicher Binnenzeichnung. In das Rankenwerk eingefügt sind Tierkampfgruppen. Tiger und Leoparden schlagen Antilopen. Daneben finden sich Fabelwesen ostasiatischer Herkunft wie Hirsch-Qilins und ein großer Laufvogel, der ornithologisch bisher nicht bestimmt werden konnte. Über die Borte zieht sich vor rotem Grund eine breite Wellranke. Parallelen zum Blütenhintergrund und der Kombination von Spiralranken mit Tierdarstellungen finden sich in der indischen Miniaturmalerei erstmals um 1610. Die Mogulherrscher konnten bei der Teppichherstellung nicht auf eine einheimische Tradition zurückgreifen. Man orientierte sich vielmehr an Vorbildern aus dem Iran, zu dem enge Beziehungen bestanden. Ein Teppich dieses großen Formats und dieser ungewöhnlich hohen Qualität wurde sehr wahrscheinlich von Malern der Hofbibliotheken entworfen und in einer Hofwerkstatt hergestellt.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener sogenannter Kaschgai-Teppich (?), nach einen Nomadenstamm im Süden Irans benannt. Der rotgrundige Teppich zeigt fünf verschieden große, übereinander geordnete Rautenmuster, die mit Hakenformen besetzt sind. Vier von fünf Rauten sind ebenfalls mit kleinen hackenbesetzten Rauten und mit verschiedenen stilisierten Rosetten und „S“-Motiven gefüllt. Die fünfte Raute ist klein und ähnelt den kleinen Rautenformen innerhalb der großen Rauten. Der rote Grund des Mittelfeldes ist durch Vasen mit stilisierten Blumen, umgeben von Rosetten verziert. Die Muster sind asymmetrisch angeordnet. Die blaugrundige Hauptbordüre ist mit einer stilisierten Blütenranke versehen. Eine weißgrundige Nebenbordüre weist eine stilisierte Wellenranke mit Hakenblättern auf. Drei verschiedenfarbige Mitläufer laufen entlang des äußeren Randes und zeigen ebenfalls vegetabile Motive. Ähnliche Musterung findet sich in einer Tasche (1880,1005), ebenfalls in der Sammlung für Islamische Kunst.
Drache-Phönix-Teppich
Museum für Islamische Kunst
Der kleine Teppich ist wahrscheinlich fast vollständig erhalten, auch wenn seine originalen Kanten und Teile der Bordüren fehlen. Zwei übereinandergestellte Achteckfelder in leuchtendem Gelb gliedern den Teppich. In beiden ist sehr stilisiert der Kampf von Drache und Phönix dargestellt; die Tiere sind in Blau mit roten Konturen und weißen Elementen wiedergegeben. Das Motiv von Drache und Phönix stammt aus China, wo es für Glück, dauerhafte Zufriedenheit sowie den Kaiser und die Kaiserin stand. Ab dem 13. Jahrhundert wurde das Motiv in der islamischen Kunst aufgegriffen und teilweise umgedeutet. Außer auf Teppichen ist es auf zahlreichen Objekten zu finden, auf Metall- und Keramikarbeiten oder in der Buchkunst (vgl. smb-digital Blatt aus dem Golestan des Saʿdi). Einen größeren Teppich mit fast identischer Musterung hat der Renaissancemaler Domenico di Bartolo auf einem Fresko im Spedale Santa Maria della Scala in Siena um 1440-44 wiedergegeben. Wilhelm von Bode kaufte den Drache-Phönix-Teppich 1886 in Rom, 20 Jahre später wurde er in das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das Mittelfeld ist mit einem fortlaufenden Muster aus mit Sternen besetzten Sechsecken bedeckt. Weiße Sterne mit rotem Zentrum füllen die blauen, rot konturierten Sechsecke fast vollständig aus. In den kleinen Rauten zwischen den Hexagonen finden sich Tierdarstellungen wie Vögel oder Enten abwechselnd mit Reihen von geometrischen Motiven. In der Hauptbordüre erscheint an den Längsseiten eine Pseudo-Inschrift im Kufi-Duktus auf blauem Grund. Zwischen die nach innen gerichteten Hasten sind bunte Füllelemente eingefügt: neben geometrischen Elementen finden sich auch figürliche Darstellungen wie Vögel, Löwen, Drachen, Menschen und Boote. Innen schließen schmale Nebenbordüren mit floralem und Zickzackmuster auf hellem bzw. blauem Grund an. Auf Grund des typischen Feldmusters und der Bordüren gehört der Teppich in die Gruppe der sogenannten spanischen Wappen-Teppiche, auch wenn er kein Wappen aufweist. Als Herkunft des Teppichs wird die südspanische Stadt Letur vermutet. Vgl. 1879,363
Museum für Islamische Kunst
Knüpfteppich mit Palmettblättern auf rotem Grund. Im Mittelfeld sind drei unterschiedlich große und verschieden ausgerichtete Palmettornamente übereinander angeordnet, die mit Fiederblättern (saz-Blättern) eingefasst sind. Der übrige Grund ist mit verschiedenen Blüten bedeckt. Die gelbgrundige Bordüre ist mit einer roten Wellenranke versehen, zwischen deren Wellen rote Nelken und blaue Hyazinthen erscheinen. Die Mitläuferstreifen zeigen kleine Blattranken auf dunklem Grund.
