39 Ergebnisse
Objekttyp: Plakette
Bildnis Wilhelm III. von England
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der aus Frankreich, vermutlich aus Dieppe stammende Bildschnitzer Jean Cavalier war vornehmlich auf Porträtmedaillons in Elfenbein spezialisiert. Als verfolgter Hugenotte (französischer Protestant) verließ er sein Heimatland noch vor der Aufhebung des Edikt von Nantes (1685), das den calvinistischen Protestanten unter König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) seit 1598 Schutz gewährt hatte. Sein Exil führte ihn an viele deutsche Fürstenhöfe, aber auch nach Wien, Kopenhagen, vor allem aber auch an den Königlichen Hof von Stockholm (ab 1694/95) wo er mit seinen virtuos geschnittenen und fein nuancierten Porträtmedaillons reüsierte. Hans-Ulrich Kessler Das hier vorgestellte Bildnismedaillon zeigt Wilhelm III. von Oranien als König von England (Krönung am 21. IV. 1698), wie die Umschrift in erhabenen Kapitälchen dokumentiert: REX GVLIELMUS. III. D. G. MAG. BRIT. FRANC. & HIB. REX. (Rex Wilhelm III, Dei Gratia Magnae, Franciae & Hiberniae Rex). Das ausdrucksstarke Profil mit der ausdrucksstarken Hakennase ist nach rechts ausgerichtet, imposant ist die hoch aufgetürmte Allongeperücke, dessen gelocktes Haar seitlich über den metallenen Harnisch fällt. Ferner trägt er ein Spitzenhalstuch - das sogenannte Jabot - und das seitlich an einer Scherpe befestigte Georgsmedaillon, dem Kleinod des Hosenbandordens. Dieser war ihm am 1. Januar 1690 verliehen worden, nachdem er mit seinem Neffen Friedrich III. von Brandenburg für die Allianz mit Kaiser Leopold I. gegen das katholische Frankreich gewann. Das Porträtmedaillon dürfte somit 1690 aus Anlass der Verleihung entstanden sein, ist der Orden doch repräsentativ im Rund des Medaillons inszeniert.
Der Tod und das Mädchen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Tod und die Vergänglichkeit des Lebens (vanitas) waren schon immer ein wichtiges Thema der Kunst gewesen, das jedoch seit dem 14. Jahrhundert mit der Gestalt des agierenden Skeletts eine neue Dimension erfuhr. Das von dem Augsburger Bildschnitzer Hans Schwarz gefertigte Medaillon gehört zu den berühmtesten seiner Art. Der Tod – halb Skelett, halb verwesendes Fleisch – hat ein schönes nacktes Mädchen wie ein fordernder Liebhaber an Schulter und Arm an sich gezogen. Verlegen wendet sie sich von ihm ab, zugleich ihre gefalteten Hände ihm flehentlich entgegenstreckend. Doch der Tod macht weder vor Jugend noch Schönheit halt, vor ihm sind alle Menschen gleich. Die drastische Darstellung forderte die Betrachter zu einem bewussteren Leben auf, nach der Devise jener Zeit: »Lebe, aber eingedenk des Todes, denn die Stunde flieht.«
Heiliger Hieronymus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der heilige Hieronymus ist auf dem Relief als büßender Einsiedler in Dreiviertelfigur dargestellt. Lediglich mit einem Tuch bekleidet, das die linke Schulter frei lässt, hält er in seiner Linken ein Buch und in seiner Rechten einen Stein, um sich an die Brust zu schlagen. An einem Baum hängt Schreibgerät. Das in späterer Zeit mit einem pechartigen Lack versehene Relief ist zusammen mit drei anderen Medaillons, die den heiligen Antonius Abbas (Sammlung des Fürsten von Liechtenstein) sowie den heiligen Sebastian und Johannes den Täufer (beide National Gallery Washington) zeigen, geschaffen worden. Möglicherweise waren alle in den Rahmen eines Altares eingesetzt. Die in ihren unterschiedlichen Höhen fein abgestufte, impressionistisch gestaltete Oberfläche weist nur wenige Spuren einer Ziselierung auf.
