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Objekttyp: Patenbrief (Faltbrief)
Museum Europäischer Kulturen
Quadratisches Stück Papier, dessen Ecken entsprechend den Darstellungen zweimal gefaltet werden. Auf Vorderseite Eltern mit Kind, Patin und Pfarrer an Taufstein. Innere Ecken mit wichtige Szenen aus dem Leben Jesu: Christus als Kind, Taufe, am Kreuz, Auferstanden. Äussere Ecken Evangelisten. Innenseite Sprüche, Strophe. Verleger: Waldenburg zu finden bei Carl Gotthilf Hofmann. Handschriftlich: Christian Gottlieb Walther Kleinkugel den 14. Januar. Anno 1827 In der Mitte des Faltbriefes steht die Taufszene in der üblichen Form mit dem Pfarrer, den Eltern, dem Knd und einer Patin. Darüber ist die Dreifaltigkeit dargestellt: Gottvater, Sohn und Heiliger Geist. Die inneren Eckfelder zeigen wichtige Szenen aus dem Leben Jesu, beginnend links: Maria mit dem Kind, die Taufe Jesu, Kreuzigung und Auferstehung. In den äußeren Eckfeldern sind die vier Evangelisten dargestellt. Auf der Innenseite stehen gedruckte Wünsche in Reimform und der handschriftliche Eintrag des Paten: "Christian Gottlieb Walther Kleinkugel den 14. Januar. Anno 1827". Hofmann schuf Kupferstiche und später Faltbriefe, deren Verbreitung über Sachsen und Schlesien hinausgingen.
Museum Europäischer Kulturen
Papierquadrat, dessen Ecken entsprechend den Darstellungen zweimal geknifft werden. Im Mittelfeld Taufszene: Zwischen Säulen der Pfarrer, zwei Männer und eine Frau am Taufstein. Darüber das Auge Gottes. Die inneren Ecken zeigen vermutlich die personifizierten Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung, wenngleich die Attribute nicht eindeutig verteilt sind. Sie sind hier ergänzt worden durch einen knienden betenden Mann im oberen Feld, der hier vielleicht für den später erwachsenen und an den Tugenden sich orientierenden Täufling steht. In den äußeren Eckfeldern sind die vier Evangelisten dargestellt. Die Rückseite enthält außer Versen einen formularartigen Vordruck, der den Patenbrief auch als Geburtsurkunde ausweist. Darunter zwei gedruckte Bibelverse. Taufzeuge B. W. Eschel Unruhstadt, 14. Juli 1829.
Museum Europäischer Kulturen
Papierquadrat, dessen Ecken entsprechend den Darstellungen zweimal umgefaltet werden. Einteilung in acht kleinere dreieckige Felder mit konzentrisch angeordneten Bildern. Glücks- und Segensspruch auf Rückseite. In der Mitte Taufszene, zwei Männer eine Frau und Pfarrer am Taufstein. Taufgitter mit Tuch verkleidet. Taufgitter im Hintergrund, die Taube des Heiligen Geistes in den Wolken. In den umgebenden Feldern sind weibliche Figuren mit Attributen dargestellt, die die christlichen Tugenden personifizieren: oben die Liebe (Caritas) mit einem Kind auf dem Arm, links der Glaube (Fides) mit einem Kreuz und einem Kelch, unten die Hoffnung (Spes) mit einem Anker. Diese drei christlichen Tugenden wurden häufig durch eine weitere aus der Gruppe der Tugenden ergänzt: die Geduld (Patientia), hier rechts dargestellt mit einem Lamm. In den äußeren Eckfeldern folgen vier Hauptszenen aus dem Leben Christi: die Geburt, der Einzug in Jerusalem, die Kreuzigung und die Auferstehung. Die Darstellungen sind unsauber koloriert. Auf der Rückseite, die beim Auffalten zum Vorschein kommt, ist ein Glücks- und Segenswunsch in vier Strophen gedruckt: "Geboren 9ten September 1817, getauft 13ten September 1817. Pathe Rosina Elimann."