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Objekttyp: Pompadour
Museum Europäischer Kulturen
Der gehäkelte, tropfenförmige, Pompadour mit Einsätzen aus schwarzem Seidenband, welches mit mehrfarbiger Blumenmusterung verziert ist, gehörte der Sammlung von William Budzinski (1875-1950), einem Berliner Kostümbildner und -sammler.
Museum Europäischer Kulturen
Der Beutel aus venezianischen Perlen läuft in der Spitze in sechs Segmenten zusammen. Am unteren Ende ist eine kleine Perlentroddel angebracht. Die exotisierende Abbildung zeigt zwei erwachsene Figuren mit stereotypen Kopfbedeckungen (Kegelhut und Turban, Chinoiserie und Orientalismus) mit Tabakwaren in den Händen.
Museum Europäischer Kulturen
Die in feiner Perlstrickerei ausgeführte Beuteltasche ist durch einen in der Mitte eingesetzten Metallring als Korb geformt, auch der Dekor aus blauen Glasperlen unterstreicht diese Wirkung. Den oberen Teil ziert eine auf hellem Grund umlaufende Blumengirlande, sie ist an beiden Rändern von einer mäanderähnlichen Zierleiste aus blauen Glasperlen eingefasst. Ab ca. 1795, als die hochtaillierten Chemisenkleider in Mode kamen, die keine Innentaschen besaßen, benutzten Damen erstmalig eine separate Tasche. Sie wurde anfänglich in Frankreich als "Ridicule" bezeichnet, abgeleitet von "Reticule", dem netzförmigen Strickbeutel für Handarbeitsutensilien, in England nannte man sie "Indispensable". Erst im Lauf des 19. Jh. wurde die heute noch geläufige Bezeichnung Pompadour üblich. (aus dem Ausstellungskatalog "Ridikül! Mode in der Karikatur 1600 bis 1900" hrsg. v. Adelheid Rasche & Gundula Wolter, 2003)
Museum Europäischer Kulturen
Der obere Teil dieses Beutels besteht aus grauem Seidengewebe, die untere Hälfte aus weißer Seide, die beidseitig bunt bestickt ist. Die gestickten Motive, z.B. das der herabstürzenden Taube, wurden nach zeitgenössischen Vorlagen gearbeitet.