8 Ergebnisse
Objekttyp: Materialprobe
Fragmente von Blattgold
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Edelmetall Gold ist seit Prädynastischer Zeit, ca. 4300–3050 v. Chr., bekannt. Die weitreichende Verwendung des Materials liegt darin begründet, dass es gegen Korrosion beständig ist und Ägypten über ein eigenes, reiches Goldvorkommen verfügte. Die Gewinnung aus dem in Quarzadern vorliegenden Erz wurde in der ägyptischen Ostwüste in der Region um Koptos (Wadi Hammamat) bis nach Assuan forciert. Ab dem Mittleren Reich, ca. 2100–1800 v. Chr., erweiterte sich das Abbaugebiet auf die östlichen Wüsten Unternubiens (Wawat) und im Neuen Reich, ca. 1550–1070 v. Chr., auf Obernubien (Kusch). Blattgold, wie es von Ludwig Borchardt im Bereich des Pyramidenkomplexes des Neferirkare in Abusir gefunden wurde, diente zum Vergolden von Objekten. Somit konnte die Goldfolie ehemals zur Verkleidung von Tempelgeräten oder auch Architekturelementen verwendet worden sein. (J. Jancziak)
Materialproben
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Borchardt widmete sich nicht nur den beeindruckenden und gut erhaltenen Funden wie den Stauen- und Modellköpfen, sondern er entnahm aus P 47.2 auch Bruchstücke von Skulpturen und so genannte „Materialproben“. In der „breiten Halle“ kamen neben einem königlichen Modellkopf (ÄM 21349) sowie zwei Statuenfragmenten (ÄM 21224, 21336) und einem Bohrkopf (ÄM 21362) fünf Alabastersplitter zum Vorschein, von denen einer noch heute Farbreste aufweist. Alle Stücke sind auf mindestens einer Seite geglättet und lassen teilweise eine plastische Bearbeitung erkennen. Die hochwertige Gesteinsart, die Form einiger Splitter und die erhaltene Kolorierung lassen vermuten, dass sie von einem ausgearbeiteten Objekt stammen, möglicherweise einem Salbgefäß oder einem anderen Kosmetikutensil. Nach: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 382 (Kat.-Nr. 170).
Materialproben
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Borchardt widmete sich nicht nur den beeindruckenden und gut erhaltenen Funden wie den Stauen- und Modellköpfen, sondern er entnahm aus P 47.2 auch Bruchstücke von Skulpturen und so genannte „Materialproben“. Aus einem der Werkstatträume in dem relativ fundarmen Arbeits- und Wirtschaftstrakt wurden mehrere Gipsbruchstücke geborgen, die von der Bearbeitung der Bildhauermodelle herrühren könnten. Nach: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 382 (Kat.-Nr. 170).
Materialprobe des Stoffs "Tencel" (TM) des Herstellers Lenzing
Museum Europäischer Kulturen
Materialproben des Textilstoffs "Tencel" der Firma Lenzing. Kleine Papierschachtel mit Klappdeckel mit der Aufschrift "How a tree becomes a fibre. A Story of nature" dazu ein stilisierter Baum. In der Deckelinnenseite Erläuterungen in Englisch zum Material. In der Papierschachtel in drei Unterteilungen Holz, Holzzellstoff und Holzfasern. Dazu noch eine quadratische Informationsmappe mit jetzt drei einlegten Karten, auf denen Stoffproben befestigt sind (nicht mehr vollständig). "Tencel" wird aus dem Holz der Eukalyptusbäume hergstellt wird. Tencel ist ein geschützer Markenname für diesen Stoff von Lenzing. Die generische Faserbezeichnung hierfür lautet Lyocell. Der Stoff ist biologisch abbaubar und im Anbau und in der Verarbeitung umweltschonender als z.B. Baumwolle. Tencel ist deshalb vor allem in der "Slow Fashion", d.h. der Modebewegung, die sich für nachhaltige Produktion und Kosnum einsetzt, beliebt. Lycell-Stoffe werden seit den 1990er-Jahren produziert, gewannen jedoch erst um 2010 an Beliebtheit.
Pinatex
Museum Europäischer Kulturen
Diverse verschiedenfarbige kleine Materialproben des Lederersatzstoffs Pinatex. Pinatex ist ein geschützer Markenname der Firma Ananas Aname für einen veganen Lederersatz, der aus den Blättern der Ananaspflanze hergestellt wird. Zur Herstellung werden die Fasern von Anansblättern, einem Abfallprodukt des agrarwirschaftlichen Anbaus von Ananasfrüchten, zusammen mit Polylactiden verarbeitet. Um den Stoff wasserdicht zu machen, müssen jedoch noch weitere Schichten aufgebracht werden. Der Stoff wurde in den 1990er-Jahren von Dr. Carmen Hijosa entwickelt und wird v.a in der "Slow Fashion", d.h. der Mode, die sich für umweltvertägliche Produktion und Konsum einsetzt, verwendet. Besonders beliebt ist er für die Herstellung von Schuhen und Accessoires, die traditionell aus Leder sind. Mode aus Pinatex wird deshalb auch als vergane Alternative bezeichnet.