274 Ergebnisse
Objekttyp: Marken und Zeichen
Marke oder Zierstück
Münzkabinett
Vorderseite: Stilisiertes Gesicht in der Vorderansicht. Rückseite: Konzentrisches Kreuz- und Punktmuster. Kommentar: Marke oder Zierstück unbekannter Zeitstellung. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224684
Prägefirma Lutwyches: Werbejeton
Münzkabinett
Vorderseite: LUTWYCHES MANUFACTORY // BIRMINGHAM. Umschrift und Schrift im Abschnitt, im Feld eine Prägemaschine (Spindelpresse) mit großem Schwungrad, davor die Grube für den Präger. Rückseite: MEDALS & PROVINCIAL COINS -/ ENGRAVEING / & DIE / SINKING // DEA PECUNIA [Teil der Legende auf Schild]. Allegorische Frauengestalt (Moneta) mit Waage und Füllhorn, aus dem Münzen und Medaillen hervorquellen, rechts ovaler Schild mit Aufschrift. Kommentar: Münz- und Medaillenprägefirmen der ganzen Welt warben oft für die Herstellung in ihren Firmen mittels Werbejetons, auf denen meist die neuesten Maschinen dargestellt sind. Hier handelt es sich um die englische Prägefirma Lutwyches in Birmingham. William Lutwyches stellte Ende des 18. bis Anfang 19. Jahrhunderts (1789-1800) mit seiner Firma Stempel und Token für Handelsleute der ganzen Welt her. Gleichzeitig wurden die Jetons auch als Geld (im Wert eines halben Penny) genutzt. Literatur: H. Caspar, Münztechnik auf Münzen und Medaillen (1984) Nr. 167; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 24130; M. Mitchiner, Jetons, Medalets and Tokens III British Isles circa 1558 to 1830 (1998) 1989 Nr. 6033. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208197
Prägefirma Uhlhorn: Werbejeton
Münzkabinett
Vorderseite: D UHLHORN / IN - GREVENBROICH. Inschrift umgeben von Punktkreis. Rückseite: PROBEVERSUCH -/ DER DOPPEL/PISTOLEN / Á - VIROLE BRISÉE. Umschrift und Inschrift, umgeben von Punktkreis. Rand: NEC ASPERA TERRENT 1848 Kommentar: Dieser Werbejeton wurde in der Originalgröße von doppelten Pistolen (Goldmünzen zu 10 Taler) hergestellt und diente Probeversuchen an der Uhlhornschen Prägemaschine und war gleichzeitig Werbung für die Firma Uhlhorn. Diederich Uhlhorn (1764-1837) in Grevenbroich war der bekannte Hersteller der modernen Kniehebelpressen, die im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts in vielen Münzstätten eingeführt wurden und auf denen bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts noch geprägt wurde. Ansehen kann man sich eine solche Prägemaschine heute u. a. im Museum der Berliner Münzstätte. Die Jahreszahl 1848 befindet sich in der Randschrift des Jetons und stammt aus der Zeit, in der der Sohn Johann Heinrich nach dem Todes von Diederich Uhlhorn die Fabrik weiterführte. Literatur: Unpubliziert. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208199
Rehnen, Heinrich von: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: HEINRICH V REHNEN C S MVNTZME. Umschrift, im Feld Schild mit Decken und unten und oben Schwan. Rückseite: QVI MALA FERT PLAC CV PRAE VIC E [AE ligiert]. Umschrift, im Feld behelmtes Wappen Sparren, als Helmzier drei bis an den Rand reichende Straußenfedern. Kommentar: Heinrich von Rehnen war seit 1597 bei dem späteren brandenburgischen Kurfürsten Joachim Friedrich (1598-1608) tätig. Er fertigte neben seiner Tätigkeit in der Münze auch zahlreiche Porträtmedaillen. Eine Bestallungsurkunde existiert erst aus dem Jahre 1603, ab 1604 war er bereits wieder, wie vor seiner Tätigkeit in Brandenburg, in kursächsischen Diensten, als Münzmeister in Dresden. Er starb dort 1624. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32721 a; E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg unter den Hohenzollern bis zum Grossen Kurfürsten von 1415 bis 1640 (1895) 242. 263. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208232