Plakette in Form einer Kartusche mit Putto
Kunstgewerbemuseum
"Stehender Engelsputto mit Kreuzstab in geschwungenem Knorpelwerkrahmen mit Masken. Der sehr flache Abguß läßt nicht genau erkennen, worauf der Engelsputto steht, und was er in seiner hocherhobenen Rechten hält." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 222 MAKR
Victoria Dacica
Kunstgewerbemuseum
"In der Mitte die stehende Victoria, einen Lorbeerkranz in der Rechten emporhaltend, daneben erhaben VICTORIA DACICA. Mit der Linken faßt sie die gesenkte Fackel des Krieges.Neben ihr hocken am Boden zwei gefesselte Gefangene, hinter ihnen ein Trophäenbündel. Die Plakette, die als Bleiabguß auch in München, BNM, u. ö., vorkommt, bildet die Reversdarstellung einer Medaille auf Kaiser Maximilian II. Sie spielt auf die Türkenfeldzüge des Kaisern in Ungarn (Dacien) an." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 280 MAKR
Ovale Plakette mit einem Löwen in Landschaft
Kunstgewerbemuseum
"Hochgestaffelte Landschaft mit Gebäuden im Mittelgrund, im Hintergrund Gebirge, oben Wolken. Die Mitte nimmt ein hoher Baum ein, links davon ein aufrecht gehender, brüllender Löwe. Schmaler Rand." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 213 MAKR
Ovale Plakette mit Venus und Amor
Kunstgewerbemuseum
"Venus und Amor, am Ufer rechts zum Wasser eilend, im Hintergrund eine Stadt, oben am Rande das Tierkreiszeichen der Fische. Der Raub der Europa. Rechts wird die entführte Europa von einem Stier durch ein Gewässer davongetragen. Am Ufer links drei hinterhereilende weibliche Gestalten. Oben etwas verrieben das Tierkreiszeichen des Stieres. Beide Plaketten mit schmalem Rand. Die beiden Plaketten gehören zu einer Folge mythologischer Reliefszenen - darunter Castor und Polux, Chiron, Helle, Herkules u. a. - mit Tierkreiszeichen." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 277-278 siehe auch K 6063 MAKR
Runde Plakette mit Kriegern
Kunstgewerbemuseum
Drei Berittene mit großen Hüten und wehenden Mänteln nach links reitend, nach hinten gestaffelt. Im Vordergrund steiniger Boden. Berittener Offizier nach links von zwei Kriegern zu Fuß begleitet. Der erste Begleiter mit Gewehr, der Reiter mit Lanze (?) und gebogenem Schwert, der zweite Begleiter, vom Pferd halb verdeckt, hinterher eilend. Oben am Rand Sonnenstrahlen. Beide Plaketten gehören vermutlich trotz des abweichenden Formates zu einer Serie, die ursprünglich wohl noch weitere Stücke umfaßte." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 223-224 (siehe auch K 5872) MAKR
Rechteckige Plakette mit dem Opfertod des Marcus Cutius
Kunstgewerbemuseum
"Leicht gewandeter, mit Helm, Schwert und Schild gewappneter Reiter, nach links in die Flammen springend. Im Hintergrund Architektur, rechts ein hinter einer Säule hervorschauender Krieger." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 209 MAKR
Teil einer runden Plakette mit dem Opfertod des Marcus Curtius
Kunstgewerbemuseum
"Reiter mit erhobenem Schwert nach links in die Flammen sprengend. Im Hintergrunde rechts zwei weibliche Gestalten. Der Hintergrund über den Gestalten ist ausgeschnitten, das volle runde Format zeigt eine sonst genau übereinstimmende Replik aus dem Amerbach-Kabinett des Historischen Museums in Basel." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 207 MAKR
Vulkan schmiedet die Pfeile des Amor
Kunstgewerbemuseum
