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Objekttyp: Platte
Anbietplatte aus einem Déjeuner mit Szenen zu Orpheus und Eurydike
Kunstgewerbemuseum
Ovale Platte mit großflächigem Bildfeld, das von einer breiten, achteckigen Bordüre mit feinem Reliefgolddekor gerahmt ist. Der verbliebene Fond ist Zartrosa und mit weiteren Ranken in Reliefgold dekoriert, ebenso der äußere Rand der Platte. Die sehr qualitätvolle figürliche Malerei des Wiener Malers Sigmund Ferdinand von Perger, der seine Laufbahn als Porzellanmaler an der Wiener Porzellanmanufaktur begann, zeigt eine Szene aus der Orpheussage und geht auf ein Gemälde von Heinrich Füger zurück: Orpheus erscheint mit seiner Lyra vor Pluto und Proserpina, den Gottheiten der Unterwelt, im Hintergrund drei Genien (Furien) mit brennenden Fackeln, im Vordergrund ein schlafender Todesgenius mit erloschener Fackel, auf dieser ein Schmetterling als Symbol der Seele (Eurydikes). // Lit.: Waltraud Neuwirth: Anton Schaller (1773-1844): Figuren- und Historienmaler der Wiener Porzellanmanufaktur, Wien (Selbstverlag Dr. Waltraud Neuwirth) 2020, S. 127-134 // ClKa
Triumph des Titus
Kunstgewerbemuseum
Die große, allseits mit Emailmalerei bedeckte Schale zeigt an der Fahne reiches Grotesken-Ornament und im Spiegel die Darstellung einer antiken Triumphfeier. Im Mittelgrund führt ein Zug von Kriegern erbeutete Feldzeichen und Rüstungen sowie – auf einem Podest präsentiert – eine kauernde Frau und einen gefesselten Krieger unter einem Palmbaum mit sich. Im Vordergrund erscheinen weitere Gruppen antikisch gewandeter Krieger. Vor einer Palastarchitektur am rechten Bildrand hält eine Personifikation der Roma einen Lorbeerkranz in die Höhe. Im Mittelpunkt der Darstellung steht der Triumphator mit Flügelhelm und Feldzeichen in heroischer Nacktheit auf am Boden liegenden Schilden. Während er seine Rechte beschützend über das Haupt eines neben ihm knienden Jünglings hält, tritt von der Seite eine junge Frau an ihn heran und ergreift behutsam seinen Arm. Mehrere Schichten Emailfarbe modellieren das helle, weichlich wirkende Inkarnat der Hauptfigur mit ihren unruhig schwellenden Körperpartien. Der androgyne Gesichtstyp betont die Jugend des Helden. Die Emailmalerei folgt einem Kupferstich mit der Darstellung des Triumphs des Titus von Marcantonio Raimondi (um 1480–1527/34). Der spätere römische Kaiser Titus (reg. 79–81) hatte im Jüdischen Krieg (66–70) als junger Feldherr wesentlich zum Sieg Roms über Judäa beigetragen. Bald darauf wurden Sesterzen geprägt, deren Revers IVDAEA CAPTA („Judäa eingenommen“) mit der trauernden Personifikation Judäas unter einem Palmbaum zum unmittelbaren Vorbild für die Darstellung der Trophäe auf dem Stich Raimondis wurde. Die zu einer Gruppe eng verwandter Arbeiten zählende ovale Schale trägt an ihrer Unterseite das Monogramm IC, mit dem ein am Ende des 16. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts tätiges Mitglied der seit 1555 in Limoges nachweisbaren Emailmalerfamilie Court sein Werk signiert hat. LL
