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Objekttyp: Moscheeampel (Lampe)
Museum für Islamische Kunst
Frei geblasene Moscheeampel mit drei applizierten Ösen am Bauch und mit mehrfarbiger Email- und Goldbemalung. Am Bauch und am sich konisch weitendem Hals verläuft ein großflächiges, blaugrundiges Inschriftenband. An der Schulter ist ein auf floralem Goldgrund ausgeführter Fries mit blauen Mehrpassbögen und mehrfarbigem floralem Dekor aufgelegt. An der Unterseite des Körpers verlaufen radiale Streifen, die in einem Fries mit mehrfarbigen Blüten enden. Der obere Inschriftenfries wird von ebensolchen Blütenbändern ober- und unterhalb begleitet. Die Inschrift ist eher allgemein gehalten und erwähnt nicht etwa den Namen eines Auftraggebers oder Herrschers: Die Inschrift am Körper erwähnt die Titel as-sultan, al-malik (der Sultan, der König) und danach mehrfach hintereinander das Wort: al-ʿalim (der Wissende). Auch die Inschrift am Hals lautet ähnlich. Daher wird davon ausgegangen, dass diese Moscheeampel nicht für einen bestimmten Bau von einem bestimmten Auftraggeber in Auftrag gegeben wurde. Zur Beleuchtung wurde die Lampe an Ketten, die an den Ösen am Bauch befestigt wurden, im Moscheeraum aufgehängt. Im Inneren der Lampe spendete wiederum ein kleines Ölgefäß Licht.
Museum für Islamische Kunst
Gebrauchskeramiken aus der westanatolischen Stadt Iznik (das antike Nicäa) in der heutigen Türkei gehören zu den bekanntesten Zeugnissen osmanischer Kunst, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch von Europäern gesammelt werden. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts werden in Iznik verschiedenartige Gefäße mit einem hellen, harten Scherben (Quarzfritte) hergestellt, auf den in unterschiedlichen Farben vor allem florale Dekore aufgetragen und mit einer transparenten farblosen Glasur überzogen wurden. Orientieren sich die frühen Iznik-Waren an chinesischem Blau-Weiß-Porzellan, so nimmt im Laufe des 16. Jahrhunderts die Palette an Farben und Dekoren deutlich zu. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts tritt zu Blau, Grün, Mangan und Schwarz ein charakteristisches, kräftiges Rot (sog. Bolus-Rot), das zumeist als Schlicker aufgetragen wurde und sich plastisch abhebt. Ampeln aus Glas, Metall und Keramik dienten der Beleuchtung von (religiösen) Gebäuden, speziell Moscheen, wie zahlreiche Glasampeln aus mamlukischer Zeit (13.-15. Jahrhundert) belegen. Großformatige Ampeln aus Keramik wurden indes nur in osmanischer Zeit hergestellt. Die große Moscheeampel mit Ringfuß besteht aus einem bauchigen Unterteil, an dem sich drei geschwungene Ösen zur Aufhängung mit Ketten befinden, sowie einem sich trichterförmig öffnenden Oberteil. Bauch und Hals weisen über Knotenmotive verbundene Kartuschen auf, die z.T. mit den Namen Allah und Muhammad gefüllt sind. Eine Bohrung im Fuß der Ampel lässt vermuten, dass dort ein Hängezierrat angebracht war.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Moscheeampel mit mehrfarbiger Email- und Goldbemalung. Der Körper der Lampe ist weit ausladend und läuft am Hals steil zusammen. Der Hals öffnet sich trichterförmig zum Rand hin. Am Körper sind sechs Ösen appliziert, an denen die Moscheeampel an Ketten aufgehängt wurde. Der Standfuß ist nicht mehr erhalten. Der Körper der Lampe wird fast vollständig von einem blaugrundigen Inschriftenband eingenommen. Die Buchstaben sind rot konturiert und ausgespart. Der Raum zwischen den Buchstaben ist mit ebenso ausgeführten Blättern gefüllt. Am Hals sind zwei kreisrunde, mehrfach gestaffelte Medaillons mit einer dreizeiligen Inschrift angebracht. Die Fläche dazwischen wird von Flechtbändern eingenommen. Zwischen Hals und Körper ist eine Zone eingefügt, in der sich grüne und rote Kreise abwechseln, deren Farben – im Gegensatz zum übrigen Dekor – im Inneren der Lampe aufgetragen wurden. Die Außenfläche ist mit zartem Dekor in Gold gefüllt. Auf dem großflächigen Boden des Körpers wechseln sich große kreisrunde Medaillons mit geometrischem Dekor und kleinere Medaillons mir floraler Füllung ab. Der Zwischenraum ist mit mehrfarbigen Blüten und zarter Goldbemalung gefüllt. Das Medaillon mit der dreizeiligen Inschrift am Hals nennt den Namen des Sultans al-Malik az-Zahir Saif ad-Din Barquq, der zwischen 1382 und 1399 unter anderem in Ägypten und Syrien regierte. Auch die Inschrift am Bauch der Lampe nennt ihn und wünscht ihm Ruhm und Sieg. Entsprechend kann die Lampe in seine Regierungszeit datiert werden; sie stammt wohl aus einem der von ihm in Auftrag gegebenen Bauten.
