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Objekttyp: Säule
Schaftstück zum Eichenblattkapitell
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Schaftstück gehört zu dem Eichblattkapitell AE 395 aus dem Benediktinerkloster Marienzell bei Querfurt (Sachsen).
Säule mit vegetabilem Kapitell
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Säule mit ornamentalem Kapitell besteht aus einer hohen quadratischen Plinthe, einer ebenfalls quadratischen Basis aus Wulst und Kante, einer ins Rund überführenden Kehle und einem Dreiviertelwulst, einem sich leicht verjüngenden Schaft mit gespitztem oberen Wulst sowie einem Würfelkelchkapitell. Es wird von teigigen, eingerollten Akanthusblättern überzogen, die sich an den Seiten paarweise spiegeln; den Kelch zieren Ranken und stark stilisierte Früchte. Die Größe der Säule legt nahe, dass sie einst einen kleinen Bogen gestützt hat, wobei offen bleiben muss, ob es sich um ein Fenster, um eine Arkade oder Blendarkade gehandelt hat. Die Ausarbeitung des Kapitellwürfels an drei Seiten schließt nicht aus, dass sie als Doppelsäule unter einem Kämpfer stand. Möglich ist aber auch eine Platzierung als Träger von Blendbögen vor einer Wand, wie es etwa an den etwas späteren Chorschranken des Bamberger Doms der Fall ist. Dort haben die Säulen eine ähnliche Größe, die Kapitelle sind ebenfalls nur dreiseitig bearbeitet. Die abstrakte Form des aus Ornamenten gebildeten, flachen Würfels und des kurzen Kelchs sprechen allgemein für eine Entstehungszeit um 1200 oder wenig später. (Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)
Säulchen mit Palmettenkapitell und Basis
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Palmettenkapitell ist von drei Seiten identisch bearbeitet, die vierte zeigt zwar grob dieselbe Gestalt, ist aber glatt belassen. Es hat eine gestreckte, kaum noch als kelchförmig zu bezeichnende Grundform und ist zwischen dem unteren Schaftring und der schmalen Deckplatte mit Diamantband in drei Zonen mit dichtem, flächigem Ornament gegliedert. Die auffälligen Charakteristika des Kapitells sind eine starke Stilisierung vegetabiler Formen, eine Verflachung des Reliefs und die Tendenz, jeden Winkel der Oberfläche mit Ornament auszufüllen. Größe und dreiseitige Ausarbeitung des Kapitells sprechen dafür, dass es zu einer wandverkleidenden Blendarkatur gehört hat. Die romanischen Kirchen im Elsass zeichnen sich durch eine besonders reiche Gestaltung des Außenbaus bei relativ glatten Innenwänden aus. Die ehemalige Propsteikirche St. Fides in Schlettstadt (Sélestat) etwa besitzt an den Türmen, Apsis und Westbau außen eine reiche Verkleidung, zu der (v. a. am Vierungsturm) auch Säulen mit Kapitellen gehören, die in den Maßen dem Berliner Stück entsprechen. An seiner elsässischen Herkunft kann kaum gezweifelt werden. Motive dieser Region sind etwa das zungenartige Ornament in der mittleren Zone, die ösenartige Gestalt der Blätter durch starke Vertiefung in der Mitte und besonders das flache Relief, das ungeachtet der klassischen Kapitellformen alle Freiräume ausfüllt. (Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)