Ovale Plakette mit der Entführung der Europa
Kunstgewerbemuseum
"Venus und Amor, am Ufer rechts zum Wasser eilend, im Hintergrund eine Stadt, oben am Rande das Tierkreiszeichen der Fische. Der Raub der Europa. Rechts wird die entführte Europa von einem Stier durch ein Gewässer davongetragen. Am Ufer links drei hinterhereilende weibliche Gestalten. Oben etwas verrieben das Tierkreiszeichen des Stieres. Beide Plaketten mit schmalem Rand. Die beiden Plaketten gehören zu einer Folge mythologischer Reliefszenen - darunter Castor und Polux, Chiron, Helle, Herkules u. a. - mit Tierkreiszeichen." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 277-278 siehe auch K 6058 MAKR
runde Plakette mit Ceres
Kunstgewerbemuseum
"Ceres. Sitzende kurzgewandete weibliche Figur, in der Linken eine Korngarbe, mit der Rechten einen auf dem Kopf aufliegenden Früchtekorb haltend. Zu ihrer Rechten eine Ziege, zur Linken ein Krug, im Hintergrund ein Baum und eine Landschaft. Hermes. In den Wolken mit Windgöttern schwebende männliche Gestalt mit Helm, Panzer und Flügelschuhen, in der Rechten den Caduceus, unter ihm das Meer mit Felsen, Schiff und Küste. Beide mit schmalem Rand, oben durchbohrt. Die beiden hier zusammengestellten Plaketten gehören vermutlich zu zwei Plakettenfolgen des Paul Hübner, der verwandte Darstellungen dieser Art - Götterfiguren, Jahreszeitenallegorien, Darstellungen der vier Elemente und der Tugenden - auf den zahlreichen silbervergoldeten Kredenzen in Florenz, Palazzo Pitti und in London, Britisches Museum, als Schalenböden verwendet hat." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, Kat. Nr. 229-230 (siehe K 5760) MAKR
Runde Plakette mit der Anbetung der Hirten
Kunstgewerbemuseum
"In phantastischem offenem Gewölbebau die Hl. Familie, von links drei hinzueilende Hirten." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, Kat. Nr. 167 Siehe hierzu Kat. Nr. 166, ein Anhänger mit Öse. MAKR
Ovale Plakette mit dem Raub des Ganymed
Kunstgewerbemuseum
"Raub des Ganymed. Über gebirgiger Landschaft und darin eingebetteter Stadt fliegt der Knabe Ganymed, einen Kelch in der Hand, auf einem Adler sitzend in die Lüfte davon. Jupiter und die Ziege Amalthea. Unter der Ziege Amalthea liegt der trinkende Jupiterknabe. Im Hintergrund wird der Kopf einer zweiten Ziege sichtbar. Wohl aus einer Plakettenfolge mit Monatsdarstellungen (?)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 275 siehe auch K 5879 MAKR
Ovale Plakette mit Landschaft
Kunstgewerbemuseum
"Leicht nach hinten gestaffelte Hügel- und Berglandschaft, im Vordergrund einzelne Grassnarben, links im Mittelgrund mehrere Hütten, in der Mitte, leicht nach rechts versetzt, ein hoher Baum, der die ganze Höhe der Bildfläche einnimmt.
