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Objekttyp: Kufentruhe
Museum Europäischer Kulturen
Vorn zwischen den vorstehenden Kufen ein schräges Brett. Auf diesem ein Ornamentband sich überschneidender Kreise und die Jahreszahl 1714. Der Vorderwand sind vier Felder aufgesetzt, jedes ist mit einem Doppelbogen gefüllt. Die erhabenen Teile mit Rankenwerk. Die Lisenenbretter und die obere Längsleiste mit dem gleichen Ornament wie das schräge Bodenbrett. Flacher Deckel, Scharnierbretter innen, Schloss fehlt. Kleine Beilade innen. An den Querwänden schmiedeeiserne Klappgriffe.
Museum Europäischer Kulturen
Sockel aus drei starken Brettern, deren Unterkante ausgebogt ist. Das vordere Brett ist in Längsrichtung profiliert. Der Vorderwand ist ein Rahmenwerk vorgeblendet. Dieses bildet drei Arkadenbögen, die durch je eine Leiste mit Ranke getrennt werden. Obere Leiste mit Namen: Claus Meier und der Jahreszahl 1805. Auf den glatten Seitenwänden je ein klappbarer, eiserner Bügelgriff. Der Deckel ist leicht dachförmig. Der Grund der Schnitzerei ist schwarz gefärbt. Innen eine Beilade mit Geheimfach.
DER HERR IST MEIN HELFER FRIDE ERNERET VNFRIDE VERZEHRET 1700.
Museum Europäischer Kulturen
Die kräftigen Kufen sind auf der Unterseite schwach, vorn stark bogig. Der Deckel ist von der Seite trapezförmig. Bänder auf der Deckelinnenseite. Innen ein zangenförmiges Schnappschloss. Der Riegelpfeil am Deckel ist einmal ausgestemmt worden. Kleines Schlossblech, Schlüssel mit karoförmigem Griff. Die Vorderwand ist durch eine Querleiste in 2/3 Höhe unterteilt. In die Leiste ist eingeritzt: DER HERR IST MEIN HELFER FRIDE ERNERET VNFRIDE VERZEHRET 1700. Durch senkrechte Leisten ist der untere Wandteil in drei Felder, der obere in sechs Felder unterteilt. Die oberen kleinen Felder sind alle mit der gleichen Halbrosette gefüllt. Von den drei großen Feldern sind die seitlichen einander gleich: stehendes Rautenpaar, darüber eine Halbrosette. Im Mittelfeld eine liegende Raute, darüber eine Halbrosette. Alle Leisten zwischen den Feldern haben ein Band von Pyramidenbuckeln. Das Schrägbrett ist zudem mit zwei verschiedenen Rosettenpunzen gepunzt. Vom Vorbesitzer keine Angaben, da aus Nachlass. Eine Vermutung von Dr. Pretzell: Oldenburg, wird bestätigt durch Bahnzettel auf der Rückseite. Danach ist die Truhe 1909 von Varel nach Eisenach geschickt worden.
Museum Europäischer Kulturen
Die Kufen springen etwas vor und sind auf der Unterseite etwas bogig. Die Wandungen sind glatt, bis auf ein vorn unten angesetztes Brett, dieses profiliert und unten etwas gezackt. Der Deckel ist schwach gewölbt, Kastenschloss, das Schlossblech groß, spitzoval, durchbrochen. Bänder innen im Deckel und hinten außen. An den Seiten eiserne Klappgriffe, von denen einer fehlt. Innen an der Rückwand ein Bord, links eine Beilade. Braun gestrichen, die Farbe ist völlig abgerieben. Auf der Vorderwand in bunten Farben zwei Kränze aus Nelken, Narzissen und Rosen. In diesen die Buchstaben E L S B R und die Jahreszahl 1822. Unter dem Schlossblech zwei Tulpen. Vorgesetztes Brett und Kufen grün gestrichen.