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Objekttyp: Marken und Zeichen
Prägefirma Lutwyches: Werbejeton
Münzkabinett
Vorderseite: LUTWYCHES MANUFACTORY // BIRMINGHAM. Umschrift und Schrift im Abschnitt, im Feld eine Prägemaschine (Spindelpresse) mit großem Schwungrad, davor die Grube für den Präger. Rückseite: MEDALS & PROVINCIAL COINS -/ ENGRAVEING / & DIE / SINKING // DEA PECUNIA [Teil der Legende auf Schild]. Allegorische Frauengestalt (Moneta) mit Waage und Füllhorn, aus dem Münzen und Medaillen hervorquellen, rechts ovaler Schild mit Aufschrift. Kommentar: Münz- und Medaillenprägefirmen der ganzen Welt warben oft für die Herstellung in ihren Firmen mittels Werbejetons, auf denen meist die neuesten Maschinen dargestellt sind. Hier handelt es sich um die englische Prägefirma Lutwyches in Birmingham. William Lutwyches stellte Ende des 18. bis Anfang 19. Jahrhunderts (1789-1800) mit seiner Firma Stempel und Token für Handelsleute der ganzen Welt her. Gleichzeitig wurden die Jetons auch als Geld (im Wert eines halben Penny) genutzt. Literatur: H. Caspar, Münztechnik auf Münzen und Medaillen (1984) Nr. 167; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 24130; M. Mitchiner, Jetons, Medalets and Tokens III British Isles circa 1558 to 1830 (1998) 1989 Nr. 6033. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208197
Prägefirma Uhlhorn: Werbejeton
Münzkabinett
Vorderseite: D UHLHORN / IN - GREVENBROICH. Inschrift umgeben von Punktkreis. Rückseite: PROBEVERSUCH -/ DER DOPPEL/PISTOLEN / Á - VIROLE BRISÉE. Umschrift und Inschrift, umgeben von Punktkreis. Rand: NEC ASPERA TERRENT 1848 Kommentar: Dieser Werbejeton wurde in der Originalgröße von doppelten Pistolen (Goldmünzen zu 10 Taler) hergestellt und diente Probeversuchen an der Uhlhornschen Prägemaschine und war gleichzeitig Werbung für die Firma Uhlhorn. Diederich Uhlhorn (1764-1837) in Grevenbroich war der bekannte Hersteller der modernen Kniehebelpressen, die im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts in vielen Münzstätten eingeführt wurden und auf denen bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts noch geprägt wurde. Ansehen kann man sich eine solche Prägemaschine heute u. a. im Museum der Berliner Münzstätte. Die Jahreszahl 1848 befindet sich in der Randschrift des Jetons und stammt aus der Zeit, in der der Sohn Johann Heinrich nach dem Todes von Diederich Uhlhorn die Fabrik weiterführte. Literatur: Unpubliziert. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208199
Rehnen, Heinrich von: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: HEINRICH V REHNEN C S MVNTZME. Umschrift, im Feld Schild mit Decken und unten und oben Schwan. Rückseite: QVI MALA FERT PLAC CV PRAE VIC E [AE ligiert]. Umschrift, im Feld behelmtes Wappen Sparren, als Helmzier drei bis an den Rand reichende Straußenfedern. Kommentar: Heinrich von Rehnen war seit 1597 bei dem späteren brandenburgischen Kurfürsten Joachim Friedrich (1598-1608) tätig. Er fertigte neben seiner Tätigkeit in der Münze auch zahlreiche Porträtmedaillen. Eine Bestallungsurkunde existiert erst aus dem Jahre 1603, ab 1604 war er bereits wieder, wie vor seiner Tätigkeit in Brandenburg, in kursächsischen Diensten, als Münzmeister in Dresden. Er starb dort 1624. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32721 a; E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum Grossen Kurfürsten von 1415 bis 1640 (1895) 242. 263. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208232
Hundt, Konrad: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: CVNRAT HVNT - MVNTZMEISTE. Umschrift, ein behelmtes Wappen mit Hund, auf Helmbusch weiterer Hund Rückseite: SEI - NICHT EIG-ENNVTZIG - 86. Umschrift, im Feld das unbehelmte viergeteilte Wappen der Stadt Magdeburg, im ersten und vierten Feld die Jungfrau zwischen Türmen und im zweiten und dritten Feld die Rose. Kommentar: Dieser Münzmeisterjeton wurde von dem Magdeburger Münzmeister Konrad Hund(t) gefertigt. Die Hunde auf der Vorderseite sind als Teil eines redenden Wappens zu verstehen und nehmen Bezug auf seinen Namen. Hundt war von ca. 1560 bis 1570 auch Münzmeister in Bremen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 31499; Auktion R. Kube vom November 1912 (Slg. Hauswaldt, Magdeburg) Nr. 1334. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208221
