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Objekttyp: Raumaufnahme
Rekonstruktion: Gebälkaufbau mit Fragment des Frieses (Westfront) des Artemistempels in Magnesia
Antikensammlung
Marmor, 2. Jh.v.Chr. (Ident.Nr.: Ma. 1.23)
Blick in den Ausstellungsbereich "Götter" der Sonderausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metroploe (30.09.2011 - 30.09. 2012)
Antikensammlung
Berg der Götter: Der Burgberg war nicht nur das politische Zentrum der Stadt sondern bildete mit einer Vielzahl von Heiligtümern auch den kultischen Mittelpunkt Pergamons. Schon seit frühester Zeit wurde Zeus als Wettergott auf der Burgspitze verehrt. Athena Polias steht für den Staatskult in hellenistischer Zeit. Das Athenaheiligtum war gleichzeitig Staatsarchiv, wo man auch die Siegesmonumente aufgestellte. Dionysos war eng mit der Herrscherdynastie der Attaliden verknüpft (Altargemach im Palast) und war gleichzeitig der Gott des Theaters (Kultbezirk auf der Theaterterrasse). Hera und Demeter waren am Abhang eigene Kultstätten geweiht. Auch den lokalen Gottheiten (Kybele, Attis) wurden Standbilder errichtet. Hermes und Herakles schützten das Gymnasion. In römischer Zeit wurde das Asklepiosheiligtum berühmt und entfaltete einen eignen Kurbetrieb. Der ägyptischen Göttin Isis wurde mit der „Roten Halle“ ein besonderes Heiligtum erbaut. Die Vielzahl der Gottheiten spiegelt sich eindrucksvoll im Gigantenkampf-Fries des großen Altars wider.
Blick in den Ausstellungsbereich "Leben in der Stadt" der Sonderausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metroploe (30.09.2011 - 30.09. 2012)
Antikensammlung
Leben in der Stadt: Die Bebauung der prunkvollen, von einer Mauer gesicherten Residenzstadt erstreckte sich im 2. Jh.v.Chr. von der Kuppe des ca. 335 Meter hohen Burgberges bis zu der sich im Süden auf dem abfallenden Hang hinziehenden Unterstadt. Eine serpentinartig angelegte, von Geschäften und Läden flankierte Hauptstraße verband Ober- und Unterstadt. Sie führte an der ausgedehnten Anlage des Gymnasion sowie dem Unteren Markt vorbei. Er war das Geschäftszentrum der Stadt. In seiner Nähe lag wohl auch die städtische Bank mit Geschäftslokalen der Geldwechsler. Kleinere Straßen und Gassen, annähernd nach einem Rasterschema angelegt, erschlossen die Wohngebiete. Durch Zisternen in den Höfen der Häuser und Wasserfernleitungen wurde die Stadt mit Wasser versorgt. Die Königspaläste und das Theater auf dem Burgberg gehörten ebenso zum Stadtbild wie öffentliche Monumente und zahlreiche Heiligtümer und Tempel. Inschriftlich belegt ist auch die Existenz eines Prytaneion (Sitz der höchsten städtischen Beamten). Das binnenländische Pergamon hatte über die Hafenstadt Elaia, die zu einem wichtigen Militär- und Handelsstützpunkt wurde, Zugang zum Meer.
Blick in den Ausstellungsbereich "Vom Werden einer Stadt" der Sonderausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metroploe (30.09.2011 - 30.09. 2012)
Antikensammlung
Im Schatten Trojas: Die Ebene des Kaikos-Flusses in der antiken Landschaft Mysien im Nordosten der Türkei war bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. Funde aus aktuellen Ausgrabungen auf einem Siedlungshügel westlich von Pergamon bestätigen, dass hier bereits am Ende des 4. und in der ersten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. Siedlungen einer chalkolithisch-frühbronzezeitlichen Kultur existierten. Die gefundene Keramik lässt sich mit dem Material aus anderen Orten der Region, besonders aus Yortan-Kelembo, Babaköy und dem Madra-Delta aber auch der frühbronzezeitlichen Kultur von Troja I sowie weiteren prähistorischer Siedlungen dieses Zeithorizontes in Kleinasien vergleichen. In die spätere Bronzezeit gehören die Scherben einer Siedlung am Asklepieion von Pergamon. Auf dem von einer intensiven antiken Bautätigkeit betroffenen Burgberg fanden sich dagegen nur prähistorische Steingeräte in späteren Schuttschichten. Neue Bewertungen des ältesten Keramikmaterials und von Mauerstrukturen oberhalb des Hera-Heiligtums könnten aber bereits auf eine vorarchaische Befestigung an dieser Stelle hinweisen.
