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Objekttyp: Miniatur
Bildnis einer jungen Dame mit weißer Haube
Gemäldegalerie
An der dreifach um den Hals gewickelten Goldkette befindet sich oberhalb der Büste der Dargestellten ein blau emailliertes Medaillon auf dem die legierten goldenen Initialen „I(J)O“ erkennbar sind. Die aus Brüssel stammende Malerin Latour war sowohl in der Heimatstadt als auch in Paris al Porträtistin und Miniaturmalerin tätig. Auch stach sie Kompositionen berühmter niederländischer Künstler des 17. Jahrhunderts in Kupfer. SIGNATUR / INSCHRIFT: Links über der Stuhllehne: La tour
Wladislaw IV. (1595-1648) von Polen / Allegorische Darstellung der Tugend
Gemäldegalerie
Der dargestellte Wladislaw IV. (1595 – 1648) war seit 1632 König von Polen. Auf seinem reich dekorierten Wams ist eine Kette erkennbar, die ihn als Ritter des Ordens vom Goldenen Vließ kennzeichnet, dem er seit 1615 angehörte. Er trägt ein violettes Käppchen. Auffällig an der Frisur Wladislaws IV. ist ein dünner Zopf, der auf die linke Schulter fällt und dessen Ende von einer breiten Schleife zusammengehalten wird. Er war in zweiter Ehe mit Louise – Marie, Prinzessin von Gonzaga, Mantua, Montferrat und Nevers („Fille de France“, d.h. Prinzessin von Geblüht) vermählt. Die Trauung fand in Abwesenheit des Bräutigams im Jahre 1645 in der Kathedrale St. Denis statt. Dabei wurde der polnische König durch den Woiwoden von Posen, Christoph Graf Bnin Opalinski vertreten. Mehrmonatige Feierlichkeiten zogen Viele nach Paris, so auch den gefragten Genfer Miniaturmaler Paul Prieur (Um 1620 - 1682/83). Der umtriebige Hugenotte schuf dort zu dieser Zeit auch die Berliner Miniatur. Es wird sich dabei um ein diplomatisches Geschenk des polnischen Königs an den Großen Kurfürsten (Friedrich Wilhelm von Brandenburg) gehandelt haben, der im Jahre 1640 Wladislaw IV. den Lehnseid als Herzog von Preußen leistete und 1646 aus Anlass des Einzugs der aus Paris kommenden polnischen Königin Louise-Marie in Danzig anwesend war. Auf dem Contreémail der Miniatur ist in der Mitte ein von der Sonne gekrönter Obelisk auf vier Kugeln auf einem Postament geschildert. Traditionell als „Gloria dei principe“ (Ruhm des Prinzen) lesbar. Dem gesellt sich die Umschrift HONOR VIRTVTIS PRAEMIVM (Ehre ist der Lohn der Tugend). Die vorzügliche, auf einem Bildträger aus Gold gearbeitet, Berliner Emailminiatur eröffnet die Reihe von Paul Prieurs datierten Arbeiten. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. auf der Rückseite: HONOR VIRTVTIS PRAEMIVM (umlaufend); unten: prieur Fecit / 1645
Herrnbildnis
Gemäldegalerie
Bei dem Porträtierten handelt es sich vermutlich um einen Bewohner der Residenzstadt Berlin, den Thienpondt wohl „ad vivum“ malte. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. links im Grund: "Thienpondt px./Berlin 1761"
Porträt der Barbara Fugger
Kunstbibliothek
Freifrau Barbara Fugger (1577 - 1605), Tochter des Philipp Eduard Freiherr Fugger, Gemahlin des Philipp Fugger (1567 - 1601)
Porträt des Moritz, Prinz von Oranien, Graf von Nassau-Dillenburg, Statthalter von Holland und Zeeland
Kunstbibliothek
Moritz (niederländisch Maurits van Oranje), Prinz von Oranien, Graf zu Nassau-Dillenburg (1567-1625) im Plattenharnisch.
Porträt eines Herrn in Schaube und Kopfbedeckung
Kunstbibliothek
Brustbild eines Herrn in altdeutscher Kleidung (1525 - 1550). Der junge Mann, bekleidet mit einer Schaube, einem hellen Wams und einem dunklen Barett ist von links gesehen. Der Bildträger Metall ist für die deutsche Malerei im 16. Jahrhundert sehr ungewöhnlich. Auch die flüchtige Malweise passt nicht ins 16. Jahrhundert. Daher muß die Möglichkeit des Werkes eines Kopisten des 19. Jahrhunderts in Erwägung gezogen werden.
