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Objekttyp: Relief, Fragment
Gekreuzigter Christus mit Longinus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Christus mit Kreuznimbus und links gesenktem Haupte (beide Arme abgebrochen), am Kreuze hängend, unter dem ein Schädel liegt. Links Longinus in langem Gewande und niedriger Kappe, die Lanze Christus in die Seite stoßend. Recht ist der Schwamm und die Rohrstange sichtbar, die (der fehlende) Stephaton Christus reicht.
Gottvater und Abraham
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Ursprünglich gehörte das an seiner oberen Randzone fragmentierte Täfelchen zu einem Zyklus von geschnitzten Elfenbeinplatten, dem so genannten Paliotto von Salerno. Die heute noch vorhandenen 67 Reliefs werden in New York, Budapest, Paris, Hamburg sowie in Berlin aufbewahrt, der überwiegende Teil befindet sich jedoch im Museo Diocesano in Salerno. Bei der Datierung ist bisher ein zeitlicher Zusammenhang mit der neu errichteten, 1084 geweihten Kathedrale von Salerno angenommen worden. In jüngerer Zeit kam als ein weiterer Vorschlag das 2. Viertel des 12. Jahrhunderts hinzu. Die Berliner Tafel zeigt das Bündnis zwischen Gott und Abraham: Gottvater hat seine rechte Hand segnend über einem Kuppelziborium erhoben, während Abraham mit ausgestreckten Händen auf den von ihm errichteten Altar weist, der hier zwischen den Säulen steht.
Madonna (Fragment)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Von dem einst hervorragend erhaltenen Relief, das vermutlich das Mittelfeld der Vorderwand eines Sarkophags bildete, existiert seit Mai 1945 nur noch dieses Fragment. Das vollständige Bildwerk zeigte die Madonna als Halbfigur. Mit ihrer Rechten stützte sie den erhobenen rechten Fuß des seitlich vor ihr stehenden Kindes, das mit seiner rechten Hand den Segensgestus ausführte. In seiner gesenkten linken Hand hielt das Christuskind einen Vogel. Das Relief ist ein Spätwerk des wichtigsten Schülers und Mitarbeiters von Giovanni Pisano, der im Jahr 1323 von König Karl II. aus dem Hause Anjou an den Hof von Neapel berufen wurde. Tino di Camainos eleganter und feiner Linienstil prägte die Skulptur dieser Stadt bis zum Ende des Jahrhunderts.
Fragment eines bärtigen Mannes, vermutlich von einem Sarkophag
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Kopf stammt vom oberen Teil des rechten Randes einer Sarkophagkastenfront. Ein kleiner Rest der sich rechts anschließenden Nebenseite ist neben dem Hinterkopf erhalten. Der nach links oben zurückblickende Kopf war im Nacken stark angewinkelt. Vermutlich hielt die Figur entweder ein Schwert oder einen Stein in der Hand, wobei sie den erhobenen rechten Unterarm über den Kopf gelegt hatte - heute vollständig weggebrochen. Wahrscheinlich gehörte der Kopf zu einem Jagdgehilfen eines sogenannten Meleager-Sarkophags, auf dem eine Eberjagd dargestellt war.