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Objekttyp: Sarkophag (Fragment)
Fragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophages
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment befand sich am oberen Rand eines Sarkophagkastens. Die obere Randleiste ist noch erhalten. Ganz links sind die Schultern und der vorgestreckte linke Arm eines bärtigen Mannes erkennbar, bekleidet mit Tunika exomis, die auf der rechten Schulter geknüpft ist, so dass die linke frei bleibt. Aufgrund der ikonographischen Tradition dürfte hier ein sitzender Hirt dargestellt sein. Rechts wächst ein Baum empor. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt vom oberen Rand der aufrecht stehenden Deckelleiste. Der obere Rand ist erkennbar. Ganz rechts steht ein jugendlicher Hirt, bekleidet mit einer Tunica exomis, Schulterkragen und Hirtentasche. Er stützt seinen vorgeneigten Oberkörper auf einen Stab. Zwischen ihm und dem Stab steht ein ihm zugewandter Widder, der z. T. durch den Stab und den daneben in der Mitte emporwachsenden Baum verdeckt wird. Ganz links steht ein Widder auf einem Felsen. Unterhalb des Felsens sind womöglich die Hörner einer Ziege erkennbar. (Theun-Mathias Schmidt)
Eckfragment vom Kasten eines einzonigen Friessarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete die rechte Ecke des Sarkophagkastens. Die Dekoration greift auf die Nebenseite über. Dieser Sarkophagkasten war also mindestens an drei Seiten (Vorder- und beiden Nebenseiten) verziert. VORDERSEITE: Im Vordergrund ein langgelockter Jüngling, bekleidet mit einer Ärmeltunika. Über seiner linken Schulter hängt ein befranstes Handtuch herab; seine Linke hält eine Schüssel mit langstieligem Griff; seine bis auf einen Rest fehlende Rechte hielt eine dazugehörige Kanne (vgl. SBM Inv. 3062). Hinter dieser Dienerfigur eine weibliche Gestalt mit gelocktem Haarkranz, bekleidet mit einer Ärmeltunika. Ihr rechter Arm greit bereits auf die Nebenseiten über. RECHTE NEBENSEITE: Außer dem gesenkten Arm der weiblichen Gestalt, der einen nicht mehr deutbaren Gegenstand (Ähre?) hielt, ist noch ein erhobener Arm mit geöffneter Hand von einer weiteren Figur erhalten. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment eines einzonigen Wannen-Sarkophages
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt vom oberen Rand eines wannenförmigen Sarkophages. Kurz nach seiner Erwerbung wurde das Bild als Aposteldarstellung gedeutet, die es aber zu seiner Entstehungszeit noch gar nicht gab. Später erblickte man in ihm eine Philosophendiskussion, zu der aber die Kopfwendungen der Figuren überhaupt nicht passten. Inzwischen wurde festgestellt, dass es sich links um zwei Trauzeugen einer Hochzeitsszene, rechts um zwei Begleiter eines Beamten während seines feierlichen Amtsantritts handelt. Höhepunkte im Leben eines Römers, deren Darstellung am Grab bezeugen, dass er privat wie öffentlich tugendsam gewirkt und damit Unsterblichkeit erlangt hat.
