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Objekttyp: Löffel
Holzlöffel
Museum Europäischer Kulturen
Holzlöffel mit Ornamenten am Stiel. Bis ins 20. Jahrhundert hinein aßen Hausgemeinschaften in weiten Teilen Bulgariens aus einem gemeinsamen Topf, wobei dabei in der Regel individuelles - und häufig auch verziertes oder anderweitig individualisiertes - Besteck benutzt wurde, das nach dem Essen in einem solchen Korb verwahrt wurde (vgl. Aufnahme dazu in den Digital Assets aus der Ausstellung im Ethnografischen Museum in Sofia, aufgenommen von Matthias Thaden bei einer Forschungsreise nach Serbien und Bulgarien im Oktober 2024). Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte diesen Löffel im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Holzlöffel
Museum Europäischer Kulturen
Holzlöffel; lt. Karteikarte handelt es sich um "einfache Handarbeit". Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte diesen Löffel im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023).
Holzlöffel
Museum Europäischer Kulturen
Lt. Karteikarte handelt es sich um "primitive Handarbeit aus rohem Holz". Bis ins 20. Jahrhundert hinein aßen Hausgemeinschaften in weiten Teilen Bulgariens aus einem gemeinsamen Topf, wobei dabei in der Regel individuelles - und häufig auch verziertes oder anderweitig individualisiertes - Besteck benutzt wurde, das nach dem Essen in einem solchen Korb verwahrt wurde (vgl. Aufnahme dazu in den Digital Assets aus der Ausstellung im Ethnografischen Museum in Sofia, aufgenommen von Matthias Thaden bei einer Forschungsreise nach Serbien und Bulgarien im Oktober 2024). Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte diesen Löffel im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Ethnologisches Museum
Spoon. Coconut shell base, bone handle with the end carved into a three prong fork. Handle attached with rattan.
Ethnologisches Museum
Spoon. Light coloured wood. Handle is carved into a human figure with a necklace of green breads.
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: Holzlöffel. Okande. Form: Eine zungenförmige Rinne mit einem halbrundem Gesicht (Rundung nach oben) durch zwei Streben verbunden Farbe: Gelbbraun Erhaltungszustand: Gut.
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: Geschnitzte Holzlöffel der Fan in Agoncho.
Museum Europäischer Kulturen
Löffel mit ovaler tiefer Laffe. Der Stiel ist am Ansatz rund, zum Stielende zu breit ausgewalzt. Auf der ausgewalzten Fläche Rankenverzierung. Eisen, verzinnt.
Ethnologisches Museum
Runde Laffe, Griff beschnitzt mit stilisierten Vogel-motiven, die paarig angeordnet sind.
Tauflöffel mit Mondsichelmadonna
Kunstgewerbemuseum
Dem Achatgriff des Löffels ist die kleine Figur einer Maria auf der Mondsichel appliziert. Die Laffe umläuft an der Innenseite ein graviertes Schriftband mit folgendem Text: "slangen blot is bose slimmer noch sint tungen de vergiftiget sin". In der Mitte der Laffe erscheint eine schönlinig gravierte Rose, darüber die Inschrift "Jhesus". Die Rose könnte sowohl ein heraldischer Verweis auf die Familie als auch ein Zeichen für das weibliche Geschlecht des mit diesem Löffel beschenkten Täuflings sein. LL
Ethnologisches Museum
Langer Frauenfigurlöffel,aus dunklem Holz geschnitzt. Schmales,spitz auslaufendes Laffenteil(angebrochen),mit hochgezogenen, stielzugewandten Seiten. Zunächst runder,sehr kurzer Stielansatz;überführend zum Kopf eineir weiblichen,vollplastischen Figur,auf einem kleinen Podest stehend,welches den kantigen, dünnen Griff absetzt. Die Stielobreseite bildet gleichzeitig die Rückenansicht der Figur. Und diesem Löffel benutzen die Frauen zur Zeremonie. Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Holzlöffel, mit schöner Frauenfigur im Stiel."