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Objekttyp: Monatsbinde
Selenacare
Museum Europäischer Kulturen
Textile, waschbare Monatsbinde von "Selencacare" in schwarz. Die Binde wird mithilfe von Druckknöpfen an den seitlichen Flügeln um die Unterhose geknöpft. Sie besteht aus vier textilen Schichten mit den Materialien Polyester, Elasthan, Baumwolle und Polyurethan. Der Verkaufsschachtel beigefügt ist ein weißer, dicht verschließbarer und waschbarer Aufbewahrungsbeutel aus PEVA (Öko-Plast). Waschbare Stoffbinden, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland verbreiteten, blieben in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts die einzigen verfügbaren Monatsbinden. Erst ab den 1920er-Jahren setzten sich langsam industriell gefertigte Wegwerfbinden durch. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die Materialien immer weiter verbessert, selbstklebende Binden, sogenannte "Ultra-Binden" und Binden mit Flügeln wurden entwickelt. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts waren waschbare Stoffbinden vor allem im alternativen Milieu verbreitet. Ab den 2010er-Jahren erlebten die Stoffbinden unter den Stichworten "Müllvermeidung" und "Nachhaltigkeit" eine Renaissance. Die Binde von "Selenacare" war die erste waschbare Stoffbinde, die es ab 2019 bei der Drogeriekette Müller zu kaufen gab.
Violetta
Museum Europäischer Kulturen
Die in violett und blau bedruckte Faltschachtel aus Papier enthält eine Menstruationsbinde zur einmaligen Verwendung. Nur die Vorderseite der Packung ist bedruckt, zu lesen ist: "Reisepackung", "Violetta" und "Suwa". Kleine Markenzeichen des Herstellers "Suwa" zieren auch die beiden zu öffnenden kurzen Seiten. Die Menstruationsbinde im Inneren ist stark komprimiert. Sie besteht aus einem Strickschlauch mit überlangen Enden, der mit Zellstoff gefüllt ist. Für die Nutzung musste die Binde an einem um die Hüfte getragenen Bindengürtel befestigt werden. Die groben Maschen des Textilschlauches ermöglichten die Befestigung an Bindengürteln unterschiedlicher Systeme (mit Häkchen, Zähnen, Sicherheitsnadeln usw).