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Objekttyp: Koffertruhe
Museum Europäischer Kulturen
Auf zwei schmalen Querlatten steht der nach oben an Tiefe zunehmende Kasten mit gewölbtem Deckel. An den Seiten klappbare eiserne Griffbügel. Kanten mit verzierten Eisenbändern. Quer über den Deckel Eisenbänder, die sich dreimal zu Rosetten verbreitern. Auf dem mittleren die Jahreszahl 1735. In dem breiten Mittelband der Vorderwand ein Schlüsselloch mit Deckel. Zwischen den Bändern der Vorderwand sind Eisenrosetten mit Monogramm AM bzw. KN. Innen ein herausnehmbarer flacher Holzeinsatz. Aus dem Inneren der Truhe wurde der eingeklebte Kistenbrief (Liebesbrief) herausgelöst und ist jetzt unter der Inventar-Nummer: D (33 A 16) 3/1952 inventarisiert.
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Koffertruhe mit stark gewölbtem Deckel, Körper nach unten leicht zurückweichend, Kugelfüße. Deckel vorn mit gekehlter Leiste. Fassadenmitte durch zwei aufgekehlte Leisten gerahmt. Darin zwei ausgehobene, erchteckige Felder mit Flachschnitzerei an den Ecken. In der Mitte Kranz-Flachschnitzerei, darin ein Beschlag aus Messingblech. In der unteren Zone, die durch eine umlaufende gekehlte Sockelleiste abgeschlossen wird, eingeritzt: M X 1830. Seitlich eiserne Tragegriffe. Deckel und Boden sind gerissen, das Schloss fehlt. Die Kugelfüße gehörten nicht zu dem Möbel (alte Veränderung), die rückwärtigen beiden Klotzfüße sind alt. Vorn war ursprünglich eine Kufe aufgesetzt.
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Übliche Kofferform, nach oben breiter werdend mit gewölbtem Deckel. Im Gegensatz zu vielen anderen sind hier die Ecken nicht mit Metallband eingefasst. Über dem Deckel und der Vorderwand besonders reiche durchbrochene Eisenbänder, diese drei zeigen aus Vasen kommende Ranken, das mittlere entsprechend dem Schloßblech noch ein Herz. Zwischen ihnen zwei kurze Bänder auf dem Deckel, in diesen gegossene Eisenknäufe (einer fehlt). An den Seiten eiserne Klappgriffe. Truhe grün gestrichen, Rankenwerk rot. Auf die Vorderwand zwei gekrönte Kreisscheiben über Blumen gemalt, in diesen Spiegelmonogramm: UAPP oder UAPT. Ganz unten: 1805 den 4 October
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Der geradwandige Kasten ist aus dünnen Brettern gefügt. Am Unterrand ist ringsum eine schmale Leiste. Der Deckel ist gewölbt. Innenscharniere, zwei Überfälle, das Schnappschloss ist herausgebrochen. Die Truhe ist schwarz gestrichen und ohne jede Verzierung. An den Seiten je ein dünner eiserner Klappbügel. Der Koffer wurde von den Töchtern des Hauptlehrers Mathias Kopp zu Fahrten in das Mädchenpensionat in Quellen (Belgien) für Kleidung und Wäsche benutzt.
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Koffertruhe (gewölbter Deckel, nach oben an Tiefe zunehmend), aus dünnen Brettern. An den Schmalseiten eiserne, klappbare Bügelgriffe. Schnappschloss mit Schlüssel. Das Blech unter dem Knauf an der Deckelvorderwand ist unvollständig. Auf Deckel und Wänden je ein helles Feld, unterteilt durch eine Art Rocaillen. In den Teilfeldern kleine Blumenzweige und Vögel. Nur an den Kanten durchgerieben, an den Schmalwänden ist unten die Farbe des Grundes abgerieben. Auf dem Vorderfeld unten: J L K 1786. An der unteren Ecke des Deckels zwei Blechflicken.
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Übliche Kofferform mit gewölbtem Deckel. Sie scheint immer direkt auf dem Boden gestanden zu haben (ohne Leisten, Räder o.ä.). Der Beschlag ist aus Blech geschnitten und teilweise etwas getrieben. Eingebautes Kastenschloss mit Schlüssel. Drei Bänder (Scharnier- und Schloßband) lauf quer darüber, in der Mitte Rosette oder Ranke. Die Umgebung des Schlosses fehlt und wurde vormuseal mit Silberbronze vorgetäuscht. An den Kanten nur teilweise umlaufende Bleche. Auf dem Deckel zwei Kronenornamente und: 1845. Herkunft nach Vorbesitzerin. Brief vom 1.9.1969. Gutsbesitzer Schumann Parlin/Pommern ließ die Truhe für die Tochter Emma anfertigen, die 1845 den Rektor und Prediger Eduard Julius Leöpold Sternberg in Wangerin Kr. Regenwalde heiratete. Deren älteste Tochter Auguste heiratete 1873 den Rittergutbesitzer Paul Quandt in Bügen Kr. Neustettin. 1921 erbt die Truhe die jüngste Tochter Hedwig, als sie den Diplomingenieur Rogge Spandau heiratete. Von der kinderlosen Tante Rogge erbte Frau Dobinsky geb. Geibler als Nichte. (Ihre Mutter war ebenfalls eine Tochter von Paul Quandt). Herkunft nach Vorbesitzerin. Brief vom 1.9.1969: Gutsbesitzer Schumann Parlin/Pommern ließ die Truhe für die Tochter Emma anfertigen, die 1845 den Rektor und Prediger Eduard Julius Leöpold Sternberg in Wangerin Kr. Regenwalde heiratete. Deren älteste Tochter Auguste heiratete 1873 den Rittergutbesitzer Paul Quandt in Bügen Kr. Neustettin. 1921 erbt die Truhe die jüngste Tochter Hedwig, als sie den Diplomingenieur Rogge Spandau heiratete. Von der kinderlosen Tante Rogge erbte die Schenkerin als Nichte. (Ihre Mutter war ebenfalls eine Tochter von Paul Quandt).
