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Objekttyp: Prägewerkzeuge
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Dekadrachme Athen
Münzkabinett
Vorderseite: Athenakopf nach rechts. Die Göttin trägt Ohrschmuck und einen attischen Helm, der mit drei Olivenblättern geschmückt ist. Das Bild ist im Stempel vertieft und deshalb seitenverkehrt wiedergegeben. Rückseite: Gesamtansicht des Stempels. Kommentar: Dm der Stempelfläche 35,4 mm, Dm des Stempels 50,5 mm, h 34,8 mm. - Carl Wilhelm Becker, vom Fürsten Carl zu Isenburg (reg. 1803-1820) zum Hofrat ernannt, ist 1771 in Speyer geboren worden. Als Kaufmann im Tuchhandel machte er Bankrott. Eine ihm verkaufte Fälschung einer Goldmünze des Commodus soll die Initialzündung für sein geheimes Handwerk gewesen sein. Er ließ sich an der Münzstätte in München zum Graveur und Stempelschneider ausbilden und war nun in der Lage, selbst Münzen zu fälschen. 1806 arbeitete er noch in Mannheim als Goldschmied. 1814 lernte er dann den Fürsten zu Isenburg kennen, der ihn zum Bibliothekar auf seinem Schloss in Offenbach ernannte. Als Kunsthändler und honoriger Bürger konnte er seine Fälschungen über Mittelsmänner absetzten. Zu Beckers Kunden gehörte auch der Geheimrat Goethe, der seine Sammlung durch Ankäufe bei Becker vervollständigte. Langsam erhärteten sich aber die Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Beckers. Der Italiener Domenico Sestini gab eine Broschüre heraus, die seine Fälschungen offenbar machte. 1824 bekannte sich der Hofrat dann notgedrungen zu seinen Fabrikaten. Am 11. April 1830 starb Becker. Seine Witwe heiratete in zweiter Ehe Martin Seidenstricker, in dessen Besitz die Stempel kamen, deren Verkaufspreis Becker selbst auf 2264 Dukaten festgesetzt hatte. Seidenstricker verkaufte zuerst weitere Abschläge und dann die Stempel. Bis 1911 befanden sie sich im Museum in Saalburg und kamen dann an das Münzkabinett im Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum) in Berlin. Weit über 600 Stempel hat Becker gefertigt. Es ist heute kaum zu erklären, wie er diese Arbeit hat allein bewältigen können. Man muss doch annehmen, dass er Mitwisser und -täter gehabt hat. Für die Ausprägung seiner Münzen soll er übrigens oft echte Stücke genutzt haben, die er einschmolz oder mit seinen gefertigten Stempeln umprägte. Erzählt wird, dass er die Münzen, um ihnen ein „echtes“ Aussehen zu verleihen, in einem Kasten mit Eisenfeilspänen an seiner Kutsche befestigte und auf der Chaussee zwischen Offenbach und Frankfurt spazieren fuhr. Becker selbst gab, als sein Fälschertum bekannt wurde, ein Verzeichnis mit 296 Münzen heraus, die er „zu seinem Vergnügen“ angefertigt haben wollte. Er verkaufte sie in Silber im Satz für 300 Dukaten. 1827 war ein Satz aller von Becker geprägten Münzen 72.000 Francs wert. Seinem Förderer, dem Grafen Isenburg, schnitt er 1818 Stempel zu einer Medaille als „Denkmahl der innigsten Verehrung von Carl Becker“. Literatur: F. G. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 63; M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 68; A. von Steinbüchel, Die Becker'schen falschen Münzstämpel in ausführlichen Verzeichnissen (1836); H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18207342
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Denar Rudolf von Rheinfelden
Münzkabinett
Vorderseite: RVDOLFVS REX. Umschrift getrennt durch eine Adlerdarstellung, im Perlkreis Kreuz, in den oberen Winkeln Punkte, unten V - C. Kommentar: Dm Stempelfläche 21,2 mm, Dm des Stempels 41 mm, Stempelhöhe 42,5 mm. - Dieser Kölner Denar gibt vor, eine Prägung Rudolfs von Rheinfelden, auch Rudolf von Schwaben genannt, zu sein. Er war 1077 zum Gegenkönig von König Heinrich IV. gewählt worden. Seine Grabstätte befindet sich im Dom zu Merseburg. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 311; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 318; H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18207934
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel
Münzkabinett
Vorderseite: Auf den Stempel sind die Vorderseiten von fünf verschiedenen Münzen graviert worden. Rückseite: Aufsicht auf die Stempelfläche. Kommentar: Dm der Stempelfläche 53,2 mm, Dm des Stempels unten 68,6 mm, Stempelhöhe 59,8 mm. - Auf diesen Unterstempel sind die Vorder- bzw. Rückseiten von fünf verschiedenen Münzen graviert worden: Halbdenar des Glycerius (Pinder Nr. 269), Denar Pippin des Kurzen (Pinder Nr. 296), Denar Konrads II. (Pinder Nr. 306), Denar Konrad II. mit Erzbischof Pilgrim (Pinder Nr. 308) und Denar Otto IV. mit Erzbischof Adolf (Pinder Nr. 312). Da es sich um Nominale mit geringem Durchmesser handelt, wollte Becker so offensichtlich den teuren Stempelstahl für mehrere Stempel sparen, außerdem konnte er mit einem Schlag gleich fünf Münzen prägen. Gewicht des Stempels 1363 Gramm. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 269. 296. 306. 308. 312; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 274. 303. 314. 316. 319; H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18207949
