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Objekttyp: Sandalen (Alpargatos)
Museum Europäischer Kulturen
Ein paar Schuhe, bestehend aus einer aus Espartograsseilen geflochtenen Sohle sowie beigem (vermutlich ungefärbtem) Baumwollstoff, welcher als Fersenkappe und Zehenkappe mit der Sohle vernäht ist. Der Mittelfuß bleibt dabei frei. An der Zehenspitze eine genähte Verstärkung. Der Stoff weißt Verfärbungen und Ab-/Benutzungsspuren auf. Diese und ähnliche Schuhe aus Espartogras wurden in Katalonien und anderen Regionen wie dem Baskenland sehr viel getragen. Man nennt sie in Katalonien Espardenyes. Der Name verweist auf das Material, aus dem sie hergestellt sind: Espartogras. Dieses ist ein vor allem in der Gegend um Murcia beliebtes Flechtmaterial. Der Espartopflanze werden hierfür von September bis Januar die langen, zweigähnlichen Blätter ausgerissen, anschließend getrocknet, gewässert und weiterverarbeitet und dann in langen Strängen gedreht, die wiederum verflochten werden und hier als Sohle zum Einsatz kommen. Ähnlich sind auch die Schuhe, die in Katalonien beim Sardanes, einem während der Franco Diktatur verbotenen Volkstanz, getragen werden - heute insbesondere bei Tanzwettbewerben. In Katalonien gibt es heute (2021) noch viele kleine lokale Manufakturen, die diese Art von Schuhen herstellen. Als bei einem Referendum 2017 die Mehrheit der Bevölkerung Kataloniens für eine Unabhängigkeit von Spanien stimmte, wurden diese Art der Schuhe teilweise zu einem politischen Statement, so gab es z.B. Espardenyes in den Farben bzw. mit dem Motiv der Estelada – der gelb-rote gestreiften Flagge mit weißem Stern auf blauem Dreieck, die von Befürworter*innen der Unabhängigkeitsbewegung bevorzugt wird.
Museum Europäischer Kulturen
Ein Paar aus Espartogras geflochtene Sandalen. Zehenteil und Kappe sind dicht aus einfach gezwirntem Faden geflochten, für die Sohle wurden geflochtene Espartobänder miteinander vernäht. Die Sandalen werden mit Schnüren aus gezwirntem Esparto am Fuß befestigt. Diese und ähnliche Schuhe aus Espartogras wurden in Katalonien sehr viel getragen. Man nennt sie dort Espardenyes. Der Name verweist auf das Material, aus dem sie hergestellt sind: Espartogras. Dieses ist ein v.a. in der Gegend um Murcia beliebtes Flechtmaterial. Der Espartopflanze werden hierfür von September bis Januar die langen, zweigähnlichen Blätter ausgerissen, anschließend getrocknet, gewässert und weiterverarbeitet und dann in langen Strängen gedreht, die wiederum verflochten werden. Ähnliche Schuhe wurden auch bei Funden aus dem iberischen Neolitikum in der sog. Fledermaushöhle bei Albunol (Granada) gefunden. Heute sind hauptsächlich jene mit Baumwollkappe und –ferse in Gebrauch. Ähnlich sind auch die Schuhe, die in Katalonien beim Sardanes, einem während der Franco Diktatur verbotenen Volkstanz, getragen werden - heute insbesondere bei Tanzwettbewerben.