Hundt, Konrad: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: CVNRAT HVNT - MVNTZMEISTE. Umschrift, ein behelmtes Wappen mit Hund, auf Helmbusch weiterer Hund Rückseite: SEI - NICHT EIG-ENNVTZIG - 86. Umschrift, im Feld das unbehelmte viergeteilte Wappen der Stadt Magdeburg, im ersten und vierten Feld die Jungfrau zwischen Türmen und im zweiten und dritten Feld die Rose. Kommentar: Dieser Münzmeisterjeton wurde von dem Magdeburger Münzmeister Konrad Hund(t) gefertigt. Die Hunde auf der Vorderseite sind als Teil eines redenden Wappens zu verstehen und nehmen Bezug auf seinen Namen. Hundt war von ca. 1560 bis 1570 auch Münzmeister in Bremen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 31499; Auktion R. Kube vom November 1912 (Slg. Hauswaldt, Magdeburg) Nr. 1334. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208221
Russland: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: ELISABETH / DES / GROSSEN / ALEXANDER / EDLE / TUGENDHAFTE / GATTIN. Siebenzeilige Aufschrift. Rückseite: DIE / HOHE / KAISERIN / SEI HIER / BEGRÜSST / BERLIN / D 22 JAN / 1814. Achtzeilige Aufschrift. Kommentar: Dm mit Henkel 18 mm, ohne 15 mm. - Anläßlich der Ankunft der Zarengattin Elisabeth in Berlin am 22. Januar 1814. Literatur: J. J. Reichel, Die Reichelsche Münzsammlung in St. Petersburg I (1842) 261 Nr. 3277. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225145
Russland: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: Verschleierte Büste der Charlotte nach rechts. Rückseite: DEN 1TEN NOVEMBER 1860 [TEN hochgestellt]. Kombinierter Anker mit Patriarchenkreuz. Kommentar: Auf den Tod der Charlotte, Prinzessin von Preußen, als Zarin Alexandra Gemahlin des Zaren Nikolaus I., am 1. November 1860. Literatur: Unpubliziert. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18225144
Tessera
Münzkabinett
Vorderseite: DRVSVS - CAESAR. Kopf des Drusus minor nach r. Rückseite: TI IVLIVS NERO TI IVLIVS GER. Köpfe der Zwillinge Tiberius Gemellus und Germanicus Iulius Caesar einander zugewandt, über jedem Kopf ein vierstrahliger Stern. Literatur: H. Dressel, Römische Bleimarken, ZfN 33, 1922, 178-184. 181 f. Anm. 1 Taf. 6 Nr. 7 (dieses Stück); K.-L. Elvers, Plena Caesarum domus. Überlegungen zu einer frühkaiserzeitlichen Bronzemünze aus Alabanda (RPC I, 2816) in: H.-H. Nieswandt - H. Schwarzer (Hrsg.), „Man kann es sich nicht prächtig genug vorstellen!“. Festschrift für Dieter Salzmann zum 65. Geburtstag (2015) 61-70. 66 Taf. 6,6 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18237641
Francesco I. da Carrara
Münzkabinett
Vorderseite: FRANCISCVS D CARRARIA. Vierrädiges Wagenunterteil (carro). Rückseite: + SEPTIMVS DVX PADOVE. Helm (geflügelt und mit einem Äthiopier- oder Sarazenenkopf). Beiderseits F-R. Kommentar: Eine geprägte sogenannte Mauermarke der Carraresi. Literatur: G. F. Hill, A Corpus of Italian Medals of the Renaissance before Cellini (1930) Nr. 6 a-b (dieses Stück erwähnt); K. Dahmen, (Um-)Wege der Auseinandersetzung mit der Antike in: U. Peter - B. Weisser (Hrsg.), Translatio Nummorum. Römische Kaiser in der Renaissance (2013) 319-325. 322 Abb. 4 (dieses Stück); S. D. Volz, Spiegel-Bild der Macht. Die Porträtmedaillen Francescos II. da Carrara Novello von 1390 (2017) 63-66 Abb. 7 a-b (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18232397