"Vulkan am Amboß sitzend, schwingt mit der Rechten den Hammer, in der Linken hält er mit der Zange eine Pfeilspitze. Neben ihm steht Amor mit Bogen und Köcher, rechts sitzt Venus. Im Hintergrund links die Feueresse, Blasebalg und Werkzeuge, in der Mitte ein Baum." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 228 MAKR
Rechteckige Plakette mit Jahreszeitendarstellung
Kunstgewerbemuseum
Drei Reliefstreifen mit Szenen aus dem Landleben und allegorischen Jahreszeiten-Darstellungen (in der oberen rechten Ecke, durch einen Wolkenschleier abgesetzt, jeweils das Tierkreiszeichen): Kornernte und ländliches Mahl, im Hintergrunde zwei Burgen, "Jundfrau", Schlachtfest, links Herd und Gemäuer, in der Mitte wird ein Schwein geschlachtet, auf der rechten Seite ein Lamm, "Steinbock", allegorische Darstellung des Winters, personifiziert durch "Wind" und "Kälte", links männliche Gestalt auf Gefährt mit Pferdegespann, und rechts frierender Mann in einer Ruine vor einem Feuer sitzen, "Wassermann". Die drei Plaketten gehören zu einer bislang unbekannten Serie von Monatsdarstellungen, von der Abformungen auch auf Nürnberger Goldschmiedearbeiten des 16. Jahrhunderts vorkommen. aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. 191-193 siehe auch K 5621 und K 5623 MAKR
Runde Plakette mit Kriegern
Kunstgewerbemuseum
Drei Berittene mit großen Hüten und wehenden Mänteln nach links reitend, nach hinten gestaffelt. Im Vordergrund steiniger Boden. Berittener Offizier nach links von zwei Kriegern zu Fuß begleitet. Der erste Begleiter mit Gewehr, der Reiter mit Lanze (?) und gebogenem Schwert, der zweite Begleiter, vom Pferd halb verdeckt, hinterher eilend. Oben am Rand Sonnenstrahlen. Beide Plaketten gehören vermutlich trotz des abweichenden Formates zu einer Serie, die ursprünglich wohl noch weitere Stücke umfaßte." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 223-224 (siehe auch K 5870) MAKR
Rechteckige Plakette mit Orpheus unter den Tieren
Kunstgewerbemuseum
"Orpheus unter den Tieren. In der Mitte der Darstellung sitzt auf einem Baumstumpf der fiedelnde Orpheus, umgeben von Tieren. Der Hintergrund von einer späteren Hand roh gepunzt. Unter der gerahmten Szene ein Blattfries." zugeschrieben dem "Meister mit dem Blattfries" aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat Nr. 185 (hier falsche Inv. Nr. K 5868) MAKR
Der Evangelist Markus an einem Tisch
Kunstgewerbemuseum
"Geflügelter hl. Markus, nach links gerichtet, an einem Tisch schreibend, vor ihm der geflügelte Löwe. Aus einer Folge der vier Evangelisten, die auch zu viert auf einer Tafel vereint vorkommen." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 183 MAKR
Rechteckige Plakette mit Eberjagd
Kunstgewerbemuseum
"Friesartige Darstellung einer Eberjagd in einer Waldlandschaft. Links ein Jäger mit zwei Hunden, einem Berittenen folgend, der zum Stoß gegen einen von mehreren Hunden angefallenen Eber ausholt. Rechts springt ein Hund davon. Zu der Darstellung der Eberjagd ist als Gegenstück eine Hirschjagd bekannt, die ebenfalls als Bleiabguß vorkommt und auch als Goldschmiedemodell, z. B. an zwei Pokalen aus dem Lüneburger Ratssilber in Berlin, KGM, Verwendung fand (Inv.Nr. 74,382 und 74,383)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 194 MAKR
Rechteckige Plakette mit Jahreszeitendarstellung
Kunstgewerbemuseum