Sachsen-Gotha: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: Zehnfeldiger Wappenschild. Rückseite: 1560 / RECHNE / RECHT VND / NIT ZV VIL / GOT GIBT D/IR AVCH EI/N ZIEL [Rechne recht und nicht zu viel Gott gibt Dir auch ein Ziel]. Aufschrift in sieben Zeilen. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Vielfach werden die Wahlsprüche der Herrschenden zitiert. Diese Sorte Rechenpfennige soll vom Herzog als Spiel- und Rechenmarken für seine Kinder in Autrag gegeben worden sein. Der Rückseitenspruch sollte natürlich erzieherische Wirkung ausüben und zum Rechnen ohne Betrug ermahnen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8571; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205887
Sachsen: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: 15 AV 85 [AV ligiert]. Oben Jahreszahl geteilt von Monogramm AV, im Feld Wappen von Sachsen, links Kurschwerter und Rautenschild, rechts die drei dänischen Löwen übereinander. Unten weiteres Monogramm AV. Rückseite: ERHALT VNS HERR BEI DEINEM WORDT [Erhalt uns Herr bei Deinem Wort]. Umschrift geteilt von Rosette, im Feld zwei Wappen, links das sächsische Wappen wie auf der Vorderseite und rechts der schreitende Bär auf der Mauer. Oben ligiert die Initialen AHC der beiden Gemahlinnen Anna und Agnes Hedwig. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. In diesem Fall sind die Wappen verwendet worden. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 9314; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205883
Sachsen: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: CHRISTIANVS - D G D - SAX ELEC. Dreiviertelbildnis des Kurfürsten Christian II. mit Schwert, Rüstung und Marschallstabe nach rechts, der Helm ist rechts abgelegt. Rückseite: DOMINI / MISERICORDIA / IN SECVLVM [Des Herrn Barmherzigkeit ist unendlich]. Dreizeilige Aufschrift umgeben von Zierrand. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Bei diesem Stück ist der Kurfürst als Feldherr abgebildet. Literatur: Unpubliziert. Vgl. zu Marken allgemein: C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205885
Sachsen: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: LVX MVN-DI IVSTITIA [Lux Mundi Iustitia]. Umschrift, Darstellung der Justitia mit Schwert und Waage, links der sächsische Wappenschild. Rückseite: Urtheile / Und Richte / Nach Ge/Rechtigkeit / 1629 [Urteile und richte nach Gerechtigkeit]. Aufschrift mit Jahreszahl in fünf Zeilen. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Vielfach werden die Wahlsprüche der Herrscher zitiert. Literatur: C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205886
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: RECHEN-MEISTER. Ein bärtiger Mann, der Rechenmeister in modischer Kleidung, sitzt an einem mit Tischdecke bzw. Rechentuch bedeckten Tisch, auf dem Rechenpfennige liegen. Rückseite: IOHAN MICHAEL LINDNER IN NVRNBERGENSIS - A B C D / E F G H I K / L M N O P Q P / S T V VV X / Y Z / M D C X C [P statt R]. In der Umschrift der Name des Rechenpfennigmachers. Im Feld das Alphabet und die Jahreszahl in römischen Ziffern. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Die Darstellung des Rechenmeisters am Tisch findet man in ähnlicher Form bei verschiedenen Nürnberger Rechenpfennigherstellern. Bei der Darstellung des Alphabets ist dem Rechenpfennigmacher übrigens ein Fehler unterlaufen, er hat statt der R-Punze nochmals die P-Punze eingeschlagen. Literatur: M. Mitchiner, Jetons, medalets & tokens I. The medieval period and Nuremberg (1988) 518; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205888