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das geschweifte Ornament ganz links gehörte zum Rahmen einer Inschrifttafel. In einem Raum mit Pfeiler, an der Wand aufgehängtem Vorhang und einst halbkreisförmigem Speisepolster bringt ein Diener eine gefüllte Schüssel herbei, um sie bereits bechernden Mahlteilnehmern zu kredenzen. Der linke blickt nach dem Diener und weist auf die vor ihm liegenden Brote. Der mittlere hat einen Ehrenplatz eingenommen und legt entspannt seinen rechten Arm über den Kopf. Dieser war für ein Porträt des Verstorbenen vorgesehen, das nicht vollendet wurde. Vom dritten ist nur noch die Rechte erhalten. (Theun-Mathias Schmidt)
Linke Hälfte eines Sarkophag-Deckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Inmitten seiner unter Bäumen grasenden und gelagerten Schafherde ruht sich ein junger Hirt aus, indem er sich auf seinen Stab stützt. In seinem Rücken hängt eine kleines Trinkgefäß, dessen er auf langen Wanderungen bedarf. Ein friedvolles und glückhaftes Idyll. Fast hat es den Anschein, als wäre die Zeit stehen geblieben, denn nichts geschieht. Doch es könnte die Ruhe vor einem Sturm sein: Wie besorgt blickt der Hirt zurück auf seine geflochtene Strohhütte, deren oben zusammengebundene Enden über den Bildrand hinaus zu flattern beginnen. Drei Tiere stehen reglos mit emporgerecktem Hals, aufmerksam die Ohren aufrichtend. Sie lauschen und wittern. Auch die gelagerten Schafe wenden ihre Köpfe zurück und blicken in Baumkronen, deren Rauschen sie mit angelegten Ohren vernehmen. Ein kleineres, nur linear auf dem Hintergrund angedeutetes Bäumchen, beginnt sich mit schwächlicher Krone zu biegen. Kräftiger ist der Baum rechts neben dem Hirten. In seinen weit ausladenden Ästen hat sich ein Vogel niedergelassen. Er erhebt seinen Kopf und wendet ihn zurück, neugierig über den Bildrand hinausäugend. Mensch und Tier reagieren gleichermaßen. Die unendliche Ruhe, die das Bild vordergründig auszustrahlen scheint, ist nicht ungestört. Gern würde man die verlorene Bildhälfte rechts weiterbetrachten. Doch nur noch ein Rest der stets in der Deckelmitte angebrachten Inschrifttafel blieb erhalten. Sie hat einen gezackten Rahmen mit den eingemeißelten Anfangsbuchstaben eines vierzeiligen Textes. Meist wird Name, Alter und Familienstand der Verstorbenen genannt. Oft folgt ein Segenswunsch. Manchmal erwähnt sich auch der Hinterbliebene, der für das Grab sorgte, gelegentlich mit Angabe des Preises. Sogar deftige Flüche gegen Grabschänder sind bekannt geworden. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Kasten eines Säulen-Sarkophages
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt von einer der vier mit Säulen, Rundbogenarkaden und Figuren geschmückten Seiten eines Sarkophags, der noch ganz in der Tradition der kleinasiatischen Säulensarkophage steht. Von der architektonischen Dekoration sind erhalten: ein Säulenschaft mit gedrehten Kanneluren, Kompositkapitell und Rest der profilierten Basis, die Ansätze zweier Bogenlaibungen mit Blattschmuck und Muschelfüllung sowie ein Akanthus-Dreiblatt innerhalb des Zwickels. In der linken Muschelnische steht, zu ihrer Nachbarin hingewendet, die Muse Klio mit einer Schreibtafel, einem Diptychon in der Linken und einem Schreibgriffel in der Rechten. Die rechte Muse (Kaliope?), die ihre rechte Hand im Sprechgestus erhebt und in der linken eine Schriftrolle hält, wendet ihr in Resten noch erkennbares Haupt wiederum einer ursprünglich rechts benachbarten Figur zu. Beide Musen tragen hoch gegürtete Ärmeltuniken und sind in unterschiedlich drapierte Mäntel gehüllt, wobei das Gewand der Klio ein wenig von der Schulter herab geglitten ist. Die eingerollten Doppelvoluten am Kapitell sowie das Blattwerk der Archivolten und des Zwickels sind mit dem Bohrer tief ausgearbeitet, so dass eine scharfe Licht- und Schattenwirkung entsteht, die zu der sanften Schönlinigkeit der Gewänder einen wirkungsvollen Kontrast bildet. Der Sarkophag, zu dem das Fragment gehörte, wurde wohl in Rom angefertigt, und zwar von Steinmetzen, die aus Kleinasien, aus Dokimeion in Phrygien, eingewandert waren, nachdem die dortigen Marmorwerkstätten gegen 260/270 ihre Sarkophagproduktion eingestellt hatten.