Drei Reliefstreifen mit Szenen aus dem Landleben und allegorischen Jahreszeiten-Darstellungen (in der oberen rechten Ecke, durch einen Wolkenschleier abgesetzt, jeweils das Tierkreiszeichen): Kornernte und ländliches Mahl, im Hintergrunde zwei Burgen, "Jundfrau", Schlachtfest, links Herd und Gemäuer, in der Mitte wird ein Schwein geschlachtet, auf der rechten Seite ein Lamm, "Steinbock", allegorische Darstellung des Winters, personifiziert durch "Wind" und "Kälte", links männliche Gestalt auf Gefährt mit Pferdegespann, und rechts frierender Mann in einer Ruine vor einem Feuer sitzen, "Wassermann". Die drei Plaketten gehören zu einer bislang unbekannten Serie von Monatsdarstellungen, von der Abformungen auch auf Nürnberger Goldschmiedearbeiten des 16. Jahrhunderts vorkommen. aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. 191-193 siehe auch K 5621 und K 5622 MAKR
Rechteckige Plakette mit Bärenjagd
Kunstgewerbemuseum
"Bärenjagd. Links ein gestürzter Jäger, von einem Bären angefallen, auf den zwei Hunde losgehen. Rechts sprengt ein Reiter mit einem Spieß ausholend heran, der von einem weiteren Hund begleitet wird. Im Hintergrunde eine hügelige Landschaft, ein Baum und eine Stadt. Eberjagd. Auf der rechten Seite ein von mehreren Hunden gestellter Eber, dem, mit ausgeholtem Jagdspieß, ein leicht bekleideter Jäger zu Fuß nachsetzt. Im Hintergrunde Landschaft, unten steiniger Boden. Stierjagd. Links ein heranstürmender behelmter Jäger mit wehendem Schleier, in der Rechten ein Schwert haltend, der auf einen von mehreren Hunden angefallenden Stier losgeht. Steiniger Boden im Vordergrund, hinten waldige Landschaft und Gebäude. Während die Plakette mit der Bärenjagd einen sehr scharfen Abguß darstellt, zeigen die beiden anderen Jagdszenen ein stark abgeriebenes Relief. Das Relieffeld jeweils mit schmalem Rand. Die drei Abgüsse gehören zu einer Plakettenfolge von mindestens acht Darstellungen, zu denen außer den aufgeführten noch folgende gehören: Zwei Löwenjagden, Wolfsjagd, Hirschjagd und Hasenjagd. Silberabgüsse begegnen als Dekor auf Arbeiten des Matthias Wallbaum, so z. B. die Hirschjagd und die Bärenjagd auf einem Kunstschrank in Berlin (Köpenick), KGM (Inv. Nr. K 2776)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 243-245 siehe auch K 5938 a,b Der Kunstschrank von Matthias Walbaum (K 2776) ist zurzeit in der ständigen Ausstellung des KGM im Haus am Kulturforum zu sehen. MAKR
Plakette mit dem Planetengott Sol
Kunstgewerbemuseum
"Das kleine, stark abgeriebene und oben abgerundete Relief nimmt die stehende Gestalt des Planetengottes Sol ein. Die gekrönte und gepanzerte Figur hält in der Rechten einen Dreizack, in der Linken den Stab mit dem Sonnenantlitz. Zu ihren Füßen im Hintergrund ein liegender Löwe. Die vermutlich zu einer Serie der sieben Planetengötter gehörende Plakette ist vielleicht augsburgischen Ursprungs." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 231 MAKR
Rechteckige Plakette mit Verkündigung
Kunstgewerbemuseum
"Im Vordergrung rechts sitzt Maria vor einem Betpult, nach oben aufblickend, wo in einer Wolke der Verkündigungsengel erscheint. Über Maria die Taube des Hl. Geistes. Im Vordergrund eine Blumenvase und perspektivische Raumandeutung. Schmaler Rand. Die Darstellung gehört mit einer "Flucht nach Ägypten" zu einer Plakettenfolge, die in Silbergüssen als Dekor auf Kabinetten bzw. Altärchen des Matthias Wallbaum begegnen." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 234 b) ein zweites Exemplar 1903 abgegeben MAKR
Adolf von Hildebrand. Plakette
Alte Nationalgalerie
