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Objekttyp: Münzschmuck
Taufmedaille
Münzkabinett
Vorderseite: Wer glaubt und getaufft wird der wird selig werden. Taufszene, darüber Taube als Personifikation des Heiligen Geistes. Rückseite: Mein Pat gedenck / bey dem Geschenck / der Christen Pflicht / vergiß ia nicht / was ich versprach / und kom ihm nach. Sechszeiliges Schriftfeld in Kranz. Oben und unten Ornament. Unten die Signatur G H (Georg Hautsch). Kommentar: Silbernes Patendöschen mit einzulegender goldener Taufmedaille. Dm der Medaille alleine 28 mm, Gewicht 6,92 g. Dm in der Fassung 39 mm. - Georg Hautsch ist seit 1679 in Nürnberg nachweisbar. Er siedelte 1712 nach Wien über, wo er vor 1745 verstarb. Er war als Medailleur, Münzmeister und Siegelschneider tätig. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203799
CX-Medaillon
Münzkabinett
Vorderseite: Stilisiertes Brustbild mit Diadem nach rechts, davor CX. Das Ganze umgeben von einer breiten Fassung aus geflochtenen Filigrandrähten, die von einem äußeren Perlstabkreis begrenzt wird. Kommentar: Bezeichnung und Deutung dieses Stücks sind schwierig. Es ist 1887 in Klein-Roscharden (Oldenburg) zusammen mit weiteren Schmuckstücken (Fibeln) und zahlreichen Münzen in einem um 1000 (nach 996) vergrabenen Schatz gefunden worden. Das Brustbild der Vs. ist aus Münzdarstellungen abgeleitet. Dannenberg (1887) hat das CX als mögliche Abbreviatur für 'Carlus Rex' erwogen. Berghaus (1983) hat eher den Zusammenhang mit dem ähnlich gearbeiteten prominenteren Heginric-Medaillon (Objektnummer 18202656) betont, das gleichfalls aus dem Fund von Klein-Roscharden stammt. Literatur: H. Dannenberg, Drei Münzfunde aus dem X. und XI. Jahrhundert ZfN 15, 1887, 289 ('Medaillon'); O. P. Gandert, Die oldenburgischen Silberschatzfunde von Klein-Roscharden (Kreis Cloppenburg), Oldenburger Jahrbuch 51, 1951, 159 Nr. 5 ('Schmuckbrakteat mit Zierborte'); P. Berghaus in: P. E. Schramm, Die deutschen Kaiser und Könige in den Bildern ihrer Zeit (1983) 186 Nr. 80.1 ('Schmuckbrakteat'); Das Reich der Salier 1024-1125, Katalog zur Ausstellung (1992) 112 Nr. 12 ('Silberscheibenfibel'); Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog zur Ausstellung II (1993) 367 Nr. VI.40.3 ('Münzplateaufibel'); Otto der Große, Magdeburg und Europa. Katalog zur Ausstellung II (2001) 54 Nr. II.28a ('Silberscheibenfibel mit Mittelplateau'); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 288 ('CX-Medaillon') (immer dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18217651
Heginric-Medaillon
Münzkabinett
Vorderseite: HEGINRIC REX [rückläufig]. Brustbild Heinrich I. mit Diadem und über der Schulter gehaltenem Mantel (Paludamentum) nach rechts. Das Medaillon umgeben von einer breiten Fassung aus geflochtenen Filigrandrähten, die von einem äußeren Perlstabkreis begrenzt wird. Kommentar: Mittelteil geprägt, Fassung gegossen. - Dieses Schmuckstück, dessen Bezeichnung in der Literatur vielfach variiert, bietet neben den Siegeldarstellungen das einzige zeitgenössische Bildnis König Heinrichs I., mit dem 919 die neue Dynastie der Liudolfinger (Ottonen) den deutschen Königsthron bestieg. Nach Alfred von Sallet (1898) kann es 'ein officielles, vom Kaiser als eine Art Orden verliehenes Ehrenzeichen sein' ähnlich den antiken Goldmedaillons. Das Stück ist 1887 zusammen mit weiteren Schmuckstücken (Fibeln) und zahlreichen Münzen in