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Denar Rudolf von Rheinfelden
Münzkabinett
Rückseite: S / COLONI/A [Sancta Colonia Agrippina]. Dreizeilige Aufschrift in Perlkreis. Kommentar: Dm der Stempelfläche 21,1 mm, Dm des Stempels 27,6 mm, Stempelhöhe 110,6 mm. - Dieser Kölner Denar gibt vor, eine Prägung Rudolfs von Rheinfelden, auch Rudolf von Schwaben genannt, zu sein. Er war 1077 zum Gegenkönig von König Heinrich IV. gewählt worden. Seine Grabstätte befindet sich im Dom zu Merseburg. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 311; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 318; H. Voigtländer Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18207944
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Wallenstein (Waldstein)
Münzkabinett
Vorderseite: DEVS PROTECTOR MEVS 1626 [spiegelverkehrt]. Gekröntes vierfeldiges Wappen. Kommentar: Stempel für die Münzrückseite. Dm der Stempelfläche 26,3 mm, Dm des Stempels oben 29,8 mm, Dm des Schlagbarts 51,4 mm, Stempelhöhe 107,5 mm. - Die von diesen Stempeln abgeprägten Münzen stellen ein Fantasieprodukt dar. Ein solches Nominal ist unter Wallenstein nie geprägt worden. Das Porträt ähnelt den tatsächlich geprägten Münzen Wallensteins. Für die originalen Prägungen Wallensteins siehe E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969). Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 320; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 346; H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201819
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Dekadrachme Athen
Münzkabinett
Vorderseite: Gesamtansicht des Prägestempels. Rückseite: A-Θ-E. Stempelbild in Aufsicht. In vertieftem Viereck (sog. quadratum incusum) die Eule mit gespreizten Flügeln von vorn. Kommentar: Prägestempel der Münzrückseite. Dm Stempelfläche gesamt 43 mm, Maße der Stempelfläche (quadratum incusum) 25x24 mm, Stempellänge gesamt ca. 100 mm, Gewicht 1207 g. - Diese Beckersche Fälschung imitiert eine Dekadrachme Athens, welche im Original nach 467 v. Chr. geprägt worden ist und zu den berühmtesten Prägungen der griechischen Antike zählt. Vgl. die Originalprägung in der Ausstellung Vitrine BM-101/02. - Carl Wilhelm Becker, vom Fürsten Carl zu Isenburg (reg. 1803-1820) zum Hofrat ernannt, ist 1771 in Speyer geboren worden. Als Kaufmann im Tuchhandel machte er Bankrott. Eine ihm verkaufte Fälschung einer Goldmünze des Commodus soll die Initialzündung für sein geheimes Handwerk gewesen sein. Er ließ sich an der Münzstätte in München zum Graveur und Stempelschneider ausbilden und war nun in der Lage, selbst Münzen zu fälschen. 1806 arbeitete er noch in Mannheim als Goldschmied. 1814 lernte er dann den Fürsten zu Isenburg kennen, der ihn zum Bibliothekar auf seinem Schloss in Offenbach ernannte. Als Kunsthändler und honoriger Bürger konnte er seine Fälschungen über Mittelsmänner absetzten. Zu Beckers Kunden gehörte auch der Geheimrat Goethe, der seine Sammlung durch Ankäufe bei Becker vervollständigte. Langsam erhärteten sich aber die Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Beckers. Der Italiener Domenico Sestini gab eine Broschüre heraus, die seine Fälschungen offenbar machte. 1824 bekannte sich der Hofrat dann notgedrungen zu seinen Fabrikaten. Am 11. April 1830 starb Becker. Seine Witwe heiratete in zweiter Ehe Martin Seidenstricker, in dessen Besitz die Stempel kamen, deren Verkaufspreis Becker selbst auf 2264 Dukaten festgesetzt hatte. Seidenstricker verkaufte zuerst weitere Abschläge und dann die Stempel. Bis 1911 befanden sie sich im Museum in Saalburg und kamen dann an das Münzkabinett im Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum) in Berlin. Weit über 600 Stempel hat Becker gefertigt. Es ist heute kaum zu erklären, wie er diese Arbeit hat allein bewältigen können. Man muss doch annehmen, dass er Mitwisser und -täter gehabt hat. Für die Ausprägung seiner Münzen soll er übrigens oft echte Stücke genutzt haben, die er einschmolz oder mit seinen gefertigten Stempeln umprägte. Erzählt wird, dass er die Münzen, um ihnen ein „echtes“ Aussehen zu verleihen, sie in einem Kasten mit Eisenfeilspänen an seiner Kutsche befestigte und auf der Chaussee zwischen Offenbach und Frankfurt spazieren fuhr. Becker selbst gab, als sein Fälschertum bekannt wurde, ein Verzeichnis mit 296 Münzen heraus, die er „zu seinem Vergnügen“ angefertigt haben wollte. Er verkaufte sie in Silber im Satz für 300 Dukaten. 1827 war ein Satz aller von Becker geprägten Münzen 72.000 Francs wert. Seinem Förderer, dem Grafen Isenburg, schnitt er 1818 Stempel zu einer Medaille als „Denkmahl der innigsten Verehrung von Carl Becker“. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 68; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 63; H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201821