Lobachs Plakette zeigt im strengen Profil nach rechts gewandt Adolf von Hildebrand (1847–1921), die zum Entstehungszeitpunkt der Arbeit fast siebzigjährige Schlüsselfigur der Münchner Bildhauerei. Die Reliefauffassung sowie das Verhältnis des Porträts zu Inschrift und Bildfeld zeigen die Schulung an Werken Hildebrands und seines Kreises. Neben weiteren Medaillen und Plaketten fanden Lobach vor allem durch seine „famose Mommsen-Bronze“ ([Archäologisches], in: Kunstchronik, Neue Folge, 19. Jg. [1908], H. 28, S. 493; vgl. das Bildnis „Theodor Mommsen“, 1902/1903, B I 201) Anerkennung und sein Schaffen eine weitere Verbreitung. Der Bildhauer war nach einer Italien-Reise in das Atelier Madeleine Jouvrays, einer Schülerin Auguste Rodins, in Paris eingetreten, seit 1902 schuf er in Berlin überwiegend Porträts. | Yvette Deseyve und Bernhard Maaz
Rechteckige Plakette mit Jahreszeitendarstellung
Kunstgewerbemuseum
Drei Reliefstreifen mit Szenen aus dem Landleben und allegorischen Jahreszeiten-Darstellungen (in der oberen rechten Ecke, durch einen Wolkenschleier abgesetzt, jeweils das Tierkreiszeichen): Kornernte und ländliches Mahl, im Hintergrunde zwei Burgen, "Jundfrau", Schlachtfest, links Herd und Gemäuer, in der Mitte wird ein Schwein geschlachtet, auf der rechten Seite ein Lamm, "Steinbock", allegorische Darstellung des Winters, personifiziert durch "Wind" und "Kälte", links männliche Gestalt auf Gefährt mit Pferdegespann, und rechts frierender Mann in einer Ruine vor einem Feuer sitzen, "Wassermann". Die drei Plaketten gehören zu einer bislang unbekannten Serie von Monatsdarstellungen, von der Abformungen auch auf Nürnberger Goldschmiedearbeiten des 16. Jahrhunderts vorkommen. aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. 191-193 siehe auch K 5622 und K 5623 MAKR
Runde Plakette mit Wappenlöwe
Kunstgewerbemuseum
"Aufrecht schreitender Löwe nach rechts. Pranken, Mähne und Schwanzquaste ornamental gebildet. Eine weitgehend übereinstimmende Gestaltung des heraldischen Löwen begegnet auf Dürers Kupferstich "Das Löwenwappen mit dem Hahn". aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 181 MAKR
Runde Plakette "Der Glaube"
Kunstgewerbemuseum
"Weibliche Halbfigur, die rechte Hand auf die mit einem Mantel drapierte Brust legend, der leicht nach oben gerichtete Kopf mit Strahlennimbus. Im Hintergrund Landschaft mit Burg und Gebirge, Baum und Kreuzen. Schmaler gewölbter Rand. Abguß eines getriebenen Reliefs von einem Buchbeschlag (?)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 246 MAKR
Runde Plakette mit Hermes
Kunstgewerbemuseum
"Ceres. Sitzende kurzgewandete weibliche Figur, in der Linken eine Korngarbe, mit der Rechten einen auf dem Kopf aufliegenden Früchtekorb haltend. Zu ihrer Rechten eine Ziege, zur Linken ein Krug, im Hintergrund ein Baum und eine Landschaft. Hermes. In den Wolken mit Windgöttern schwebende männliche Gestalt mit Helm, Panzer und Flügelschuhen, in der Rechten den Caduceus, unter ihm das Meer mit Felsen, Schiff und Küste. Beide mit schmalem Rand, oben durchbohrt. Die beiden hier zusammengestellten Plaketten gehören vermutlich zu zwei Plakettenfolgen des Paul Hübner, der verwandte Darstellungen dieser Art - Götterfiguren, Jahreszeitenallegorien, Darstellungen der vier Elemente und der Tugenden - auf den zahlreichen silbervergoldeten Kredenzen in Florenz, Palazzo Pitti und in London, Britisches Museum, als Schalenböden verwendet hat." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, Kat. Nr. 229-230 (siehe K 5761) MAKR