Ovale Plakette mit Jupiter und der Ziege Amalthea
Kunstgewerbemuseum
"Raub des Ganymed. Über gebirgiger Landschaft und darin eingebetteter Stadt fliegt der Knabe Ganymed, einen Kelch in der Hand, auf einem Adler sitzend in die Lüfte davon. Jupiter und die Ziege Amalthea. Unter der Ziege Amalthea liegt der trinkende Jupiterknabe. Im Hintergrund wird der Kopf einer zweiten Ziege sichtbar. Wohl aus einer Plakettenfolge mit Monatsdarstellungen (?)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 276 siehe auch K 5789 MAKR
Ausgießung des Heiligen Geistes auf Gläubige und Ungläubige
Kunstgewerbemuseum
Zuletzt dokumentiert im Berliner Schloß. Rundes Medaillon, in vergoldetem Astwerkrahmen mit Öse. Ohne Contre-Email (Marquet de Vasselot S. 145, Anm. 2, Maßangabe: 7,5 cm). Dargestellt ist, nach Auslegung von Marquet de Vasselot, die Ausgießung des Heiligen Geistes auf Christen und Heiden: Unter einem Strahlenkranz stehen links ältere bärtige Männer mit turbanartigen Kopfbedeckungen, die Hände in Redegesten, rechts junge Menschen, barhäuptig, die Hände betend vor der Brust, alle in langen Gewändern. Das Medaillon wurde von Marquet de Vasselot erstmals Fouquet zugeschrieben und eine Provenienz aus dem Rahmen des Diptychons von Melun vorgeschlagen. 1932 war es auf der großen Londoner Ausstellung French Art 1200-1900 zu sehen. Es stammt laut Inventareintrag aus der Sammlung von Isaac Falcke, die der Minenbesitzer Alfred Beit 1891 durch die Vermittlung Wilhelm von Bodes in Teilen erworben hatte (nach Angaben von Michael Stevenson, Cape Town, sind Bodes Angaben hierüber in seinem Katalog der Sammlung Beit von 1904 fehlerhaft). Das Stück gelangte über die Minenfirma von Wernher Beit & Co. in das Kunstgewerbemuseum, womöglich war es eines der Kunstwerke, die Bode gelegentlich statt Bezahlung für seine Dienste erhielt. aus Susanne Netzer, Maleremails aus Limoges, Der Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1999, Kat. Nr. 64* Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschiollen. MAKR
Runde Zierplatte (Patera)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Zwei laufende Hunde in spiralförmiger Bewegung, der untere nach links gewandt, der obere nach rechts und umblickend, von zwei am Rande anliegenden Blattwedeln umgeben und von einer Strickleiste umschlossen.
Zierplatte (Formella)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die schlanke Formella schließt oben mit einem geschweiften Kielbogen ab und ist ringsum mit einem versetzen Zahnschnitt gerahmt. Im Zentrum erscheint ein Lebensbrunnen, aus dessen Schale wiederum ein Lebensbaum emporwächst. Der Brunnen besteht aus einer Säule in Gestalt eines Pflanzenschaftes mit geschupptem Stamm und einer geriefelten Schale mit profiliertem Rand. Der Pflanzenschaft wächst aus einem durch Furchen und mehreren Reihen tiefer Bohrungen angedeuteten Blätterkelch empor. Die untere Bildzone wird von einer Tierkampfszene beherrscht, die den Lebensbrunnen fast gänzlich überschneidet. Auf Kopf und Rücken einer nach links gewandten und auf den Vorderläufen zusammengebrochenen Gazelle steht ein Löwe mit mächtigen Pranken nach rechts und schlägt die Zähne in die Kruppe des Tieres. Sein Schweif ist zwischen den Hinterbeinen hindurchgeführt; die blattförmige Quaste ragt vor dem Brunnenschaft empor. Aus der Brunnenschale wächst ein kurzer geschuppter Pflanzenschaft auf, der sich in zwei unterschiedlich ausgeführte Blätter verzweigt und sodann in einen glatten, seitlich abgefassten (»sechseckigen«) Stängel übergeht, der sich unterhalb des Kielbogens abermals in ein gegenständiges Blattpaar teilt und in einem Granatapfel endet. Auf dem unteren Blattpaar sitzen einander zugekehrt zwei symmetrisch angeordnete Pfauen, die ihre Köpfe aus dem Bild heraus wenden. In der Wiedergabe der Körperformen, der pflanzlichen Elemente, der Tierfelle und der Pfauengefieder fällt jetzt gegenüber früheren Werken wie dem Pfauenrelief Inv.2925 eine deutlichere Ornamentalisierung auf. In der fast vollplastischen und tiefenräumlichen Ausbildung der Figuren wird eine neue Reliefauffassung wirksam. In der Verknüpfung von Tierkampf, Lebensbrunnen bzw. Lebensbaum und Pfauen bestätigt das Relief unauflösliche Einheit von Todesbedrohung und Errettung.