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Wallenstein (Waldstein)
Münzkabinett
Vorderseite: ALBERTVS DEI GRA - DVX FRIEDLANDIAE [spiegelverkehrt]. Brustbild Albrecht von Wallenstein mit stilisiertem großen Kragen halbrechts, Umschrift getrennt durch einen kleinen Adler. Kommentar: Stempel für die Münzvorderseite. Durchmesser der Stempelfläche 34,5 mm, Dm des Stempels 42,3 mm, Stempelhöhe 38,5 mm. - Die von diesen Stempeln abgeprägten Münzen stellen ein Fantasieprodukt dar. Ein solches Nominal ist unter Wallenstein nie geprägt worden. Die originalen Prägungen Wallensteins siehe: E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969). Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 320; G. F. Hill, Becker the Counterfeiter (1955) Nr. 346; H. Voigtländer, Falschmünzen und Münzfälscher (1976) 95-102. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18204562
Münztechnik: Prägestempel Sasaniden
Münzkabinett
Vorderseite: Feueraltar mit Assistenzfiguren und Münzstättenzeichen AW, (Jahr) 15. Kommentar: Länge des Stempels 85 mm, Dm der Stempelfläche 35 mm. - Stempel zu einer Drachme Khusro II. des Regierungsjahres 15. Die beiden sasanidischen Münzstempel (siehe auch Vitrine BM-013/02) sind durch eine Überweisung der Deutschen Orientgesellschaft ins Berliner Münzkabinett gelangt. Sie sollen aus einem Grab bei Mosul stammen und in Blei eingehüllt gewesen sein. Beide Stempel zeigen die Rückseiten sasanidischer Drachmen mit dem Feueraltar und zwei Assistenzfiguren. Literatur: H. Nützel, Amtliche Berichte der Königlichen Kunstsammlungen 31, 1909, Sp. 49 f. Abb. 30 (dieses Stück); H. Simon, Sasanidische Münzen. Kleine Schriften des Münzkabinetts Berlin 5 (1978) 20 Abb. 16 (dieses Stück); F. D. J. Paruck, Sasanian coins (1924) 47 mit Abb.; W. Szaivert, Die Tätigkeit der sasanidischen Münzstätten ab der generellen Einführung der Signaturen und Datenangaben (Organisation, Technisches und historische Bezüge). Ungedr. Diss. Wien (1975) 14 f.; N. Schindel, Sylloge Nummorum Sasanidarum. Paris - Wien - Berlin III-1 (2004) 124. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18204574
Münztechnik: Prägestempel Hessen
Münzkabinett
Vorderseite: MOnE - nOV h-ASSIE [Spiegelbildlich]. Im Dreipass ein größerer, der Länge nach geteilter Schild mit Hessen und Ziegenhain, zu beiden Seiten ein kleinerer Schild, rechts mit Katzenelnbogen, links mit Nidda, unten drei zusammengesteckte Halblilien. Detailansicht der Stempelfläche. Rückseite: Ansicht des gesamten Münzstempels. Kommentar: Dm der Stempelfläche ca. 25 mm, Stempelhöhe ca. 31,6 mm, Dm des Stempelfußes 42 mm. - Auf der Stempelfläche ist am Rande eine Platzstelle. Der abgenutzte Stempel (Stempelhöhe!) und diese Platzstelle haben dazu geführt, dass der Stempel zu weiteren Prägungen nicht mehr zu gebrauchen war. Der Albus rheinischer Art wurde auch Weißpfennig und umgangssprachlich auch Petersgroschen genannt, nach der Darstellung des Heiligen Petrus auf der Vorderseite der Münze. Heinrich III. von Hessen-Marburg wurde auch Heinrich der Reiche genannt. Er war verheiratet mit Anna von Katzenelnbogen und hatte durch diese Heirat erheblichen Landgewinn verbuchen können. Literatur: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 38 f. Abb. 92. Vgl. zur Münze: J. C. C. Hoffmeister, Hessische Münzen: Historisch-kritische Beschreibung aller bis jetzt bekannt gewordenen hessischen Münzen, Medaillen und Marken in genealogisch-chronologischer Folge I (1857-1880) Nr. 120 (?); A. Schütz, Die hessischen Münzen des Hauses Brabant II 1308-1509 (ohne Jahr) Nr. 348. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201606
Münztechnik: Taschenwerkstempel Hanau-Münzenberg
Münzkabinett
