9 Ergebnisse
Objekttyp: Münzgewicht
Münztechnik: Münzgewicht
Münzkabinett
Vorderseite: Adler in bekrönter Rocaille mit FR auf der Brust, Zepter und Reichsapfel haltend. Links dahinter Lanze, Fahne und Kanonenrohr. Rechts dahinter Sponton, Lanze, Fahne und Kanonenrohr. Rückseite: EIN / DOPPELT / LOUIS D'OR / PASSIR=/GEWICHT / 1768. Aufschrift und Jahreszahl in sechs Zeilen. Unten eine vierblättrige Blüte. Rand: Blätterrand Kommentar: Das Münzgewicht zu einem doppelten Louisdor ist ein Passiergewicht, es gibt das Mindestgewicht an, das die Goldmünze haben muss, um angenommen zu werden. Liegt das Gewicht der geprüften Münze unter dem des Passiergewicht, ist sie zu leicht und wurde ausgesondert. Wichtig und unverzichtbar für den Umgang mit allen Goldprägungen war die Feststellung des richtigen Gewichts, da im Gegensatz zu unseren heutigen modernen Prägungen, eine Nennung des Zahlwertes auf der Münze entweder gar nicht vorhanden oder nicht jedem verständlich bzw. die Edelmetallmenge äquivalent der Wertbezeichnung war. Diesbezügliche gesetzliche Festlegungen konnten mittels Goldmünzwaagen im Handel kontrolliert werden. So sehen wir auf Darstellungen in der bildenden Kunst neben Kaufleuten und ihrem angehäuften (Gold-) Geld auch sehr oft Goldmünzwaagen und Gewichtsstücke. Diese Gewichte beinhalten meistens ein gewisses Remedium, das eine gesetzlich zugelassene Differenz zum Normgewicht berücksichtigt. Passend zu den unterschiedlichsten Goldnominalen haben privilegierte Goldwaagenhersteller neben den Waagen Passier- oder Normgewichte gefertigt. Auf diesen Messinggewichten können wir die in ihrer Zeit gängigen Goldmünzsorten (meist in Abkürzungen) noch heute ablesen, wie z. B. Sovereign, Guinea, Louisdor, Friedrichsdor, Dukat oder Krone. In Preußen beispielsweise setzten sich seit 1750 auf staatliche Veranlassung die in der Königlichen Münze gefertigten, so genannten 'Gewichtssteine' als Norm- und Passierstücke zur Gewichtskontrolle durch. Literatur: L. Tewes, Die Passier- und Normgewichte für die preußischen Goldmünzprägungen von 1750-1870, Numismatische Hefte 36, 1987, 61-89 Nr. 15; ders., Die Geschichte der Berliner Goldmünzwaagen - ihre Fabrikation und Eichung, BBPN 1, 1990, 7-61; M. Olding, Die Münzen Friedrichs des Großen ²(2006) Nr. 496; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 49 Abb. 3.3 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225087
Münztechnik: Münzgewicht
Münzkabinett
Vorderseite: Zwischen zwei unten mit Schleife zum Kranz gebundenen Eichenzweigen ein hochovaler Adlerstempel und darunter ein längsovaler Stempel mit NEC (Normal Eichungs Commission). Rückseite: NORMAL/GEWICHT / FÜR / 1 KRONE / 1857. Aufschrift mit Jahreszahl in fünf Zeilen. Rand: NORM EICH COMMISSION Kommentar: Wichtig und unverzichtbar für den Umgang mit allen Goldprägungen war die Feststellung des richtigen Gewichts, da im Gegensatz zu unseren heutigen modernen Prägungen eine Nennung des Zahlwertes auf der Münze entweder gar nicht vorhanden oder nicht jedem verständlich bzw. die Edelmetallmenge äquivalent der Wertbezeichnung war. Diesbezügliche gesetzliche Festlegungen konnten mittels Goldmünzwaagen im Handel kontrolliert werden. So sehen wir auf Darstellungen in der bildenden Kunst neben Kaufleuten und ihrem angehäuften (Gold-) Geld auch sehr oft Goldmünzwaagen und Gewichtsstücke. Diese Gewichte beinhalten meistens ein gewisses Remedium, das eine gesetzlich zugelassene Differenz zum Normgewicht berücksichtigt. Passend zu den unterschiedlichsten Goldnominalen haben privilegierte Goldwaagenhersteller neben den Waagen Passier- oder Normgewichte gefertigt. Auf diesen Messinggewichten können wir die in ihrer Zeit gängigen Goldmünzsorten (meist in Abkürzungen) noch heute ablesen, wie