Platte mit Drachendekor
Kunstgewerbemuseum
Bevor 1708 in Europa die Herstellung von Porzellan gelang, war die holländische Fayence – ungesinterte Irdenware mit Zinnglasur – mit ihrem Produktionszentrum in Delft die erfolgreichste Antwort auf die durch den Handel der Ostindienkompanien begehrt gewordenen ostasiatischen Vorbilder. Delft beeinflusste auch die Gründung deutscher Fayencemanufakturen, so etwa 1666 in Frankfurt am Main. Dieser dort entstandene Teller ist ein seltenes Beispiel für die sinnreiche Vereinigung der chinesischen Symbole des Drachen (Macht/Yang) und des Vogels Phönix (Glück/Yin) an einem europäischen Werk. Ein dichter Dekor in Blau, Grün und Gelb überzieht die gesamte Oberfläche. Außen kreisen kleine Drachen und der Phönix, während im Spiegel des Tellers ein weiteres exotisches Fabelwesen, gemeint ist wohl das friedfertige Qilin, erscheint. LG
Runde Platte aus dem Northumberland-Service
Kunstgewerbemuseum
Die Platte gehört zu dem Meißener Service des Duke of Northumberland, das vermutlich auf eine Schenkung Augusts III. an den britischen Gesandten Homburg-Williams zurückgeht. Die Dekorgestaltung nimmt auf die Bestimmung als Jagdservice Bezug: Im Zentrum stehen Tierdarstellungen: heimische Tiere wie hier ein Hirsch, aber auch exotische (Kamel, Nashorn) und mythologische (Einhorn). Die Porzellanmaler nutzten graphische Vorlagen, die zum Teil auf das 16. Jahrhundert zurückgehen, zum Beispiel im Fall des Nashorns auf Albrecht Dürer. Am häufigsten aber wurden Kupferstiche von Johann Elias Ridinger (1698-1767) verwendet, wie auch in diesem Fall (vgl. Bodinek 2018, Raffinesse im Akkord, Bd. 2, S. 288, Kat. Nr. 226a). Umgeben sind die Tierfiguren von sog. "Holzschnittblumen" oder "ombrirten Blumen" sowie Insekten. Diese feine Blumenmalerei gibt die Blumen botanisch genau und in feiner, holzschnittartiger, teilweise schattierter Malerei wieder. Als Vorlagen dienten offenbar die kolorierten Radierungen aus J. M. Weinmanns "Phytanthora Iconographica". // ClKa
Große Platte mit orientalisierendem Dekor in der Art der Iznik-Keramik
Kunstgewerbemuseum
Tiefe glatte Form auf Standring. Reliefierte Aufglasurmalerei in Schwarz, Gelb, Beige, Türkis, Grün, Blau, Rosa und Weiß. Im Zentrum ein sternförmiges schwarzes Ornament, umgeben von einer großen sechsteiligen Blütenform, die mit kleinteiligem bunten Arabeskenwerk auf hellem Grund gefüllt ist. Die Fahne ziert eine Bordüre mit Steckwerk aus eckig gebrochenen Farbstreifen. Léon Parvillée war Baukeramiker und Publizist in Paris. Er setzte sich intensiv mit islamischer Baukunst in Istanbul auseinander und erhielt 1863 von der osmanischen Regierung den Auftrag, islamische Bauten in Bursa zu restaurieren. Die Iznik-Fliesenkunst der dortigen Moscheen des 15. Jahrhunderts inspirierte ihn zu eigenen Arbeiten. Er publizierte sie 1874 in einem Buch mit dem Titel "Architecture et décoration turques au quinzième siècle". Der Dekor der Platte ähnelt einer Rosette aus der "Grünen" Moschee in Bursa, die er in seinem Buch publizierte, jedoch ohne diese zu kopieren. Aufgegriffen wird auch die an Emailkunst erinnernde keramische "cuerda seca"-Technik ("trockene Schnur") orientalischer Fliesendekore, bei der sog. tote Ränder aus einer fetthalten Substanz verhindern, dass die Schmelzfarben beim Einbrennen ineinanderlaufen. Mit seinen orientalisierenden Baukeramiken und Ziergegenständen hatte Parvillée in Europa großen Erfolg. 1867 erhielt er von der türkischen Regierung den Auftrag, auf der Pariser Weltausstellung den Repräsentationsbau des Osmanischen Reichs in Gestalt einer Moschee zu errichten. Er führte eine Firma in Paris, die nach seinem Tod 1885 auf seine beiden Söhne Achille und Louis überging ("Parvillée Frères et Cie"). Die auf der Unterseite mit dem Schriftzug "LEON PARVILLEE" gemarkte Platte erwarb das Berliner Kunstgewerbemuseum 1873 auf der Weltausstellung in Wien. Lit.: Barbara Mundt: Historismus. Kunsthandwerk und Industrie im Zeitalter der Weltausstellungen (=Kataloge des Kunstgewerbemuseums VII), Berlin 1973, Kat. Nr. 55.