Niederlande: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: 1618. In einem Stäbchenkreis Verzierungen, oben Krone, unten Jahreszahl, dazwischen Webspule (Schiffchen). Rückseite: IAN / LAMMERS. Schrift in zwei Zeilen. Kommentar: Bisher ist diese niederländische Marke des Jan Lammers unpubliziert. Literatur: Unpubliziert. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218032
Gruber, Florian: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: 1599 IAR DIE MVNTZ IN ERFFORT GEBAVET WART. Zwischen zwei Linienkreisen ein vierfeldiges Wappen mit Mittelschild. Rückseite: FLORIAN GRVBER MVNTZMEISTER IN ERFFORT -/ ZVM / RECHENP / FENIG BIN / ICH GVHT VO / N KVPPFER GEMA DRIM / SE IC RO / T. Zwischen zwei Linienkreisen Umschrift, im Feld eine achtzeilige Aufschrift. Kommentar: Nach Leitzmann (1862) war Florian Gruber von 1599 bis zum Jahre 1607 Münzmeister in Erfurt. Apell vermerkt nach den Akten den 20. April 1599. 1615 ist er als Münzmeister in Nordhausen anzutreffen. Leitzmann beschreibt diesen Rechenpfennig als äußerst selten. Der Text des Münzmeisterpfennigs bezieht sich auf den (Neu-) Bau der Erfurter Münzstätte im Jahre 1599. Literatur: F. Apell, Zur Münzgeschichte Erfurt, Mitteilungen des Vereins für die Geschichteund Altertumskunde von Erfurt 24, 1903, 123-135; J. J. Leitzmann, Das Münzwesen und die Münzen Erfurts (1862) 109 Nr. 797; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 37202. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18233043
Tessera
Münzkabinett
Vorderseite: M P V. Schiff oder Boot mit zwei Passagieren. Rückseite: Glatt. Literatur: C. Stannard, Shipping Tesserae from Ostia and Minturnae? Numismatic Chronicle 2015, 147-154. 150 Nr. 9.4 Taf. 16 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201276
Brandenburg: Brotmarke
Münzkabinett
Vorderseite: 2 / BROT [Dazwischen Rosette und Doppelkreuz]. Inschrift über zwei Pfund Brot. Rückseite: F - C. Buchstaben geteilt durch Zepter. Kommentar: A. Voßberg (1869) legte dieses Stück nach Brandenburg-Preußen. Brotmarken waren Bezugsmarken für Brot, das an Arme und Notleidende ausgegeben wurde. Vermerkt war meistens das Gewicht des Brotes. Diese Art von Marken existieren bis in das 20. Jahrhundert hinein, in die Zeit des I. Weltkrieges und der Inflation. Literatur: A. Voßberg, Münzgeschichte der Stadt Berlin (1869) Nr. 32 (dieses Stück); Westfälische Auktionsgesellschaft, Auktionskatalog 43 vom 24.9.2007 Nr. 1474 (hier unter Brandenburg-Franken, Fürth); C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205697
Brandenburg: Biermarke
Münzkabinett
Vorderseite: 2 q / BIER / G B / 1706. Angaben über 2 Quart Bier in 4 Zeilen in einem Strichelkreis. Rückseite: FR. Gekrönte Initiale FR in einem Strichelkreis. Kommentar: Es handelt sich hier um eine Biermarke für 2 Quart Bier. Quart ist ein altes Hohlmaß. Das Biermaß war die Tonne, die sich in 100 Berliner Quart unterteilte. Biermarken gehören zur Kategorie der Bezugsmarken, als Gegenwert wurden Naturalien verausgabt. Literatur: A. Weyl, Auktion 148 vom 17.-19. März 1897 Nr. 346 (Sammlung Voßberg, dieses Stück); C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205720
Bayern: Speisemarke
Münzkabinett