Vorderseite: CATH BEL PR Z VR G Z NAS GR V FR Z HANAV R V MI REGI [Catharina Belgia Prinzessin zu Oranien Gräfin zu Nassau Gräfin und Frau zu Hanau Rineck und Mitzenberg regierend]. Ansicht der Stempelfläche: Umschrift zwischen Zierkreisen, im Feld das gekrönte Mehrfachwappen. Rückseite: Gesamtansicht des Taschenwerkstempels. Kommentar: Maße der Stempelfläche 54,5x55 mm, Dm der Münzdarstellung 41,5 mm, Länge des Stempels 69 mm. - Sog. Taschenwerke waren eine Weiterentwicklung der Walzenprägung. Die Stempel haben eine pilzähnliche Form, die in zwei übereinander gelagerte Walzen (Taschen) eingehängt bzw. geschraubt wurden. Zwischen diesen Walzen wurden die Zaine (Silberstreifen) hindurchgeschoben bzw. die Münzplättchen eingelegt. Jetzt musste bei einem defekten Münzbild nicht mehr die gesamte Walze, sondern nur dieser entsprechende Stempel ausgetauscht werden. Literatur: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 38. 104 f.; R. Suchier, Die Münzen der Grafen zu Hanau (1897) Nr. 67 mit Anm. (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201613
Münztechnik: Prägewalze Hanau-Münzenberg
Münzkabinett
Vorderseite: NATVS Ao 1576 / 18 NOVEMB OBIT / PIE ET PLANDE / IN DNO Ao 1612 / 9 AVGVSTI - ET RHINECK DOMINVS IN MVNTZENBERG [o hochgestellt]. Legende im Feld beginnend und als Umschrift sich fortsetzend. Rückseite: ET RHINECK DOMINVS IN MVNTZENBERG. Umschrift zwischen Zierkreisen, im Feld gekröntes fünffeldiges Wappen. Kommentar: Länge der Walze 215 mm. - Die Walze (oder auch Welle) ist leider defekt, allerdings ist der Teil mit den gravierten Münzbildern vorhanden. Münzbilder auf Prägewalzen mussten als ovale Darstellung graviert werden, um beim Prägen (Walzen) dann auch ein einigermaßen rundes Münzbild zu ergeben. Auf unserer Walze sind insgesamt vier Münzseiten eingraviert, von dem Sterbetaler 1612 die Schriftseite dreimal und eine Seite des Talers ohne Jahr. Außerdem war die Münze nach dem Walzen mehr oder weniger leicht gebogen. Eine solche Walzenprägemaschine existiert im Nachbau auf der Burg Hasegg in Tirol. Literatur: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 38 f. 105 Abb. 97 (diese Walze); R. Suchier, Die Münzen der Grafen zu Hanau (1897) 22 mit Anm. (diese Walze). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201610
Münztechnik: Prägestempel Sasaniden
Münzkabinett
Vorderseite: Feueraltar mit Assistenzfiguren und Münzstättenzeichen YZ, (Jahr) 11. Kommentar: Länge des Stempels 85 mm, Dm der Stempelfläche 35 mm. - Münzstempel einer Drachme des Regierungsjahres 11 von Khusro II. (590, 591-628). Die beiden sasanidischen Münzstempel (siehe auch Vitrine BM-013/03) sind durch eine Überweisung der Deutschen Orientgesellschaft ins Berliner Münzkabinett gelangt. Sie sollen aus einem Grab bei Mosul stammen und in Blei eingehüllt gewesen sein. Beide Stempel zeigen die Rückseiten sasanidischer Drachmen mit dem Feueraltar und zwei Assistenzfiguren. Literatur: H. Nützel, Amtliche Berichte der Königlichen Kunstsammlungen 31, 1909, Sp. 49 f.; H. Simon, Sasanidische Münzen. Kleine Schriften des Münzkabinetts Berlin 5 (1978) 20 (dieses Stück); F. D. J. Paruck, Sasanian coins (1924) 47 (nur erwähnt); W. Szaivert, Die Tätigkeit der sasanidischen Münzstätten ab der generellen Einführung der Signaturen und Datenangaben (Organisation, Technisches und historische Bezüge). Ungedr. Diss. Wien (1975) 14 f.; N. Schindel, Sylloge Nummorum Sasanidarum. Paris - Wien - Berlin III-1 (2004) 124. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201599
Münztechnik: Prägestempel Hessen
Münzkabinett
Vorderseite: [MOnE - nOVO h-ASSIE]. Die Stempelfläche ist durch mehrere Einschläge völlig unbrauchbar gemacht worden, vom Münzbild ist kaum noch etwas zu erkennen. Detailansicht der Stempelfläche. Rückseite: Ansicht des gesamten Münzstempels. Kommentar: Dm der Stempelfläche ca. 25 mm, Stempelhöhe 40,5 mm, Dm am Stempelfuß ca. 46 mm. - Das Stempelbild zeigt Einschläge, mit denen der Stempel unbrauchbar gemacht wurde. Ein Weiterprägen, möglicherweise durch Unbefugte, konnte somit verhindert werden. Der Albus rheinischer Art wurde auch Weißpfennig und umgangssprachlich auch Petersgroschen genannt, nach der Darstellung des Heiligen Petrus auf der Vorderseite der Münze. Heinrich III. von Hessen-Marburg wurde auch Heinrich der Reiche genannt. Er war verheiratet mit Anna von Katzenelnbogen und hatte durch diese Heirat erheblichen Landgewinn verbuchen können. Literatur: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 38 f. Vgl. zur Münze: J. C. C. Hoffmeister, Hessische Münzen: Historisch-kritische Beschreibung aller bis jetzt bekannt gewordenen hessischen Münzen, Medaillen und Marken in genealogisch-chronologischer Folge I (1857-1880) Nr. 120 (?); A. Schütz, Die hessischen Münzen des Hauses Brabant II 1308-1509 (ohne Jahr) Nr. 347-350. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201605
Münztechnik: Bildpunze Preußen