Blick in Raum 11 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Alexander und die Folgen - Das Zeitalter des Hellenismus
Antikensammlung
Als Hellenismus wird die Epoche zwischen dem Tod Alexanders des Großen (323 v. Chr.) und dem Beginn der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr.) bezeichnet. Durch die Eroberungen Alexanders breiteten sich griechische Sprache, Kunst und Kultur über den gesamten Mittelmeerraum bis weit in den Orient aus. Zugleich verloren die griechischen Stadtstaaten – allen voran Athen – ihre zentrale Stellung. Das politische Geschehen wurde nunmehr beherrscht durch die miteinander rivalisierenden Monarchien in Makedonien, Kleinasien, Syrien und Ägypten. Deren Hauptstädte Pella, Pergamon, Antiochia und Alexandria waren die Kultur- und Kunstzentren. Der Luxus der höfischen Kreise wurde für den Geschmack eines breiten Publikums bestimmend. Die Kunst des Hellenismus teilt man in eine frühe Phase (bis ca. 230 v. Chr.), eine hochhellenistische (230-150 v. Chr.) und eine späte Phase ein. Letztere kann man aufgrund der Expansion der Römer in Griechenland und Kleinasien auch bereits zur Römerzeit zählen. Die Kunst ist geprägt von Luxusgütern und serienhafter Kleinkunst, von innovativen Architekturen – wie etwa dem Pergamonaltar – und ersten Kopien der klassischen Vorbilder. In dieser Zeit werden auch Sklaven und einfache Leute in bildender Kunst und Literatur zum Gegenstand oft karikierender Darstellung.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Orte der Götter - Heiligtümer im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Samos, Milet, Didyma. Archaische Kunst in Ionien: Auf der Insel Samos und dem nahen Küstenstreifen Kleinasiens, der heutigen Westtürkei, siedelten in der Antike die ostgriechischen Ionier. Der Handel und enge kulturelle Kontakte mit dem Vorderen Orient und Ägypten verliehen den ionischen Stadtstaaten, besonders Samos mit seinem Heraheiligtum sowie Milet mit dem Apollon-Orakel von Didyma im 7. und 6. Jh. v. Chr. eine Vormachtstellung in der griechischen Welt. Zahlreiche importierte Weihgaben in den Heiligtümern von Samos und Milet bezeugen die internationalen Verbindungen. In hoch- und spätarchaischer Zeit hatten Künstler aus Samos und Milet Anteil an der Entwicklung des griechischen Menschenbildnisses. Ihre Skulpturen zeichneten sich durch voluminöse Körperformen und spannungsreiche Oberflächendetails aus. Vorbilder für die nackten Jünglinge und die kostbar bekleideten jungen Frauen sowie für die Tierbilder kannten die Ionier aus Ägypten. Auch die thronenden Männer und Frauen aus der aristokratischen Oberschicht in den Heiligtümern von Milet und Didyma übernahmen orientalische Darstellungsformen. Den Marmor lieferten meist Steinbrüche auf den Kykladen und in Kleinasien.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoß): Orte der Götter - Heiligtümer im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Samos, Milet, Didyma. Archaische Kunst in Ionien: Auf der Insel Samos und dem nahen Küstenstreifen Kleinasiens, der heutigen Westtürkei, siedelten in der Antike die ostgriechischen Ionier. Der Handel und enge kulturelle Kontakte mit dem Vorderen Orient und Ägypten verliehen den ionischen Stadtstaaten, besonders Samos mit seinem Heraheiligtum sowie Milet mit dem Apollon-Orakel von Didyma im 7. und 6. Jh. v. Chr. eine Vormachtstellung in der griechischen Welt. Zahlreiche importierte Weihgaben in den Heiligtümern von Samos und Milet bezeugen die internationalen Verbindungen. In hoch- und spätarchaischer Zeit hatten Künstler aus Samos und Milet Anteil an der Entwicklung des griechischen Menschenbildnisses. Ihre Skulpturen zeichneten sich durch voluminöse Körperformen und spannungsreiche Oberflächendetails aus. Vorbilder für die nackten Jünglinge und die kostbar bekleideten jungen Frauen sowie für die Tierbilder kannten die Ionier aus Ägypten. Auch die thronenden Männer und Frauen aus der aristokratischen Oberschicht in den Heiligtümern von Milet und Didyma übernahmen orientalische Darstellungsformen. Den Marmor lieferten meist Steinbrüche auf den Kykladen und in Kleinasien.
Blick in Raum 1 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Zeit der Helden - Das frühe Griechenland
Antikensammlung
Bereits in der Bronzezeit (3. / 2. Jahrtausend v. Chr.) brachte Griechenland hoch entwickelte Kulturen hervor: Die Kykladenkultur auf den ägäischen Inseln, die von Kreta ausgehende minoische Kultur und schließlich die mykenische Kultur, die vom Festland über die Inseln bis nach Kleinasien (heutige Türkei) verbreitet war. Mit dem Untergang der mykenischen Kultur um 1200 v. Chr. begann eine Periode tiefer Umwälzungen, die „Dunklen Jahrhunderte“. Erst um 1000 v. Chr. setzte eine allmähliche Erholung ein. Nach der streng linearen Dekoration der zwischen 1000 und 700 v. Chr. produzierten Keramik nennt man diese Epoche auch die „geometrische“. In deren Schlussphase übernahmen die Griechen die Alphabetschrift von den Phöniziern und es bildeten sich die späteren Stadtstaaten heraus. Diese Zeit ist mit dem Dichter Homer und den ihm zugeschriebenen Epen verbunden, der Ilias und der Odyssee. Sie rühmen Heldentaten in einer sagenhaften Vergangenheit, die sich um die Belagerung und den Fall Trojas drehen. Im späten 8. und 7. Jh. v. Chr. wurden im Schwarzmeergebiet und im westlichen Mittelmeer zahlreiche Kolonien gegründet. Die Beziehungen mit dem Vorderen Orient wurden noch intensiver, von dort wurden zahlreiche Handwerkstechniken und Dekorationsformen übernommen. Die „früharchaische“ Zeit wird deshalb auch die „orientalisierende Periode“ Griechenlands genannt.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Orte der Götter - Heiligtümer im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Samos, Milet, Didyma. Archaische Kunst in Ionien: Auf der Insel Samos und dem nahen Küstenstreifen Kleinasiens, der heutigen Westtürkei, siedelten in der Antike die ostgriechischen Ionier. Der Handel und enge kulturelle Kontakte mit dem Vorderen Orient und Ägypten verliehen den ionischen Stadtstaaten, besonders Samos mit seinem Heraheiligtum sowie Milet mit dem Apollon-Orakel von Didyma im 7. und 6. Jh. v. Chr. eine Vormachtstellung in der griechischen Welt. Zahlreiche importierte Weihgaben in den Heiligtümern von Samos und Milet bezeugen die internationalen Verbindungen. In hoch- und spätarchaischer Zeit hatten Künstler aus Samos und Milet Anteil an der Entwicklung des griechischen Menschenbildnisses. Ihre Skulpturen zeichneten sich durch voluminöse Körperformen und spannungsreiche Oberflächendetails aus. Vorbilder für die nackten Jünglinge und die kostbar bekleideten jungen Frauen sowie für die Tierbilder kannten die Ionier aus Ägypten. Auch die thronenden Männer und Frauen aus der aristokratischen Oberschicht in den Heiligtümern von Milet und Didyma übernahmen orientalische Darstellungsformen. Den Marmor lieferten meist Steinbrüche auf den Kykladen und in Kleinasien.
