18 Ergebnisse
Objekttyp: Reliefplatte
Putto als Flußgott
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
In einem flachen Rundbogen kauert ein nackter Knabe, der aus einer Urne Wasser gießt.
Ethnologisches Museum
"Marmorplatte, auf beiden Seiten frulgiert, auf 1 Seite 2 Reihen arabischer Schrift; auf einer Langseite Buchstaben eines indischen Alphabets (Name des Steinmetzen ?) Den Ort des Mauseleums darf kein Eingeborener mit Schuhen betreten." Form: Die arabischen Schriftleisten (an den Ober- und Unterkanten) rahmen eine Reihe von tulpenartigen Abbildungen in der Mitte Farbe: Weiß Erhaltungszustand: Wenige Abschürfungen.
Ooton-Priester (Relief plaque)
Ethnologisches Museum
Ooton-Priester sind an dem zapfenförmigen Aufsatz der Kopfbedeckung zu erkennen, die außer ihnen nur der König und einige Würdenträger tragen durften. Die lange Gerte, die er in der Hand trägt, dient der Abwehr böser Mächte bei den Opferhandlungen. [Benin_Königreich]
(Christus zwischen zwei Knieenden)
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: Elfenbeinschnitzerei (Punta Negra) mit christlicher [...] (Christus dglt. [=dargestellt]). [Nachtrag] b.) Loango. Beschreibung: Form: Ein rechteckiges Relief mit einer Öse obenauf. Dargestellt werden drei Personen. Zwei Kniende berühren den Rock der stehenden. Farbe: Elfenbeinweiß
Reliefplatte mit dem Heiligen Symeon
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Relief ist aus Basalt, einem sehr harten vulkanischen Gestein. Weil es so schwer zu bearbeiten ist, ist das Relief nur ganz flach ausgeführt. Die Darstellung ist in einem modern anmutenden, fast Comic-artigen Stil gehalten. Rechts steht eine Säule auf einem Stufensockel. Auf der Säule erscheint ein bärtiger Mann, von dem nur der Oberkörper sichtbar ist. Der Unterkörper wird von einer Brüstung verdeckt, deren Oberkante durch eine dünne Linie angedeutet wird. Ein fliegender Vogel hält einen kleinen Kranz über ihn. An die Säule ist eine Leiter gelehnt, die ein zweiter Mann hinaufgestiegen ist. In seiner rechten Hand hält er ein Weihrauchgefäß. Es hat die Form eines Kelches und ist an einer Kette aufgehängt. Beide Männer tragen jeweils ein typisches Mönchsgewand. Es hat die Form eines langen, gegürteten Hemdes. Über den Kopf ist eine Kapuze gelegt, die mit einem Kreuz geschmückt ist. Der Mann auf der Säule stellt einen christlichen Heiligen, den syrischen Asketen Symeon d. Ä. (um 390-459) dar. Die historisch bezeugte Gestalt lebte zuerst als Mönch in einem Kloster im nordsyrischen Kalksteinmassiv nordöstlich von Aleppo. Als junger Mann zog sich Symeon auf einen Felsen zurück und widmete sich der Verehrung Gottes. Später wurde dort eine Säule errichtet, auf der er lebte, die Säule wurde mehrmals erhöht. Zuletzt war sie 17 bis 20 Meter hoch. 42 Jahre soll Symeon ununterbrochen auf dieser Säule zugebracht haben. Weil Symeon als heilig und weise galt, kamen bald große Mengen von Pilgern herbei, zu denen Symeon mehrmals täglich predigte und ihnen Ratschläge gab. Auch nach seinem Tod reisten zahlreiche Pilger zu der Säule, um dort zu dem Heiligen zu beten. Sie nahmen von dem Pilgerort Andenken mit, an deren heilkräftige Wirkung sie glaubten. Um den Standort der Säule herum wurde das große Pilgerheiligtum Qal’at Sim’an mit einer christlichen Kirche, einem Baptisterium und Pilgerwohnungen errichtet, um den Pilgern Platz und einen Raum für Gottesdienste zu bieten. Weihrauch wurde bei christlichen Gottesdiensten verwendet. Der Mönch auf der Leiter mit dem Weihrauchgefäß könnte auf Gottesdienste im Symeons-Heiligtum hinweisen. Symeon war nicht der einzige christliche Mönch, der ein Leben auf einer