Klein-Roscharden in Oldenburg gefunden worden. In diesem Ort ist 1883 ein erster und 15 Meter entfernt 1887 ein zweiter Fund gemacht worden. Fund II enthielt dieses Heginric-Medaillon, das CX-Medaillon (Objektnummer 18217651) und zwei ähnliche gearbeitete Schmückstücke ohne Bildnisse sowie 694 Münzen mit Schlussdatum nach 996. Fund I enthielt ebenfalls mehrere Silberscheibenfibeln (ohne Bildnisse) sowie 73 nach 1002 schließende Münzen. Da beide Funde sehr ähnlich sind, kann man nicht ausschließen, dass es sich um ein einziges Depot handelt. Damit ergäbe sich theoretisch die Möglichkeit, das Heginric-Medaillon auch mit Heinrich II. (1002-1024) in Verbindung zu bringen, da Schatz I auch Münzen Heinrichs II. enthielt. Berghaus (1983) schließt daher eine Darstellung Heinrichs II. nicht aus. Literatur: H. Dannenberg, Drei Münzfunde aus dem 10. und 11. Jahrhundert, ZfN 15, 1887, 289-290 ('Medaillon'); A. von Sallet, Die Erwerbungen des Königl. Münzkabinets, ZfN 16, 1888, 17-18 ('bracteatenartiges Schmuckstück'); A. von Sallet, Münzen und Medaillen (1898) 118 ('münzähnliches Denkmal'); O. P. Gandert, Die oldenburgischen Silberschatzfunde von Klein-Roscharden (Kreis Cloppenburg), in: Oldenburger Jahrbuch 51, 1951, 159 Nr. 5 ('Schmuckbrakteat mit Zierborte'); A. Suhle, Deutsche Münzgeschichte von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert (1968) 47 Nr. 47 ('Schmuckpfennig'); Münzen in Brauch und Aberglauben. Katalog zur Ausstellung (1982) 122 Nr. 210 ('Münzschmuck mit Kopf Kaiser Heinrichs I.'); P. Berghaus in: P. E. Schramm, Die deutschen Kaiser und Könige in den Bildern ihrer Zeit (1983) Nr. 80.2 ('Schmuckbrakteat'); Das Reich der Salier 1024-1125, Katalog zur Ausstellung (1992) 112 Nr. 11 ('Silberscheibenfibel'); Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog zur Ausstellung II (1993) 367 Nr. VI-40.3 ('Münzplateaufibel'); M. Puhle (Hrsg.), Otto der Große, Magdeburg und Europa. Katalog zur Ausstellung II (2001) 107 f. Nr. III.2 ('Heginric-Medaillon'); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 287 ('Heginric-Medaillon', immer dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18206256
Karolinger: Ludwig der Fromme
Münzkabinett
Vorderseite: D N HLVDOVVICVS IMP AVG [Dominus Noster Hludovicus Imperator Augustus]. Brustbild Ludwig des Frommen mit Lorbeerkranz und Mantel nach rechts. Rückseite: D N HLVDOVVICVS IMP AVG [rückläufige Umschrift]. Brustbild Ludwigs des Frommen oder Ludwigs II. mit Lorbeerkranz nach links. Davor win Kreuz. Kommentar: Unicum. Gegossen, Spuren einer Fassung. - Die Vorderseite zeigt Ludwig den Frommen in der Art der Munus-Divinum-Solidi. Die Rückseitendarstellung mit retrograder Legende ist umstritten. Während meist eine Wiederholung Ludwigs des Frommen angenommen wird, hat Menadier (1928) Kaiser Ludwig II., den Enkel Ludwig des Frommen, vermutet. Literatur: H. Dannenberg, Unedirte Mittelaltermünzen, in: Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin (1893) 41 Nr. 1; A. von Sallet, Münzen und Medaillen (1898) 115; J. Menadier, Ein Zierstück des Kaisers Ludwig II., BMB 48, 1928, 368-369; P. E. Schramm, Die deutschen Könige und Kaiser in Bildern ihrer Zeit 751-1190 (1983) 158 Nr. 15,12 (P. Berghaus); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 284 (immer dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18202907
Karolinger: Ludwig der Fromme
Münzkabinett