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Die Truhe nimmt nach oben an Tiefe zu, sie hat einen gewölbten Deckel und ist mit den ausgesägten Sockelbrettern fest verbunden. Durch eine aufgemalte Maserung wird ein besseres Holz vorgetäuscht. Die Eisenteile sind schwarz gestrichen, meist etwas über die Ränder hinaus und mit einem feinen hellen Strich abgesetzt. Am reichen Eisenbeschlag ist auf allen Seiten in der Wandmitte ein eiserner Klappgriff. Der Eisenbeschlag ist durchbrochen und mit zahlreichen Buckeln versehen, die den Nagelköpfen gleichen. Die Randstreifen greifen nur mit Nasen auf die Seitenwand. An den Seiten über dem Griffblech eine Art Krone. Die Scharnierbänder sind hinten glatt, sonst teilweise bogig, u.a. Zirkelstern. Einschnappende Überwürfe, Krampe für nicht vorhandene Vorhangschlösser. Der Mittelstreifen ist reich konturiert und durchbrochen. Großes Schlossblech mit kleinem Schlüsselloch mit Deckel. Zwischen dem Schlossband und den Scharnierbändern ist je ein kleiner und ein größerer Engel. Die größeren mit gewaltiger Krone, in dieser die Jahreszahl 1864. An den Deckelenden ein S bzw. ein spiegelverkehrtes S. Angabe des Vorbesitzers: Aus reichem Bauernhaus Neuenkirchen, Kreis Land Hadeln.
Beate Sasse 1754.
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Koffertruhe aus dünnen Eichenbrettern. Großes Deckel-Schlossblech, ausgeschnitten und etwas getrieben. Blau gestrichen, an den Seiten eiserne Klappgriffe. Auf der Vorderwand zwei Felder mit Blumen, darum Blattzweige. Unter dem Schlossblech: Beate Sasse 1754.
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Koffertruhe mit gewölbtem Deckel, der Körper verjüngt sich nach unten. Seitlich eiserne Tragegriffe. Die Truhe steht auf einer ausgeschnittenen Vorderkufe und zwei kürzeren hinten. Die vordere Deckelleiste ist gekehlt, unten eine vorgesetzte, gekehlte Sockelleiste. Vorderseite mit Linien, die sich in Form von Rokokoornamenten zu zwei Feldern zusammensetzen. Blauer Grund, darüber ockerfarbiger Anstrich. Gestanzte Eisenbänder, sie schützen die Kanten und betonen die Truhenmitte, Verlängerung der Mittelbeschläge zum Verschluss der Truhe. Das Schloss fehlt. Innen im Deckel Spuren von Kupferstichen, die hier angebracht waren. Deckel und Boden gerissen. Die Truhe stand zuletzt in der Werkstatt des Schreiners Hagenhues in Lüdinghausen.
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Koffertruhe mit reichen Eisenbeschlägen, gezeichnet: I S E 1740. Die Truhe hat eine Schlosssicherung und zwei Vorhängeschloss-laschen. Keine Füße, nicht bemalt.
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Konischer Korpus mit gewölbtem Deckel. Deckel mit Metallknauf in der Mitte, Korpus mit Schloss und Beschlag. Die Truhe steht auf vier Holzrädern, von denen jeweils zwei durch eine Achse verbunden sind. Vorn eine durchgehende Sockelverblendung.
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Konisch sich nach unten verjüngte Truhe mit gewölbtem Deckel, vorn mit Messingknauf. Auf der Truhenvorderwand in der Mitte ein ovaler Messingbeschlag (gestanzt) mit Schlüssel, innen ein Schloss.
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Konischer Korpus mit gewölbtem Deckel. Vordere Mitte mit Eisenbeschlag, seitlich zwei Eisengriffe. Braune Furniermalerei. Vorderfront mit gemaltem, weißen, innen blau gerandeten Feld, vordere Mitte mit blauem Streifen versehen. In dem Feld seitlich Kreisornamente. Ähnliche Bemalung am Deckel, stark verblasst.
Hirschberg in Schles. C.L. No. 8
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Grün-braun lackierte Truhe mit Kantenschutz aus Blech, Schloss und Schlüssel, seitlichen Tragehenkeln aus Metall. Auf dem Deckel die Aufschrift "Hirschberg in Schles." und "C.L. No.8". Die Truhe diente der Großmutter des Vorbesitzers, Charlotte Lange, Ehefrau des "Kanzlers" des Deutschen Generalkonsulats des Deutschen Reiches in Bukarest, bei ihrem Umzug nach Hirschberg in Schlesien im Jahre 1885, wohin sie nach dem Tode ihres Mannes, gemeinsam mit ihren zwei Schwestern, von Bukarest zog. Charlotte Lange war in der Wahl ihres neuen Wohnortes durch einen Artikel in der Gartenlaube oder in Daheim inspiriert worden. Im Jahre 1902 verzog sie nach Tegel, wo ihr die Truhe als Behälter für Noten diente.