Der Evangelist Matthäus an einem Pult
Kunstgewerbemuseum
"Geflügelter hl. Matthäus, an einem Lesepult sitzend, nach rechts: vor ihm ein kleiner Putto. (...) Aus einer Folge, der vier Evangelisten, die auch zu viert auf einer Tafel vereint vorkommen." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 182 MAKR
Maria mit Kind und Engeln
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
After Donatello? Virgin and Child with Seven Angels Bronze 18 X 17.5 x 2 cm The gilt wood frame that was around the relief until WWII is in the storage of the Bode-Museum. At the bottom of the bronze relief, coat of arms of the Pazzi family. Berlin, Staatliche Museen, Skulpturensammlung, Inv. SKS 2847. Bode-Museum, storage. Provenance Florence, Stefano Bardini (1904); Berlin, Skulpturensammlung/Kaiser-Friedrich-Museum (1904-1939); Berlin, storage (1939-1945); Merkers, storage (1945); Wiesbaden, Central Collecting Point (1945-1956); West Berlin, Skulpturensammlung/Museum Dahlem (1956-1990); Berlin, Skulpturensammlung/Museum Dahlem (1990-1997); Berlin, storage (1997-2006); Berlin, Skulpturensammlung/Bode-Museum (since 2006). Acquisition Gift of Mrs. Oskar Hainauer, 1904. Acquisition file: I. 3275 04 (now missing). Other version • Paris, Musée du Louvre, Inv. 9149. Bronze, diameter: 18 cm. Comment This work represents a seated Virgin and Child surrounded by a notable number of angels and cherubs: five angels play various instruments, two other are carrying a garland, while three cherubs are represented at the top of the composition. The work is closely related to a relief in the Musée du Louvre (Inv. 9149) which is similar except for the coat of arms of the Florentine family at the bottom (Pazzi in Berlin; Capponi in Paris). The Virgin’s pose and the garland are found in a relief by Donatello in the Kunsthistorisches Museum in Vienna (see a closer derivation in Berlin, Inv. SKS M 7). The crowd of angels calls to mind other inventions by Donatello (see for instance the sketch of the Virgin and Child with five Angels, also in Berlin Inv. SKS M 88). For all of these reasons, Wilhelm Bode attributed the relief to Donatello himself (Bode 1908, 1921, and 1925). However, some weaknesses in the treatment of the anatomies – especially in comparison to the gilt bronze relief in Vienna – have hindered many art historians from accepting this attribution (even Bode and Tschudi 1888 were more cautious). The comparison with the Lombardi monument in the Sacristy of Santa Croce, Florence, has often been made, as the faces do look somewhat similar; however, the difference of technique and scale should refrain from a too close comparison. Radcliffe and Avery 1976, ed. 1988 have suggested the name of the sculptor Maso di Bartolomeo (see Mozzatti 2010, who is more cautious). The possibility remains that the relief (and the one in the Louvre) derives from a model in wax designed by Donatello, which was then cast and chiseled by another (less gifted) Florentine artist. According to Mike Riddick (written communication, January 2016) the Berlin version may be a severely debased aftercast, heavily reworked after the Louvre prototype. Literature Bode and Tschudi 1888 Wilhelm Bode and Hugo von Tschudi (eds.), Beschreibung der Bildwerke der christlichen Epoche, Berlin, W. Spemann, 1888, p. 17: the same sculptor created, among other works, a marble Virgin and Child in Berlin (Inv. SKS 57). Bode 1902 