Vorderseite: HLVDOVVICVS IMP AVG [Hludovvicus Imperator Augustus]. Brustbild Kaiser Ludwigs des Frommen nach rechts mit Lorbeerkranz und Kaisermantel (paludamentum). Rückseite: SCI / MAR. Zwischen den Schriftzeilen Kreuz und zwei Sterne. Kommentar: Unicum. Gegossen. Alte Vergoldung und Fassung. - Die sehr qualitätvoll ausgeführte Vs. ist eng an die Solidi Ludwigs des Frommen angelehnt, die Rs. weist auf eine dem Heiligen Martin geweihte Stätte. Nach Lelewel (1841) wurde das Stück 1836 in Lessines (Hennegau) in Belgien gefunden. Wegen dieser Fundprovenienz hat es Grierson (1951) der Kirche St. Martin in Utrecht zugewiesen, nachdem vorher St. Martin in Tours oder St. Martial in Limoges als möglicher Ursprung galten. Literatur: J. Lelewel, Anciennes plaques, RBN 1, 1841, 114 Taf 2 Nr. 9; E. Gariel, Les monnaies royales de France sous la race carolingienne II (1884) 184 Nr. 116 Taf. 18,116; P. Grierson, The gold solidus of Louis the Pious and its imitations, JMP 38, 1951, 19 Nr. E; P. E. Schramm, Die deutschen Könige und Kaiser in Bildern ihrer Zeit 751-1190 (1983) 158 Nr. 15,11 (P. Berghaus); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 283 (immer dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18202906
Karolinger: Karl der Große
Münzkabinett
Vorderseite: [Pseudolegende]. Brustbild Karl des Großen nach links. Rückseite: + VICO DVRSTAT. Kreuz mit Kugeln in den Winkeln. Literatur: J. Menadier, Karolingerdenare, Amtliche Berichte aus den Königl. Kunstsammlungen 1911, 270 Abb. 154; K. F. Morrison - H. Grunthal, Carolingian Coinage (1967) Nr. 643; 799 - Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Katalog Paderborn (1999) 68 Nr. II.27; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 281; B. Kluge, Am Beginn des Mittelalters. Die Münzen des karolingischen Reiches 751-814. Das Kabinett 15 (2014) Nr. 256 (immer dieses Stück). Vgl. G. Depeyrot, Le numeraire carolingien (1998) Nr. 420 (Exemplar London mit Büste nach rechts). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18202904
Karolinger: Ludwig der Fromme oder Lothar I.
Münzkabinett
Vorderseite: IIOTCIVS+MPPIVI [entstellt]. Brustbild (Ludwig der Fromme oder Lothar I.) mit Lorbeerkranz und Paludamentum nach links. Rückseite: VITAI - T VICTOAI [entstelltes Vitae et Victoria]. Nach links schreitender Krieger mit Lanze und Schild. In grobem Perlreif gefaßt und zur Fibel umgearbeitet. Befestigungsstellen für Nadel und Öse auf der Rs. Kommentar: Unicum. Das ausdrucksvolle Bildnis kontrastiert merkwürdig mit der entstellten Umschrift, die sowohl Deutungen auf Ludwig den Frommen als auch Lothar I. zuläßt. Das Porträt steht dem der Bildnisdenare und Solidi Ludwigs des Frommen sehr nahe, so daß sich daraus eine gewisse Präferenz für Ludwig ableiten läßt. Die Rs. ist in der karolingischen Münzprägung ohne Parallele. Die Deutung der Umschrift als entstelltes VITAE ET VICTORIA (Morrison/Grunthal) ist plausibel. Literatur: J. Menadier, Karolingerdenare, Amtliche Berichte aus den Königl. Kunstsammlungen 1911, 270 Abb. 155; P. Grierson, The gold solidus of Louis the Pious and its imitations, JMP 38, 1951, 20 Nr. F; K. F. Morrison - H. Grunthal, Carolingian Coinage (1967) Nr. 593; P. Berghaus in: P. E. Schramm, Die deutschen Kaiser und Könige in den Bildern ihrer Zeit (1983) Nr. 161.20.2; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 285 (immer dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18202909