Fragment vom Kasten eines einzonigen Friessarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt aus dem mittleren Teil des Sarkophagkastens. Der obere und untere Rand sind noch erhalten. In der Mitte steht eine ursprünglich weibliche Figur, bekleidet mit einer knöchellangen Ärmeltunika und einem Mantel. Ihre Arme sind im Gebetsgestus erhoben (Orans). Erst nachträglich wurde die Figur durch einen auf der linken Wange eingepickten Bart in einen männlichen Oranten verwandelt. Beiderseits steht je ein bärtiger Mann, bekleidet mit langem Ärmelgewand und Mantel. In dem linken ist wegen des kahlen Vorderkopfs Paulus zu erkennen. Er hat seine Rechte im Redegestus vorgestreckt. Der rechte Mann ist als Petrus zu bestimmen; der in seiner Linken eine Schriftrolle hält. Ganz links hinter Paulus steht ein weiterer, jugendlicher Mann, der mit einem langen Gewand bekleidet ist. Er gehörte zu einer heute nicht mehr erhaltenen Szene. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Kasten eines einzonigen Friessarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment befand sich am oberen Rand des Sarkophagkastens. Nur der obere Rand ist erkennbar. Links eine Episode aus dem Neuen Testament, entweder die Bitten des kanaanäischen Weibes oder die Heilung der Blutflüssigen: Von den beiden Jüngern Christi ist der linke, jugendliche stark fragmentiert. Der Rechte Jünger, bekleidet mit Ärmeltunika und Mantel, trägt einen eingekerbten Wangen- und Kinnbart. Seine Rechte ist staunend erhoben, seine Linke hält eine Schriftrolle. Vor ihm kniet eine Frau, bekleidet mit einem weitärmligen Gewand und über dem Kopf gezogenem Mantel (Palla). Ihre Arme waren dem nicht mehr erhaltenem Christus entgegengestreckt, zu dem sie emporblickt. Die Christusfigur wäre demnach ganz links anschließend zu ergänzen. Rechts eine Episode aus dem Alten Testament: Der bärtige Abraham, bekleidet mit einer Tunica exomis, erhebt mit seiner Rechten das Schwert, um seinen Sohn Isaak zu opfern. Der Schwertknauf ist in der Hand und der Ansatz der Spitze noch am Rand oben erkennbar. Seine Linke liegt auf dem Kopf Isaaks, der rechts unten kniet. Neben Isaak gestapelte Holzscheite des Brandopferaltares. Darüber liegt auf einem jetzt weggebrochenen Felsen ein sich umblickender Widder, den Abraham auf Weisung Gottes an Isaaks Stelle opfern soll. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Deckel eines Sarkophags (linker Teil)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Fragmente saßen, wie die schmaleren, durch einen Viertelbogen abgerundeten Eckfelder beweisen, jeweils an den äußeren Enden der Deckelleiste. Das in späterer Zeit herausgesägte Mittelstück dürfte die Inschrifttafel (Tabula inscriptionis) gewesen sein. LINKES FRAGMENT: In dem abgerundeten Eckfeld ein jugendlicher Hirt, der sich auf einen Stab stützt, bekleidet mit gegürteter Ärmeltunika und Hirtentasche im Rücken. Hinter ihm sitzt ein zotteliger Hund. (Beides spätere Ergänzungen.) In der Mitte des rechteckigen Bildfeldes zupft eine Ziege an den Blättern eines Baumes; vor ihr links ein sich umblickendes Schaf, rechts ein grasendes Schaf. Darüber liegen auf einem Felsen links eine Ziege, rechts ein Schaf, beide blicken sich um. RECHTES FRAGMENT: In dem abgerundeten Eckfeld ein jugendlicher Hirt, bekleidet mit einer Tunika exomis. Auf seinen Schultern trägt er ein Schaf; hinter ihm zwei zu ihm aufblickende Schafe. In der Mitte des rechteckigen Bildfeldes ein knorriger Baum. Unter ihm steht links und rechts je ein Mutterschaf mit Lamm; das linke neigt den Kopf zu dem Lamm zurück; das rechte blickt sich um und säugt das Lamm. Darüber zupfen auf einem Felsen links eine stehende Ziege rechts ein liegender Widder an den Blättern eines Baumes. (Theun-Mathias Schmidt)