Wilhelm Bode, Florentiner Bildhauer der Renaissance, Berlin, Bruno Cassirer, 1902, pp. 123, 124 fig. 55: after a wax model by Donatello. Meyer 1903 Alfred Gotthold Meyer, Donatello, Bielefeld and Leipzig, Delhagen and Klafing, 1903, p. 118: school of Donatello the work was then in the collection of Mrs. Hainauer in Berlin. Schubring 1907 Paul Schubring, Donatello. Des Meisters Werke in 277 Abbildungen, Stuttgart and Leipzig, Deutsche Verlags-Anstalt, 1907, p. 198: reproduces the Louvre version; close to the Lombardi monument in Santa Croce, Florence. Bode 1908 Wilhelm Bode, “Ein Blick in Donatellos Werkstatt”, Monatshefte für Kunstwissenschaft, I, n°1-2, January-February 1908, pp. 8-9: Donatello. Sirén 1909 Osvald Sirén, Florentinsk Renässansskultur och andra Konsthistoriska ämnen, Stockholm, Wahlström & Widstrand, 1909, p. 61: after Donatello. Bode 1921 Wilhelm Bode, Florentiner Bildhauer der Renaissance, Berlin, Bruno Cassirer, 1921, p. 120 fig. 74: Donatello. Bange 1922 E. F. Bange, Die Italienischen Bronzen der Renaissance und des Barock, Zweiter Teil: Reliefs und Plaketten, Berlin and Leipzig, Walter de Gruyter, 1922, p. 1 cat. 2: Donatello, ca. 1440; coat of arms of the Pazzi family. Bode 1925 Wilhelm von Bode, Bertolodo und Lorenzo dei Medici. Die Kunstpolitik des Lorenzo il Magnifico im Spiegel der Werke seines Lieblingskünstlers Bertoldo di Giovanni, Freiburg im Breisgau, Pontos-Verlag, 1925, pp. 66, 68-69: Donatello. Kauffmann 1935 Hans Kauffmann, Donatello. Eine Einführung in sein Bilden und Denken, Berlin, Grotesche Verlagsbuchandlung, 1935, pp. 157, 241. Metz 1966 Peter Metz, Bildwerke der christlichen Epochen von der Spätantike bis zum Klassizismus aus den Beständen der Skulpturenabteilung der Staatliche Museen, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin-Dahlem, Munich, Prestel, 1966, p. 90 cat. 502: circle of Donatello. Radcliffe and Avery 1976 Anthony Radcliffe and Charles Avery, “The ‘Chellini Madonna’ by Donatello”, The Burlington Magazine, CXVIII, n°118, June 1976, pp. 377-387 reprinted in: Charles Avery, Studies in European Sculpture II, London, Christie’s, 1988, p. 46: Maso di Bartolomeo? Neri Lusanna 1986 Enrica Neri Lusanna in eadem and Lucia Faedo (eds.), Il museo Bardini a Firenze. Volume secondo: le sculture, Milan, Electa, 1986, p. 253. Jolly 1998 Anna Jolly, Madonnas by Donatello and his Circle, Frankfurt am Main et al., Peter Lang, 1998, p. 142: after Donatello; the prototype is called the “Vienna Madonna” and is given to Donatello, ca. 1460s (see Inv. SKS M 7). Mozzati 2010 Tommaso Mozzati in idem, Beatrice Paolozzi Strozzi and Philippe Sénéchal (eds.), I grandi bronzi del Battistero. Giovanfrancesco Rustici e Leonardo, exh. cat. (Florence, Museo Nazionale del Bargello, 10 September 2010-10 January 2011), Florence, Giunti, 2010, p. 316: discusses the Louvre version; not Donatello, probably not Bertoldo either. Close to the Virgin and Child with five Angels in Berlin (Inv. SKS M 88). Neville Rowley (24 May 2016)
17. Österreichischer Hafnertag
Museum Europäischer Kulturen
Runde, gebrannte Medaille mit weiß-rotem Ansteckband, Darstellung eines Hafners mit Fußdrehscheibe in seiner Werkstatt mit Trockenbrett und Kachelofen.
Herkules mit der Hydra
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Held steht etwas nach links, von vorn gesehen, und schwingt mit beiden Händen die Keule gegen das von rechts her gegen ihn anspringende Ungeheuer.