Münzkabinett
Vorderseite: Brustbild Friedrich II. nach rechts (Positiv). Aufsicht der Punze. Rückseite: Seitenansicht der Punze. Kommentar: Punze ca. 49x49 mm, Stempelhöhe ca. 65 mm, Gewicht 900 g. - Eine Aufnahme zeigt das Porträt auf der Punze, das zweite die Gesamtansicht der Punze. Der Taler mit diesem Porträt Friedrichs II. von Preußen, auch als Berliner Typ bezeichnet, wurde auf den Talermünzen seit 1764 geprägt. Im ehemaligen Stempelarchiv der Berliner Münze, heute im Münzkabinett Berlin, ist eine Bildnispunze mit diesem Porträt vorhanden. Diese Punzen wurden an die anderen preußischen Münzstätten geschickt, um ein relativ einheitliches Münzbild auf allen Münzstätten zu gewährleisten, unabhängig davon, in welcher Münzstätte des Königreiches sie geprägt wurden. Das Porträt schnitt der Münzmedailleur Jakob Abramson. Seitlich ist die Marke des Schmiedes oder Schlossers angebracht, der die Stempel schmiedete. Literatur: Vgl. F. Freiherr von Schrötter, Das preußische Münzwesen im 18. Jahrhundert. Die Münzen aus der Zeit des Königs Friedrich II. des Großen (1904) Nr. 441-460 (Münzen); M. Olding, Die Münzen Friedrichs des Großen (2006) Nr. 69 (dito). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201620
Münztechnik: Patrize Westfalen
Münzkabinett
Vorderseite: Sitenansicht der Patrize. Rückseite: HIERONYMUS - NAPOLEON. Umschrift, belorbeerte Büste des Königs Hieronymus Napoleon nach rechts, unten signiert Tiolier, zusätzlich auf dem Patrizenrand das Signiert von Tiolier. Kommentar: Dm der Stempelfläche 37,3 mm, Dm des Stempelbodens 75,4 mm, Höhe 27 mm. - Es handelt sich um eine Patrize für die Münzvorderseite (für die Rs. siehe hier Objektnummer 18213938). Bildliche Darstellung und Schrift sind erhaben wiedergegeben. Mittels dieses Werkzeuges wird über verschiedene Stufen der tatsächliche Prägestempel hergestellt, mit dem dann die Münze produziert wird. Die 5-Franken-Stücke wurden mit der Jahreszahl 1808 und 1809 geprägt. Die Prägewerkzeuge zu den Münzen sind in Paris gefertigt worden, die Münzen aber wurden mit Sicherheit in Kassel geprägt. Die hier vorgestellten Prägewerkzeuge kamen 1866 nach der Annexion Hessens aus Kassel in das Stempelarchiv der Berliner Münze. Literatur: Für den Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 54 f.; E. Bannicke, Französisches Geld für Preußen - Münzstempel des Königreichs Westfalen in der Stempelsammlung des Berliner Münzkabinetts BBPN 12, 2004, 128-149; A. Siebeneicker in: M. Eissenhauer (Hrsg.), König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Katalog Kassel (2008) 414 Nr. 323 a mit Abb. (dieses Stück). - Für die Münze: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 33. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213935
Münztechnik: Patrize Westfalen
Münzkabinett
Vorderseite: KOENIG VON WESTPHALEN FR PR. Zwischen zwei unten mit Schleife verbundenen Eichenzweigen die Wertangabe 5 / FRANK // 18. Rückseite: Gesamtansicht der Patrize. Kommentar: Dm der Stempelfläche 37,3 mm, Dm des Stempelbodens 80,5 mm, Höhe 26,5 mm. - Es handelt sich um eine Patrize für die Münzrückseite (für die Vs. siehe hier Objektnummer 18213935). Bildliche Darstellung und Schrift sind erhaben wiedergegeben; die Fläche für die Jahresziffer ist freigelassen. Mittels dieses Werkzeuges wird über verschiedene Stufen der tatsächliche Prägestempel hergestellt, mit dem dann die Münze produziert wird. Die 5-Franken-Stücke wurden mit der Jahreszahl 1808 und 1809 geprägt. Die Prägewerkzeuge zu den Münzen sind in Paris gefertigt worden, die Münzen aber wurden mit Sicherheit in Kassel geprägt. Die Prägewerkzeuge kamen 1866 nach der Annexion Hessens aus Kassel in das Stempelarchiv der Berliner Münze. Literatur: Für den Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 54 f.; E. Bannicke, Französisches Geld für Preußen - Münzstempel des Königreichs Westfalen in der Stempelsammlung des Berliner Münzkabinetts, BBPN 12, 2004, 128-149; A. Siebeneicker in: M. Eissenhauer (Hrsg.), König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Katalog Kassel (2008) 414 Nr. 323 b mit Abb. (dieses Stück). - Für die Münze: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 33. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213938
Münztechnik: Prägestempel Westfalen
Münzkabinett
