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Objekttyp: Rundbild (Figur-anthropomorph)
Musikant mit Laute
Vorderasiatisches Museum
Sitzender Musikant mit Langhalslaute, der vielleicht einen Eros/Attis hydrophoros darstellt. Das knabenhafte Gesicht mit der dreizipfeligen Haarfrisur läßt noch eine plastische Bearbeitung der Augenbrauen, der Nase und der Wangen erkennen. Der Mund mit den wulstigen Lippen war geschlossen. Die Hohlfigur trug eine vertikal gefältelte Tunika und enganliegende, lange Hosen, die ebenfalls gefältelt waren. Die Laute wurde schräg nach unten gehalten, wobei der Resonanzkasten in der rechten Armbeuge ruhte. Während die linke Hand auf dem Oberschenkel lag und das Ende des Halses umfaßte, schlug die Rechte mit den nachmodellierten Fingern die Saiten an. Die leicht geöffneten Beine hingen mit gestreckten Füßen gerade herunter. Blaue Farbreste weisen noch auf eine Bemalung der Figur hin.
Terrokkte einer weiblichen Figur
Vorderasiatisches Museum
Die Terrakotte zeigt eine weibliche Figur mit spitz angewinkelten Armen, deren Hände die Brüste halten. Das ovale Gesicht mit der auffallend großen Nase wird von einer ägyptischen Lockenperücke eingefaßt. Die einzelnen Zöpfe, die durch eine sorgfältige Stilisierung gekennzeichnet sind, reichen bis auf die Schultern. Von dem Gewand, das bis zur Taille abgestreift wurde, sind gerade noch die in Bögen fallenden Träger zu erkennen. Die Frau trägt eine mehrreihige Kette mit sichelförmigem Anhänger und Armschmuck, der jedoch weitgehend abgerieben ist.
Fragment eines Kopfes
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment eines menschlichen Kopfes zeigt ein glattes, vollrundes Gesicht, welches von einer gelockten Haarfrisur eingerahmt wurde, die bis auf wenige Reste abgebrochen ist. Die tiefliegenden, fein umrandeten Augen werden von bogenförmigen Brauen überschattet, die an der Nasenwurzel spitz zusammentreffen. Wangen und Kinn sind weich gerundet und lassen das Gesicht ein wenig dicklich erscheinen. Eine schmale Kerbe markiert die Kinnspalte. Der Mund mit dem verkürzten Philtrum und den eingestochenen Mundwinkeln war geschlossen währenddie Lippen, die durch eine sehr ausdrucksvolle Modellierung gekennzeichnet sind, den leicht schmollenden Gesichtsausdruck unterstreichen.
Sitzender Mann
Vorderasiatisches Museum
Männliche Gewandstatuette, die mit gestrecktem Oberkörper und gekreuzten Beinen auf einem Kissen oder flachen Polster sitzt. Das leicht erhobene Gesicht mit den großen Augen und der geraden Nase wird von einem Baschlyk eingefaßt, der fest um Kopf und Kinn gewickelt ist. Die Figur trägt eine glatte, knielange Tunika, die in der Taille von einem Gürtel gehalten wird; die Brust, die sich unter dem enganliegenden Stoff abzeichnet, ist durch eine fast weibliche Rundung gekennzeichnet. Die Arme hängen seitlich am Körper herab, die Hände liegen auf den angewinkelten Knien. Der fehlende Schwerpunkt in Verbindung mit der unebenen Standfläche verhinderte eine freie Aufstellung des Bildwerkes.
Kopf eines Mannes mit Breitbandkappe
Vorderasiatisches Museum
Kopf einer männlichen Figur, die eine geriefelte Breitrandkappe trug. Das bartlose, weich modellierte Gesicht ist durch tiefliegende, dick umrandete Augen und eine kräftige Nase gekennzeichnet; Hinterkopf, Nacken und Kappe lassen noch eine gute Ausarbeitung erkennen. Rote Farbreste weisen auf eine einstige Bemalung des Köpfchens hin.
Reiterfigurine
Vorderasiatisches Museum
Die Figurengruppe zeigt eine einfache, sehr reduzierte Modellierung der Einzelformen, die auf die Wiedergabe der typologischen Merkmale beschränkt ist. Der hoch aufgerichtete Reiter ist eng an den Hals des Tieres gedrückt, wobei die flügelartig gebildeten Gliedmaßen mit dem Tierkörper verstrichen wurden. Der schmale Kopf mit der abgerundeten Kappe (?) ist leicht zurückgelegt, das Gesicht wurde nicht ausgearbeitet. Kehle, Brust und Vorderhand des Reittieres bilden ein gleichschenkeliges Dreieck. Die Beine sind nach außen gestellt und enden in einer stumpfen Spitze. Der kurze, keilförmige Schweif wurde angesetzt und an den Seiten nachträglich verputzt. Die feinen Schleifspuren auf der Oberfläche belegen, daß der Ton mit einem Borstenpinsel o.ä. geglättet wurde.
