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Objekttyp: Ofenfigur
Liegende Sphinx als Ofenfigur
Kunstgewerbemuseum
Eine detaillierte Beschreibung und Charakterisierung der Figur hat Christiane Keisch im Berliner Katalog von 2001 vorgenommen: "Eine kräftig modellierte, gesattelte Sphinx mit Löwenpranken. Der weibliche Kopf, dem Betrachter zugewendet, das Haar mit hohem Diadem geschmückt, sonst unbemalt. Der Körper mit kupfergrün staffiertem Sattelzeug belegt. Die Gestaltung einer solchen Figur entspricht der Mode des 17./18. Jahrhunderts und der Begeisterung für alles Exotische am Berliner Hof um 1700. Sphingen waren als Gartenplastk beliebt und schmückten Portale wie Grotten. Die hier gezeigte ließ sich als Ofenplastik identifizieren. Die Umsetzung ins plastische Kleinformat hatte man bisher der Wolbeer-Werkstatt zugeschrieben, obwohl die Farbigkeit eher auf ein Erzeugnis Funckes hinweist. Zu beiden Hypothesen gibt es bislang keinerlei Belege. Beide Werkstätten haben für den brandenburgischen Hof und im weiteren Sinne auch für den brandenburgischen Adel gearbeitet, und beide waren dem Barockthema verpflichtet." Keine Marke. Lit.: Kat. Berlin 1976, Fayencen, Kat. Nr. Kat. 43; Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen". Fayence, Glas und Tapisserien aus der Frühzeit Brandenburg-Preußens 1680-1720, Kat. Nr. 61 ClKa
Atlant
Kunstgewerbemuseum
Zu welchen technisch wie künstlerisch gleichermaßen beachtlichen großplastischen Leistungen die Hafner im 17. Jahrhundert fähig waren, zeigen zwei schwarz glasierte Trägerfiguren von einem Ofen aus der Nürnberger Leupoldwerkstatt (Inv. Nr. K 1654 und K 1655). Sie entsprechen im Grundaufbau und in ihrer Figurenauffassung den Atlanten an dem 1662 datierten und signierten Ofen des Andreas Leupold († 1676) im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg so weitgehend, dass eine Zuschreibung an diesen damals sehr berühmten Nürnberger Hafner nahe liegt, der noch Generationen später als „im Mahlen und Poßieren [...] einer der geschicktesten“ gepriesen wurde. LL
Atlant
Kunstgewerbemuseum
Zu welchen technisch wie künstlerisch gleichermaßen beachtlichen großplastischen Leistungen die Hafner im 17. Jahrhundert fähig waren, zeigen zwei schwarz glasierte Trägerfiguren von einem Ofen aus der Nürnberger Leupoldwerkstatt (Inv. Nr. K 1654 und K 1655). Sie entsprechen im Grundaufbau und in ihrer Figurenauffassung den Atlanten an dem 1662 datierten und signierten Ofen des Andreas Leupold († 1676) im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg so weitgehend, dass eine Zuschreibung an diesen damals sehr berühmten Nürnberger Hafner nahe liegt, der noch Generationen später als „im Mahlen und Poßieren [...] einer der geschicktesten“ gepriesen wurde. LL