Vorderseite: HIERONYMUS NAPOLEON [spiegelbildlich]. Umschrift, belorbeerte Büste des Königs nach links, unten signiert Tiolier. Rückseite: Gesamtansicht des Stempels. Kommentar: Dm der Stempelfläche 36,9 mm, Dm des Stempelbodens 55,0 mm, Höhe 23,7 mm. - Es handelt sich um eine Matrize/einen Prägestempel für die Münzvorderseite (siehe für die Rs. hier Objektnummer 18213940). Bildliche Darstellung und Schrift sind vertieft wiedergegeben. Der Prägestempel ist eine Matrize, mit der dann die Münze produziert wird. Die 5-Franken-Stücke wurden mit der Jahreszahl 1808 und 1809 geprägt. Die Prägewerkzeuge zu den Münzen sind in Paris gefertigt worden, die Münzen aber wurden mit Sicherheit in Kassel geprägt. Die Prägewerkzeuge kamen 1866 nach der Annexion Hessens aus Kassel in das Stempelarchiv der Berliner Münze. Literatur: Für den Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 54 f.; E. Bannicke, Französisches Geld für Preußen - Münzstempel des Königreichs Westfalen in der Stempelsammlung des Berliner Münzkabinetts, 12, 2004, 128-149; A. Siebeneicker in: M. Eissenhauer (Hrsg.), König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Katalog Kassel (2008) 414 Nr. 323 c mit Abb. (dieses Stück). - Für die Münze: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 33. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213939
Münztechnik: Prägestempel Westfalen
Münzkabinett
Vorderseite: Gesamtansicht des Stempels. Rückseite: KOENIG VON WESTPHALEN FR PR [spiegelbildlich]. Zwischen zwei unten mit Schleife verbundenen Eichenzweigen die spiegelbildliche Wertangabe 5 / FRANK // 18. Kommentar: Dm der Stempelfläche 36,7 mm, Dm des Stempelbodens 47,2 mm, Höhe 40,7 mm. - Es handelt sich um eine Matrize/Prägestempel für die Münzrückseite (siehe für die Vs. hier 18213939). Bildliche Darstellung und Schrift sind vertieft und seitenverkehrt wiedergegeben. Die Fläche für die Jahresziffer ist freigelassen. Die 5-Franken-Stücke wurden mit der Jahreszahl 1808 und 1809 geprägt. Die Prägewerkzeuge zu den Münzen sind in Paris gefertigt worden, die Münzen aber wurden mit Sicherheit in Kassel geprägt. Literatur: Für den Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 54 f.; E. Bannicke, Französisches Geld für Preußen - Münzstempel des Königreichs Westfalen in der Stempelsammlung des Berliner Münzkabinetts, BBPN 12, 2004, 128-149; A. Siebeneicker in: M. Eissenhauer (Hrsg.), König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Katalog Kassel (2008) 414 Nr. 323 d mit Abb. (dieses Stück). - Für die Münze: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) Nr. 33. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213940
Münztechnik: Matrize Lippe
Münzkabinett
Vorderseite: EIN VEREINSTHALER XXX EIN PFUND FEIN [Spiegelverkehrt]. Umschrift, neunfeldiges Wappen auf Hermelinmantel unter Fürstenhut, unten Jahreszahl. Rückseite: Seitenansicht der Rückseiten-Matrize. Am Rand Signatur der Fertigung. Kommentar: Durchmesser der Prägefläche 34 mm, Stempelhöhe 27 mm, Gesamtdurchmesser 42,5 mm, signiert W 3.9.60 / P. 14.8.60. Die Prägewerkzeuge zum Vereinstaler sind durch Kriegseinwirkungen korrodiert. Literatur: Vgl. für die Stempelsammlung: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999). Vgl. für die Münze P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) 215 Nr. 16. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215829
Steigleder, Johann Kaspar: Johann Veit Döll
Münzkabinett
Vorderseite: IOHANN VEIT DOELL [spiegelbildlich]. Umschrift, Altersporträt Johann Veit Dölls (Doells) nach links. Unten die Signatur STEIGLEDER. Rückseite: Seitenansicht des Vorderseitenstempels. Kommentar: Durchmesser der Prägefläche 26,0 mm, Stempelhöhe 24,6 mm, Durchmesser des Stempels 33,0 mm. Der Stempel hat Abplatzungen am Rand. - Die beiden Prägestempel (siehe auch Objektnummer 18215831) sind eine Arbeit des Medailleurs Johann Kaspar Steigleder. Er war ein Schüler des Suhler Medailleurs, Stempel- und Steinschneiders Johann Veit Döll (1750-1835). Das Porträt ist nach dem Entwurf von Tubal Höfling gearbeitet, ebenfalls ein Schüler Dölls. Siehe den eben erwähnten Rückseitenstempel Objektnummer 18215831. Literatur: Vgl. zur Stempelsammlung: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999); E. Bannicke, Der Münzbuchstabe A von 1750 bis 1997 - Die Entwicklung der Münzstätte Berlin von der Königlichen Münze zum Münzamt der Bundesrepublik Deutschland, in: W. Steguweit (Hrsg.), Kunst und Technik der Medaille und Münze. Die Kunstmedaille in Deutschland 7 (1997) 123 Nr. 1,54 (Zinnabschlag vom Stempel). Zur Medaille: Johann Veit Döll 1750-1835. Festschrift aus Anlaß der 250. Wiederkehr des Geburtstages (2000) 28. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215830
Münztechnik: Matrize Lippe
Münzkabinett