Vorderseite: KOST / DER ARBEITER / ZU K. Aufschrift in drei Zeilen. Rückseite: CHURFL MILITAIR ARBEITS HAUS MÜNCHEN 1797. Umschrift, gekröntes Wappen umgeben von zwei unten gebundenen Zweigen. Kommentar: Hier handelt es sich um eine Bezugsmarke für Arbeiter über Essen in einem bestimmten Geldwert, der nicht festgelegt ist. Wahrscheinlich wurder dieser in Kreuzern berechnet. Möglicherweise ist die Marke ein Prototyp, in den der Wert dann eingraviert wurde. Die Marke stammt aus dem Militärarbeitshaus in der Vorstadt Au bei München. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6243. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205723
Brandenburg-Ansbach: Marke
Münzkabinett
Vorderseite: PASSAGE GELD // 1764. Adler mit ausgebreiteten Flügeln und Zollernschild, im Abschnitt Jahreszahl. Rückseite: Wertzahl 4 zwischen zwei unten gebundenen Zweigen. Kommentar: Wahrscheinlich handelt sich hier um eine städtische Marke, um Passagegeld der Stadt Ansbach im Wert von vier Kreuzern. Literatur: Vgl. J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6642-43 (dort Werte zu 1 und 2). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205726
Anhalt: Akzisemarke
Münzkabinett
Vorderseite: A L / 1680. Auf achteckiger Marke Namenskürzel über anhaltischem Wappen, darunter Jahreszahl. Kommentar: Diese Accisemarke stammt aus dem Fürstentum Zerbst, unter Carl Wilhelm geprägt. Sie war bestimmt für das Amt Lindau und diente als Abgabemarke. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 10764; J. Mann, Anhaltische Münzen und Medaillen vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1906 (1907 Nachtrag 1916) Nr. 277. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205722
Goslar: Bergwerksmarke
Münzkabinett
Vorderseite: I / 1756. Über einer Bergwerkslore die Wertzahl I, unten die Jahreszahl. Rückseite: L H S T [Lautenthaler Hoffnungsstollen]. Unter der Abkürzung des Bergwerks der Buchstabe B für Berg, oben und unten je drei kleine Rosetten. Kommentar: Eine große Gruppe der Marken sind Bergwerksmarken. Diese Marke gibt Auskunft über eine geförderte Berkwerkslore im Revier des Lautenthaler Hoffnungsstollens. Die Marken sind unter dem Namen „Huntslaufzeichen“ oder „Förderungs-Marken“ bekannt. Dargestellt ist darauf eine vierrädriger, gefüllter Hunt (Lore) und dienen als Anzeige des geförderten Gutes. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8555; S. Elbeshausen, Oberharzer Jetons aus den Münzstätten der Welfen, Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 5, 2006 Nr. D-53. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205781
Frankfurt am Main: Fronzeichen
Münzkabinett
Vorderseite: FROHN / ZEICHEN / 1777. Aufschrift in drei Zeilen, unten Rosette. Rückseite: Der gekrönte Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Unten F zwischen Münzmeisterzeichen P-B (Philipp Christian Bunsen). Kommentar: Fronzeichen sind ein Nachweis für geleistete Arbeiten. Bestimmte Arbeiten mussten für die Gemeinschaft bzw. die Stadtregierung geleistet werden, die Verpflichtung bestand sowohl in Gemeinwesen als auch in Städten oder aber gegenüber dem Dienstherrn im ländlichen Bereich. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 11205; P. Joseph - E. Fellner, Die Münzen von Frankfurt am Main (1896) Nr. 896. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205779
Frankfurt am Main: Wertmarke
Münzkabinett