Linke Hälfte eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Berliner Fragment stammt von der linken Hälfte der aufrecht stehenden Deckelleiste. Die zugehörige rechte Hälfte befindet sich im Museo Nazionale, Rom. FRAGMENT IN BERLIN: Ganz links außen schwimmt der jugendliche Noah in der Arche auf dem Meer, bekleidet mit einem Ärmelgewand. Seine Rechte ist einer Taube entgegengestreckt, die über einem Baum herbeifliegt. Die rechts anschließende Szene zeigt die drei jüdischen Jünglinge, die die Anbetung der Bildnissäule des Nebukadnezar verweigern: Der babylonische König, bekleidet mit Hosen, Ärmeltunika und Diadem, sitzt links auf einem Klappstuhl. Die Rechte weist auf die Bildnisherme; die Linke hält das geschulterte Szepter. Rechts folgen die drei Jünglinge, bekleidet mit Hosen, Ärmeltunika, Schultermantel und phrygischer Mütze. Ihre Armgesten sollen die Verweigerung der Anbetung ausdrücken. Die vorletzte, leicht im Hintergrund stehende Figur, bekleidet mit langer Tunika, muß als Engel gedeutet werden. Ganz rechts außen hält ein geflügelter Eros, bekleidet mit einem Schultermantel, die Inschrifttafel mit geschweiftem Rand (Tabula ansata). FRAGMENT IN ROM: Ganz links wieder die Tabula ansata, gehalten von einem geflügelten Eros. In der Mitte ein Schiff mit drei Seeleuten. Der mittlere wirft den Jonas ins Meer, wo er von einem Seeungeheuer (Ketos) verschlungen wird. Ganz rechts außen der unter der Kürbislaube ruhende, nackte Jonas, der aus dem geöffneten Rachen des Seeungeheuers wieder ausgespien wurde (vgl. SBM Inv.-Nr. 2704). (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Deckel eines Sarkophags (rechter Teil)
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Fragmente saßen, wie die schmaleren, durch einen Viertelbogen abgerundeten Eckfelder beweisen, jeweils an den äußeren Enden der Deckelleiste. Das in späterer Zeit herausgesägte Mittelstück dürfte die Inschrifttafel (Tabula inscriptionis) gewesen sein. LINKES FRAGMENT: In dem abgerundeten Eckfeld ein jugendlicher Hirt, der sich auf einen Stab stützt, bekleidet mit gegürteter Ärmeltunika und Hirtentasche im Rücken. Hinter ihm sitzt ein zotteliger Hund. (Beides spätere Ergänzungen.) In der Mitte des rechteckigen Bildfeldes zupft eine Ziege an den Blättern eines Baumes; vor ihr links ein sich umblickendes Schaf, rechts ein grasendes Schaf. Darüber liegen auf einem Felsen links eine Ziege, rechts ein Schaf, beide blicken sich um. RECHTES FRAGMENT: In dem abgerundeten Eckfeld ein jugendlicher Hirt, bekleidet mit einer Tunika exomis. Auf seinen Schultern trägt er ein Schaf; hinter ihm zwei zu ihm aufblickende Schafe. In der Mitte des rechteckigen Bildfeldes ein knorriger Baum. Unter ihm steht links und rechts je ein Mutterschaf mit Lamm; das linke neigt den Kopf zu dem Lamm zurück; das rechte blickt sich um und säugt das Lamm. Darüber zupfen auf einem Felsen links eine stehende Ziege rechts ein liegender Widder an den Blättern eines Baumes. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Kasten eines Säulensarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die gesamte Sarkophagfront war einst durch Säulen in fünf Nischen gegliedert, die abwechselnd Arkaden und Giebel trugen. In den Zwickeln hängt jeweils ein Kranz mit flatternden Bändern. In der als Muschelnische gestalteten Mittelarkade steht eine verschleierte Frau, wohl die Verstorbene. Ihren Hals ziert eine dreireihige Perlenkette. Sie hat ihre Arme wohl im Gebet erhoben. Neben ihr stehen zwei bärtige Männer, vielleicht Apostel als Fürsprecher. Links unter dem Giebel war die Heilung eines knabenhaften Blinden dargestellt. Von Christus ist nur noch die heilende Rechte auf dem Kopf des Blinden sowie die Linke mit einer Schriftrolle erhalten. Dahinter steht ein Jünger, der den Blinden heranführt. Ein ganz rechts Bruch an Bruch anpassendes Fragment mit der Heilung einer Frau durch Christus im Beisein eines Jüngers wird im Bonner Franz Josef Dölger-Institut aufbewahrt. Der unfertig belassene Sarkophag erhielt sein endgültiges Aussehen erst nach einer Bemalung. (Theun-Mathias Schmidt)
Erotenkopf von dem Relief eines kaiserlichen Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Köpfchen gehörte wohl zu jenem kaiserlichen Porphyrsarkophag, von dem nur noch das Fragment einer Langseite in den İstanbuler Archäologischen Museen erhalten ist. Ein vollständiger Sarkophag vom gleichen Typus, in dem die Töchter Konstantins des Großen, Constantia († 354) und Helena († 360), bestattet waren, stand ursprünglich im Mausoleum der Constantina (Santa Costanza) bei der Basilika Sant’Agnese an der Via Nomentana zu Rom (heute in den Vatikanischen Museen). Dieser zeigt an den Langseiten in drei eingerollten Akanthusranken geflügelte Putten bei der Weinlese und –kelter. Das İstanbuler Sarkophagfragment, an dem sämtliche Köpfe abgeschlagen sind, könnte Constantius II († 361) gehört haben. Sein Porphyrsarkophag stand in dem von Constantin dem Großen errichteten Rundmausoleum der Apostelkirche von Konstantinopel.
