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Objekttyp: Rohprodukt
Fragmente von Blattgold
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Edelmetall Gold ist seit Prädynastischer Zeit, ca. 4300–3050 v. Chr., bekannt. Die weitreichende Verwendung des Materials liegt darin begründet, dass es gegen Korrosion beständig ist und Ägypten über ein eigenes, reiches Goldvorkommen verfügte. Die Gewinnung aus dem in Quarzadern vorliegenden Erz wurde in der ägyptischen Ostwüste in der Region um Koptos (Wadi Hammamat) bis nach Assuan forciert. Ab dem Mittleren Reich, ca. 2100–1800 v. Chr., erweiterte sich das Abbaugebiet auf die östlichen Wüsten Unternubiens (Wawat) und im Neuen Reich, ca. 1550–1070 v. Chr., auf Obernubien (Kusch). Blattgold, wie es von Ludwig Borchardt in Amarna gefunden wurde, diente zum Vergolden von Objekten. Somit konnte die Goldfolie ehemals zum Verkleiden von Statuen, Schmuck, Möbeln, Toilettengegenständen oder auch Architekturelementen verwendet worden sein. (J. Jancziak)
Gelbes Farbpigment, ocker
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Hauptfarben der Ägypter waren blau, gelb grün, rot, schwarz und weiß. Mit ihnen wurden sämtliche uns bekannten Hinterlassenschaften farbig bemalt, so z. B. Tempel, Grabwände, Gefäße, Särge und Schmuckobjekte, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Farbe Gelb bzw. Gold wurde als Pigment Ocker in den ägyptischen Wüstengebieten gefunden und ist die Farbe der Sonnen- und Mondscheibe und somit eng mit allem Göttlichen und der Unvergänglichkeit verbunden. (J. Jancziak)
Pigment, blau
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ägyptisch Blau ist ein Pigment, das wegen seiner Seltenheit oft künstlich hergestellt wurde. Auch kommt der Farbe Blau bei den Ägyptern keine allzu große Symbolik bei. Es ist die Hautfarbe des Luftgottes Amun und wird für Kronen und Bärte der Götter verwendet oder als Imitation von Lapislazuli. Bei der Herstellung von Farben wurden die Pigmente zu Puder zermahlen, danach mit Harz sowie Wasser vermischt bzw. angerührt und in Form von Tabletten getrocknet. In dieser Form gelangten sie auf die Malpaletten der Ägypter, wo sie, erneut mit Wasser angerührt, auf die zu bemalende Fläche aufgetragen werden konnten. (J. Jancziak)