Museum für Islamische Kunst
Spanischer Knüpfteppich. Auf heute verblasstem, ursprünglich rotem Grund liegen drei große gelb-grüne Laubkränze. Im Innern der Kränze entwickeln sich Rankensysteme aus einem kleinen Achteck. Sie bilden die einzige Verbindung zu orientalischen Teppichmustern; ansonsten ist der Teppich im europäischen Stil gearbeitet. In den Zwickeln erscheinen Viertel und Hälften von zarten Rankenornamenten. Zwei Bordüren von etwa gleicher Breite zeigen Ranken und geometrische Motive. Als Herkunft des Teppichs wird die spanische Stadt Alcaraz in der Provinz La Mancha vermutet.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das braungrundige Mittelfeld ist mit versetzt angeordneten Reihen von Blütenstauden bedeckt, die in ein blaues Gittermuster eingestellt sind. Insgesamt umgeben fünf Bordüren das Mittelfeld: Die etwas breitere Hauptbordüre zeigt verschiedenfarbige Sternformen auf weißem Grund; die schmaleren Nebenbordüren sind mit geometrischen und floralen Mustern bedeckt.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger Knüpfteppich. Auf dunkelbraunem Grund erscheinen in horizontalen und vertikalen Streifen angeordnete rote, weiße und grünliche Achtecke, die wiederum mit achtblättrigen Rosetten gefüllt sind. Zwischen den Oktogonen sind Sternformen eingefügt. Die weißgrundige Hauptbordüre zeigt Rosetten aus je vier Dreiblattmotiven, zwischen denen paarweise kleine blaue Rosetten sitzen. Die Hauptbordüre wird von rotgrundigen Nebenbordüren mit verschiedenfarbigen kleinen Rosetten eingefasst. An den beiden Schmalseiten fehlt die äußere Nebenbordüre.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das Hauptfeld zeigt auf weißem Grund ein langgezogenes Sechseck mit dunkelblauem Grund. Im Zentrum des unteren Bereichs ist eine Vase zu erkennen. Stilisierte Pflanzenmotive, die an Blüten und Blütenstauden (?) erinnern, überziehen das ganze Sechseck. Zwei stilisierte Vierbeiner sind ebenfalls sichtbar. Die Zwickel sind mit stilisierten, schräg gereihten, verschiedenfarbigen Palmwedelmotiven verziert, sogenannte Mir-i Boteh. Die Komposition ist von drei Bordüren mit stilisierten vegetabilen Motiven verziert, die durch Mitläufer getrennt werden. Auf den Schmalseiten sind feingemusterte Kelimkanten zu erkennen.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Knüpfteppich. Auf dunkelblauem Grund liegt ein hell eingefasstes Rechteck, das einen achtstrahligen, hakenbesetzten Stern sowie ein helles Oktogon umfasst. Die Zwickel sind mit dreiteiligen stilisierten Pflanzen gefüllt. Eine Art Flechtband mit nach innen gerichteten Enden umrahmt das zentrale Rechteck. Die oben und unten verbleibenden horizontalen Flächen sind mit je zwei geometrisch stilisierten Palmettblüten gefüllt, die ringsum mit Haken besetzt sind; darauf folgt eine Reihe von runden Rosetten. Die Hauptbordüre zeigt diagonale Streifen, die durch S-förmige Haken verzahnt sind. Die beiden Mitläuferstreifen zeigen ein einfaches Zickzackmuster.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Knüpfteppich. Im Mittelfeld sind drei große Medaillons auf dunkelblauem Grund angeordnet, die fast das gesamte Feld ausfüllen. Das mittlere blaue Medaillon wird von zwei roten Medaillons flankiert: alle zeigen große stilisierte Blüten, um die herum verschiedenfarbige hakenbesetzte Ornamente radial angeordnet sind. Die hellgrundige Bordüre zeigt ein geometrisches Muster und wird auf beiden Seiten von schmalen Bordüren mit reziprokem Zinnenmuster eingefasst. Der Teppich wird der Region um die aserbaidschanische Stadt Quba zugeordnet.