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Relieffragment stammt vom rechten Ende eines Sarkophag-Deckels und besitzt entgegen den meisten römischen Sarkophag-Deckeln keine obere Abschlussleiste. Ganz rechts sitzt Maria auf einem Thron mit hoher Rückenlehne. Sie ist bekleidet mit einem Untergewand und einem über den Kopf gezogenen Mantel. Auf ihrem Schoß hält sie das Jesuskind, das ein langärmeliges Gewand trägt. Jesus greift mit seiner Linken nach dem Gegenstand, wohl einem Kranz, den ihm der erste der ursprünglich drei Magier überreicht. Der Magier, bekleidet mit Ärmeltunika, Schultermantel und sogenannter phrygischer Mütze, weist mit seiner Rechten auf den Stern von Bethlehem, der hier als siebenstrahlige Rosette gebildet ist.
Fragmente eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die beiden Fragmente gehörten vermutlich zu der Deckelleiste eines Sarkophags, wie die glatten Rückseiten nahelegen. Das obere der beiden Fragmente wird von einer Randleiste abgeschlossen. Darunter ist ein bartloser, jugendlicher Mann im Profil wiedergegeben, der mit Tunika und Mantel bekleidet war, vermutlich ein Diener. Von einer zweiten Figur haben sich lediglich Gewandreste erhalten. Weitere Bildelemente im Vordergrund lassen sich heute nur durch zwei Ansatzstege am Reliefgrund erahnen. Ein Baum schließt die Szene nach rechts hin ab. Auf dem unteren Fragment ist ein Brandopferaltar zu erkennen, auf dem Brennholz geschichtet ist. Vor dem Altar lodert eine Flamme auf, hinter diesem lässt sich ein stark beschädigtes Tier erahnen. Auf der linken Hälfte des Altars haben sich geringe Reste einer kleinen, sitzenden Gewandfigur erhalten. Dargestellt ist der Moment, als Gott Abrahams Gehorsam auf die Probe stellt, indem er ihm aufträgt, seinen Sohn Isaak zu opfern. (Ehler 2016)
Fragment eines Sarkophag-Deckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt vom Deckel eines Sarkophags, dessen obere Leiste einfach profiliert war. Dargestellt ist eine Wagenfahrt. Zwei angeschirrte Pferde galoppieren nach rechts, angetrieben von der Peitsche eines Wagenlenkers. Das Gespann passiert gerade einen Baum, dessen Krone sich im linken oberen Steinbereich erhalten hat. Am linken unteren Rand ist eine gekrümmte Wölbung erkennbar, die vermutlich zu einem mitlaufenden Hund gehörte. Häufig waren die Verstorbenen als Wageninsassen porträtiert, die sich auf dem Berliner Fragment jedoch nicht erhalten haben. (Ehler 2016)
Fragment eines Sarkophag-Deckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment wird von der Deckelleiste eines Sarkophags stammen, da die Rückseite recht sorgfältig geglättet ist. Erhalten sind drei Figuren vom Kopf an bis auf Brusthöhe. Die linke der drei stellt den bärtigen Apostel Petrus dar. Trotz der Bruchstückhaftigkeit ist zu erkennen, dass er seinen rechten Arm ausstreckte, vermutlich um mit einem Stab Wasser aus dem Felsen des Kerkers zu schlagen, in dem er gefangen gehalten wurde und um seine Wächter mit dem Wasser zu taufen (sog. Quellwunder Petri). Die beiden rechten Figuren gehören zu der Verhaftungsszene Petri, die zeitlich vor dem Quellwunder stattgefunden hat. Dabei ist der linke der beiden Dargestellten durch seine Kopfbedeckung als Soldat zu identifizieren. Er hindert mit seiner rechten Hand Petrus, die ganz rechte Figur, am Fortgehen. Mit der Wahl der Quellwunderszene könnte der Verstorbene einen Hinweis auf seine eigene Taufe und seine damit verbundene Auferstehungshoffnung gegeben haben. (Ehler 2016)