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: Rechenmeister an Rechentisch. Rückseite: A B C D / E F G H I K / L M N O P Q / R S T V Y X / Z HAN / M. Das Alphabet in fünf Zeilen, darunter Münzmeisterzeichen M. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Viele dieser Pfennige zeigen den Rechenmeister am Tisch und auf der Rückseite das Alphabet. Für den Buchstaben G des Alphabetes hat der Stempelschneider ein seitenverkehrtes 'Q' verwendet und die Reihenfolge der Buichstaben XY ist vertauscht. Ob der Jeton tatsächlich von Hans Müller hergestellt wurde, oder, wie bei Stalzer, Hans Schultes zuzuordnen ist, bleibt fraglich. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32480; A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 259; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205906
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: Rechenmeister an Rechentisch. Rückseite: A B C D E / F G H I K / L M N O P / Q R S T V / X Y Z Z [D retrograd]. Das Alphabet in fünf Zeilen auf einer Tafel, umgeben von Verzierungen. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Viele dieser Pfennige zeigen den Rechenmeister am Tisch und auf der Rückseite das Alphabet. Oft muss man feststellen, dass nicht immer die passenden Buchstaben zur Verfügung standen oder ein falscher versehentlich eingepunzt wurde oder aber seitenverkehrt eingeschlagen wurde. Hier ist das bei dem Buchstaben D der Fall. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bdn. (1858-1872 Index 1967) Nr. 32494; M. Mitchiner, jetons, medalets & tokens. The medieval period and Nuremberg (1988) Nr. 1427-1428; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205908
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: CHILIANVS COQVVS NORIBERGENSIS 87. Umschrift, in einem Oval zwei übereinanderstehende Löwen mit Lorbeerzweigen in den Vorderpranken haltend. Rückseite: FIRMABO. Zwischen Sonne und Flügelpaar die Aufschrift, oben und unten Feuer. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt, vielfach wurden aber auch allegorische und emblematische Darstellungen verwandt. Literatur: A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 45; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32204; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205901
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: ICH HAB DIE ANGENEME KVNST DIE MACHT GERECHTIK V GVNST/ WOLFF LAVFFER - RECHPFENGMACHER. Ein Mann in altspanischer Tracht mit Pluderhosen und Barett steht mit den Füßen in einer Waage, in den ausgestreckten Armen hält er mit der rechten Hand eine Uhr mit Kette und einen Pokal, in der linken Hand einen (Geld-)Beutel. Rückseite: GELT / MACHT / SCHELCK [Geld macht schlecht]. Eine Hand aus den Wolken hält eine Waage, links steht ein nur mit Lendentuch bekleideter Mann, der in der rechten Hand einen Zirkel und in der linken ein Winkelmaß und ein Senkblei hält. Rechts neben der Waage steht ein Mann mit Buch und ... Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Der Rechenpfennigmacher Wolf Laufer stellt hier das „Geldmachen“ als eine Kunst dar, die Gerechtigkeit und Gunst einbringt. Auf der Kehrseite aber spricht er davon, das Geld einen schlechten Charakter hervorbringt. Die Darstellung des 17. Jahrhunderts ist vollgepackt mit Symbolen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32354; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205919
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: GOTES BORT PLEIST EBIGLI [Gottes Wort bleibt ewiglich]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen, bärtiger Kopf mit kurzem Haar nach rechts. Rückseite: VERBV / DOMINVM / MANAET IN / AETERNV/M HANS [Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit]. Aufschrift zwischen zwei Verzierungen in fünf Zeilen. Außen Perl- und Linienkreis. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Selbstbewusst stellten sich die Rechenpfennigschläger auch selbst auf der Vorderseite dar, mit einem entprechenden christlichen Spruch, der allerdings oft schon nicht mehr immer gleich deutlich zu erkennen war. Statt Wort heißt es hier Bort und für das „B“ in „bleibt“ ist die S-Punze verwendet worden. Literatur: A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 382; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32316; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205910