Holztorso (Kultstatue der Ischtar?)
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment eines Holztorsos stammt von einer beinahe lebensgroßen Statue, die vermutlich die Göttin Ischtar darstellte. Es wurde in der Hauptcella des Irigal-Heiligtums, das der Göttin Ischtar geweiht war, direkt neben dem Hauptpostament geborgen. Von dem Torso aus Feigenholz, der beim Brand des Temepls staark in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist der Bereich oberhalb der Taille und der Ansatz des linken Armes erhalten geblieben. Die einzeln geschnitzten Körperteile waren ursprünglich miteinander verzapft. Die dargestellte Gottheit trug ein Gewand mit V-Ausschnitt, dessen Stoff in senkrecht verlaufende, gewellte, zungenartige Kompartimente gegliedert war. Vermutlich war die Oberfläche der Statue ursprünglich mit einer Auflage aus Edelmetall und Edelsteinen verziert. Bei diesem Torsofragment handelt es sich um die einzige, bisher ausgegrabene babylonische Kultstatue.
Maske (Satyr)
Vorderasiatisches Museum
Fast vollständig erhaltene Gesichtsmaske einer männlichen Figur. Der längliche, nach vorn geneigte Kopf zeigt über der Stirn einen großen Höcker, aus dem zwei nach außen gebogene Hörner herauswachsen. Die tiefliegenden Augen wurden von breiten, stark gewölbten Augenbrauen überschattet und die kräftige Nase mit den nachgeformten Nasenlöchern war leicht zur Seite gedrückt. Die Wangen lassen noch eine gute Modellierung des Inkarnats erkennen, die vollen Lippen deuten ein zartes Lächeln an. Der leicht gewellte Vollbart fiel in dicken Strähnen lang herab, während das Haupthaar nur durch wenige Locken gekennzeichnet ist. Die Durchbohrung am oberen Rand weist auf eine Hängung der Maske hin, die einen Satyr porträtiert.
Kopf eines Mannes
Vorderasiatisches Museum
Dieser Kopf einer großformatigen, männlichen Hohlfigur zeigt ein fein geschnittenes und gut modelliertes Gesicht mit geraden Augenbrauen, tiefliegenden Augen und hohen Wangenknochen. Die ebenmäßige Nase ist durch einen schmalen Rücken gekennzeichne. Die Lippen wurden von einem in der Mitte geteilten Schnauzbart überschattet. Der üppige Vollbart fiel bis auf die Brust herab. Das dicht gelockte Haar wurde von einem Band gehalten, dass nur noch an den Seiten Reste einer pinkfarbenen Bemalung erkennen lässt.
Hohlfigur einer bekleideten Frau
Vorderasiatisches Museum
Kopf einer weiblichen Gewandstatuette. Das oval geschnittene Gesicht läßt noch eine sorgfältige Bearbeitung der Brauen, der dick umrandeten Augen und der Nase erkennen; der leicht verdrückte Mund mit den vollen Lippen und den angedeuteten Mundwinkeln war geschlossen, Wangen und Kinn weich gerundet. Der Hals scheint durch eine breite Speckfalte gegliedert zu sein. Ein sichelförmiges Diadem bekrönte das Haar, das mittig aus der Stirn gestrichen wurde und in zwei gedrehten Strähnen lang nach vorn herabfiel, während der Rest im Nacken zu einem Knoten festgesteckt war. Die jugendlich wirkende Figur hatte einen gefältelten Überwurf angelegt, der bis über den Kopfputz gezogen wurde.
Männliche Statuette
Vorderasiatisches Museum
Fragment einer aufrecht schreitenden, in ein langes Gewand gekleideten männlichen Statuette mit angewinkelten Armen auf separat gearbeiteter Basis.
Weibliche Statuette
Vorderasiatisches Museum
Fragment einer aufrechtstehenden weiblichen Figurine mit vorgestreckten Händen.
Terrakotte, anthropomorph
Vorderasiatisches Museum
Bei dieser handgeformten Tonfigurine handelt es sich vermutlich um eine männliche Darstellung mit flacher, rechteckiger Schulterpartie und schlankem, zylindrischem Unterkörper. Die runde Standfläche ist leicht unterhöhlt. Ganz ähnlich zur Keramik dieser Zeit zeigt auch die Figurine eine einfarbige dunkle Bemalung, welche im unteren Bereich des fragmentierten Kopfes einen Bart erkennen lässt. Darüber hinaus ist Bemalung im Bereich der rechten Schulter und des Torsos aufgetragen. Zusätzlich gibt es ein umlaufendes Band im Bereich der Hüfte, welches vorne wie ein zusammengeknoteter Gürtel erscheint. Dies passt zum stilisierte Unterkörpers, der als Darstellung von Kleidung interpretiert wird. [Christine Kainert]
Gefangenenfigur
Vorderasiatisches Museum
Das Steinobjekt besitzt die Form einer zusammengekauerten, gefesselten Gefangenenfigur. Der Kopf der Figur ist abgebrochen. Waagerecht über den Rücken - von Armbeuge zu Armbeuge der Figur - verläuft die Fesselung.