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Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Auf dunkelblauem Grund sind zwei Reihen von je drei kartuschenartigen Rechtecken angeordnet. Diese sind mit geometrisch verzierten Quadraten sowie hakenbesetzten Ornamenten auf weißem, rotem und hellblauem Grund gefüllt. Der Grund zwischen den Kartuschen ist dicht mit geometrischen Formen bedeckt, aber auch mit Tieren und menschlichen Figuren. Die weißgrundige Borte ist umlaufend mit diagonal gestellten gezackten Blättern besetzt, zwischen denen wechselständige Kelchblüten erscheinen. Eingefasst wird die Bordüre von schmalen Nebenbordüren mit Zickzack- und Perlmuster. Der Teppich wird der Kasak-Region im Kaukasus zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das Mittelfeld mit dunkelblauem Grund zeigt stilisierte Stauden mit je drei Blüten auf rotem Grund und mit einigen Sternen und Füllornamenten dazwischen. Die Komposition wird von einer gelbgrundigen Bordüre umschlossen, die stilisierte Blüten aufweist. Zwei Nebenbordüren mit blauem Grund umfassen die Hauptbordüre und zeigen stilisierte Blütenranken. An den Schmalseiten sind Abschlussstreifen zu erkennen, die ebenfalls verschiedenfarbig gemustert sind.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Auf rotem Grund sind 9 Reihen mit je zwei verschiedenen sogenannten Memling-Göls zu erkennen. Als Göl bezeichnet man die mit Sternen gefüllten rautenförmigen Motive, mit eingerollten Haken besetzt oder getreppt, sowie die Vierecke mit geometrischen Formen gefüllt. Sie können als Art „Etikett“ der verschiedenen Stämme gelten, da jeder Stamm seine eigenen Göl-Motive besitzt. Umrahmt wird die Komposition von einer weißgrundigen Hauptbordüre, die auf den Schmalseiten verschiedenfarbige X-Formen in Vierecken aufweist. Auf den Längsseiten wiederum wechseln sich die X-Formen mit Kreuzmotiven ab.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Auf rotem Grund ist ein etwas gedrungenes Herati-Muster zu erkennen. Das Muster, das sich immer wiederholend über den ganzen Teppich zieht, besteht aus Blüten, die rautenförmig angeordnet sind. Umschlossen wird das Mittelfeld von einer weiß-grundigen Hauptbordüre, die eine gebrochene Blütenranke aufweist. Jeweils zwei Nebenbordüren, die ebenfalls mit Blütenranken verziert sind, verlaufen entlang der Hauptbordüre.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das rotgrundige Mittelfeld zeigt zwei gegenständige abgetreppte Nischen, die mit Rauten und verschiedenfarbigen Füllmotiven besetzt sind. Daran schließen sich oben und unten schmale Streifen mit Tulpen an, gefolgt von Streifen mit achtzackigen Sternen. Die Haupt- und die Nebenbordüren zeigen stilisierte Rosetten und geometrische Muster. Die einzelnen Musterelemente dieses farbenfrohen Teppichs basieren auf anatolischen Teppichmustern des 19. Jahrhunderts und sind hier eher willkürlich zusammengestellt.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Knüpfteppich. In der Mittelachse des leuchtend roten Teppichfeldes sind verschiedenfarbige große Palmettblüten angeordnet. Zwischen ihnen liegen zu beiden Seiten Kompositblüten aus einem gefiederten und einem abgetreppten dreieckigen Teil. Seitlich ragen getreppte und gepunktete Dreiecke in das Teppichfeld hinein. Das übrige Mittelfeld ist mit kleinen Streumotiven gefüllt. Die Bordüre zeigt auf blauem Grund verschiedene Medaillonformen zwischen grob geometrisch stilisierten Ranken in Hellblau und Orange. Eine Lokalisierung des Teppichs ist schwierig, da Vergleichsstücke fehlen. Seine Herkunft wird in Westanatolien vermutet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Knüpfteppich. Auf rotem Grund erscheinen dunkelblaue Quadrate, deren Längsseiten in Haken mit eingerollten Enden verlängert sind. Darüber liegt ein Rautenmuster aus grünen diagonalen Streifen und weißen Rosetten, die in Reihen über- und nebeneinander angeordnet sind und gleichzeitig das Zentrum der dunklen Quadrate bilden. Die weißgrundige Bordüre ist mit einem Rauten-Kartuschen-Ornament besetzt, das auf stilisierte Kufi-Bordüren zurückgeht. Die schmalen Nebenbordüren zeigen ein Zickzackmuster.