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: HANNS KRAVWINCKEL BIN ICH BEKONT [Hans Krauwinckel bin ich bekannt]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen. Im Feld eine Rechentafel in Schildform mit Verzierungen an den Seiten. Rückseite: IN FRANCKREICH VND AVCH IN NIDERLONT [In Frankreich und auch den Niederlanden]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen. Im Feld eine rechteckige Zahlentafel. Darüber von zwei Rosetten umgebene Krone. Unten eine von zwei Rosetten umgebene Lilie. Rand: Kerbrand Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Krauwinckel wirbt auf diesem Rechenpfennig mit seiner Bekanntheit sowohl in Frankreich, als auch den Niederlanden, er hatte seine Auftraggeber also nicht nur im deutschen Raum. Literatur: A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 224; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32248; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205916
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: HANS KRAVWI-NCKEL SCHIF. Segelschiff auf Wasser. Rückseite: PIETATE ET IVSTITIA [Pietate et Iustitia]. Umschrift, gekröntes Lilienwappen, umgeben von Verzierungen. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Dieses Stück zählt zu den sogenannten Schiffspfennigen, die in der Darstellung ein Schiff aufweisen. Literatur: A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I.Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 216; Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32254; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205914
Nürnberg: Rechenpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: HENRICVS D G IIII FRANCORAM ET NAV. Brustbild des französischen Königs Heinrich IV. im Harnisch nach links. Rückseite: PARIS / WOLF LAVFER / RECHPFEN. Stadtansicht von Paris, darüber Zierrahmen mit Aufschrift. Iim Abschnitt Schrift in zwei Zeilen. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Wahrscheinlich ist dieser Rechenpfennig als eine Werbemarke auch für die französische Kundschaft anzusehen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32361; M. Mitchiner, Jetons, medalets & tokens I. The medieval period and Nuremberg (1988) Nr. 1681; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205918
Prägefirma Loos: Whistmarke
Münzkabinett
Vorderseite: Loos. Der Fuchs steht neben einem Baum, an dem sich ein Weinstock hochrankt und schaut hinauf. Rückseite: WAS / UNMÖGLICH / ZU GEWINNEN / DARAUF THU NICHT STOLZ / VERZICHT / DENKE / DASS NICHT GERN / EIN KLUGER / WIE DER FUCHS / VON TRAUBEN / SPRICHT. Inschrift in zwölf Zeilen. Kommentar: Spieljetons oder Whistmarken waren besonders in der Zeit nach 1800 sehr beliebt. In den Salons wurde an den Spieltischen mit diesen kleinen Kunstwerken gespielt. Die von der Firma Loos in Berlin produzierten Marken wurden nach den bekannten Fabeln von Aesop mit Szenen aus dem Leben des Fuchses gestaltet. Zu den Vorderseiten gibt es unterschiedliche Schriftrückseiten. Die Spielmarken kommen auch in Eisenguss vor. Auf den Jetons ist nur die Herstellerfirma Loos angegeben. Die Stempel zu den Vorderseiten wurden aber von dem Suhler Medailleur Johann Veit Döll geschnitten. Literatur: D. Bruhn, Johann Veit Döll 1750-1835. Werkverzeichnis Medaillen und Münzen (2000) Nr. 139; K. Sommer, Die Medaillen des königlich preußischen Hof-Medailleurs Daniel Friedrich Loos und seines Ateliers (1981) Nr. B 79 d. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205979
Goslar: Bergwerksmarke
Münzkabinett
Vorderseite: I / 1756. Über einer Bergwerkslore die Wertzahl I, unten die Jahreszahl. Rückseite: L H S T [Lautenthaler Hoffnungsstollen]. Unter der Abkürzung des Bergwerks der Buchstabe B für Berg, oben und unten je drei kleine Rosetten. Kommentar: Eine große Gruppe der Marken sind Bergwerksmarken. Diese Marke gibt Auskunft über eine geförderte Berkwerkslore im Revier des Lautenthaler Hoffnungsstollens. Die Marken sind unter dem Namen „Huntslaufzeichen“ oder „Förderungs-Marken“ bekannt. Dargestellt ist darauf eine vierrädriger, gefüllter Hunt (Lore) und dienen als Anzeige des geförderten Gutes. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8555; S. Elbeshausen, Oberharzer Jetons aus den Münzstätten der Welfen, Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 5, 2006 Nr. D-53. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205781