Blick in Raum 5 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Götter und Heroen - Bilder des griechischen Mythos
Antikensammlung
Die griechische Religion kennt viele Götter. Als die zwölf olympischen Gottheiten galten Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Athena, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Hestia. Daneben wurden auch lokale und nichtgriechische Gottheiten verehrt, denen spezielle Wirkungsbereiche zugeordnet waren. Bestimmte Attribute und Tiere kennzeichneten die Götter, die nicht nur eine menschliche Gestalt hatten, sondern auch menschliche Verhaltensweisen pflegten. Das Göttergeschlecht des Zeus musste seine Weltherrschaft in schweren Kämpfen erringen und sichern, zuletzt im Kampf gegen die Giganten, die rebellierenden Söhne der Erde (Gaia). Die Heroen, Helden einer sagenhaften Vorzeit, waren häufig aus der Verbindung von Göttern mit Menschen hervorgegangen. Sie galten als Beschützer in persönlicher Not und standen den Menschen oft näher als die Olympier. Heldensagen, die mit bestimmten Orten und Landschaften verbunden wurden, berichten von ihren Taten. Herakles war der beliebteste griechische Heros. Seine zwölf Arbeiten im Auftrag des Königs von Mykene machten ihn zum Vorbild von Mut und Tapferkeit. Gleiches galt für den athenischen Helden Theseus, der verschiedene Ungeheuer bekämpfen musste. Die bekanntesten Sagenzyklen erzählen vom Kampf der Griechen um Troja und die anschließenden Irrfahrten des Odysseus. Im zehnjährigen Trojanischen Krieg taten sich vor allem Achilleus durch Tapferkeit und Odysseus durch List und Findigkeit hervor.
Blick in Raum 1 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Zeit der Helden - Das frühe Griechenland
Antikensammlung
Bereits in der Bronzezeit (3. / 2. Jahrtausend v. Chr.) brachte Griechenland hoch entwickelte Kulturen hervor: Die Kykladenkultur auf den ägäischen Inseln, die von Kreta ausgehende minoische Kultur und schließlich die mykenische Kultur, die vom Festland über die Inseln bis nach Kleinasien (heutige Türkei) verbreitet war. Mit dem Untergang der mykenischen Kultur um 1200 v. Chr. begann eine Periode tiefer Umwälzungen, die „Dunklen Jahrhunderte“. Erst um 1000 v. Chr. setzte eine allmähliche Erholung ein. Nach der streng linearen Dekoration der zwischen 1000 und 700 v. Chr. produzierten Keramik nennt man diese Epoche auch die „geometrische“. In deren Schlussphase übernahmen die Griechen die Alphabetschrift von den Phöniziern und es bildeten sich die späteren Stadtstaaten heraus. Diese Zeit ist mit dem Dichter Homer und den ihm zugeschriebenen Epen verbunden, der Ilias und der Odyssee. Sie rühmen Heldentaten in einer sagenhaften Vergangenheit, die sich um die Belagerung und den Fall Trojas drehen. Im späten 8. und 7. Jh. v. Chr. wurden im Schwarzmeergebiet und im westlichen Mittelmeer zahlreiche Kolonien gegründet. Die Beziehungen mit dem Vorderen Orient wurden noch intensiver, von dort wurden zahlreiche Handwerkstechniken und Dekorationsformen übernommen. Die „früharchaische“ Zeit wird deshalb auch die „orientalisierende Periode“ Griechenlands genannt.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Erinnerungen und Repräsentation - Grabmäler im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Wohlhabende Familien betrieben im Griechenland des 6. Jhs. v. Chr. einen ganz erheblichen Aufwand bei der Ausstattung ihrer Grabanlagen. Besonders beliebt waren Grabhügel (Tumuli) und hohe Grabterrassen mit Relief- und Statuenschmuck. Die sicher prestigeträchtigste Form der Ehrung eines Toten war dessen statuarische Wiedergabe in Gestalt der Kore und des Kouros, lebensgroßer Bildwerke junger Frauen und Männer. Mit der sogenannten Berliner Göttin haben wir eines der ältesten vollständigen Beispiele einer solchen qualitätvollen Grabstatue des 6. Jhs. vor uns, die noch Reste der originalen Farbfassung aufweist. Statuen von Löwen, die durch Vorbilder aus dem Orient angeregt sind, dienten als symbolische Grabwächter. Die zahlreichen archaischen Grabstelen Attikas sind hier durch vier Fragmente vertreten, die eindrucksvoll das Spektrum der unterschiedlichen Darstellungstechniken vorführen: Vom gemalten Bild über die zusätzlich geritzte Darstellung zum Flachrelief. Aus Lehmziegeln errichtete Grabbauten waren mit bemalten Tontafeln (Pinakes) dekoriert, die uns ebenso wie die im Grabkult verwendeten Gefäße einen detaillierten Eindruck von den Praktiken des zeitgenössischen Totenkultes vermitteln.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Orte der Götter - Heiligtümer im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Samos, Milet, Didyma. Archaische Kunst in Ionien: Auf der Insel Samos und dem nahen Küstenstreifen Kleinasiens, der heutigen Westtürkei, siedelten in der Antike die ostgriechischen Ionier. Der Handel und enge kulturelle Kontakte mit dem Vorderen Orient und Ägypten verliehen den ionischen Stadtstaaten, besonders Samos mit seinem Heraheiligtum sowie Milet mit dem Apollon-Orakel von Didyma im 7. und 6. Jh. v. Chr. eine Vormachtstellung in der griechischen Welt. Zahlreiche importierte Weihgaben in den Heiligtümern von Samos und Milet bezeugen die internationalen Verbindungen. In hoch- und spätarchaischer Zeit hatten Künstler aus Samos und Milet Anteil an der Entwicklung des griechischen Menschenbildnisses. Ihre Skulpturen zeichneten sich durch voluminöse Körperformen und spannungsreiche Oberflächendetails aus. Vorbilder für die nackten Jünglinge und die kostbar bekleideten jungen Frauen sowie für die Tierbilder kannten die Ionier aus Ägypten. Auch die thronenden Männer und Frauen aus der aristokratischen Oberschicht in den Heiligtümern von Milet und Didyma übernahmen orientalische Darstellungsformen. Den Marmor lieferten meist Steinbrüche auf den Kykladen und in Kleinasien.