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment gehört zu dem rechten Teil eines Sarkophagdeckels. Links ist ein Flügel samt flatterndem Gewandrest eines Eros erhalten. Dieser trug gemeinsam mit einem zweiten Eros eine Inschriftentafel. Ein senkrechter Steg trennt die Darstellung von der sich rechts anschließenden Szene. Hier werden die drei babylonischen Jünglinge in Ketten zum Feuerofen geführt (Dan 3,20-21). Dieser ist nicht erhalten. Dem Steg am nächsten steht ein Soldat, der das Kettenende sowie Schild und Schwert in seinen Händen hält. Zwischen dem ersten und dem zweiten Jüngling erscheint im Hintergrund eine fünfte Figur, vermutlich ein weiterer Soldat. Das Berliner Fragment liefert bislang den einzigen bildlichen Nachweis der Ketten-Szene in der spätantiken Kunst. Wesentlich häufiger sind der Moment im Feuerofen (Dan 3,24-94) oder die Verweigerung der drei, ein Bildnis des Königs Nebukadnezzars anzubeten (Dan 3,13-18). Letztere ist u. a. auf einem Fragment im Vatikan (Museo Pio Cristiano, Inv.-Nr. 31351) dargestellt, das vermutlich zu dem Berliner Deckelfragment gehört.
Fragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammte von der rechten Ecke eines Friessarkophages, dessen Nebenseiten wahrscheinlich in flacheren Relief dekoriert waren. Die geringe Höhe legt einen Kindersarkophag nahe. Erhalten sind drei knabenhafte Diener mit langem Nackenhaar, bekleidet mit Stiefeln und einem langen, gegürteten Ärmelchiton. Der linke Diener trägt außerdem noch einen Halsring (Torques) mit Juwel. Alle drei halten flache Schüsseln vor die Brust. Der linke trägt einen Fisch, der mittlere einen Brotlaib und der rechte eine nicht mehr genau zu bestimmende Speise. Zwischen den beiden linken Dienern ist am Boden in stark vereinfachter Form ein Tier (Kröte?) dargestellt. Ganz links oben ist noch der angewinkelte Arm einer weiteren, kleineren Figur zu erkennen. Hinter allen Figuren ist ein Vorhang (Parapetasma) aufgespannt. (Theun-Mathias Schmidt)
Linkes Eckfragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete die linke Ecke des Sarkophag-Kastens. Das Fragment besitzt eine Eckkante, die die in höherem Relief dekorierte Vorderseite von der flacher gehaltenen linken Nebenseite trennt. Daraus geht hervor, dass der Sarkophag-Kasten mindestens an drei Seiten (Vorder- und beiden Nebenseiten) verziert war. VORDERSEITE: Hier war die Erweckung des Lazarus durch Christus dargestellt. Erhalten ist noch ein Teil des Grabbaues (Ädikula) mit reichverzierten Kapitellen, Giebel und Eckakroteren. In ihm stand ursprünglich die mumienähnlich eingewickelte Gestalt des Lazarus, von dem nur noch der bandagierte Kopf erhalten blieb. Von Christus ist lediglich die rechte Hand mit dem Zauberstab zu sehen, mit dem er die Totenerweckung vollzieht. NEBENSEITE: Hier befand sich die Szene mit der Geburt Christi. Das fest in Windeln verschnürte Christuskind liegt in einer Krippe, die mit Stoff verhangen ist. Dahinter stehen ein Ochse und ein sich umblickender Esel. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment eines zweizonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment zeigt Adam, der sich seiner Nacktheit bewusst, mit einem Feigenblatt die Scham bedeckt. Den rechten Arm führt er vor der Brust zur linken Schulter hin, als wolle er auf etwas seitlich von ihm Stehendes verweisen. Dadurch wird deutlich, dass sich links von ihm der Baum der Erkenntnis und Eva befunden haben, in deren Richtung er zeigte. Es handelt sich folglich um den Moment, als Gott Adam fragt, ob er von den Äpfeln des Baumes gegessen habe und dieser Eva beschuldigt, sie habe ihm davon gegeben (Gen 3, 11-12). Das Berliner Fragment wird vermutlich zu einem Kasten eines zweizonigen Fries-Sarkophags gehört haben. (Ehler 2016)
Fragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete die rechte Ecke von der Vorderwand eines Sarkophagkastens. Die Spuren des oberen und unteren Randes sind noch erkennbar; in späterer Zeit sind die Ränder oben ganz abgearbeitet und unten zu einem Felsgrund umgearbeitet worden. Zwei Diener mit langem Haar, beide bekleidet mit Stiefeln und einer gegürteten Ärmeltunika. Der linke hält eine Schüssel vor die Brust, auf der wohl ein Brotlaib liegt. Der zweite hält in seiner Rechten eine Kanne mit geriefeltem Bauch und in seiner Linken ein Waschbecken mit langstieligem Griff. Solch eine Garnitur wurde beim Mahl zum Waschen der Hände gereicht. Von der linken Schulter dieses Dieners hängt ein Handtuch herab (vgl. SBM Inv.-Nr. 3061). Ganz links unten steht ein Vogel (Gans?). (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt von der aufrecht stehenden Deckelleiste. Ganz links ein emporwachsender Baum. Rechts davon liegt ein sich umblickender Widder auf einem Felsen. Hinter dem Felsen kommt ein zweiter, z.T. verdeckter Widder hervor, der emporblickt. Ganz rechts ein jugendlicher Hirt, bekleidet mit einer Tunika exomis, der sich auf einen Stab stützt, wobei er die Beine kreuzt. (Theun-Mathias Schmidt)
Rechtes Eckfeld vom Kasten eines Riefel-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete die rechte Ecke des Sarkophagkastens. Ganz links sind noch die S-förmigen Riefeln des strigilierten mittleren Feldes erhalten. Rechts war die Gefangennahme des Petrus dargestellt: In der Mitte eilt Petrus (bekleidet mit langer Tunika, Mantel) nach rechts; seine Linke ist offen, seine Rechte im Redegestus vorgestreckt. Er blickt sich nach einem römischen Soldaten um; ein zweiter Soldat hindert Petrus am Weitergehen, indem er ihn am Mantel festhält. Beide Soldaten sind mit Hosen, gegürteter Tunika, Schultermantel und sog. "pannonischer" Pelzmütze bekleidet. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment befand sich an der Vorderseite des Sarkophagkastens. Links waren Adam und Eva dargestellt: Ganz links ist der Stamm des Paradiesbaumes erhalten, um den sich die Schlange windet. Die nackte Figur rechts davon, die sich mit beiden Händen ein Feigenblatt vor den Schoß hält, stellte ursprünglich Adam oder Eva dar. Rechts war wohl die Erweckung des Jünglings von Nain durch Christus dargestellt. Christus, bekleidet mit Ärmeltunika und Mantel, hält in seiner Linken eine Schriftrolle; die Rechte war gesenkt und hielt einen Stab (Virga thaumaturgica), der noch im Ansatz auf dem Oberschenkel der nackten Figur erkennbar ist. Mit diesem Stab sollte die schräg aufgerichtete Mumie rechts vor ihm erweckt werden. Hinter Christus sind noch die Beine zweier Jünger erhalten (der linke mit Tunika und Mantel bekleidet). Ganz rechts ist der Rest des Fußes einer weiteren Gestalt erhalten, die zu einer weiteren Szene gehörte.
