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Objekttyp: Kreuz
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Kreuz (Fe) Abessinien". [SM8HF]
Kreuz mit geschnitzten christlichen Darstellungen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das hölzerne Kreuz mit Miniaturschnitzereien ist in fünf Bildfelder aufgeteilt. Das Mittelfeld der Vorderseite enthält die Kreuzigung Christi mit Johannes dem Evangelisten und Maria. Ein Soldat hält Lanze und Ewssigschwamm, im Hintergrund deuten zwei Reihen von Köpfen weitere Soldaten an. Das Feld darüber zeigt die Höllenfahrt Christ, das darunter Christus im Grabe, der von Maria und Johannes beweint wird. Die seitlichen Felder füllen zwei der vier Evangelisten, an einem Schreibpult sitzend. Das mittlere Feld der Rückseite zeigt die Taufe Christi, assistiert von drei Engeln. Darüber ist die Verkündigung an Maria, darunter die Präsentation Christi im Tempel dargestellt. Auf den seitlichen Feldern sind die übrigen zwei der vier Evangelisten zu sehen. Das Kreuz wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.
Kreuz mit zehneckigem Stufensockel
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Schnitzarbeit besteht aus drei gesondert gearbeiteten, zusammensetzbaren Teilen: (1) dem Kreuz mit zylindrischem Zapfen am unteren Ende, (2) einem zehneckigen Zwischenstück, zum Einsetzen in den Ständer als oberste Zone des Sockels, und (3) dem hohen Unterteil des zehneckigen Ständers, der in drei ungleich hohe Absätze gegliedert ist. Zusammengesetzt ergibt sich ein hoher Sockel, der in vier Absätze mit insgesamt sechs Registern unterteilt ist, mit eingestecktem Kreuz. Das unterste Register des Sockels enthält zehn Darstellungen in Hochrelief, die darüber folgenden fünf Register zeigen je zehn Bildfelder mit Reliefs in Durchbrucharbeit: sämtlich mit griechischen Inschriften bezeichnete Szenen aus dem Alten Testament, die von der Schöpfung bis zu Moses reichen. Das Kreuz weist an seinen Breit- und Schmalseiten zwanzig Bildfelder mit Reliefs in Durchbrucharbeit samt Inschriften auf, hinzu kommen fünf Darstellungen in Flachrelief ohne Inschrift, die auf der Oberseite des Kreuzstammes und auf den Ober- und Unterseiten der Kreuzarme angeordnet sind. Die Themen der Reliefdarstellungen des Kreuzes sind dem Neuen Testament entnommen. So verkörpert das Kreuz im Bildschmuck und durch seine Position über dem Sockel symbolhaft die Idee, dass das Christusgeschehen auf der Offenbarung des Alten –Bundes fuße. Die auf der Standfläche des Sockels eingeschnittene griechische Inschrift besagt: »Vollendet wurde das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus durch die Hand des Georgios Laskaris – 1566 im Monat November, am letzten Tag, dem 30«. Von diesem Schnitzer sind weitere Kreuze erhalten; wo er gearbeitet hat (Zypern?, Venedig?), ist bisher nicht bekannt geworden. Die Erwerbung trat an die Stelle des verschollenen so genannten Maximilianischen Kreuzes (Inv. 793), eines ähnlichen, etwas jüngeren Werkes.
Vortragekreuz
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das flache Kreuz konnte in eine Halterung oder auf einen Stab aufgesteckt werden. Zu diesem Zweck ist am unteren Kreuzarm ein Dorn zum Einstecken angebracht, der zum Kreuz hin mit einer kugelförmigen Verdickung geschmückt ist. Es konnte so entweder in eine Halterung gesteckt und so auf den Altar oder einen anderen Tisch gestellt oder auf eine Stange gesteckt und bei Prozessionen und religiösen Umzügen mitgeführt werden. Die Kreuzarme verbreitern sich in geschwungenen Linien nach außen. Ihre äußeren Ecken sind mit Kugeln besetzt. Die Schmalseiten der Kreuzarme sind bogenförmig eingezogen.
Querbalken eines Kreuzes
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Querbalken stammt von einem Vortragekreuz, dessen Form und Gestaltung der des Kreuzes Inv. 4797 des Museums für Byzantinische Kunst in etwa entspricht. Der Balken verbreitert sich leicht zu den Enden und mündet dort in Scheiben, die in keilförmigen Fortsätzen auslaufen. Das annähernd rechteckige Mittelstück ist mit einer Kreuzrosette verziert, die Scheiben außen mit einer runden Rosette. Auf den Kreuzarmen sind noch Spuren von Buchstaben einer koptischen oder griechischen Inschrift zu erkennen, deren Sinn sich nicht mehr erschließt. Das Kreuzfragment wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst. (Cäcilia Fluck, 2019)
Querbalken eines Kreuzes
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Querbalken gehörte einst zu einem Kreuz, das in der Form und Gestaltung in etwa dem Kreuz Inv. 4797 des Museums für Byzantinische Kunst entsprach. Die Enden des Balkens sind geschweift. In der Mitte der Biegung setzt ein kleiner Steg an, der in je eine runde Scheibe mündet. Beide Scheiben weisen in der Mitte ein Bohrloch auf. In die Fläche des Balkens ist eine koptische Inschrift geschnitzt, der ein Kreuz mit geschweiften Enden vorangestellt ist und die ein einfaches gleichschenkeliges Kreuz beendet. Die Inschrift lautet: Jesus Christus, Amen. Jeremia(s). Der Querbalken wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst. (Cäcilia Fluck, 2019)