Blick in Raum 5 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Götter und Heroen - Bilder des griechischen Mythos
Antikensammlung
Die griechische Religion kennt viele Götter. Als die zwölf olympischen Gottheiten galten Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Athena, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Hestia. Daneben wurden auch lokale und nichtgriechische Gottheiten verehrt, denen spezielle Wirkungsbereiche zugeordnet waren. Bestimmte Attribute und Tiere kennzeichneten die Götter, die nicht nur eine menschliche Gestalt hatten, sondern auch menschliche Verhaltensweisen pflegten. Das Göttergeschlecht des Zeus musste seine Weltherrschaft in schweren Kämpfen erringen und sichern, zuletzt im Kampf gegen die Giganten, die rebellierenden Söhne der Erde (Gaia). Die Heroen, Helden einer sagenhaften Vorzeit, waren häufig aus der Verbindung von Göttern mit Menschen hervorgegangen. Sie galten als Beschützer in persönlicher Not und standen den Menschen oft näher als die Olympier. Heldensagen, die mit bestimmten Orten und Landschaften verbunden wurden, berichten von ihren Taten. Herakles war der beliebteste griechische Heros. Seine zwölf Arbeiten im Auftrag des Königs von Mykene machten ihn zum Vorbild von Mut und Tapferkeit. Gleiches galt für den athenischen Helden Theseus, der verschiedene Ungeheuer bekämpfen musste. Die bekanntesten Sagenzyklen erzählen vom Kampf der Griechen um Troja und die anschließenden Irrfahrten des Odysseus. Im zehnjährigen Trojanischen Krieg taten sich vor allem Achilleus durch Tapferkeit und Odysseus durch List und Findigkeit hervor.
Blick in Raum 5 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Götter und Heroen - Bilder des griechischen Mythos
Antikensammlung
Die griechische Religion kennt viele Götter. Als die zwölf olympischen Gottheiten galten Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Athena, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Hestia. Daneben wurden auch lokale und nichtgriechische Gottheiten verehrt, denen spezielle Wirkungsbereiche zugeordnet waren. Bestimmte Attribute und Tiere kennzeichneten die Götter, die nicht nur eine menschliche Gestalt hatten, sondern auch menschliche Verhaltensweisen pflegten. Das Göttergeschlecht des Zeus musste seine Weltherrschaft in schweren Kämpfen erringen und sichern, zuletzt im Kampf gegen die Giganten, die rebellierenden Söhne der Erde (Gaia). Die Heroen, Helden einer sagenhaften Vorzeit, waren häufig aus der Verbindung von Göttern mit Menschen hervorgegangen. Sie galten als Beschützer in persönlicher Not und standen den Menschen oft näher als die Olympier. Heldensagen, die mit bestimmten Orten und Landschaften verbunden wurden, berichten von ihren Taten. Herakles war der beliebteste griechische Heros. Seine zwölf Arbeiten im Auftrag des Königs von Mykene machten ihn zum Vorbild von Mut und Tapferkeit. Gleiches galt für den athenischen Helden Theseus, der verschiedene Ungeheuer bekämpfen musste. Die bekanntesten Sagenzyklen erzählen vom Kampf der Griechen um Troja und die anschließenden Irrfahrten des Odysseus. Im zehnjährigen Trojanischen Krieg taten sich vor allem Achilleus durch Tapferkeit und Odysseus durch List und Findigkeit hervor.
Blick in Raum 5 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Götter und Heroen - Bilder des griechischen Mythos
Antikensammlung
Die griechische Religion kennt viele Götter. Als die zwölf olympischen Gottheiten galten Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Athena, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Hestia. Daneben wurden auch lokale und nichtgriechische Gottheiten verehrt, denen spezielle Wirkungsbereiche zugeordnet waren. Bestimmte Attribute und Tiere kennzeichneten die Götter, die nicht nur eine menschliche Gestalt hatten, sondern auch menschliche Verhaltensweisen pflegten. Das Göttergeschlecht des Zeus musste seine Weltherrschaft in schweren Kämpfen erringen und sichern, zuletzt im Kampf gegen die Giganten, die rebellierenden Söhne der Erde (Gaia). Die Heroen, Helden einer sagenhaften Vorzeit, waren häufig aus der Verbindung von Göttern mit Menschen hervorgegangen. Sie galten als Beschützer in persönlicher Not und standen den Menschen oft näher als die Olympier. Heldensagen, die mit bestimmten Orten und Landschaften verbunden wurden, berichten von ihren Taten. Herakles war der beliebteste griechische Heros. Seine zwölf Arbeiten im Auftrag des Königs von Mykene machten ihn zum Vorbild von Mut und Tapferkeit. Gleiches galt für den athenischen Helden Theseus, der verschiedene Ungeheuer bekämpfen musste. Die bekanntesten Sagenzyklen erzählen vom Kampf der Griechen um Troja und die anschließenden Irrfahrten des Odysseus. Im zehnjährigen Trojanischen Krieg taten sich vor allem Achilleus durch Tapferkeit und Odysseus durch List und Findigkeit hervor.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Erinnerungen und Repräsentation - Grabmäler im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Wohlhabende Familien betrieben im Griechenland des 6. Jhs. v. Chr. einen ganz erheblichen Aufwand bei der Ausstattung ihrer Grabanlagen. Besonders beliebt waren Grabhügel (Tumuli) und hohe Grabterrassen mit Relief- und Statuenschmuck. Die sicher prestigeträchtigste Form der Ehrung eines Toten war dessen statuarische Wiedergabe in Gestalt der Kore und des Kouros, lebensgroßer Bildwerke junger Frauen und Männer. Mit der sogenannten Berliner Göttin haben wir eines der ältesten vollständigen Beispiele einer solchen qualitätvollen Grabstatue des 6. Jhs. vor uns, die noch Reste der originalen Farbfassung aufweist. Statuen von Löwen, die durch Vorbilder aus dem Orient angeregt sind, dienten als symbolische Grabwächter. Die zahlreichen archaischen Grabstelen Attikas sind hier durch vier Fragmente vertreten, die eindrucksvoll das Spektrum der unterschiedlichen Darstellungstechniken vorführen: Vom gemalten Bild über die zusätzlich geritzte Darstellung zum Flachrelief. Aus Lehmziegeln errichtete Grabbauten waren mit bemalten Tontafeln (Pinakes) dekoriert, die uns ebenso wie die im Grabkult verwendeten Gefäße einen detaillierten Eindruck von den Praktiken des zeitgenössischen Totenkultes vermitteln.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Hauptgeschoss): Erinnerungen und Repräsentation - Grabmäler im archaischen Griechenland