Museum für Islamische Kunst
Frei geblasene Moscheeampel auf hohem Fuß mit sechs applizierten Ösen am Bauch und mit blauer, gelber, grüner, weißer und roter Email- und Goldbemalung. Im oberen Bereich des Bauches und am sich konisch weitenden Hals verlaufen großflächige Inschriftenbänder. Das Inschriftenband am Bauch ist blaugrundig. Zwischen die rot konturierte, goldene Schrift ist floraler Dekor gestreut. Die blaue Inschrift am Hals läuft vor weißen Spiralranken mit farbigen Blättern. Zwischen den beiden Inschriften, auf der Schulter und am Halsansatz, verlaufen zwei rot konturierte goldene florale Dekorbänder. Die Unterseite des Körpers und der Fuß sind mit floralen Dekorbändern und Medaillons verziert. Die Inschrift am Bauch erwähnt den Namen des mamlukischen Sultan Malik an-Nasir Muhammad, der mit Unterbrechungen von 1293 bis 1341 regierte. Es ist wahrscheinlich, dass die Moscheeampel eine Auftragsarbeit für einen von ihm gestifteten, aber nicht weiter bekannten sakralen Bau in Kairo gewesen ist. Die Inschrift am Hals gibt den Lichtvers (Sure 24,35) wieder, der besonders für Lampen geeignet ist und auf zahlreichen Moscheeampeln Verwendung findet: „Allah ist das Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen mit einer Lampe darin…“ Zur Beleuchtung wurde die Lampe an Ketten, die an den Ösen am Bauch befestigt wurden, im Moscheeraum aufgehängt. Im Inneren der Lampe spendete wiederum ein kleines Ölgefäß Licht.
Museum für Islamische Kunst
Frei geblasene Moscheeampel mit sechs applizierten Ösen am Bauch und mit blauer, gelber, weißer und roter Email- und Goldbemalung. Am gestauchten Bauch verläuft ein großflächiges, blaugrundiges Band mit rot konturierter, goldener Inschrift vor Spiralranken. Die Inschrift wird durch die von undekorierten mandelförmigen Medaillons umfangenen Ösen unterbrochen. Am sich konisch weitendem Hals findet sich auf goldenem Grund eine blaue Inschrift vor weißen Spiralranken mit polychromem Blattwerk. Blütenbänder begleiten diesen Inschriftenfries ober- und unterhalb. An der Schulter, zwischen den beiden Inschriften, ist ein auf floralem Goldgrund ausgeführter Fries mit blauen Mehrpassbögen und mehrfarbigem floralem Dekor aufgelegt. Der untere Teil der Moscheeampel weist drei kreisrunde rot konturierte und goldbemalte Medaillons mit zentralem Inschriftenband auf. Die Flächen dazwischen sind mit rot konturiertem goldenem Rankengrund und polychromen Blüten gefüllt. Die preisenden Inschriften am Hals, Bauch und in den kreisförmigen Medaillons gelten dem mamlukischen Sultan Malik an-Nasir Muhammad, der mit Unterbrechungen von 1293-1341 regierte. Es ist wahrscheinlich, dass die Moscheeampel eine Auftragsarbeit für einen von ihm gestifteten, aber nicht weiter bekannten sakralen Bau in Kairo gewesen ist. Zur Beleuchtung wurde die Lampe an Ketten, die an den Ösen am Bauch befestigt wurden, im Moscheeraum aufgehängt. Im Inneren der Lampe spendete wiederum ein kleines Ölgefäß Licht.
Museum für Islamische Kunst
Getriebene und gelötete Moscheeampel aus Kupfer mit graviertem/ziseliertem und durchbrochenem Dekor. Die große Lampe besteht aus drei Teilen: dem vasenförmigen Körper mit ausgestelltem Hals, einem flach gewölbten Aufsatz und einem glockenförmigen Anhänger mit profiliertem Schaft. Den Übergang vom Bauch zum Hals markieren zwei Profile. Am Rand des Halses wurden drei Vögel angelötet. An ihnen sind Ketten befestigt, die zusammen mit drei weiteren Ketten mit dem Aufsatz verbunden sind. Am Aufsatz selber befindet sich ein Ring, der zum Aufhängen an der Decke gedacht ist. Der Korpus wird unten mit dem Anhänger verschlossen. Der eigentliche Lampenkörper ist durchbrochen gearbeitet in einem Dekor aus Lotusranken. Dazwischen sind auf dem Hals und dem runden Lampenkörper drei Reihen von Medaillons eingraviert. Sie zeigen Porträts von Männern in einem Rahmen aus Rankenwerk. Die Durchbrucharbeiten illuminieren den Raum in der Art der Verzierung und verleihen ihm somit einen besonderen Charakter.