67 Ergebnisse
Objekttyp: Mantel
Mantel, Modell "Allegro", "Ligne verticale"
Kunstgewerbemuseum
Dieser Mantel kann auf Grund seiner schmalen Taille und der doppelreihigen Knöpfung als Redingote bezeichnet werden. Die angestrebte vertikale Linie der Kollektion erzielte Christian Dior im Oberteil des Mantels durch den bis zur Taille hinunter gezogenen Kragen und im Bereich des Rocks durch die Linien, die von den beiden Knopfreihe, der dazwischen liegenden Reihe der „blinden“ Knopflöcher und der schwarzen Paspelierung gebildet werden. Der glockig geschnittene Rock ist in der Taille angesetzt, er besitzt im Rücken einen taillenhohen Gehschlitz. Da der Mantel nur in der Taille geschlossen wird, springt er vorn ganz auf. So gewährt er seiner Trägerin eine Bewegungsfreiheit, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Dieses fröhliche Spiel mit unvermuteten Öffnungen spiegelt sich im Titel des Modells „Allegro“ und auch die Reihe der Scheinknopflöcher, die den Betrachter zunächst irritieren, zeigen, dass Christian Dior mit „Allegro“ einen fröhlichen Akzent setzen wollte. Gleichzeitig verbindet der Mantel formale Elemente der unterschiedlichen Bekleidungsgattungen von Mantel und Kleid und wirkt zugleich maskulin und feminin. Der Männerkleidung wurde der robuste Stoff in Hahnentrittmuster entlehnt und die strenge Gestaltung, durch die breiten Manschetten und die doppelte Knopfreihe im Rock erinnert an Militärmäntel. CW
Schwarzer Wollmantel
Kunstgewerbemuseum
Der verschlusslose Mantel mit kurzem Schalkragen wird mit einem Gürtel getragen. Er schwingt zum Saum hin glockig aus. Die weiten Raglanärmel haben auffällige, strahlenförmige Abnäher auf Vorder- und Rückseite. Darunter befinden sich schräg positionierte, aufgesetzte Brusttaschen mit runder Patte. In Hüfthöhe sind in die geschwungenen Nähte des Vorderteils runde Schubtaschen eingearbeitet. ChrW
Ethnologisches Museum
Der Mantel ist für den Winter, er ist vorne offen. Jeder Teil des Mantels ist aus zwei Teilen gemacht. Die Ärmel sind breit und in den Grundfarben Rot und Weiß. Datenbank: Mantel Karteikarte: Kurzmantel. Dunkelrot, mit farbigen gewirkten Musterpartien in Seide. Inventar: "Kurzjacke"
Ethnologisches Museum
Seidenikat-Mantel, an den Rändern mit Baumwoll-Stoff unterlegt und leicht wattiert. Sonst ungefüttert.
Ethnologisches Museum
Laut Schreiben von Kilian Schmidtner vom 12. 5. 2006: Geschenk des Sultans von Oman. Briefwechsel im Geheimen Staatsarchiv (f. 153-155 und f.228-233) über Geschenke des Sultans von Maskat an Wilhelm II aus dem Jahr 1911.
Ethnologisches Museum
Weißer Mantel der Männer. Er ist aus feiner Baumwolle und für den Sommer geeignet. Aus vier breiten Textilbahnen genäht und vorne offen. Er hat keine Ärmel, sondern zwei große Ärmelöffnungen. Datenbank: Weißer Mantel der Beduinen Syriens.
Ethnologisches Museum
Katalogtext: Mantel aus schwarzer Wolle mit gelbem Spiegel "Chennī´f oder Chaidūs"; von Berbern. Akhnif (berberisch) Mantel aus Wolle mit gelbem Spiegel, wird nur von Berbern aus dem Süden getragen. Der gelbe Spiegel, der in Größe und Form variiert ist charakteristisch.
Ethnologisches Museum
Gewand aus rotbraunem Pulo-Stoff, gefüttert. Knöpfe und Ösen: helle Bandschlingen.