Porträt einer Frau mit schwarzer Haube und Blume in der Hand
Kunstbibliothek
Die hier Dargestellte, deren Gesicht von einem schwarzen Tuch gerahmt ist, ist in eine Art schwarzen Justaucorps, eigentlich ein Element der männlichen Bekleidung, und eine darunter getragene rote Weste gekleidet. Beide sind mit Knopfleisten versehen, der Oberrock ist geöffnet, an einem runden (Perlen)Knopf ist eine schmale Schleife gebunden. An der rechten Schulter sind Schulterbandschluppen befestigt, den Ärmelabschluß bilden Spitzenmanschetten und rote Schleifen. Das kopfbedeckende Tuch ist unter dem Kinn zu einem Knoten gebunden und mit Bandschleifen und einem Spitzentuch verziert. Die Kleidung der Dargestellten ist stark von der Rheingrafenmode beeinflusst. Sowohl die Rheingrafenmode als auch das kurze Wams, aus der ein Hemd hervorschaut, ist keineswegs ein Element der weiblichen Bekleidung. Die Bekleidungselemente, die auf eine weibliche Person hinweisen, sind in der Kopfbedeckung, in den Ohrringe und Goldketten am Handgelenk zu sehen. Die Nelke in der Hand, oft als Zeichen einer Vermählung zu lesen, wird von beiden Geschlechtern gehalten. Dieses Bildnis zeigt eine eigentümliche Vermischung von geschlechterspezifischen Kleidungsdetails. Auch eine Deutung als Reitkleidung, ein oft von der Herrenkleidung beeinflusster Stil, ist hier wohl auszuschließen. Die männlichen Kleidungselemente in dieser Darstellung lassen somit wohl auf eine Kostümierung, Aneignung oder ein Bildnis aus dem 19. Jahrhundert schließen. Text: S. de Günther
Porträt einer Frau als Diana
Kunstbibliothek
Allegorisches, höfisches Brustbild einer Dame, verkleidet als Diana, nach links blickend. Die pastos gemalte Frauengestalt trägt auf ihrem Rücken einen Köcher. Kennzeichnend für die Darstellung als Diana (Artemis) sind der Köcher, hier mit einem viereckigen, vermutlich samtbezogenen und mit Goldstickerei versehenen Abschluss, sowie das häufig rote, um die Schulter geführte Köcherband. Text: S. de Günther
Porträt einer Frau mit Halskrause, Hut und Haarschmuck
Kunstbibliothek
Die Proportionen der Dame entstellen ihr Bildnis derart, dass der Verdacht nahe liegt, es handele sich entweder um eine Karikatur oder um ein Übungsstück. Das Brustporträt zeigt eine Dame in einem weißen hochgeschlossenen Obergewand mit eingewebten floralen Elementen und prominenten goldfarbenen Ziernähten. Die Schulterpartie bis hin zu den Kanten des Steckers sind ebenfalls mit markanten herzförmigen Elementen aus dem weißen Obermaterial und goldfarbener Einfassung geschmückt. Eine vorne offener voluminöse Halskrause wird am Hinterkopf hoch geführt. Die Haare sin streng zurückgenommen und auf den Haaren ist ein kleiner roter Hut mit Krempe dargestellt, an dem ein umlaufendes Schmuckband sowie ein mit Perlen und einem Edelstein besetztes Pendant angebracht ist. Eine Halskette, eine Brustkette und ein Perlenohrring mit goldener Kreole bilden den Schmuck. Text: S. de Günther
Porträt einer Frau in schwarzem Gewand und Fazzoletto
Kunstbibliothek
Das Kniestück zeigt eine Dame in einem schwarzen, wohl bodenlangen Gewand. Ihre Rechte liegt auf der Brust, die Linke hält ein Spitzentaschentuch. Die Anmutung des Textils deutet auf das Obermaterial Pelz. Das weit ausgestellte gefütterte Gewand, eine Schaube, hat kurze Ärmel und wird vorne mittels Schlaufen geschlossen. Darunter trägt sie ein goldfarbenes Untergewand mit schmalen Ärmelmanschetten. Die kinnlangen rotblonden Haare bleiben unbedeckt. Text: S. de Günther
Porträt einer Frau in Wams mit geschlitzten Ärmeln
Kunstbibliothek
Darstellung einer Dame als Dreiviertelfigur von vorne gesehen. Sie trägt eine weite Halskrause und ein Spitzenhäubchen. Auffallend sind die weißen, geschlitzten Ärmel. In ihren gefalteten Händen hält sie eine Kette. Hinterfangen wird die Dame von einer an den Seiten heruntergängenden Draperie.