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Objekttyp: Miniaturmalerei
Ethnologisches Museum
Veröffentlicht in Jens Kröger: 2004. Islamische Kunst in Berliner Sammlungen, S. 199. Dortiger Abbildungstext: Porträt von Ali Murad Khan, despotischer Herrscher von Iran, in Bagdad 1785. Dieser Schah aus der kurzlebigen Zand-Dynastie verteidigte seine Ansprüche auf den persischen Thron von 1782 bis Februar 1785 gegen die erstarkende Kadscharenfamilie. Er wird mit Diener und Dienerin in der für diese Periode typischen Kleidung gezeigt. Eine Bagdadreise ist nicht für ihn belegt, sein Vater Muhammad Karim hatte 1776 Basra eingenommen. Es gehört zu der Reihe historischer und historisierender Porträts, die seit dem Ende der Safawidenzeit sowohl als Miniaturen wie auch als großformatige Ölgemälde verbreitet waren. Gleichzeitiges Albumblatt, Iran, Gouachefarben, französische Beischrift am oberen Rand.
Ethnologisches Museum
Veröffentlicht in Jens Kröger: 2004. Islamische Kunst in Berliner Sammlungen, S. 199. Dortiger Abbildungstext: Porträt von Süleyman Pascha Wesir, Gouverneur von Bagdad, 1785 (1783?). Der gebürtige Georgier war von 1779 bis 1802 osmanischer "Pascha" von Bagdad, Basra und Schahrazor, also dem südlichen Irak. Kurz zuvor hatten die Perser zeitweilig Basra erobert (1774-78), nachdem die irakischen "Mamluken" eine erhebliche Misswirtschaft in dieser osmanischen Provinz angerichtet hatten. Ihm wird hier von einer persisch gekleideten Dame und einem schwarzen Diener aufgewartet, der Blick geht auf Palmeninseln in einem Flussdelta, was eher zur Gegend von Basra passt. Gleichzeitiges Albumblatt, Iran, Gouachefarben, französische Beischrift am oberen Rand.
Ethnologisches Museum
veröffentlicht in Jens Kröger: 2004. Islamische Kunst in Berliner Sammlungen, S. 198. Dortiger Abbildungstext: Porträt von Taimur Khan, König von Kandahar und Teilen von Iran und Indien, in Bagdad 1785. Der Fürst, auch Timur Schah genannt, aus der afghanischen Herrscherfamilie der Durrani wird in hoheitsvoller Pose und mit der für Herrscher reservierten Reiherfeder an der phantasievollen Mütze gezeigt. Seine Gewandform ist kennzeichnend für Afghanistan, auch der Blick durchs Fenster auf eine gebirgige Landschaft. Assistiert von einem Diener mit persischem Turban, empfängt er einen Gesandten mit osmanischer Kopfbedeckung, der ihm demutsvoll ein Schreiben überreicht. In der Nachfolge von Nadir Schah hatten die Herrscher Afghanistans den Thron von Iran beansprucht. Iran wiederum hatte auch nach der osmanischen Eroberung des Irak 1638 stets Anspruch auf das Gesamtgebiet erhoben, so dass es denkbar ist, dass iranische Fürsten, auch wenn sie wie dieser selbst Sunniten waren, sich auf der Durchreise zu den schiitischen heiligen Stätten des Irak, insbesondere Nadschaf und Karbala, "porträtieren" ließen. Gleichzeitiges Albumblatt, Iran, Gouache-Farben, französische Beischrift am oberen Rand.
Frauen feiern das Holi-Fest auf einer Gartenteich-Terasse, Rahmen mit Blütenranken
Museum für Asiatische Kunst
Medaillon-Porträt des Moghulkaisers Shah Jahan (reg. 1628–1658), Rahmen mit floralen Ornamenten
Museum für Asiatische Kunst
Brustbildnisse der Moghulkaiser in Medaillons (Herrschergenealogie), Rahmen mit Blütenranken
Museum für Asiatische Kunst