1 Ergebnisse
Objekttyp: Prozessionsikone
Handikone, Konstantin und Helena
Museum Europäischer Kulturen
Ikon, Konstantin und Helena (Handikon). Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die Prozessionsikone im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Das Objekt steht vermutlich im Zusammenhang mit den "Nestinari" und dem Ritual der "Feuertänze", bei dem solche Ikonen getragen wurden. Das Ritual, bei dem mit Ikonen wie dieser in einer Art Trancezustand über glühende Kohlen getanzt wird, ohne dass die Tänzer*innen Verbrennungen davontragen, hat einen bislang nicht gänzlich aufgeklärten Ursprung. Eine lange unterstellte Verbindung zum antiken Dionysios-Kult wurde von der neueren Forschung zurückgewiesen. In den multikonfessionellen Dörfern entlang der osmanischen Schwarzmeerküste (auf Griechisch sind die Nestinari bekannt als "Anastenaria") wurde der Feuerlauf von Griechen und Bulgaren gleichermaßen und zu verschiedenen Anlässen praktiziert, besonders zum Fest des Heiligen Konstantins und der Heiligen Helena am 21. Mai