51 Ergebnisse
Objekttyp: Rundbild (Figur-zoomorph)
Schwanz einer Tierfigur (Löwe?)
Vorderasiatisches Museum
Bei dem S-förmigen Objekt handelt es sich wahrscheinlich um den Schwanz einer stehenden Löwenfigur, der separat gefertigt war. Der obere Bereich ist glatt, auf dem unteren verdickten Teil sind die Haare durch Kreuzschraffur angegeben. Der Schwanz ist so auf dem Rücken angebracht worden, dass er an den Hinterbeinen anlag und die Quaste mit den Haaren leicht nach oben gebogen war. [Helen Gries]
Kopf eines Stieres
Vorderasiatisches Museum
Die Herkunft des bronzenen Stierkopfes ist unsicher, doch lassen sich aufgrund stilistischer Eigenheiten Bestimmungsmerkmale erarbeiten, die zu einer Einordnung führen. Vom Vorbild eines lebenden Tieres weicht die Plastik bei näherer Betrachtung merklich ab. Wohl ist die Grundform der Natur entnommen, aber der Hornwulst wirkt zu hoch angesetzt, die Ohren treten unorganisch aus dem Kopf und bilden kellenförmige Muscheln, und auch die Nasenpartie erhält durch die Ausbildung der Nüstern zu Voluten eher schmückenden Charakter. Manches hiervon ist sicher der Guß- und Montagetechnik anzulasten, denn die Ohren sind an den Kopf gestiftet, und die eingefügten Hörner setzen handhabbare Ansatzstellen voraus. Dennoch unterliegt der Kopf eigenen gestalterischen Prinzipien, die zugleich die Gußtechnik für ihre stilbildenden Zwecke nutzten. In gleicher und ähnlicher Weise geformte Stierprotome sind mehrfach bekannt. Sie wurden als Wandschmuck verwendet oder zierten die Klangkästen von Harfen oder Leiern, wie Beispiele aus Ur belegen. In diese Reihe der Vergleichsstücke läßt sich auch der abgebildete Kopf stellen. Seine beabsichtigte Schmuckwirkung wurde verstärkt durch einst farbig eingelegte Augen, von denen heute nur ein Rest erhalten ist. Zu Recht gilt dieses Stück als Beleg für die meisterhafte Beherrschung metallurgischer Vorgänge. [Joachim Marzahn]
Fragment eines Geweihs
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment eines Geweihs gehörte ursprünglich zu einem Geweihpaar und war Bestandteil einer Tierfigur. Wahrscheinlich war das Geweih mittels eines Zapfens an der Figur befestigt. Gefunden wurde es anhaftend an dem Keulenkopf (VA 05012 a) im sog. Kupfer-Hortfund, welcher unter dem Tempel des Gottes Assur in der gleichnamigen Stadt entdeckt wurde. [Helen Gries]
Großer Vogel auf Säule
Vorderasiatisches Museum
Auf der Terrasse vor dem Palast des Fürsten Kapara fanden sich mehrere Bruchstücke einer Vogelskulptur, die auf einem Kapitell thronte. Aufgrund der kreisrunden Vertiefung auf dem Kopf und des Zapfens auf der Unterseite des Kapitells hatten die Ausgräber zunächst angenommen, dass es sich bei dem Raubvogel um eine der Säulen vom Westpalast handeln müsste. Weitere Fragmente sowie zwei Kapitelle mit Vogelkrallen belegen, dass es mindestens drei derartige Skulpturen gegeben hatte. Die große Ähnlichkeit zwischen diesen Bildwerken und dem westlichen Greifen vom zweiten Durchgang des Westpalastes spricht für eine gemeinsame Werkstatt und damit auch für eine zeitgleiche Datierung. Ohne gesicherten Fundkontext bleibt hingegen die Aufstellung vor dem Hilani hypothetisch. Möglicherweise diente die Vertiefung auf dem Kopf der Aufnahme von Libationen, wie sie für den Sockel einer Königsstatue aus Zincirli angenommen werden kann. Die ursprünglich noch erhaltene linke Augeneinlage aus Kalkstein ist verloren gegangen. Zwei nachträglich eingepasste Fragmente auf der rechten Brusthälfte und im Nacken lassen noch erkennen, wie sich die Gesteinsfarbe durch den Brand des Tell Halaf-Museums verändert hat. [Nadja Cholidis]
Figur eines Fisches mit Orakelinschrift
Vorderasiatisches Museum
Der figürlich gestaltete Fisch zeigt drei Flossen, zwei vorne und eine hinten. Auf der Unterseite ist folgender Text in Keilschrift geschrieben: "Wenn ein Fisch nicht seine linke Flosse hat, wird das feindliche Land untergehen. 12. Jahr des Nebukadnezar, des Königs von Babylon, Sohn des Nabupolasar, des Königs von Babylon." (Übersetzung der Inschrift)
Liegendes Rind
Vorderasiatisches Museum
Statuette eines liegenden Kälbchens mit kleeblattförmigen Einlagen, die aus Lapislazuli gefertigt wurden. Das Bohrloch auf der Unterseite lässt auf eine Befestigung, zum Beispiel als Griff eines Rollsiegels, schließen.
Fragment eines Geweihpaares
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment eines Geweihpaares gehörte zu ursprünglich zu einer Tierfigur. Die Geweihform entspricht der eines Rothirsches mit dem Augenspross und der eigentlichen Geweihstange. Der runde Zapfen legt nahe, dass das Geweih in ein anderes Material eingelassen war, wahrscheinlich Holz. Die zwei sich kreuzenden, ursprünglich fünfteiligen Geweihkronen weisen zwei antike Reparaturen auf. Gefunden wurde es gemeinsam mit verschiedenen Waffen und anderen Metallobjekten im sog. Kupfer-Hortfund, welcher unter dem Tempel des Gottes Assur in der gleichnamigen Stadt entdeckt wurde. [Helen Gries]
Pferde-Terrakotte
Vorderasiatisches Museum
Die Terrakotte wurde als Hohlform gefertigt und zeigt ein sehr naturalistisch gestaltetes Pferd dessen vier Beine abgebrochen sind. Zu erkennen sind feine Details des Zaumzeugs sowie der aufgestelten Mähne.
Liegender Widder
Vorderasiatisches Museum
Die nur in geringem Ausmaß ergänzte und ansonsten sehr gut erhaltene kleine Steinfigur eines liegenden Widders mit stark geschwungenen, ritzverzierten Hörnern ist im Bereich der Schulterpartie durchbohrt.
Liegende Gazelle
Vorderasiatisches Museum
Die steinerne Figurine bildet eine liegende Gazelle mit zurückgewandtem Kopf ab.