Antikensammlung
Wohlhabende Familien betrieben im Griechenland des 6. Jhs. v. Chr. einen ganz erheblichen Aufwand bei der Ausstattung ihrer Grabanlagen. Besonders beliebt waren Grabhügel (Tumuli) und hohe Grabterrassen mit Relief- und Statuenschmuck. Die sicher prestigeträchtigste Form der Ehrung eines Toten war dessen statuarische Wiedergabe in Gestalt der Kore und des Kouros, lebensgroßer Bildwerke junger Frauen und Männer. Mit der sogenannten Berliner Göttin haben wir eines der ältesten vollständigen Beispiele einer solchen qualitätvollen Grabstatue des 6. Jhs. vor uns, die noch Reste der originalen Farbfassung aufweist. Statuen von Löwen, die durch Vorbilder aus dem Orient angeregt sind, dienten als symbolische Grabwächter. Die zahlreichen archaischen Grabstelen Attikas sind hier durch vier Fragmente vertreten, die eindrucksvoll das Spektrum der unterschiedlichen Darstellungstechniken vorführen: Vom gemalten Bild über die zusätzlich geritzte Darstellung zum Flachrelief. Aus Lehmziegeln errichtete Grabbauten waren mit bemalten Tontafeln (Pinakes) dekoriert, die uns ebenso wie die im Grabkult verwendeten Gefäße einen detaillierten Eindruck von den Praktiken des zeitgenössischen Totenkultes vermitteln.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Etrurien - Städte, Heiligtümer, Nekropolen
Antikensammlung
Einen etruskischen Zentralstaat hat es nie egeben. Die Städte Arretium (Arezzo), Caisra (Cerveteri), Clevsin (Chiusi), Curtun (Cortona), Phersna (Perugia), Rusellae (Roselle), Tarchuna (Tarquinia), Vei (Veji), Vathuna (Vetulonia), Velathri (Volterra), Velzna (Orvieto) und Velcha (Vulci) schlossen sich zu einem losen Bund zusammen, der vor allem religiösen, weniger politischen Charakter hatte. Im 6. Jh. v. Chr. Entwikkelte jeder Stadtstaat seine eigene kulturelle Identität, besonders auch im Kunsthandwerk. Bemerkenswert war die hohe soziale Stellung der Frau in der etruskischen Gesellschaft. Im Hausbau dominierte die Holz-und Lehmarchitektur. Regulär geplante Stadtanlagen sind erst bei Neugründungen in kolonisierten Gebieten entstanden, so im 5. Jh. v. Chr. in Marzabotto bei Bologna. In dieser Zeit war das Fanum Voltumnae bei Orvieto ein überregionales religiöses Zentrum. Die auf Steinsockeln errichteten Tempel hatten reich verzierte Ziegeldächer. Die städtische Kultur ist am deutlichsten in den Nekropolen fassbar. Die Totenstädte spiegelten in Anlage, Form und Dekoration der Gräber sowie in den Beigaben die Welt der Lebenden wider. Zu den Beigaben gehörten neben importierten Luxusartikeln kunstvolle einheimische Bronzearbeiten und schwarz polierte Gefäße in ‚Bucchero‘-Technik, die Metallgefäße imitierten. Sie wurden als Tafelgeschirr bei Trinkgelagen verwendet und auch speziell für den Totenkult hergestellt. Mythen und Jenseitsglauben: Viele Mythen übernahmen die Etrusker von den Griechen und formten diese nach ihren Vorstellungen um. Beliebt waren Helden wie Herakles (Hercle), aber auch der Bruderzwist zwischen Eteokles und Polyneikes, der Krieg um Troja sowie Giganten- und Amazonenkämpfe fanden ihren Niederschlag auf Aschenkisten, Grabsteinen und Vasen. Mythen symbolisierten auch das menschliche Schicksal sowie gewaltsamen Tod: Der Wagenlenker Myrtilos, die Schleifung der Dirke, der Mord an Troilos mahnten an plötzliches Unglück. Das Jenseits wurde als eine eigene Welt gesehen, die anfangs heiter und als Fortsetzung des irdischen Lebens galt. Davon zeugen die Wandmalereien in den Gräbern von Tarquinia und Chiusi. Seit dem 4. Jh. v. Chr. dominierten Totengötter, Dämonen und Furien: Lasa, Nathum, Vanth, Furien und Charun. Vorstellungen von Totengericht, Bestrafung und Pein traten in den Vordergrund. So wurde die Fahrt ins Jenseits zu Wagen oder mit Schiff von dem düsteren Charun begleitet, der nicht mehr als der freundliche Seelengeleiter der Griechen erschien, sondern mit seinem Furcht einflößenden Aussehen die spätere Vorstellung vom Teufel prägte.
Blick in Raum 1 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Die Etrusker - Aufstieg einer Hochkultur
Antikensammlung
Sie selbst nannten sich Rasenna, von den Griechen wurden sie als Tyrrhenoi und von den Römern als Tusci bezeichnet. Davon leitet sich der heutige Name „Etrusker“ her, ebenso wie der italienische Name für einen Teil ihres Kernlandes in Mittelitalien – die Toscana. Die Etrusker waren die bedeutendste vorrömische Zivilisation Italiens. Offenheit gegenüber kulturellen Leistungen aus dem östlichen Mittelmeerraum und vor allem ein intensiver Kontakt mit der griechischen Welt begünstigten die Entwicklung einer städtischen Gesellschaftsstruktur. Reiche Erzvorkommen auf der Insel Elba, bei Populonia und in den Tolfa-Bergen, die von den Phönikern erlernte und weiterentwickelte Metallbearbeitung sowie Wein- und Olivenanbau bildeten die Grundlage für den Handel mit dem Vorderen Orient, Ägypten, mit den Griechen und Karthagern. Davon zeugen reiche Grabinventare. Seehandel und Piraterie begründeten den Aufstieg der südetruskischen Städte. Amphoren mit Wein und Trinkgeschirr aus sogenanntem Bucchero wurden bis an die südfranzösische Küste verschifft. In archaischer Zeit (6. Jh. v. Chr.) hatten die etruskischen Stadtstaaten ihre große Blütezeit; Fdie Religion spielte eine bedeutende Rolle. Ihren Nachbarn waren die Etrusker politisch und kulturell überlegen; bereits früh breiteten sie sich Richtung Süden bis nach Kampanien und später nach Norditalien aus. Mit dem Verlust der Seeherrschaft an die Griechen und dem Aufstieg Roms büßten die Etrusker ihre politische Vormachtstellung ein.
