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Objekttyp: Relief (Wandverkleidung)
Museum für Islamische Kunst
Ergänzende Gipsrekonstruktion einer Wandverkleidung mit Stuckplatten. Als Dekor ist auf der modelgeformten Gipsplatte ein über einer Sockelborte mit Hohlperlstab zwischen Leisten aufsitzender Fries aufgebracht. Er setzt sich aus sich abwechselnden Stielpalmetten mit siebenstrahligen Blättern und Kompositmotiven von mit Halbpalmetten gebündelten Stielpalmetten zusammen. Zugehörende Originalfragmente sind in einer zusätzlichen Platte montiert (vgl. Kt.I 253). Während der Fundort im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen über die historischen Fundbücher nicht zu rekonstruieren ist, stammen ähnliche Fliesen mit fünfstrahligen Blattmotiven aus dem Hof eines Gebäudes von Tell Dhahab (vergleiche KtO 1056, KtO 1196 und KtO 1226).
Museum für Islamische Kunst
Gipsnachformung einer mit Rosettenmotiven dekorierten Stuckscheibe. Die Rosetten bilden sechs Palmetten um eine runde, durch eine Leiste abgesetzte Öffnung. Zwischen ihnen sind am Rand herzförmige Motive eingebracht. Den Rand fasst ein umlaufender Astragalstab. Die aus zwei Scheiben zusammengefügte, auf Sicht von beiden Seiten ausgelegte Vorlage saß wohl in einer zinnenartigen Aussparung einer Mauer vor dem Südbau im Palastbezirk Ktesiphons. Mit ihrer Größe repräsentativ auf Fernwirkung abzielend, dekorierten derartige Scheiben einen Portalbereich. Parallelfunde stammen zudem von einem Haus im Stadtgebiet al-Maʿarid östlich des Palastes.
Museum für Islamische Kunst
Modelgeformte, stark ergänzte Stuckplatte einer Wandverkleidung aus Fliesen. Die sogenannte Perlhuhnplatte zeigt einen nach rechts schreitenden, im Profil dargestellten Vogel. Das rechte Standbein und die vorgestreckte linke Kralle berühren einen als sogenannten laufenden Hund ausgebildeten, medaillonartigen Kreis. In den Zwickeln der Platte sitzen diagonal angeordnete, mit den Spitzen zu den Ecken ausgerichtete Herzornamente. Beim Kamm und dem Halslappen des Perlhuhns handelt es sich um Rekonstruktionen. Brust- und Deckgefieder bilden überlappende Federn mit durch Einschnitte angedeuteten Innenrippen. Die Flug- und Schwanzfedern sind gleichförmig als parallele Rippen ausgeführt, die der Form des Vogelkörpers folgen. Eine vergleichbare, ebenfalls aus mehreren Fragmenten zusammengestellte Platte befindet sich im Metropolitan Museum in New York (KtO 1055-1056). Die Stücke stammen vom Ostiwan, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle, eines bei den Ktesiphon-Grabungen in der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegten Hauses.
Museum für Islamische Kunst
Modelgeformte Stuckplatte einer Wandverkleidung. Die Platte zeigt über einem Flügelpaar eine Art Monogramm aus mittelpersischen Buchstaben und einer Mondsichel in einem Perlkreis. Bislang gibt es dafür noch keine eindeutige Lesung; es handelt sich aber wohl um eine Segens- oder Schutzformel. Daher findet sich auch der Ausdruck Nishanplatte („Devise“) für derartige Baudekorplatten. Das Flügelpaar ist typischer Bestandteil sasanidischer Königskronen und beispielsweise auf Münzen zu finden. Die Ecken der quadratischen Platte sind mit herzförmig angeordneten Blattranken verziert. Die Platte stammt aus dem Westiwan eines bei den Ktesiphon-Grabungen in der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegten Hauses. Im Metropolitan Museum of Art in New York wird eine identische Platte aufbewahrt.
Museum für Islamische Kunst
Stuckplatte mit plastisch herausgearbeitetem Dekor. Die fast quadratische Platte zeigt zwei horizontale Reihen von verschlungenen Ranken aus Blüten und Gabelblättern. Die Binnenzeichnung der Blätter besteht aus eingeschnittenen Dreiecken, während die Stängel und der Hintergrund glatt sind. Da die Platte unten ebenfalls glatt und gerade abschließt, handelt es sich wohl um den Sockelfries einer größeren Wandverkleidung. Die Stuckplatte soll angeblich aus einem Abrisshaus in Toledo stammen.
Museum für Islamische Kunst
Stuckplatte mit plastisch herausgearbeitetem Dekor. Die rechteckige Platte zeigt Architekturdekor, kombiniert mit floralen Elementen und menschlichen Gesichtern: in der unteren Hälfte der Platte sind drei Säulen auf gestuften Basen dargestellt. Sie haben glatte oder gedrehte Schäfte mit gedrehten Kapitellen, die dreipassige Stalaktitbögen tragen (Muqarnas). Zwischen den Bögen und über den Säulen erscheinen menschliche Köpfe, während in den Arkaden Ovale mit dreiblättrigen Kelchblüten hängen. Diese sind durch eingeschnittene Dreiecke verziert. Die Stuckplatte soll angeblich aus einem Abrisshaus in Toledo stammen.