Vorderseite: PAUL FRIEDRICH EMIL LEOPOLD FÜRST Z LIPPE [Spiegelverkehrt]. Umschrift, Kopf des Fürsten Paul Friedrich Emil nach rechts, unten Münzzeichen A für Berlin. Rückseite: Andere Ansicht der Vorderseitenmatrize. Am Rand Signatur der Fertigung. Kommentar: Durchmesser der Prägefläche 33,6 mm, Stempelhöhe 27,0 mm, Stempeldurchmesser 43,5 mm. - Signatur der Fertigung 3.9.60 / P. / W. Durch Kriegseinwirkungen sind die Prägewerkzeuge zum Vereinstaler korrodiert. Literatur: Vgl. für die Stempelsammlung: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999). Vgl. für die Münze: P. Arnold - H. Küthmann - D. Steinhilber, Grosser deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. 19. Auflage (2003) 215 Nr. 16. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215828
Steigleder, Johann Kaspar: Johann Veit Döll
Münzkabinett
Vorderseite: UNVERWELKLICH IST SEIN KRANZ [spiegelbildlich]. Umschrift, auf einem Quader ein Lorbeerkranz, unten umwunden von Schlange, dem Zeichen der Ewigkeit. Rückseite: Seitenansicht des Rückseitenstempels. Kommentar: Durchmesser der Prägefläche 26,0 mm, Stempelhöhe 24,9 mm, Gesamtdurchmesser 33,2 mm. - Die beiden Prägestempel (siehe auch Objektnummer 18215830) sind eine Arbeit des Medailleurs Johann Kaspar Steigleder. Er war ein Schüler des Suhler Medailleurs, Stempel- und Steinschneiders Johann Veit Döll (1750-1835). Das Porträt ist nach dem Entwurf von Tubal Höfling gearbeitet, ebenfalls ein Schüler Dölls. Siehe den eben erwähnten Vorderseitenstempel Objektnummer 18215830. Literatur: Vgl. zur Stempelsammlung: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999); E. Bannicke, Der Münzbuchstabe A von 1750 bis 1997 - Die Entwicklung der Münzstätte Berlin von der Königlichen Münze zum Münzamt der Bundesrepublik Deutschland, in: W. Steguweit (Hrsg.), Kunst und Technik der Medaille und Münze. Die Kunstmedaille in Deutschland 7 (1997) 123 Nr. 1,54 (Zinnabschlag vom Stempel). Zur Medaille: Johann Veit Döll 1750-1835. Festschrift aus Anlaß der 250. Wiederkehr des Geburtstages (2000) 28. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215831
Münztechnik: Prägestempel Hanau-Münzenberg
Münzkabinett
Vorderseite: PHIL LVD COM IN HANAV E RIN D MINTZEB. Umschrift zwischen zwei Zierkreisen, im Feld bekröntes Wappen, links und rechts daneben die geteilte Jahreszahl 16-03. Rückseite: Seitenansicht des Stempels. Kommentar: Bei dem Hanauer Guldenstempel handelt es sich um einen Oberstempel oder Obereisen. Die Gesamtlänge des Stempels beträgt 75,4 mm. Der Durchmesser der Prägefläche ist 33 mm, der des Schlagbartes etwa 57,8 mm. Die Größe des Stempels war abhängig von der Größe und Dicke des Nominals. Der dazu ebenfalls im Münzkabinett vorhandene Zinnabschlag vom Originalstempel ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Archivzwecke gefertigt worden. Beginn der Münzprägung in Hanau war 1603. Siehe auch den Abschlag vom Stempel unter Objektnummer 18220777. Literatur: Zur Münze: R. Suchier, Die Münzen der Grafen zu Hanau (1897) 18 Nr. a. Zum Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 38. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18220779
Döll, Johann Veit: Huldigung an Friedrich Wilhelm III. in Münster
Münzkabinett
Vorderseite: AUCH IHNEN SCHUTZ - UND WOHLFAHRT // MÜNSTER / MIT DEM STAATE / VEREINIGT / 1802. Auf einem Steinblock ein aufgeschlagenes Buch, der Block mit dem Bild einer Waage verziert. Um Stein Merkurstab, Ähren, Schwert und andere Gegenstände, Borussia in antiker Kleidung mit Helm und Panier nach links. Unten Signatur LOOS. Rückseite: Seitenansicht des Prägestempels. Kommentar: Die Stempelhöhe beträgt 65,3 mm, die Maße der achteckigen Stempelform sind 71x71,2 mm, das Gewicht 2171 Gramm. Der Medaillendurchmesser beträgt 42 mm. An der Seite eingestempelt das Schmiedezeichen W. - Den Rückseitenstempel zu dieser Huldigungsmedaille ließ die Firma Loos durch den Suhler Medailleur Johann Veit Döll (1750-1835) arbeiten. Literatur: Für die Stempelsammlung: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 64. Zur Medaille: H. Bolzenthal, Denkmünzen zur Geschichte des Königs Friedrich Wilhelm III. ²(1841) Nr. 36,2; K. Sommer, Die Medaillen des königlich Preußischen Hof-Medailleurs Daniel Friedrich Loos und seines Ateliers (1981) A 97,11; D. Bruhn, Johann Veit Döll. Werksverzeichnis (2000) 33 Nr. 35. Zu den Huldigungsmedaillen: L. Tewes, Huldigungsmedaille oder Allgemeines Ehrenzeichen? Genesis einer preußischen Auszeichnung, BBPN 3, 1996, 62-73. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18219116
Münztechnik: Prägestempel Münster
Münzkabinett