Museum für Islamische Kunst
Neuzeitlicher Knüpfteppich. Auf dem hellen, mit kleinen Sternen und Rauten gemusterten Mittelfeld liegt ein zentrales Medaillon mit einem heraldischen Adler auf dunklem Grund. Vier anhängerartige Rankenornamente betonen die Längs- und Querachse. Die Hauptbordüre zeigt umlaufend eine doppelte Wellenranke; sie wird von mehreren Nebenbordüren und Mitläuferstreifen eingefasst. In den unteren Abschlussstreifen ist der persische Schriftzug „salchuq“ eingeknüpft. Dies wurde als möglicher Hinweis gesehen, dass angeblich seldschukische Textilien als Vorbilder für den ungewöhnlichen Teppich gedient haben könnten. Auf Grund fehlender Parallelen ist eine Lokalisierung schwierig.
Museum für Islamische Kunst
Sogenannter Heris-Teppich, nach der Stadt Heris im Iran benannt, woher der Teppich wahrscheinlich stammt. Auf rotem Grund ist zentral, in einem Medaillon, eine weißgrundige Raute zu erkennen, die mit einer blauen stilisierten Blüte gefüllt ist. Das sechsseitige rote Medaillon besteht aus einer breiten abgetreppten dunkelblauen Borte, die mit stilisierten Blüten und Blättern versehen ist. Die vier rotgrundigen Zwickel sind mit stilisierten Blumen gefüllt. Umrandet ist das Mittelfeld von einer weißgrundigen Bordüre, die mit einer stilisierten Blütenranke verziert ist.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener sogenannter Täbris-Teppich, da er wohl in der Stadt Täbris hergestellt worden ist. Auf hellblauem Grund ist ein sogenanntes Herati-Muster zu erkennen, das sich über die ganze Fläche zieht. Im Zentrum befindet sich ein kleines rautenförmiges Medaillon. Umrahmt wird die Komposition von einer rotgrundigen Hauptbordüre mit Wellenranken und Blüten, die wiederum von jeweils drei Nebenbordüren mit Blütenranken umschlossen wird.
Museum für Islamische Kunst
Kleiner Knüpfteppich. Das Mittelfeld, das schmaler als die Bordüre ist, ist mit einem „Tapeten“-Muster nach europäischen Vorbildern bedeckt. Es zeigt eine Art Rosenmuster. Die blaugrundige Bordüre ist mit einer umlaufenden Blütenranke versehen. Der Teppich wird der nordwestiranischen Region Feraghan zugeordnet.
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Gut erhaltener Reihennischen-Teppich, ein sogenannter Kaschgar. Der in Metallbroschierung ausgeführte Grund weist eine grau-grünliche Farbe auf. Acht aneinander gereihte, geradlinige Nischen, mit stilisierten Blütenstauden gefüllt, sind zu erkennen. Die Nischenkonturen sind hellblau und mit roten Blütenranken verziert. Die Zwickel sind mit halben, stilisierten Kelchblütensternen versehen. Die Bordüre weist auf rotem Grund eine stilisierte Blütenranke auf. Normalerweise dienen Reihennischen-Teppiche dem Gebet, wobei die grobe Metallbroschierung das Knien unkomfortabel macht, so dass es möglich erscheint, dass dieser Teppich eher als Wandverkleidung diente. Kaschgar-Teppiche sind nach der Stadt Kaschgar (Kaxgar) im Westen Chinas benannt, wo sie wohl hergestellt wurden. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt auf der Seidenstraße, deren Bewohner hauptsächlich Muslime sind (Uiguren).