Anhalt: Akzisemarke
Münzkabinett
Vorderseite: A L / 1680. Auf achteckiger Marke Namenskürzel über anhaltischem Wappen, darunter Jahreszahl. Kommentar: Diese Accisemarke stammt aus dem Fürstentum Zerbst, unter Carl Wilhelm geprägt. Sie war bestimmt für das Amt Lindau und diente als Abgabemarke. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 10764; J. Mann, Anhaltische Münzen und Medaillen vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1906 (1907 Nachtrag 1916) Nr. 277. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205722
Brandenburg-Ansbach: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: PASSAGE GELD // 1764. Adler mit ausgebreiteten Flügeln und Zollernschild, im Abschnitt Jahreszahl. Rückseite: Wertzahl 4 zwischen zwei unten gebundenen Zweigen. Kommentar: Wahrscheinlich handelt sich hier um eine städtische Marke, um Passagegeld der Stadt Ansbach im Wert von vier Kreuzern. Literatur: Vgl. J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6642-43 (dort Werte zu 1 und 2). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205726
Braunschweig: Urinzeichen
Münzkabinett
Vorderseite: URIN / ZEICHEN / 1697. Inschrift in drei Zeilen, unten Groteske. Rückseite: Auf Boden stehendes Fass. Kommentar: Sogenannte Urinmarken oder -zeichen sind ein Hinweis auf das Sammeln von Urin. Heute kaum noch vorstellbar, war Urin in den großen Städten ein begehrter Rohstoff, der dringend für das Gerben von Leder benötigt wurde. Er wurde in großen Fässern in den Haushalten gesammelt und seiner Verwertung zugeführt. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32875. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205778
Frankfurt am Main: Fronzeichen
Münzkabinett
Vorderseite: FROHN / ZEICHEN / 1777. Aufschrift in drei Zeilen, unten Rosette. Rückseite: Der gekrönte Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Unten F zwischen Münzmeisterzeichen P-B (Philipp Christian Bunsen). Kommentar: Fronzeichen sind ein Nachweis für geleistete Arbeiten. Bestimmte Arbeiten mussten für die Gemeinschaft bzw. die Stadtregierung geleistet werden, die Verpflichtung bestand sowohl in Gemeinwesen als auch in Städten oder aber gegenüber dem Dienstherrn im ländlichen Bereich. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 11205; P. Joseph - E. Fellner, Die Münzen von Frankfurt am Main (1896) Nr. 896. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205779
Bayern: Speisemarke
Münzkabinett
Vorderseite: KOST / DER ARBEITER / ZU K. Aufschrift in drei Zeilen. Rückseite: CHURFL MILITAIR ARBEITS HAUS MÜNCHEN 1797. Umschrift, gekröntes Wappen umgeben von zwei unten gebundenen Zweigen. Kommentar: Hier handelt es sich um eine Bezugsmarke für Arbeiter über Essen in einem bestimmten Geldwert, der nicht festgelegt ist. Wahrscheinlich wurder dieser in Kreuzern berechnet. Möglicherweise ist die Marke ein Prototyp, in den der Wert dann eingraviert wurde. Die Marke stammt aus dem Militärarbeitshaus in der Vorstadt Au bei München. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6243. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205723
Münster: Armenmarke
Münzkabinett
Vorderseite: KIRSPEL / SANCTI / LAMBERTI. Inschrift in drei Zeilen zwischen Rosetten. Rückseite: FUR DIE / ARMEN / 1699. Drei Zeilen Inschrift zwischen Rosetten. Kommentar: Sogenannte Armenmarken wurden von Städten, aber auch von den jeweiligen Kirchgemeinden (Kirchspielen) für ihre Mitglieder ausgegeben. Hier handelt es sich die Kirchgemeinde St. Lamberti in der Stadt Münster. Für das jetzige Kirchengebäude wurde nach weiteren Vorgängerbauten 1375 der Grundstein gelegt. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 5523. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205792
München: Armenmarke
Münzkabinett
