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Objekttyp: Rucksack
Ethnologisches Museum
Lederbeutel. Verzierung aus Lederfransen oben an der Öffnung und auf der Unterseite. Der Beutel wird mit Hilfe von Schnüren zugezogen. Oft wurden solche Beutel von Beduinen benutzt, um Kaffeebohnen aufzubewahren. Dabei wurde er an einem Zeltpfosten aufgehängt. Datenbank: Rucksack Katalog: Rucksack für Bettler
XX. Weltjugendtag der Katholischen Kirche in Köln
Museum Europäischer Kulturen
Rucksack, dunkel- und hellblauses Kunststoffgewebe, zwei Fächer, separat mit Reissverschluß, Seitentaschen Netzwerk, Rücken und Schulterriemen gepolstert, mit Stickerei auf der Frontseite in rot, gelb, blau, schwarz: XX. Weltjugendtag, Köln 2005, Kirchtürme, Morgenstern und Kreuz, dazu Enblem der Stadt Köln.
Deliveroo
Museum Europäischer Kulturen
Nahezu quadratischer Rucksack aus grau-schwarzem und türkisen Polyester mit dem Licht reflektierenden Aufdruck „deliveroo" an beiden Seiten. Auf der Rückansicht das Firmenlogo von „deliveroo", ein stilisierter Tierkopf (angelehnt an ein Känguru =cangoroo) und erneut der Firmenschriftzug. Die Rückseite lässt sich mit Hilfe eines Reisverschlusses komplett öffnen. Innen isolierendes Material in Silber. Oben seitlich zwei Tragehenkle angebracht sowie an der einen Seite des Rucksacks schwarze Rucksackriemen. Der Tierkopf sowie der Schriftzug darunter sind mit schwarzem Gaffa-Tape verdeckt/verändert worden. Auf der einen Seite zudem noch einige Buchstaben aus schwarzem Gaffa-Tape. Der Rucksack gehörte dem Fahrer Stefano L., der einer der ersten Fahrer für das Unternehmen Deliveroo in Berlin war. Er arbeitete bei Deliveroo als Fahrer bis Deliveroo 2019 den Betrieb einstellte. Den Rucksack hatte Stefano mit Gaffa-Tape verändert, u.a. hatte er den Satz „Late capitalism has never tasted so good." auf die eine Seite des Rucksacks geklebt. Einige der Buchstaben sind noch erhalten. Würfelförmige Rucksäcke wie dieser sind typisch für die Dienstleistung des Essenauslieferns in europäischen Großstädten wie Berlin. Diese Art der Dienstleistung wurde ab ca. 2010 von diversen Start-Ups kommerzialisiert. Radfahrer*innen mit diesen Rucksäcken und teilweise noch Kleidungen, die das Branding des Dienstleisters tragen, gehören fest zum Stadtbild in europäischen Großstädten. Über das Internet können Konsument*innen in teilnehmenden Restaurants Speisen bestellen, die anschließend von den Fahrer*innen in dem isolierenden, würfelförmigen Rucksack zur Wohnungstür der Konsument*innen geliefert werden. Historische Vorbilder dieser zeitgenössischen Dienstleistung sind einerseits Mägde und Knechte, die Waren und Abholungen im 19. Jahrhundert in den Großstädten per Rückentragen transportierten sowie Hökerfrauen und Buckelmänner. Diese trugen ihre Waren (Lebensmittel etc.) in einer Hucke als Händlerinnen durch die Stadt und verkauften diese an der Haustüre und waren vor der Etablierung von Markthallen und Lebensmittelgeschäften die gängigste Art, den Einkauf zu erledigen.
Tarzan
Museum Europäischer Kulturen
Der Rucksack „Tarzan" wurde von der Flechtwerkgestalterin Rosa Gies entworfen und hergestellt.Er besteht aus einem Sechseckgeflecht aus Buchenspan, in dem mit Druckknöpfen am oberen Rand ein Beutel aus Hanf angebracht ist. Der Beutel lässt sich durch eine Kordel schließen. Im Inneren des Beutels ist ein kleines Fach eingenäht für Dinge wie Schlüssel sowie ein großes Fach, z.B. für einen Laptop. Der Beutel lässt sich komplett entfernen über die Druckknöpfe. Das Rückenteil ist ebenso wie die verstellbaren Schultergurte aus Hanf gefertigt und mit Baumwollvlies gepolstert. An der Unterseite sorgen zudem Füße aus Buchenholz für einen besseren Stand.Der Rucksack wird in Oberfranken von Hand hergestellt. Die Herstellung nimmt 4 Stunden Zeit in Anspruch, wobei alleine auf das Flechten eine Stunde verwendet wird.Die verwendeten Hölzer sind FSC-zertifiziert, die Textilien sind naturbelassen.„Tarzan" ist das Abschlussstück der Ausbildung von Rosa Gies als Flechtwerkgestalterin an der Staatliche Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels im Jahr 2018. Der Rucksack ist inspiriert von traditionellen, geflochtenen Rückentragekörbe - „Kiepen“.