Museum für Islamische Kunst
Kleines Fragment eines Stern-Uschak auf rotem Grund. Erhalten sind eine blaue, mit gelben Blüten gefüllte Spitze eines vierstrahligen Sterns auf dem größeren Fragment 1879,110 a sowie ein weiteres Stück des Sterns auf dem vorliegenden kleineren Fragment. Die Fragmente waren als Ergänzung des großformatigen Holbein-Teppichs 1879,110 eingefügt gewesen.
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Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Das schmale Mittelfeld zeigt sechs übereinander gestellte Rauten, die von konzentrischen, hakenbesetzten Rautenlinien umfasst werden. Die Zwickel sind mit halben Rauten gefüllt. Die Hauptbordüre, die sich nur durch den hellen Grund, aber nicht durch größere Breite von den Nebenbordüren unterscheidet, zeigt verschiedenfarbige hakenbesetzte Sechsecke. Sie wird von zwei Nebenbordüren eingefasst: die innere zeigt gereihte Sternformen in Achtecken, die äußere das reziproke Zinnenmuster. Der Teppich, der bereits 1871 erworben wurde, wird der Gendje-Region in Aserbaidschan zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Knüpfteppich. Das dunkelblaue Mittelfeld ist mit Reihen von versetzt angeordneten weißen Rauten bedeckt. Diese sind mit jeweils vier meist blau-roten Blüten gefüllt, während einige wenige ebenfalls mit Rauten besetzt sind. Der übrige Feldgrund ist mit kleinen Sternen bedeckt. Die blaugrundige Hauptbordüre zeigt umlaufend aneinandergereihte Rautenformen, deren Kreuzungspunkte jeweils mit kleinen Sternen besetzt sind. Die Nebenbordüren sind mit einem reziproken rot-grünen Zinnenmuster verziert. Der Teppich wird der Stadt Schirwan in Aserbaidschan zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig und perfekt erhaltener Knüpfteppich. Das schmale Mittelfeld ist in drei vertikale Streifen gegliedert: der mittlere Streifen zeigt auf weißem Grund hakenbesetzte Rauten, Sterne und medaillonartige Formen, zwischen denen kleine Füllmotive aus Vierbeinern, Vögeln vegetabilen und geometrischen Formen eingestreut sind. In den beiden flankierenden, gleich gearbeiteten roten Streifen finden sich ähnliche Motive auf rotem Grund, darunter in der Mitte doppelköpfige Tiere mit Geweih. Die Hauptbordüre zeigt eine abstrakte Variante der „Kufi-Bordüren“ auf hellblauem Grund: hier werden Rosetten von geraden Elementen klammerartig eingefasst. Die Nebenbordüren sind mit umlaufenden gereihten Rosetten sowie geometrischen Mustern verziert. Der Teppich wird der Schirwan-Region zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Auf hellem Grund sind kreuzförmig angeordnete Blüten- und Passformen mit Gabelblättern zu erkennen. Die Komposition ist von einem blauen mäanderähnlichen Muster umrahmt.
Museum für Islamische Kunst
Kleiner Knüpfteppich. Das Mittelfeld zeigt auf dunkelblauem Grund das sogenannte Herati-Muster in einem unendlichen Rapport. Es besteht aus einer Blüte in einer vierteiligen Raute, umgeben von vier Lanzettblättern. Die weißgrundige Hauptbordüre zeigt eine Wellenranke mit Rosetten und Palmetten. In den schmalen Begleitstreifen erscheinen einfache Streifen und ein Wellenmuster. Der Teppich wird auf Grund seiner Farben der Karabach-Region im Grenzgebiet zwischen Armenien, Aserbaidschan und Iran zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Knüpfteppich. Zwei übereinander gestellte Rechteckfelder bilden das rotgrundige Mittelfeld. Die Rechtecke werden durch Dreiecke, die in die Ecken eingestellt sind, gewissermaßen abgeschrägt. Die dadurch entstandenen Oktogone sind mit einer großen hellblauen Raute gefüllt, deren Zentrum wiederum ein Stern bildet. Die Rauten und die nach innen gerichteten Seiten der Dreiecke sind mit Haken besetzt. Die Hauptbordüre wird von mit Rosetten gefüllten Quadraten gebildet. Die Nebenbordüren zeigen außen geometrische Muster und innen eine stilisierte Wellenranke. Der Teppich wird der Region um Bergama zugeordnet.