Vorderseite: CAROLUS MAGNUS FUNDATOR S [spiegelbildlich]. Umschrift, im Feld Karl der Große stehend mit Krone, Reichsapfel und Zepter im doppelten Linienkreis. Rückseite: Gesamtansicht des Stempels. Kommentar: Mit den Stempeln wurden Münzen (Taler) auf die Sedisvakanz geprägt, d. h. in der Zeit, in der der Bischofsstuhl noch nicht wieder besetzt war. Die Stempel zu den Prägungen kamen 1883 in das Stempelarchiv der Berliner Münzstätte. Die Gesamtlänge des Stempels beträgt ca. 78 mm, die der Stempelfläche 48x47 mm, das Gewicht 1246 g. Literatur: Für die Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 48. Für die Münzen: I. und W. G. Schulze, Die fürstbischöflich-münsterschen Münzen der Neuzeit (1973) Nr. 268 a. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18223324
Münztechnik: Prägestempel Münster
Münzkabinett
Vorderseite: CAPIT CATH MONASTERIENSE SEDEVACANTE 180I [spiegelbildlich]. Umschrift zwischen zwei Zierkreisen. Im Feld Brustbild des Paulus mit Schwert und Buch im Kapitelswappen zwischen I SP - TH für 1 Speziestaler und unten links und rechts CONV - FUSS für Konventionsfuß. Rückseite: Gesamtansicht des Stempels. Kommentar: Mit den Stempeln wurden Münzen, hier Speziestaler, auf die Sedisvakanz geprägt, d. h. in der Zeit, in der der Bischofsstuhl noch nicht wieder besetzt war. Die Stempel zu den Prägungen kamen 1883 in das Stempelarchiv der Berliner Münzstätte. Die Gesamtlänge des Stempels beträgt ca. 78 mm, die Stempelfläche misst 47x47 mm, das Gewicht beträgt 1346 g. Literatur: Vgl. für die Münzen: I. und W. G. Schulze, Die fürstbischöflich-münsterschen Münzen der Neuzeit (1973) Nr. 268 a. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18223323
Münztechnik: Prägestempel Münster
Münzkabinett
Vorderseite: CAPIT CATH MONASTERIE SEDEVACANTE // 1801 [spiegelbildlich]. Umschrift, im Feld Brustbild des Paulus mit Schwert und Buch auf dem münsterschen Querbalken. Im Abschnitt die Jahreszahl. Rückseite: Seitenansicht des Stempels. Kommentar: Mit den Stempeln wurden Münzen zu Stempel 2/3 Taler auf die Sedisvakanz geprägt, d. h. in der Zeit, in der der Bischofsstuhl nach dem Tod eines Bischofs noch nicht wieder besetzt war. Die Stempel zu den Prägungen kamen 1883 in das Stempelarchiv der Berliner Münzstätte. Die Gesamtlänge des Stempels beträgt ca. 82,5 mm, die Stempelfläche misst 43x42 mm, das Gewicht beträgt 1063 g. Literatur: Für die Stempel: E. Bannicke, Münz- und Medaillenstempel, Modelle, Proben, Fälschungen. Die Sammlung des ehemaligen Stempelarchivs der Berliner Münze im Münzkabinett. Das Kabinett 6 (1999) 48. Für die Münzen: I. und W. G. Schulze, Die fürstbischöflich-münsterschen Münzen der Neuzeit (1973) Nr. 270. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18223322
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Aemilianus
Münzkabinett
Vorderseite: APOLL CONSERVAT. Apollo mit Olivenzweig in der r. Hand und mit der l. Hand auf eine Leier (lyra) stützend. Rückseite: Seitenansicht des Rückseitenstempel. Kommentar: Maximaler Durchmesser 33 mm, Durchmesser Stempelfläche 24 mm, Stempelhöhe ca. 114 mm. Oberstempel. Der entfernte Schlagbart am Stempelboden zeigt, dass der Stempel offensichtlich für zahlreiche Prägungen verwendet wurde. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 214; G. F. Hill, Becker the counterfeiter (1955) Nr. 215; H. Rambach, Bulletin du Cercle d’Etudes Numismatiques 54, 2017, 2-33. 12 f. Abb. 10 c-d (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18246161
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Aemilianus
Münzkabinett
Vorderseite: IMP AEMILIANVS PIVS FEL AVG. Drapierte Panzerbüste des Aemilianus mit Strahlenkrone in der Rückenansicht nach r. Rückseite: Seitenansicht des Vorderseitenstempels. Kommentar: Maximaler Durchmesser 39 mm, Durchmesser der Stempelfläche 26,5 mm, Stempelhöhe ca. 43,5 mm. Unterstempel. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 214; G. F. Hill, Becker the counterfeiter (1955) Nr. 215; H. Rambach, Bulletin du Cercle d’Etudes Numismatiques 54, 2017, 2-33. 12 f. Abb. 10 a-b (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18246160
Münztechnik: Beckerscher Prägestempel Aemilianus
Münzkabinett
Vorderseite: VICT-ORIA AVG. Victoria nach l. In der r. Hand einen Palmzweig, in der l. Hand einen Lorbeerkranz haltend. Rückseite: Seitenansicht des Rückseitenstempels. Kommentar: Maximaler Durchmesser 38 mm, Durchmesser Stempelfläche 24,5 mm, Stempelhöhe ca. 79,5 mm. - Oberstempel. Der Schlagbart am Stempelboden zeigt, dass der Stempel offensichtlich für zahlreiche Prägungen verwendet wurde. Literatur: M. Pinder, Die Beckerschen falschen Münzen (1843) Nr. 214; G. F. Hill, Becker the counterfeiter (1955) Nr. 215; H. Rambach, Bulletin du Cercle d’Etudes Numismatiques 54, 2017, 2-33. 12 Abb. 9 c-d (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18246163