z. B. Sovereign, Guinea, Louisdor, Friedrichsdor, Dukat oder Krone. In Preußen beispielsweise setzten sich seit 1750, auf staatliche Veranlassung, die in der Königlichen Münze gefertigten, so genannten 'Gewichtssteine' als Norm- und Passierstücke zur Gewichtskontrolle durch. Literatur: L. Tewes, Die Passier- und Normgewichte für die preußischen Goldmünzprägungen von 1750-1870, Numismatische Hefte 36, 1987, 61-89; ders., Die Geschichte der Berliner Goldmünzwaagen - ihre Fabrikation und Eichung, BBPN 1, 1990, 7-61; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 49 Abb. 3.4 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225088
Gewicht
Münzkabinett
Vorderseite: PVR/PVRI [Purpuri]. Dreizeiliges Schriftfeld. Rückseite: V L [Vir laudabilis]. Buchstaben V L. Kommentar: Buchstaben in Silber (?) eingelegt, teilweise noch vorhanden. Aus Neapel. Literatur: CIL X Nr. 8072,9 (dieses Stück); C. Friederichs, Geräthe und Broncen im Alten Museum (1871) 281 Nr. 1330 b (dieses Stück); A. L. Delattre, Poids byzantins trouvés la plupart à Carthage, Bulletin archéologique du Comité des travaux historiques et scientifiques 1918, 172 ff. 184 Nr. 53 (in Karthago gefundenes Exemplar). Siehe auch RIC X 10. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205540
Gewicht
Münzkabinett
Vorderseite: RES/PEC/TI [Respecti]. Dreizeiliges Schriftfeld. Rückseite: V L [Vir laudabilis]. Buchstaben V L. Kommentar: Buchstaben in Silber (?) eingelegt, teilweise noch vorhanden. Literatur: CIL X Nr. 8072,10 = CIL XV Nr. 7124 c; C. Friederichs, Geräthe und Broncen im Alten Museum (1871) 281 Nr. 1330 a (dieses Stück). Siehe auch RIC X 10. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205541
Münztechnik: Münzgewicht
Münzkabinett
Vorderseite: KBA / 65536 / 1 / MARCK. Der Wert dieses Gewichtes ist mit 65.536 Richtpfenniganteilen = 1 Mark angegeben. Aufsicht. Rückseite: Seitenansicht. Kommentar: Maße 38,7x37,6 mm. Höhe 30,8 mm. Die Kölner Marck hatte im 18. Jahrhundert 256 Richtpfennige zu 65536 Richtpfennigteilen. Der Richtpfennig ist die Bezeichnung für ein deutsches Massemaß und fand Verwendung als Edelmetall- und Probiergewicht. Die Richtpfennigteile dienten in den Münzstätten beim Probieren des Feingehalts der Münzen. 1 Richtpfennig entsprach 1/65536 Mark und bezog sich auf die kölnische Mark. Diese Mark war unterteilt in 8 Unzen = 16 Lot = 64 Quentchen = 512 Heller = 4352 Ässchen = 65.536 Richtpfennigteile = 233,856 Gramm (Festlegung ab 1821 in Preußen). Die kölnische Mark war seit der Reichsmünzordnung von 1524 Währungsgrundgewicht bis 1857, als sie durch das Zollfund zu 500 Gramm ersetzt wurde. Literatur: F. Freiherr von Schrötter (Hrsg.), Wörterbuch der Münzkunde (1930) 566 f.; H. Kahnt - B. Knorr, Alte Maße, Münzen und Gewichte (1986) 253. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201786
Gewicht
Münzkabinett
Vorderseite: DIO/CLES [Diocles]. Zweizeiliges Schriftfeld. Rückseite: V L [Vir laudabilis]. Buchstaben V L. Kommentar: Buchstaben in Silber (?) eingelegt. Literatur: CIL X Nr. 8072,8 (Hispania citerior). Siehe auch RIC X 10. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18221408
Gewicht
Münzkabinett
Vorderseite: SALVIS D D / N N ALBIN/VS FECIT. Dreizeiliges Schriftfeld. Rückseite: BASILI/VS REPA/RAVIT. Dreizeiliges Schriftfeld. Literatur: Vgl. CIL XV Nr. 7115 (leicht abweichende Aufschrift). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18233311
Münztechnik: Münzgewicht
Münzkabinett