Vorderseite: SPEIS DER ARMEN // 1771. Umschrift über dem Zeichen der Heiligen Dreieinigkeit, im Abschnitt Jahreszahl. Rückseite: GUT / FÜR EINEN / MONAT. Inschrift in drei Zeilen zwischen Rosetten. Kommentar: Gegen Vorzeigen dieser Marke konnte der Inhaber einen Monat lang in einer Armenküche Münchens speisen. Die Marken sollen im Auftrag des bayerischen Kurfürsten in Zeiten der Teuerung, hier 1771, unter die Armen Münchens verteilt worden sein. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6190. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205795
Nürnberg: Brotmarke
Münzkabinett
Vorderseite: PROT / 1540. Schrift und Jahreszahl in zwei Zeilen. Rückseite: Zweigeteiltes Nürnberger Wappen. Kommentar: Für die Verteilung für Brot an Arme gaben viele Städte besondere Marken heraus. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6907. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205791
Volckmar, Claus: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: IULIAN EBERHARD VOLCKMAR CLAUS HOCHGRAEFF STOLB M MEIST [Julian Eberhard Volckmar Claus hochgräflicher Stolberger Münzmeister]. Umschrift umgeben von Linienkreis, im Feld das der Stolberger Hirsch vor einer Säule. Rückseite: OMNIA PONDERE NUMERO MENSURA. Umschrift umgeben von Linienkreis. Im Feld hält eine aus den Wolken hervorkommende Hand eine Waage. Kommentar: Just (auch Julian oder Johann) Eberhard Volckmar Claus übernahm das Amt als Münzmeister 1750 in Stolberg. Er hatte in Zellerfeld sein Handwerk erlernt. Er erhielt 1750 in Stolberg und Roßla seine Bestallung als Zehntner, Münzmeister und Wardein beider Stolberger Linien. 1753 gab er eine „Kurtzgefaßte Anleitung zum Probieren und Münzen“ heraus. Seine Tätigkeit in Stolberg beendete er 1766. Die Rückseite seines Münzmeisterjetons übernimmt das Bild des Münzmeisters Heinrich Bonhorst aus Clausthal. Die Vorderseite des Jetons entspricht der Vorderseite der von ihm für die Stolberger Grafen geprägten Münzen, dem Stolberger Hirsch vor der Säule. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 31512. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205829
Taglang, Johann Heinrich: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: VND WAS ICH HEIS DAS TVO / TVO MIR NVD DARVON NVD ZV. Umschrift in zwei Zeilen, bärtiger Männerkopf mit Helm nach rechts. Rückseite: VERBVM DOMMINI MANET I ETER [Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit]. Umschrift getrennt von Rosette, im Feld das Brustbild eines Mannes mit Barett von vorn, umgeben von einem mehrfach gebundenen Kranz. Kommentar: Der Kupferrechenpfennig des Münzmeisters Johann Heinrich Taglang (1593-1632) erinnert sehr an Münzen Johanns II. (1604-1635) von Pfalz-Zweibrücken-Veledenz. Vorderseitengestaltung und Bibelzitat (1 Petrus 1, 24-25) wurden übernommen, z.B. von dem Halbtaler 1612 auf das Vikariat. Taglang war seit 1622 Münzmeister in Zweibrücken. 1584 wurde die Prägestätte Herzog Wolfgangs von Pfalz-Zweibrücken von Bergzabern nach Zweibrücken verlegt. Neben der Alexanderkirche wurde die Neue Münze errichtet, die das Stadtbild bis zum Zweiten Weltkrieg mitbestimmte. 1635 mit dem Tode Johann des Jüngeren endete die Prägung in Zweibrücken. Literatur: Unpubliziert. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205833
Brandenburg: Raitpfennig
Münzkabinett
Vorderseite: Zierrand aus Punkten und Rosetten, bärtiges Brustbild des Kurfürsten Joachim II. mit Kurfürstenhut und Kurzepter nach rechts. Rückseite: Zierrand aus großem Punktkreis, im Feld der brandenburgische Adler mit Brustschild. Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. In Österreich wurden diese Rechenpfennige Raitpfennige genannt. Auf diesem brandenburgischen Rechenpfennig ist keinerlei Schrift verwendet worden, aber das Porträt des Kurfürsten ist den Darstellungen auf den Münzen sehr ähnlich. Es ist daher davon auszugehen, das der Münzstempelschneider auch diese Pfennige gearbeitet hat. Literatur: A. Weyl, Auktion 148 vom 17.-19. März 1897 Nr. 240 (dieses Stück); A. Voßberg, Münzgeschichte der Stadt Berlin (1869) Nr. 13 (dieses Stück); C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205849