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Objekttyp: Koppchen
Koppchen mit Schnittdekor
Kunstgewerbemuseum
Henkellose Tasse aus dickwandigem Rubinglas, vermutlich Goldrubinglas, mit vergleichsweise breiter Standfläche, Abrissnarbe am etwas eingedrückten Boden. Die konvex ansteigende und zum Rand hin leicht ausschwingende Wandung ist in Tiefschnitt mit einer umlaufenden Landschaftsszene dekoriert, darauf erkennbar ist ein Wanderer mit Stock und Hut, ein Schlagbaum sowie eine Burg auf einem Felsen, Mündungsrand verwärmt. Die fortgeschrittene Glaskrankheit macht die Oberfläche spröde und die Schlieren in der Glasmasse sichtbar. Repräsentatives Service kam mit der Mode des Teetrinkens in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf. Jedoch sind nur wenige Koppchen und Unterschalen aus Rubinglas mit Schnittdekor überliefert, davon einige mit Blütenmarke am Boden oder einer Montierung (Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, Kat. 378–391; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Abb. 25, S. 78). Häufiger sind Exemplare ohne Dekor. Die Potsdamer Glasmanufaktur stellte derartige Stücke in der Zeit um 1700 her, wie auch eine süddeutsche Hütte (vgl. Poser, Koppchen, 2006; Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, S. 117f. und 242f.; Klesse/Saldern, 500 Jahre Glaskunst, 1978, Kat. 103, S. 165). Zugehörig ist ein Pendant (Inv.-Nr. O-1957,23). [Verena Wasmuth] MAKR
Koppchen mit Schnittdekor
Kunstgewerbemuseum
Henkellose Tasse aus dickwandigem, blaustichigem Rubinglas, vermutlich Goldrubinglas, Abrissnarbe am etwas eingedrückten Boden. Die konvex ansteigende und zum Rand hin leicht ausschwingende Wandung ist in Tiefschnitt mit einer umlaufenden Flusslandschaft dekoriert, darin eine Burg auf einem Felsen, eine Siedlung sowie ein Boot mit einem Mann, Mündungsrand verwärmt. Die fortgeschrittene Glaskrankheit macht die Oberfläche spröde und die Schlieren in der Glasmasse sichtbar. Derartige Koppchen sind Vorgänger der erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts aufkommenden Tassen mit angefügten Henkeln. Aus Rubinglas sind nur wenige Koppchen und dazugehörige Unterschalen mit Schnittdekor überliefert, häufiger sind Exemplare ohne Dekor, allein im Bestand der Stiftung Stadtmuseum Berlin insgesamt fünf Stück (Inv. Nr. II 62/528 a,b A sowie Inv. Nrn. SM 2017-00841 a,b und SM 2017-00848 a,b; vgl. auch Poser, Koppchen, 2006; Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, S. 219f. und 242f.; Klesse/Saldern, 500 Jahre Glaskunst, 1978, Kat. 103, S. 165). Zugehörig ist ein Pendant im Museumsbestand (Inv.-Nr. O-1957,22). [Verena Wasmuth] MAKR
Koppchen mit Chinoiserie
Kunstgewerbemuseum
Dekor in Unterglasurblau "Fels- und Vogeldekor" mit reicher Übermalung: Ansichten einer chinesischen Stadt, im Fond ein Chinese und ein Vogel. Auf der Innenwandung vier "indianische" Blütenbukette. Farben in Gold, Eisenrot, Prupur, Gelb und Gelbrün. Reizvoll ist die räumliche Wirkung, die durch die Kombination von Unterglasurblau und Aufglasurfarben entsteht. Am Innenrand goldene Kalligrafenbordüre. Stefan Bursche schreibt die Hausmalerei dem Umkreis von Franz Ferdinand Mayer zu (s. Kat. Meißen 1980, Nr. 236). ClKa