Blick in Raum 2 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Etrurien - Städte, Heiligtümer, Nekropolen (Grabplastik aus Chiusi)
Antikensammlung
Grabplastik aus Chiusi: Chiusi im etruskischen Binnenland erlebte in der zweiten Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. eine kulturelle Blüte. In dieser Zeit wurde aus dem weichen lokalen Kalkstein eine eigene Gattung von Grabmonumenten geschaffen. Sarkophage, Aschekisten, quadratische Cippen mit eiförmigem Aufsatz und Basen für Statuen verzierte man mit flachen, farbig gefassten Reliefs. Die frühen Exemplare zeigen Tiere und Fabelwesen, die späteren stellen Menschen bei verschiedenen Bestattungszeremonien, aber auch in Bankettszenen, bei Reiterspielen und Tänzen dar. Anregungen dazu gaben Bilder auf importierten attisch-schwarzfigurigen Vasen. Gegen Mitte des 5. Jhs. v. Chr. schuf man neue Grabskulpturen für die Kammergräber. Statuen von thronenden Frauen und zum Mahl gelagerten, bekränzten Männern stellten die heroisierten Verstorbenen dar. Zugleich dienten sie als Urnen, als Behälter für die Asche des Toten. Sie wurden am Hals ausgehöhlt und den separat gearbeiteten Kopf setzte man als Verschluss auf. Nach dem Vorbild griechischer Totenmahlreliefs saß neben den Gelagerten oft eine Frauengestalt – entweder die Gemahlin oder die Todesgöttin Vanth.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoß): Leben und Tod in Rom
Antikensammlung
In der Kaiserzeit entwickelte sich in Rom und Italien auf der Grundlage mittelitalischetruskischer Traditionen und beeinflusst von der hellenistisch geprägten Kultur des östlichen Mittelmeergebietes eine eigene und vielgestaltige Sepulkralkultur. Bis zum Beginn des 2. Jhs. n. Chr. haben die Römer ihre Verstorbenen zumeist verbrannt. Die Urnen wurden in Grabkammern beigesetzt, deren äußere architektonische Gestalt je nach sozialem Status und Vermögen sehr unterschiedlich ausfallen konnte. Grabbauten reihten sich entlang der Ausfallstraßen Roms und der Städte des Imperiums. Inschriften, figürliche Reliefs und Bauschmuck entsprachen gesellschaftlichen Konventionen und dienten der Selbstdarstellung des Einzelnen und seiner Familie. Um 120 n. Chr. ging die römische Oberschicht dazu über, ihre Verstorbenen in Steinsarkophagen beizusetzen. Die Themen der figürlichen Reliefs waren dem öffentlichen oder privaten Leben der Römer entnommen, sehr häufig aber auch dem griechischen Mythos. Im Osten des Reiches wurden häufig lokale Formen des Grabmales und der Bestattungsform beibehalten, wie Totenmahlreliefs und runde Grabaltäre. Altägyptischem Bestattungsbrauch verdanken wir die römischen Mumienbildnisse aus der Oase Fayum – eindrucksvolle Zeugnisse der weitgehend verlorenen antiken Porträtmalerei. Columbarien: Im kaiserzeitlichen Rom dominierte bis ins 2. Jh. n. Chr. die Brandbestattung – vor allem bei den höheren sozialen Schichten. Die Ascheurnen wurden künstlerisch gestaltet. Alabastergefäße nach Vorbild aus dem ägyptischen Alexandria waren besonders wertvoll. Mit Reliefs verzierte Marmorkästen dienten dagegen vorwiegend Angehörigen der Mittelschicht und freigelassenen Sklaven als Graburnen. Geschmückt waren sie häufig mit Girlanden und Blattranken, die seit hellenistischer Zeit eine sakrale Bedeutung besaßen. Die frühesten Urnen waren einfache Tontöpfe (Ollae), die in einer Wandnische im unterirdischen Grabgewölbe eingemauert wurden. Die Marmorurnen blieben dagegen sichtbar und vor ihnen vollzog man auch Totenopfer. Die Grabanlagen waren zunächst einfache, später aber im Innenraum aufwendig mit Stuck und Malerei dekorierte „Columbarien“ (Taubenhäuser). Sie wurden von reichen Familien, Berufsverbänden oder Personengruppen errichtet und gepflegt. Im Gegensatz zu den schlichten und schnell vergessenen Gräbern unterer Schichten war in diesen kollektiv angelegten und unterhaltenen Bauten eine bleibende Erinnerung und Pflege des Grabplatzes möglich. Von Rom aus verbreiteten sich die Sitte der Brandbestattung und die damit verbundenen Urnenformen und Columbarien in Nordafrika sowie in den westlichen und nördlichen Provinzen des Römischen Reiches, wo sie an einheimisches Brauchtum anknüpften.