Tortenplatte aus dem Frühstücks-/Teeservice "Form 1906", Dekor Veilchen
Kunstgewerbemuseum
Die Tortenplatte ist Teil des ebenfalls im Museum vorhandenen Services "Form 1906", Inv. Nr. O-1989,193 a-l. Im Gegensatz zu den übrigen Teilen ist die Tortenplatte nicht mit der Firmenmarke bezeichnet. ClKa
Tischschoner (Kuchenplatte)
Kunstgewerbemuseum
Tischschoner, rund, mit Gravierung. In der Mitte eine nackte weibliche Figur und raumfüllende Ranken, eingefasst von einem Fries mit Blattranken; ringsum sieben Rundfelder mit zwei Köpfen und Ornamenten. (Hintze V, Nr. 192)
ovale Platte mit plastischer Schlange und Eidechse
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Fayence Schale, oval mit flachem Rand auf niedrigem Fuß. Die ganze Schale blau, grün und manganviolett gewölkt. Darauf plastisch aufgelegt Schlange, Eidechse, Eicheln, Eichenlaub, anderes Laub und Muscheln, naturalistisch gefärbt. Die Platte ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
ovale Platte aus dem Service für das Neue Palais "1. Potsdamsches"
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Porzellanschüssel, oval, farbig bemalt und vergoldet. Rand gewellt mit Rococoschnörkeln in leichtem Relief und Schuppenmuster. Die Felder dazwischen mit buntfarbigen Blumengewinden, goldenen Blattzweigen und Gittermuster. Auf dem Boden farbiger Blumenstrauß. Zwei muschelförmig gerippte Henkel, zum Theil vergoldet. Henkel gekittet. Marke: Szepter. Die Platte ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Rechteckige Plakette mit Eberjagd
Kunstgewerbemuseum
"Bärenjagd. Links ein gestürzter Jäger, von einem Bären angefallen, auf den zwei Hunde losgehen. Rechts sprengt ein Reiter mit einem Spieß ausholend heran, der von einem weiteren Hund begleitet wird. Im Hintergrunde eine hügelige Landschaft, ein Baum und eine Stadt. Eberjagd. Auf der rechten Seite ein von mehreren Hunden gestellter Eber, dem, mit ausgeholtem Jagdspieß, ein leicht bekleideter Jäger zu Fuß nachsetzt. Im Hintergrunde Landschaft, unten steiniger Boden. Stierjagd. Links ein heranstürmender behelmter Jäger mit wehendem Schleier, in der Rechten ein Schwert haltend, der auf einen von mehreren Hunden angefallenden Stier losgeht. Steiniger Boden im Vordergrund, hinten waldige Landschaft und Gebäude. Während die Plakette mit der Bärenjagd einen sehr scharfen Abguß darstellt, zeigen die beiden anderen Jagdszenen ein stark abgeriebenes Relief. Das Relieffeld jeweils mit schmalem Rand. Die drei Abgüsse gehören zu einer Plakettenfolge von mindestens acht Darstellungen, zu denen außer den aufgeführten noch folgende gehören: Zwei Löwenjagden, Wolfsjagd, Hirschjagd und Hasenjagd. Silberabgüsse begegnen als Dekor auf Arbeiten des Matthias Wallbaum, so z. B. die Hirschjagd und die Bärenjagd auf einem Kunstschrank in Berlin (Köpenick), KGM (Inv. Nr. K 2776)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 243-245 siehe auch K 5616 Der Kunstschrank von Matthias Walbaum (K 2776) ist zurzeit in der ständigen Ausstellung des KGM im Haus am Kulturforum zu sehen. MAKR