Mantel mit Kapuze
Museum Europäischer Kulturen
Schwarzer Mantel mit Kapuze, grobgewebt aus Haarstoff, Wolle, z.T. aus Flicken zusammengesetzt. Der Sammler G.A. Küppers fuhr bei seiner letzten Reise im Jahr 1939 in die Hochebenen des Balkangebirges zu den hier lebenden Karakatschani-Hirten ("Karakatschanen"), von denen dieser Mantel stammt. Die Karakatschani (bulg: каракачани; griechisch: Sarakatsani/Σαρακατσάνοι) lebten bis ins mittlere 20. Jahrhundert als nomadische Gruppe, die vergleichsweise isoliert von ihrer Umgebung lebte und entsprechend viele kulturelle Eigenheiten bewahren konnte; sie sprachen einen griechischen Akzent; als Wander- und Schafs-/Ziegenhirten waren sie im ganzen südöstlichen Balkan präsent und zu Beginn des 20. Jh. u.a. vom Epirus ins Peloponnes sowie von Thrakien in Richtung Zentralbulgarien, v.a. in die Stara Planina, aber auch in andere Regionen (etwa v.a. um Sliven) migriert. Sie produzierten für den Eigenbedarf, boten ihre Produkte häufig aber auch auf den Märkten an. In den späten 1950er/frühen 1960er Jahren wurden die Karakatschani in Bulgarien gezwungen, den nomadischen Lebensstil aufzugeben (Zwangsaufgabe der Herden, Steuern, Arbeitsdienste, Integrierung in die Kooperativen etc. führen zum Niedergang sozialer Strukturen und kulturelle Praktiken) - 1961 gab die letzte Familie den Transhumanismus auf. Durch Grenzziehungen im 20. Jahrhundert, spätestens aber durch die Trennung der griechisch-bulgarischen Karakatschani durch den "Eisernen Vorhang" wurde der transnationale Lebensstil stark eingeschränkt.
Museum Europäischer Kulturen
Der Mantel wurde aus Wolle und Zellwolle in braun, rost, grün, beige, hellblau und schwarz handgewebt, unter Verwendung von Kammzug und Stoffstreifen. Der Mantel ist tatilliert und der Kragen ist angeschnitten. Er ist mit drei Knöpfen zu schließen und mit einem rostbraunen Kunstseidenfutter versehen. Der Entwurf des Mantels und der Webstoff entstand im Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam für eine zentrale Modenschau in Dresden. Geschneidert wurde er vom Modeinstitut der DDR. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen Volkskunstschaffens in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Abendmantel "Golden Gate"
Kunstgewerbemuseum
Leicht ausgestellt geschnittener Abendmantel aus Woll-Doubleface mit angeschnittenem hohen Kragen, ähnlich einem kleinen Stehkragen. Ohne Verschluss. Der Mantel von extravagantem Schnitt hat keine Seitennähte. Er besteht aus insgesamt fünf Teilen. Seine vorderen Schulterpartieen verlaufen über die Schultern in einem Stück zum mittleren Rücken und enden dort in einem tief gezogenen Dreieck. Die in Brusthöhe angesetzten Vorderteile werden bis zur mittleren Rückennaht geführt und bilden so den unteren Teil des Mantels. Die langen geraden Ärmel sind eingesetzt. Rut Brandt trug diesen Mantel im Januar 1973 anlässlich eines Treffens mit dem Ehepaar Pompidou in Paris, im Rahmen der regelmäßig stattfindenden deutsch-französischen Konsultationen.
Zweiteiliger abgesteppter Mantel
Kunstgewerbemuseum
Der zweiteilige Mantel kombiniert eine kurze Jacke mit halsfernem rundem Kragen und asymmetrischem Verschluss (12 Kugelknöpfchen mit Kordelschlaufen zu schließen) mit einem knöchellangen Wickelrock aus demselben Material. Der Rock schließt lediglich mit einem Klettverschluss. Gestaltungsziel war es alte bulgarische Musterungen wieder zu beleben in moderner Vergrößerung für industriell produzierte Steppstoffe. Das Modell wurde zweiteilig und mit Wickelrock entworfen, um zu der 1995 angesagten hautengen "Pantalon"-Hosenmode zu passen. Der Grat des Köper wird von den darauf aufgesteppten schmalen Linien aus schwarzem Litzenband effektvoll gekreuzt. Dazu wurde ein kleiner schwarzer, selbst gefilzter Hut getragen.
Museum Europäischer Kulturen
Der crèmeweiße Kurzarmmantel ist maschinengenäht und mit Kunstseide gefüttert. Im unteren Drittel wurde er mit ornamentalen Motiven bedruckt. Auf jeder Seite befindet sich ein stoffumzogener Knopf. Verbunden werden diese durch ein weiteres Stück Filzstoff. Die Arbeit entstand im Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen "Volkskunstschaffens" in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Cremefarbener Mantel mit Bindegürtel
Kunstgewerbemuseum
Gerade geschnittener Mantel mit halsfernem Umlegekragen und 3/4 langen Raglanärmeln; Verschluss: einreihig mit drei hellen Hornknöpfen; an der Vorderseite senkrecht eingesetzte Einschubtaschen; der Rücken ist aus einer ganzen Bahn gearbeitet; unter den Armen wurde je eine 16 cm breite Bahn eingesetzt. Darunter wird das Ensemble 2005,UR 49 a,b gezeigt. CW