Blick in Raum 5 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Römische Villen - Luxus als Lebensform
Antikensammlung
Hausrat und Mobiliar: In den römischen Villen gab es neben künstlerisch hochwertigen Gegenständen auch einfacher gestaltete Alltags- und Gebrauchsmöbel und grobes Küchengeschirr. In den Räumen der Hauptgebäude sowie im Gartenbereich entfaltete sich jedoch ein regelrechter Wohnluxus: Mosaiken und Marmorplatten in vielfarbigen Mustern schmückten Fußböden und Wände, Wandmalereien mit architektonischen Prospekten, mythologischen Darstellungen oder Porträts erweiterten das Spektrum. Gehobenen Lebensstil bezeugt auch die übrige Hausausstattung: Wertvolle Gefäße und Gerätschaften aus Silber und Bronze, feines Tischgeschirr (sogenannte Terra Sigillata), kunstvolle Gläser, kostspieliges Mobiliar aus Bronze, importierten teuren Marmorsorten oder Holz, verziert mit Schnitzereien, Intarsien und Einlagen aus Glas oder Elfenbein sowie versehen mit Beschlägen aus Bronze. Diese Luxusgüter besaßen nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern gleichzeitig auch eine repräsentative Funktion – erlesenes Trinkgeschirr wurde beispielsweise während des Gelages auf Tischen zur Schau gestellt. Der Hausherr konnte so den Gästen seinen Reichtum wirkungsvoll vor Augen führen.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Leben und Tod in Rom
Antikensammlung
In der Kaiserzeit entwickelte sich in Rom und Italien auf der Grundlage mittelitalischetruskischer Traditionen und beeinflusst von der hellenistisch geprägten Kultur des östlichen Mittelmeergebietes eine eigene und vielgestaltige Sepulkralkultur. Bis zum Beginn des 2. Jhs. n. Chr. haben die Römer ihre Verstorbenen zumeist verbrannt. Die Urnen wurden in Grabkammern beigesetzt, deren äußere architektonische Gestalt je nach sozialem Status und Vermögen sehr unterschiedlich ausfallen konnte. Grabbauten reihten sich entlang der Ausfallstraßen Roms und der Städte des Imperiums. Inschriften, figürliche Reliefs und Bauschmuck entsprachen gesellschaftlichen Konventionen und dienten der Selbstdarstellung des Einzelnen und seiner Familie. Um 120 n. Chr. ging die römische Oberschicht dazu über, ihre Verstorbenen in Steinsarkophagen beizusetzen. Die Themen der figürlichen Reliefs waren dem öffentlichen oder privaten Leben der Römer entnommen, sehr häufig aber auch dem griechischen Mythos. Im Osten des Reiches wurden häufig lokale Formen des Grabmales und der Bestattungsform beibehalten, wie Totenmahlreliefs und runde Grabaltäre. Altägyptischem Bestattungsbrauch verdanken wir die römischen Mumienbildnisse aus der Oase Fayum – eindrucksvolle Zeugnisse der weitgehend verlorenen antiken Porträtmalerei. Römische Sarkophage: Unter Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) begann die Blütezeit der römischen Sarkophagkunst. Vornehme Römer wurden damals in zunehmender Zahl in Steinsarkophagen bestattet. Im 3. Jh. n. Chr. dominierte diese Bestattungsform, wobei ab 270 auch christliche Darstellungen auftraten. Aus dem kaiserzeitlichen Rom sind neben einer unbekannten Anzahl unverzierter etwa 6000 dekorierte Marmorsarkophage mit heidnischen Themen bekannt, die seit Anfang des 4. Jhs.n.Chr. mit der zunehmenden Christianisierung nach den Edikten des Kaisers Konstantin durch christliche Motive abgelöst wurden. Die Sarkophage hatten die Form einer Wanne oder eines rechteckigen Kastens mit verschieden geformten Deckeln. Eine Langseite war durch Reliefschmuck hervorgehoben, untergeordnet war der Dekor der Schmalseiten. Die Rückseiten blieben meist unverziert. In Rom, Athen und in Phrygien, einer Region im antiken Kleinasien, befanden sich die wichtigsten Produktionszentren für Marmorsarkophage mit Reliefschmuck aus Girlanden, Riefeln, Säulen- und Arkadengliederungen sowie figürlichen Darstellungen. Die Themen der Reliefs waren dem öffentlichen oder privaten Leben der Römer entnommen, häufig aber auch dem griechischen Mythos. Beispiele dafür sind der Medea-Sarkophag und der Feldherrensarkophag mit der Adonislegende sowie die Reliefs mit dionysischen Motiven. Die Gestalten der griechischen Sage konnten dabei Träger von römischen Lebensauffassungen, Todes- und Jenseitsvorstellungen werden. Die auf den Reliefs dargestellten Hauptpersonen konnten auch Porträtköpfe der Verstorbenen tragen.
Blick in Raum 3 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Leben und Tod in Rom
Antikensammlung
In der Kaiserzeit entwickelte sich in Rom und Italien auf der Grundlage mittelitalischetruskischer Traditionen und beeinflusst von der hellenistisch geprägten Kultur des östlichen Mittelmeergebietes eine eigene und vielgestaltige Sepulkralkultur. Bis zum Beginn des 2. Jhs. n. Chr. haben die Römer ihre Verstorbenen zumeist verbrannt. Die Urnen wurden in Grabkammern beigesetzt, deren äußere architektonische Gestalt je nach sozialem Status und Vermögen sehr unterschiedlich ausfallen konnte. Grabbauten reihten sich entlang der Ausfallstraßen Roms und der Städte des Imperiums. Inschriften, figürliche Reliefs und Bauschmuck entsprachen gesellschaftlichen Konventionen und dienten der Selbstdarstellung des Einzelnen und seiner Familie. Um 120 n. Chr. ging die römische Oberschicht dazu über, ihre Verstorbenen in Steinsarkophagen beizusetzen. Die Themen der figürlichen Reliefs waren dem öffentlichen oder privaten Leben der Römer entnommen, sehr häufig aber auch dem griechischen Mythos. Im Osten des Reiches wurden häufig lokale Formen des Grabmales und der Bestattungsform beibehalten, wie Totenmahlreliefs und runde Grabaltäre. Altägyptischem Bestattungsbrauch verdanken wir die römischen Mumienbildnisse aus der Oase Fayum – eindrucksvolle Zeugnisse der weitgehend verlorenen antiken Porträtmalerei. Römische Sarkophage: Unter Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) begann die Blütezeit der römischen Sarkophagkunst. Vornehme Römer wurden damals in zunehmender Zahl in Steinsarkophagen bestattet. Im 3. Jh. n. Chr. dominierte diese Bestattungsform, wobei ab 270 auch christliche Darstellungen auftraten. Aus dem kaiserzeitlichen Rom sind neben einer unbekannten Anzahl unverzierter etwa 6000 dekorierte Marmorsarkophage mit heidnischen Themen bekannt, die seit Anfang des 4. Jhs.n.Chr. mit der zunehmenden Christianisierung nach den Edikten des Kaisers Konstantin durch christliche Motive abgelöst wurden. Die Sarkophage hatten die Form einer Wanne oder eines rechteckigen Kastens mit verschieden geformten Deckeln. Eine Langseite war durch Reliefschmuck hervorgehoben, untergeordnet war der Dekor der Schmalseiten. Die Rückseiten blieben meist unverziert. In Rom, Athen und in Phrygien, einer Region im antiken Kleinasien, befanden sich die wichtigsten Produktionszentren für Marmorsarkophage mit Reliefschmuck aus Girlanden, Riefeln, Säulen- und Arkadengliederungen sowie figürlichen Darstellungen. Die Themen der Reliefs waren dem öffentlichen oder privaten Leben der Römer entnommen, häufig aber auch dem griechischen Mythos. Beispiele dafür sind der Medea-Sarkophag und der Feldherrensarkophag mit der Adonislegende sowie die Reliefs mit dionysischen Motiven. Die Gestalten der griechischen Sage konnten dabei Träger von römischen Lebensauffassungen, Todes- und Jenseitsvorstellungen werden. Die auf den Reliefs dargestellten Hauptpersonen konnten auch Porträtköpfe der Verstorbenen tragen.