Vorderseite: SCHLACHT/GEBUEHR. Umschrift und Wertangabe fl. 2. 24 kr. Rückseite: RECHNEI U RENTEN AMT D FREIEN STADT FRANKFURT. Der gekrönte Adler der Stadt Frankfurt, Umschrift. Kommentar: Eine städtische Wertmarke über eine entrichtete Schlachtgebühr von 2 Gulden und 24 Kreuzer. Das Schlachten von Vieh wurde in den Gemeinwesen mit Gebühren belegt. Diese Frankfurter Marken mit unterschiedlichen Werten sind laut Joseph - Fellner (1896) zwischen 1864-1866 im Gebrauch gewesen. Literatur: P. Joseph - E. Fellner, Die Münzen von Frankfurt am Main (1896) Nr. 1736. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205780
Braunschweig: Urinzeichen
Münzkabinett
Vorderseite: URIN / ZEICHEN / 1697. Inschrift in drei Zeilen, unten Groteske. Rückseite: Auf Boden stehendes Fass. Kommentar: Sogenannte Urinmarken oder -zeichen sind ein Hinweis auf das Sammeln von Urin. Heute kaum noch vorstellbar, war Urin in den großen Städten ein begehrter Rohstoff, der dringend für das Gerben von Leder benötigt wurde. Er wurde in großen Fässern in den Haushalten gesammelt und seiner Verwertung zugeführt. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32875. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205778
Hildesheim: Braumarke
Münzkabinett
Vorderseite: II / HIMBTE / MALDTZ. Wertbezeichnung in drei Zeilen, darunter zwei Malzbohnen und zwei Gegenstempel. Rückseite: 1629. Wappen, darüber Jahreszahl. Kommentar: Das Getreide Malz war zum Bierbrauen unerlässlich. Die Bezeichnung „Himbte“ (bzw. Himte) war ein Volumenmaß für Getreide in Norddeutschland. Diese Braumarke der Stadt Hildesheim war im Wert von zwei Himten Malz. Gegen Kauf dieser Marke beim Rat, war man in der Altstadt von Hildesheim berechtigt, ein bestimmtes Quantum Bier zu brauen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8511. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205785
Salzdahlum: Torfmarke
Münzkabinett
Vorderseite: SALZWERK SALZTHALUM. Unter der Umschrift zwei gekreuzte Torfwerkzeuge, alles umgeben von Sternenkranz. Rückseite: I / FUDER / TORF. Inschrift in drei Zeilen, Wertzahl zwischen zwei Rosetten. Kommentar: Torf war bis in das 20. Jahrhundert ein wichtiges Mittel zum Heizen. Fuder ist ein Volumenmaß. Die Marke berechtigte zum Bezug eines Fuders Torf. Salzdahlum ist heute ein Ortsteil von Wolfenbüttel. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8546. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205789
Frankfurt am Main: Sperrmarke
Münzkabinett
Vorderseite: 4 / BATZEN / SPERR FÜR / 2 / PFERDE. Unter fünfzeiliger Aufschrift der Frankfurter Adler. Kommentar: Diese städtische Marke im Wert von 4 Batzen berechtigte zum Passieren (eines Stadttores) mit zwei Pferden. Die einseitigen Marken in Klippenform waren zum freien Passieren der Stadttore nach der abendlichen Absperrung bestimmt. Literatur: P. Joseph - E. Fellner, Die Münzen von Frankfurt am Main (1896) Nr. 1715. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205783
Gutenberg/Gutenburg: Bergwerksmarke
Münzkabinett
Vorderseite: DVROS INFERRVM LAPIDES CONVERTO LIQVESCES. Eine Umschrift zwischen zwei Kreisen, darin Brennofen. Rückseite: BERGWERKS ZV GVTENBVRG -/ 1 / GVLDEN / 1694. Umschrift in zwei Kreisen, darin Inschrift in drei Zeilen zwischen Rosetten. Kommentar: Der Wert dieser Bergwerksmarke ist mit einem Gulden angegeben. Das Eisenwerk Gutenburg gehörte zur ehemaligen gefürsteten Benediktinerabtei St. Blasien im Schwarzwald. Das Stift ließ diese Marken für seine Arbeiter zum Einwechseln prägen. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 7306. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205784
Juliushalle bei Neustadt-Harzburg: Salzmarke
Münzkabinett
