18 Ergebnisse
Objekttyp: Kultfigur
Vajrabhairava
Ethnologisches Museum
Vajrabhairava (Yamantaka) ist ein Yi-dam, eine Initiationsgottheit. Er gilt als Manifestation von Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit, dessen gütiger Kopf oben auf der Kopf-Pyramide erscheint. Hier erscheint er in seiner schreckenerregenden, büffelköpfigen Form. Die vielen Arme verdeutlichen seine große Macht. Er besiegt Yama, den Herrn des Todes. Neben Chakrasamvara und Guhyasamaja ist er die wichtigste Meditationsgottheit der Gelugpa (die „Tugend-Tradition“), die Schule des Dalai Lama.
Monju Bosatsu 文殊菩薩 (skr. Bodhisattva Manjusri)
Ethnologisches Museum
Bodhisattva Manjushri wird als Mentor und Lehrer verehrt, er hilft den Gläubigen in ihrem Streben nach Erkenntnis. In lockerer Haltung sitzt Manjushri – der „Anmutige und Ehrwürdige“ – auf seinem Reittier, dem Löwen. Er verkörpert die Weisheit des Buddha und hält daher eine Schriftrolle in seiner linken Hand. Verloren gegangen ist das Schwert in seiner Rechten, mit dem er symbolisch den Nebel der Unwissenheit zerschlägt, der die Erleuchtung verhindert. Autorin: Bernadette Bröskamp Ausstellungskatalog „Ahnen, Göttinnen und Helden, Skulpturen aus Asien, Afrika und Europa“ 2023, Deutscher Kunstverlag, Seite 58.
Vajrapani
Ethnologisches Museum
Vajrapani (Skt. „der den vajra in der Hand hält“, Tib. chagna dorje) spielt im esoterischen Buddhismus Tibets (Vajrayana Buddhismus) eine zentrale Rolle. Meist wird er hier in der Gestalt eines zornigen yaksha-Dämonen dargestellt, in der auch andere Schutzgottheiten, z.B. Mahakala auftreten können. Er soll der wichtigste Empfänger, Bewahrer und Beschützer aller von Buddha Shakyamuni empfangenen tantrischen Schriften und Lehren sein. Als Hüter der tantrischen Geheimlehren wird er auch als „Herr der Geheimnisse“ bezeichnet. Hier ist er in seiner zornvollen Form mit zu Berge stehenden Haaren, brüllendem Mund und Flammenkranz dargestellt. Sein vajra (Donnerkeil) war ursprünglich in seiner rechten Hand, auch seine Krone und lange Schärpe sind verloren. In dieser schreckenerregenden Form beschützt Vajrapani Tempeleingänge und Altäre. Zornvolle oder rasende Gottheiten Gottheiten in zornvoller Erscheinung, wie Vajrapani oder Mahakala, verkörpern die Wissenskräfte. Sie sollen keine Angst verursachen, sondern dem praktizierenden Gläubigen helfen, die Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung zu überwinden. Eine besondere Kategorie unter diesen Gottheiten bilden die Dharmapalas, die "Beschützer der Lehre", ehemalige dämonischen Feinde des Buddhismus, die von tantrischen Yogis bezwungen und als Schutzgottheiten in die Lehre des Buddhismus integriert wurden. SM8HF
Der Windgott Fûjin 風神
Ethnologisches Museum
Diese, nach der Calotten-Modellierung mit Horn eher einem japanischen "Teufelsgeist" ( 鬼Oni) gleichende Figur ist sowohl ikonografisch als auch epigrafisch eindeutig als Windgott 風神Fûjin bestimmt. Die Rückseite läßt den mit seiner Öffnung nach vorn ragenden, aufgeblasenen Windsack sehen. Zudem hat der Hersteller auf der Unterseite der Figur diesen Titel ( und seine Signatur) vermerkt. (Kommentar Siegmar Nahser , 2012)
Bodhisattva "Tausendarmige Avalokitesvara", chin. qian shou Guanyin pusa 千手觀音菩薩
Ethnologisches Museum