Blick in Raum 7 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Rom - Gesichter des Imperiums
Antikensammlung
Kaiserporträt und Privatbildnis Porträts der Kaiser und ihrer Familien waren im ganzen Römischen Reich verbreitet. Zu bestimmten Anlässen wie dem Regierungsantritt und -jubiläum oder der Geburt von Kindern entstanden am Kaiserhof verschiedene Prototypen als verbindliche Vorlagen; durch Gipsabgüsse wurden sie in den Werkstätten verbreitet. Auch die im Profil wiedergegebenen Bilder auf den Münzen folgen diesen Vorlagen. Deshalb können viele rundplastische Herrscherbilder mit Hilfe der Münzen benannt werden. Erkennbar sind verschiedene Bildnisfassungen derselben Person vor allem an der unterschiedlichen Anordnung der Haarlocken. Natürlich waren die Herrscher und ihre Familienmitglieder stilbildend für die Mode und damit vorbildhaft für ihre Untertanen. Seit Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.), der sein Erscheinungsbild griechischen Philosophen anglich, trug man wieder Bart. So sind Privatporträts manchmal nur sehr schwer von Kaiserbildnissen zu unterscheiden, aber gleichzeitig durch Frisur und Bartmode zu datieren. Anders als beim griechischen Porträt waren Kopf und Statuentypus voneinander unabhängig und frei miteinander kombinierbar. So konnte derselbe Porträtkopf mit einer Panzerstatue, einem Togatus, einem Reiterstandbild oder sogar einem heroisch nackten Körper verbunden werden.
Blick in Raum 4 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Römische Skulptur nach griechischem Vorbild
Antikensammlung
Im 2. Jh. v. Chr. zeichnete sich in der griechischen Kultur eine grundsätzliche Wende ab, die auch für das Römische Reich prägend werden sollte. Je stärker die eigene politische Macht nachließ, desto intensiver griff man in Griechenland auf bedeutende Leistungen der Vergangenheit zurück und aktualisierte sie. Neben Philosophie, Literatur und Rhetorik war ganz besonders die griechische Bildkunst nun stark retrospektiv geprägt. Diese Einbindung in die ´klassischen´ Traditionen beeinflußte den öffentlichen Bereich ebenso wie den persönlichen Lebensstil der Oberschicht. Durch die Integration des hellenistischen Ostens und damit auch Griechenlands in ihr Reich haben sich die Römer die griechische Kultur in ihrer historischen Gesamtheit intensiv zueigen gemacht. Diese kreative Aneignung läßt sich am Beispiel römischer Skulpturen besonders eindrucksvoll aufzeigen. Vorbilder aus der Zeit der griechischen Klassik wurden nicht nur genau kopiert, sondern häufig durch Veränderungen dem römischen Geschmack oder einer neuen Funktion angepaßt. In diesem Raum sind besonders instruktive Beispiele für diesen komplexen Verwandlungsprozess der griechischen Vorbilder versammelt und erläutert. Kopien und Umbildungen: Fast alle griechischen Originalwerke aus Bronze und Marmor, darunter auch die aus Schriftquellen bekannten Skulpturen berühmter Bildhauer, sind seit der Spätantike verloren. Glücklicherweise führte der Wunsch vieler Römer, Kopien dieser Meisterwerke zu besitzen, seit dem 1. Jh. v. Chr. zu einem lebendigen Kopistenwesen im gesamten Römischen Reich. Die griechischen Originale – vor allem Werke der Klassik aus dem 5. und 4. Jh. v. Chr. – wurden mittels Gipsabgüssen in den römischen Werkstätten verbreitet. Dort entstanden mehr oder weniger genaue Kopien aller Qualitäts- und Preisklassen für reiche Privatsammler und für die Ausstattung öffentlicher sowie privater Bauten. Diese Werke konnten wiederum die Vorlage für neue Kopien bilden. Daneben gab es Umsetzungen in anderem Maßstab oder Umbildungen, die einem neuen Kontext angepaßt waren. Da der größte Teil dieser Produktion in Marmor ausgeführt wurde, hat sich ein erheblicher Teil davon erhalten Für diese Kopien wurden im fast unerschöpflichen Repertoire der archaischen, klassischen und hellenistischen Kunst der Griechen Vorbilder gesucht, die dem römischen Geschmack entsprachen.
Blick in Raum 7 der Dauerausstellung der Antikensammlung im Alten Museum (Obergeschoss): Rom - Gesichter des Imperiums
Antikensammlung
Antike Bildnisse sind nicht als photographisch genaue Abbildungen der Physiognomie zu verstehen. Vielmehr sollte die dargestellte Person ‚charakterisiert’ werden. Bestimmte Bildformeln bezeichnen wichtige Eigenschaften oder die Zugehörigkeit zu einer Familie bzw. Gruppe. Dabei waren Alterszüge wie Falten und schütteres Haar nicht negativ besetzt, sondern vielmehr Zeichen für Erfahrung und Würde. Für ein Staatsamt galten solche Eigenschaften als unabdingbar. Bildnisse konnten ganz unterschiedliche Größe besitzen und aus unterschiedlichsten Materialien gearbeitet sein – von überlebensgroßen Kaiserstatuen aus Marmor oder Bronze über heute selten erhaltene Gemälde auf Holz bis hin zu kleinformatigen Porträts auf Münzen, Schmuckstücken oder Edelsteinen. Außerdem konnten sie in Form einer Büste oder Statue in ganz verschiedenen Zusammenhängen aufgestellt werden. In Haus und Grab verbildlichten sie wichtige Familienmitglieder oder dienten der Erinnerung an die Verstorbenen. Staatliche oder religiöse Amtsträger und Mitglieder des Kaiserhauses erhielten Ehrenstatuen, die an öffentlichen Plätzen, etwa auf dem Forum, oder in Heiligtümern aufgestellt waren, oftmals auch in Gruppenkompositionen.