Terrakotte eines weiblichen nackten Oberkörpers
Vorderasiatisches Museum
Dieses in einem Model geformte Terrakottenfragment zeigt den Torso eines nackten, weiblichen Oberkörpers. Arme, Beine und Kopf sind abgebrochen. Die Körperhaltung ist leicht nach rechts gekrümmt. Die Rückseite lässt noch zahlreiche Fingerabdrücke von der Fertigung erkennen. [Christine Kainert]
anthropomorphe Terrakotte
Vorderasiatisches Museum
Bei dieser handgeformten Tonfigurine handelt es sich vermutlich um eine männliche Darstellung mit zylindrischem Körper und flügelartig gebildeten, seitlich ausgestreckten und leicht nach hinten geschwungenen Armen, wovon einer fragmentiert ist. Die runde Standfläche ist leicht unterhöhlt. Ganz ähnlich zur Keramik dieser Zeit zeigt auch die Figurine eine einfarbige dunkle Bemalung, welche im unteren Bereich des fragmentierten Kopfes einen Bart erkennen lässt. Außerdem ist eine Bemalung im Bereich beider Arme und der Hüfte aufgetragen. Anstelle zweier klar erkennbarer Beine ist ein stilisierter Unterkörper zu sehen, welche als Darstellung von Kleidung interpretiert wird. [Christine Kainert]
Gefangenenfigur
Vorderasiatisches Museum
Die kleine Figur stellt einen bärtigen Gefangenen dar, der mit angewinkelten Beinen und mit auf dem Rücken gefesselten Armen dargestellt ist. Sein Hinterkopf ist spitz ausgeformt. Vermutlich kann man ihn sich - wie auf etlichen zeitgleichen Siegelbildern abgebildet - auf dem Rücken liegend vorstellen.
Darstellung des Herakles auf eine Keule gestützt
Vorderasiatisches Museum
Die Figurine wurde mit Podest gefertig und zeigt einen nackten Herakles, der rechts auf eine Keule gestützt ist und über dem linken angewinkelten Arm ein Löwenfell trägt. Sein Gewicht ist auf das rechte Bein verlagert, während das linke Bein leicht angwinkelt ist. Insgesamt sind die Details der Darstellung vergleichsweise unpräzise herausgearbeitet. [Christine Kainert]
Gefangenenfigur
Vorderasiatisches Museum
Die kleine Figur eines hockenden oder knienden Gefangenen ist vollständig erhalten geblieben. Auf dem zurückgelegten Kopf scheint die bärtige Figur eine Kappe oder ein Stirnband zu tragen. Auf dem Rücken verläuft annähernd senkrecht ein erhabener Streifen, bei dem es sich um die Darstellung der um den Hals gelegten Fessel handeln könnte.
Gefangenenfigur
Vorderasiatisches Museum
Die kleine Gefangenenfigur ist vollständig erhalten geblieben. Der bärtige Gefangene ist stehend dargestellt. Die Fesselung verläuft über den Rücken - von Armbeuge zu Armbeuge. Die Unterseite der Statuette, an der ebenfalls die Bohrung ansetzt, ist leicht gewölbt.
Statuettenfragment eines hockenden oder knienden Mannes
Vorderasiatisches Museum
Das Statuettenfragment zeigt den hockenden oder knienden Mann mit rund gestutztem Vollbart. Die Gesichtspartie ist abgeschlagen. Den rechten Arm hält die Figur angewinkelt, die Hand liegt im Schoß. Ein breiter, erhabener Gürtel belegt, dass die dargestellte Figur gewandet war. Die tiefe, an der Unterseite der Statuette ansetzende Bohrung verjüngt sich in ihrem Verlauf ins Statuetteninnere.
Oberkörper eines Mannes
Vorderasiatisches Museum
Diese Kalkstein-Figur zeigt den abgebrochenen Oberkörper eines Mann mit langen Haaren und Bart. Details des Gesichts, wie Augen und Mund sind fein herausgearbeitet, wohingegen die Ohren auffällig groß modelliert sind. Die Hände sind angewinkelt und auf Brusthöhe ineinander gelegt. Unterhalb der Brust ist der horizontal verlaufende Ansatz eines Kleidungsstücks zu erkennen. Wahrscheinlich handelt sich hierbei um eine Gründungsfigur in Beterhaltung. [Christine Kainert]
Figurfragment eines Mannes
Vorderasiatisches Museum
Die Figur aus Gipsstein zeigt den Oberkörper eines bärtigen Mannes. Beide Arme sind auf den Rücken gelegt und an den Handgelenken zusammengebunden. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustands sind weitere Deitals nicht erkennbar.