Säule führte, aber einer der frühesten und der berühmteste. Diese Mönche werden Säulensteher oder Styliten genannt, nach dem griechischen Wort „stylos“ für Säule. Sie stellten sich auf Säulen, um sich von dem als sündig angesehenen Alltagsleben zu entfernen und sich ganz Gott zu widmen. Das Relief war möglicherweise an der Fassade einer frühchristlichen Kirche im syrischen Kalksteingebiet eingelassen. Solche Reliefs sind von anderen Kirchen in dieser Gegend bekannt. Zeitlich und stilistisch vergleichbare Darstellungen befinden sich im Museum von Damaskus und im Louvre zu Paris. GM
Fragment eines Reliefs mit spielenden Knaben
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Relief ist nicht ganz vollständig erhalten. Zu erkennen sind zwei Jungen und links die Hand einer dritten Figur. Beide Jungen tragen gegürtete, ärmellose Gewänder und wadenhohe Stiefel. Ihre Körper sind einander zugewandt. Der rechte Junge hält hinter seinem Rücken ein Tuch mit beiden Händen so, als ob er damit gleich zuschlagen wolle. Der linke steht vor einer Art Basis und blickt aus dem Bild heraus. Seine linke Hand ist erhoben, in der rechten hält er das Ende eines Seils. Dargestellt ist ein altes Kinderspiel, das unter anderem den Namen „Teufel an der Kette“ trägt. Es sind mindestens drei Mitspieler notwendig, die nach festen Regeln ihre Rollen tauschen. Einer ist das „Opfer“, einer der „Verteidiger“, die übrigen Mitspieler sind die „Angreifer“. Das „Opfer“ ist an einem Seil festgebunden, das mit einem Pflock fest im Boden steckt. Die „Angreifer“ versuchen, das „Opfer“ mit einem Tuch zu schlagen. Der „Verteidiger“ ist mit dem „Opfer“ durch ein Seil verbunden. Er hat wiederum Tuch oder ein Seil in der Hand, um damit das „Opfer“ vor den Schlägen der „Angreifer“ zu verteidigen. Sobald es ihm gelingt, einen „Angreifer“ mit dem Tuch oder Seil zu treffen, wechseln alle die Rollen: Aus dem geschlagenen „Angreifer“ wird das „Opfer“, aus dem erlösten „Opfer“ wird der „Verteidiger“ und aus dem erfolgreichen „Verteidiger“ wird ein „Angreifer“. Dann kann das Spiel von neuem beginnen. Im Relief ist der rechte Junge der „Angreifer“. Der Junge mit dem Seil in der Hand ist wahrscheinlich das angebundene „Opfer“. Bei der Figur, von der nur die Hand sichtbar ist, müsste es sich dann um einen „Verteidiger“ handeln. Dasselbe Bildthema findet sich bereits auf einem stadtrömischen Sarkophag des 3. Jh. im Vatikan. Es ist nicht bekannt, in welchem Zusammenhang dieses Relief verwendet wurde. Dasselbe Thema des Spieles „Teufel an der Kette“ befindet sich auch auf einem Sarkophag des 3. Jahrhunderts aus Rom, der heute im Vatikan aufbewahrt wird. Es wäre zu überlegen, ob das Relief Teil eines oströmischen Sarkophages gewesen sein könnte. Es könnte sich aber auch um den Reliefschmuck einer Platzanlage gehandelt haben. GM
Relief mit siebenarmigem Leuchter
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Relief wurde im Fußbodenbelag der Kirche beim Theater von Priene gefunden, stammt jedoch aus einem älteren Bau, wohl aus der weiter hangabwärts in der Westtorstraße aufgefundenen Synagoge. In flachem Relief sind jüdische Kultsymbole dargestellt: in der Mitte der siebenarmige Leuchter auf einem Dreifuß, die Menora. Die spiralförmigen Gegenstände zu beiden Seiten sind als Thora-Rollen zu deuten. Das Gebilde links meint entweder den Lulab, den beim Laubhüttenfest verwendeten Feststrauß aus Früchten und einem Palmzweig, oder den Ethrog, eine Zitrusfrucht mit hineingesteckten Zweigen. Rechts sind das beim Gottesdienst geblasene Widderhorn (Schofar) und ein weiterer, wohl zu einem Ethrog gehörender Bachweidenzweig zu erkennen.