Rechtes Eckfragment vom Kasten eines Riefel-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt von der rechten oberen Ecke des Sarkophagkastens. Der obere, zum Teil profilierte Rand sowie ganz außen die Reste zweier S-förmig geschwungener Riefeln (sog. Strigileis) sind noch erkennbar. Demnach gehörte das Fragment zu einem Sarkophagkasten mit strigilierter Vorderwand. Rechts steht in dem ehemals länglichen Seitenfeld ein bärtiger Hirt, bekleidet mit Tunika und Schulterkragen (vgl. SBM Inv.-Nr. 3020). Auf seinen Schultern trägt er einen sich umblickenden Widder; mit seiner Rechten bietet er ihm einen zweihenkligen Becher (Kantharos) dar. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment eines Sarkophagdeckels
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment gehörte zur aufrecht stehenden Deckelleiste eines Sarkophags. Die Dekoration greift teilweise auf den oberen und unteren Rand über. Ganz links sitzt ein jugendlicher Hirt auf einem umgestülpten Korb, bekleidet mit Stiefeln und Tunika exomis. Er melkt ein Schaf. In der Mitte ein Baum, an dessen Blättern links und rechts je ein auf einem Felsen liegendes Schaf frisst; das linke ist durch den melkenden Hirten z. T. verdeckt. Vor dem Baum liegt ein sich umblickender Widder, rechts neben ihm eine kleinere Staude. Ganz rechts außen erkennt man noch ein mit einem Stiefel bekleidetes Bein und darüber das Vorderteil eines sich umblickenden Schafes, so dass hier ein Schafträger ergänzt werden kann. (Theun-Mathias Schmidt)
Fragment vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment stammt vom Kasten eines einzonigen Fries-Sarkophags. Es zeigt einen Hirten, der ein Lamm geschultert hat. Mit seiner rechten Hand hält er das rechte Hinterbein des Tieres fest. Der Oberkörper des Tieres sowie der Kopf und der linke Arm des Hirten sind nicht erhalten. Der Schafträger ist mit einer gegürteten Tunica exomis bekleidet, weshalb seine rechte Brust und der Arm samt Schulter unbedeckt sind. Der Viehhüter ist von mehreren Lämmern umgeben, die sich zu seinen nackten Füßen tummeln bzw. sich auf einem angedeuteten Felsvorsprung aufhalten. Hinter seinem linken Bein tritt ein Lamm hervor, das den Kopf – nicht erhalten – scheinbar zu dem Hirten umdrehte. Am rechten unteren Fragmentrand sind zwei nackte Füße erhalten. Ihre Stellung, der Fall des dazugehörigen angeschnittenen Gewands sowie die Position des unteren Endes eines Stockes lassen auf eine sitzende Figur schließen, die sich auf besagten Stock stützte. Dieser ragt über die Randleiste am unteren Fragmentrand hinaus, die der Szene als Bühne dient. Rechts des Schafträgers, hinter dem sich umblickenden Lamm, scheint eine weitere Figur zu ergänzen zu sein, da sich hier weitere Gewandreste erhalten haben. Das Fragment gilt seit 1945 als vermisst. (Ehler 2017)
Fragment eines Baumsarkophag-Kastens
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die gesamte Sarkophagfront war einst durch Bäume in fünf Nischen gegliedert, deren mittlere ein Triumphkreuz einnahm, das von einem Lorbeerkranz bekrönt wurde, an dem links eine Taube pickt. Im Lorbeerkranz ein Christusmonogramm mit den griechischen Buchstaben X und P. Unter dem Kreuz sitzt links ein emporblickender Soldat mit Helm, Brustpanzer, Schild und Lanze. Sein Gegenüber war gewöhnlich ein schlafender Soldat. In der linken Außennische sitzt Gott auf einem Felsen. Seine Linke hält eine Schriftrolle, während er seine verlorene Rechte wohl im Redegestus erhob. Kain und Abel treten heran, um ihre Gaben – Ährenbündel und Lamm - zu überreichen (Genesis 4,3-7). Die rechts folgende Baumnische schildert die Gefangennahme Petri. Der in der Mitte stehende Petrus verschränkt seine Hände vor dem Schoß. Von rechts eilt ein Soldat hinzu, der den Apostel am Mantelzipfel ergreift. Er trägt ein Schwert, das in der Scheide steckt. Links nähert sich ein weiterer Soldat mit gezogenem Schwert dem Rücken des Apostels. Beide Soldaten fehlt die sonst übliche pannonische Pelzmütze. In den Baumkronen befinden sich ein Vogelnest mit drei Küken, denen ein Elternteil Nahrung bringt, ein aus den Zweigen herausblickender Vogel, eine rosettenartige Blüte, sowie ein weiterer, aufgeschreckt mit den Flügeln schlagender Vogel. Auf dem Baumstamm zwischen beiden Szenen huscht eine Eidechse empor. Unterhalb der Astgabelung war die Darstellung einer Schnecke beabsichtigt. Auffällig ist, dass das Relief unfertig blieb: Der Reliefgrund ist ungleichmäßig bis in die Tiefe abgearbeitet, einige Figuren stehen noch in der Bosse, verschiedene Werkzeugspuren lassen sich studieren. Dennoch kann kein Zweifel daran bestehen, dass dieser Baumsarkophag ebenso wie andere unfertige Stücke verkauft und benutzt wurde. (Theun-Mathias Schmidt)