Die aus teils vergoldeter Bronze hergestellte Avalokiteshvara Gottheit gehört zur Gruppe der Padmapani-Bodhisattvas oder Helfer der Menschheit. Sie ist im Dhyani-Sitz dargestellt (Meditationssitz). Die Gottheit besitzt 48 Arme, die rechts und links in zwei senkrechten Reihen angeordnet sind, und 10 Köpfe, von denen die unteren 9 in ihrer Ausstattung fast identisch sind, nur ihre Züge variieren. Der 10. Kopf stellt einen klassischen Buddhakopf mit gekräuselten Haaren dar. Als elfter Kopf fungiert der des Buddha Amitabha in der Anjali Mudra (Demut/Hingabe). Alle Gesichter haben ein drittes Auge. In den sechs Hauptarmen sind drei verschiedene Mudras (Handhaltungen) dargestellt. Nach den 11 Köpfen, der Sitzhaltung und den Attributen zu urteilen, handelt es sich um einen tantrischen Typus, einen von 108 verschiedenen Variationen des Avalokiteshvara, des Bodhisattva der Barmherzigkeit. Bodhisattvas sind „Erleuchtungswesen“: Wesen, die bewusst auf dem buddhistischen Weg sind, sich in einer Reihe von Wiedergeburten schon von Gier, Haß und Verblendung befreit und Mitleid (karuna) entwickelt haben. Sie sind schon soweit gediehen, dass sie ins Nirvana eintreten könnten, aber auf die eigene Erleuchtung verzichten, um anderen Lebewesen bei der Erlösung zu helfen. Das Bodhisattva Ideal, das selbstlose Wirken zum Wohle aller Wesen, wurde zur Grundlage des Mahayana Buddhismus.
Sakyamuni
Ethnologisches Museum
Shakyamuni, der „historische“ Buddha ist einer von vielen Buddhas unterschiedlicher Weltzeitalter. Buddha bedeutet „der Erwachte“. Der hier mit einer einfachen Mönchsrobe bekleidete Buddha ruft mit seiner die Erde berührenden rechten Hand (bhumisparshamudra) die Erdgöttin als Zeugin für die Wahrheit seiner Worte. Seine linke Hand ruht in der Meditationsgeste auf dem Schoß. Mudras - Symbolische Handhaltungen Mudras, mit einer oder zwei Händen ausgeführt, dienen der Darstellung religiöser Symbolik. Die häufigsten Mudras sind: bhumisparsha-mudra, die Geste der Erdberührung; abhaya-mudra, die Geste der Ermutigung bzw. Schutzgewährung; dhyana-mudra, die Geste der Meditation; dharmachakra-mudra, die Geste des Drehens des Rades bzw. der Verkündigung der buddhistischen Lehre; vitarka-mudra, die Geste der Argumentation; anjali-mudra, die Geste der Verehrung; varada-mudra, die Geste der Wunschgewährung. Darstellung des historischen Buddha Shakyamuni Buddha Shakyamuni trägt die „32 Merkmale eines großen Mannes“. Hierzu zählt u.a. eine Erhebung auf dem Scheitel (ushnisha), lange durchlochte Ohrläppchen, als Zeichen seiner Entsagung und eine Haarlocke (urna) zwischen den Augenbrauen. Er sitzt in einfachem Mönchsgewand mit unbedeckter rechter Schulter auf einem von Löwen getragenen Lotosthron. In seiner linken Hand hält er die Almosenschale (patra), seine rechte Hand ist zur Erde gerichtet in der Geste der Zeugenanrufung (bhumisparsha-mudra). SM8HF
Der Höllenrichter Zhuanlun Wang 轉輪王
Ethnologisches Museum
Einer der Zehn Höllenrichter: Zhuanlun Wang 轉輪王. "Figur mit hoher Richtermütze. Das Gewand zeigt Seladon-Glasur, das Gesicht ist scherbenbraun, die Mütze ist blau, die Schuhe sind schwarz glasiert." ( Beschreibung aus der Altkartei). Eine Zuschreibung zu einer bestimmten Herstellerwerkstatt steht noch aus. (Redaktionelle Bearbeitung Siegmar Nahser, 2007)