Vorderseite: SALTZW IULIUSHALLE. Wert I/2 / KORB. Umschrift. Rückseite: PRO HERBST ET SIEMENS. Umschrift in zwei Kreisen, darin OBER/KÖHTE zwischen je einer Rosette. Kommentar: Die Marke entspricht dem Wert von einem halben Korb Salz des Salzbergwerkes Juliushalle bei Neustadt-Harzburg am Harz. 1569 war die Salzquelle entdeckt worden und diente bis 1849 als Salzwerk, danach nur noch als Solbad (Bad Harzburg). Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bäden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8542. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205786
Mainz: Fährmarke
Münzkabinett
Vorderseite: UBERFAHRT - Z - W / 20 K [Z für 2]. Inschrift, dazwischen Mainzer Rad. Kommentar: Die einseitige Fährmarke berechtigte zu zwei Überfahrten über den Rhein im Wert von 20 Kreuzern. Literatur: Vgl. J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 10068 (dort mit Bezeichnung 4 K). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205787
Depser, Heinrich: Münzmeisterjeton
Münzkabinett
Vorderseite: HENRICH - DEPSER M M. Umschrift zwischen zwei Kreisen, im Feld Wappen des Münzmeisters. Rückseite: EHR S GOT IN D HEG UN FR AU ERD [Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen, nackter Christus das Kreuz tragend, links Palmwedel und rechts Kelch, unten im Feld die geteilte Jahreszahl 16-05. Zwischen den Beinen ein U. Kommentar: Der Münzmeister Heinrich Deper oder Depser hat diese Marke, Münzmeisterjeton genannt, als Werbung für seine Person herausgegeben. Münzmeister konnten sehr schnell in Verruf kommen und ihre Arbeit verlieren, oftmals wurden sie auch gerichtlich für schlechte Arbeit und Unterschlagung zur Verantwortung gezogen. Es war für sie lebensnotwendig, ihren guten Ruf zu verbreiten. Depser oder Depsern entstammte einer Osteroder Familie, sein Vater war in Zellerfeld tätig. Heinrich Depsern war seit 1588 für Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel als Münzmeister in Wolfenbüttel tätig, 1593/94 wurde er von Herzog Wolfgang zu Braunschweig-Lüneburg-Grubenhagen an die Münze in St. Andreasberg berufen, bis 1611, in Goslar war er von 1599 bis zu seinem Tode im Jahr 1612. Literatur: S. Elbeshausen, Oberharzer Jetons aus den Münzstätten der Welfen, Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 5, 2006 Nr. A-30. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205800
Münster: Armenmarke
Münzkabinett
Vorderseite: KIRSPEL / SANCTI / LAMBERTI. Inschrift in drei Zeilen zwischen Rosetten. Rückseite: FUR DIE / ARMEN / 1699. Drei Zeilen Inschrift zwischen Rosetten. Kommentar: Sogenannte Armenmarken wurden von Städten, aber auch von den jeweiligen Kirchgemeinden (Kirchspielen) für ihre Mitglieder ausgegeben. Hier handelt es sich die Kirchgemeinde St. Lamberti in der Stadt Münster. Für das jetzige Kirchengebäude wurde nach weiteren Vorgängerbauten 1375 der Grundstein gelegt. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 5523. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205792
München: Armenmarke
Münzkabinett
Vorderseite: SPEIS DER ARMEN // 1771. Umschrift über dem Zeichen der Heiligen Dreieinigkeit, im Abschnitt Jahreszahl. Rückseite: GUT / FÜR EINEN / MONAT. Inschrift in drei Zeilen zwischen Rosetten. Kommentar: Gegen Vorzeigen dieser Marke konnte der Inhaber einen Monat lang in einer Armenküche Münchens speisen. Die Marken sollen im Auftrag des bayerischen Kurfürsten in Zeiten der Teuerung, hier 1771, unter die Armen Münchens verteilt worden sein. Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 6190. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205795