Vorderseite: Adler in bekröntem Barockschild, links und rechts von Palm- und Lorbeerzweig umgeben. Rückseite: GEWICHT / VON / 1 FRID DOR / 1750. Aufschrift, oben Rosette und zwei Sterne, unten drei Rosetten. Rand: Kerbkreis Kommentar: Wichtig und unverzichtbar für den Umgang mit allen Goldprägungen war die Feststellung des richtigen Gewichts, da im Gegensatz zu unseren heutigen modernen Prägungen eine Nennung des Zahlwertes auf der Münze entweder gar nicht vorhanden oder nicht jedem verständlich bzw. die Edelmetallmenge äquivalent der Wertbezeichnung war. Diesbezügliche gesetzliche Festlegungen konnten mittels Goldmünzwaagen im Handel kontrolliert werden. So sehen wir auf Darstellungen in der bildenden Kunst neben Kaufleuten und ihrem angehäuften (Gold-) Geld auch sehr oft Goldmünzwaagen und Gewichtsstücke. Diese Gewichte beinhalten meistens ein gewisses Remedium, das eine gesetzlich zugelassene Differenz zum Normgewicht berücksichtigt. Passend zu den unterschiedlichsten Goldnominalen haben privilegierte Goldwaagenhersteller neben den Waagen Passier- oder Normgewichte gefertigt. Auf diesen Messinggewichten können wir die in ihrer Zeit gängigen Goldmünzsorten (meist in Abkürzungen) noch heute ablesen, wie z. B. Sovereign, Guinea, Louisdor, Friedrichsdor, Dukat oder Krone. In Preußen beispielsweise setzten sich seit 1750, auf staatliche Veranlassung, die in der Königlichen Münze gefertigten, so genannten 'Gewichtssteine' als Norm- und Passierstücke zur Gewichtskontrolle durch. Literatur: L. Tewes, Die Passier- und Normgewichte für die preußischen Goldmünzprägungen von 1750-1870, Numismatische Hefte 36, 1987, 61-89 Nr. 3; ders., Die Geschichte der Berliner Goldmünzwaagen - ihre Fabrikation und Eichung, BBPN 1, 1990, 7-61; M. Olding, Die Münzen Friedrichs des Großen ²(2006) Nr. 487; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 49 Abb. 3.1 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225085
Münztechnik: Münzgewicht
Münzkabinett
Vorderseite: Adler in bekrönter Rocaille mit FR auf der Brust, Zepter und Reichsapfel haltend. Links dahinter Lanze, Fahne und Kanonenrohr. Rechts dahinter Sponton, Lanze, Fahne und Kanonenrohr. Rückseite: EIN / VOLLWICHT / DUCATEN/GEWICHT / 1768. Aufschrift und Jahreszahl in fünf Zeilen, darunter eine Rosette. Kommentar: Bei dem Vollwicht-Dukaten handelt es sich um ein Normgewicht für Dukaten, das heißt ein Wägestück im Dukatengewicht. Wichtig und unverzichtbar für den Umgang mit allen Goldprägungen war die Feststellung des richtigen Gewichts, da im Gegensatz zu unseren heutigen modernen Prägungen, eine Nennung des Zahlwertes auf der Münze entweder gar nicht vorhanden oder nicht jedem verständlich bzw. die Edelmetallmenge äquivalent der Wertbezeichnung war. Diesbezügliche gesetzliche Festlegungen konnten mittels Goldmünzwaagen im Handel kontrolliert werden. So sehen wir auf Darstellungen in der bildenden Kunst neben Kaufleuten und ihrem angehäuften (Gold-) Geld auch sehr oft Goldmünzwaagen und Gewichtsstücke. Diese Gewichte beinhalten meistens ein gewisses Remedium, das eine gesetzlich zugelassene Differenz zum Normgewicht berücksichtigt. Passend zu den unterschiedlichsten Goldnominalen haben privilegierte Goldwaagenhersteller neben den Waagen Passier- oder Normgewichte gefertigt. Auf diesen Messinggewichten können wir die in ihrer Zeit gängigen Goldmünzsorten (meist in Abkürzungen) noch heute ablesen, wie z. B. Sovereign, Guinea, Louisdor, Friedrichsdor, Dukat oder Krone. In Preußen beispielsweise setzten sich seit 1750 auf staatliche Veranlassung die in der Königlichen Münze gefertigten, so genannten 'Gewichtssteine' als Norm- und Passierstücke zur Gewichtskontrolle durch. Literatur: L. Tewes, Die Passier- und Normgewichte für die preußischen Goldmünzprägungen von 1750-1870, Numismatische Hefte 36, 1987, 61-89 Nr. 12; ders., Die Geschichte der Berliner Goldmünzwaagen - ihre Fabrikation und Eichung, BBPN 1, 1990, 7-61; M. Olding, Die Münzen Friedrichs des Großen ²(2006) Nr. 495; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 49 Abb. 3.2 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225086