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Objekttyp: Perle (Kleinkunst / Schmuck)
Länglich, ovale Perle des Parii
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die große längliche Perle aus Karneol trägt auf beiden glatten Seiten eine eingeritzte Inschrift. Zwischen zwei senkrechten Linien stehen der Name und der Titel des Verstorbenen: „Vorsteher der Goldschmiede Parii“. Dieser Name ist mehrfach im Neuen Reich belegt und spricht für eine Datierung des Objekts in diese Zeit. Die beiden anderen Seiten der Perle zeichnen sich durch ein fein „geripptes“ Profil aus. Die Perle gehörte zur Grabausstattung des Parii und wird aufgrund ihrer Größe und sorgfältigen Bearbeitung als seweret-Perle bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Amulett, welches den Namen des Verstorbenen schützte. Das Wort seweret bedeutet „die Großgemachte“ und bezieht sich auf die größte Perle einer Kette. Sie wurde meist auf ein Lederband aufgezogen und manchmal von zwei zylindrischen Perlen flankiert. Grabfunde zeigen, dass sie entweder um den Hals der Mumie gelegt oder auf deren Mumienbinden befestigt. (M. Jung)
Vier große Kugelperlen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Objekte aus glasiertem Stein sind zwar aus Ägypten für einen langen Zeitraum belegt, jedoch kommen sie nie in besonders hoher Stückzahl vor. Anders ist es im nubischen Kerma, wo sie zudem auf eine ausgesprochen hoch entwickelte Handwerkskunst schließen lassen. Als Rohstoffe dienten Kupferoxid, Quarzit, Kristall und Holzkohle. Der Ausgräber George A. Reisner vermutete in Kerma einen wichtigen Herstellungsort glasierter Steinobjekte. Diese vier kugelförmigen Perlen fanden sich zusammen mit einer der Nebenbestattungen im Grabtumulus K IV.