Rechteckige Plakette mit Stierjagd
Kunstgewerbemuseum
"Bärenjagd. Links ein gestürzter Jäger, von einem Bären angefallen, auf den zwei Hunde losgehen. Rechts sprengt ein Reiter mit einem Spieß ausholend heran, der von einem weiteren Hund begleitet wird. Im Hintergrunde eine hügelige Landschaft, ein Baum und eine Stadt. Eberjagd. Auf der rechten Seite ein von mehreren Hunden gestellter Eber, dem, mit ausgeholtem Jagdspieß, ein leicht bekleideter Jäger zu Fuß nachsetzt. Im Hintergrunde Landschaft, unten steiniger Boden. Stierjagd. Links ein heranstürmender behelmter Jäger mit wehendem Schleier, in der Rechten ein Schwert haltend, der auf einen von mehreren Hunden angefallenden Stier losgeht. Steiniger Boden im Vordergrund, hinten waldige Landschaft und Gebäude. Während die Plakette mit der Bärenjagd einen sehr scharfen Abguß darstellt, zeigen die beiden anderen Jagdszenen ein stark abgeriebenes Relief. Das Relieffeld jeweils mit schmalem Rand. Die drei Abgüsse gehören zu einer Plakettenfolge von mindestens acht Darstellungen, zu denen außer den aufgeführten noch folgende gehören: Zwei Löwenjagden, Wolfsjagd, Hirschjagd und Hasenjagd. Silberabgüsse begegnen als Dekor auf Arbeiten des Matthias Wallbaum, so z. B. die Hirschjagd und die Bärenjagd auf einem Kunstschrank in Berlin (Köpenick), KGM (Inv. Nr. K 2776)." aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 243-245 siehe auch K 5616 Der Kunstschrank von Matthias Walbaum (K 2776) ist zurzeit in der ständigen Ausstellung des KGM im Haus am Kulturforum zu sehen. MAKR
Prunkplatte mit Allianzwappen und Rankendekor
Kunstgewerbemuseum
Zinnglasierte Majolika aus Italien war während der Renaissance hoch geschätzt. Mit den farbig dekorierten Keramiken stellten Fürsten und wohlhabende Patrizier ihren Reichtum und guten Geschmack zur Schau. Die Platte zeigt im Zentrum ein Allianzwappen der Florentiner Familie der Medici und einer zweiten, nicht identifizierten Familie. Vermutlich war sie anlässlich einer Hochzeit entstanden. Die Dreizackmarke auf der Unterseite der Platte verweist auf Montelupo bei Florenz als Entstehungsort. Ein unmittelbares Vergleichsstück befindet sich im Musée national de céramique in Sèvres. // ClKa
Kuchenplatte mit Kupferrand, geometrischer Dekor (Dekornummer 1536)
Kunstgewerbemuseum
Runde Steingutplatte, fest in einem breiten Kupferrand montiert, der auf vier Kugelfüßen steht. Der unterglasurblaue Schablonendekor zeigt in vierfachem Rapport jeweils ein Quadrat in Schachbrettmuster, durch dreifaches Linienmuster miteinander verbunden. Der Kupferrand hat einen gedrückten geometrischen Dekor in dreifachem Rapport, jeweils ein streng lineares Ornament, das seitlich von einem dreifachen Linien flankiert ist. // ClKa