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Objekttyp: Schädelschale
Ethnologisches Museum
Schädelschale (Kapala-Satz) aus Silber für Weihwasser. Objekt besteht insgesamt aus a) Deckel aus Messing, b) Silberkalotte und c) Fuß aus Messing.
Ethnologisches Museum
Schädelschale (skt. kapala, tib. thöpa). Schalen aus menschlichen Schädeln, meist eines hochrangigen verstorbenen Lamas, wurden in buddhistischen Ritualen im gesamten Himalaya verwendet. Sie dienten sowohl als Verehrungsgegenstand wie auch als Ritualgerät bei höheren tantrischen Riten. Hierbei wurden sie mit Blut oder anderen Flüssigkeiten als Sinnbild der Lebensgrundlage gefüllt. Bestehend aus: Untersatz (Messing), menschlicher Kalotte und Deckel (Messing). Die Grundfläche des Untersatzes bildet ein gleichschenkliges Dreieck. Die Seiten sind mit Ornamenten verziert und laufen zunächst senkrecht nach oben und dann in einem Winkel von 45 Grad zu einem halbkreisförmigen Flammenornament aus. In jeder der drei Ecken ist ein Kopf angebracht, vermutlich die drei Lebensalter: Jüngling, Mann, Greis. Die Schädeldecke ist außen poliert und innen mit einem Blechmantel ausgekleidet. Der Deckelgriff hat eine Form eines Vanjra. Der Deckel ist gepunzt und trägt eine Akantusornamentik und die 8 Kostbarkeiten. Das Gerät diente als Blutschale bei den Opfern für die "Schrecklichen Gotterheiten". Attribut des Dyanibuddha "Samvar" der Siddhas und des Padmasambhava. Wird auf Bildern, auf denen das Opfer an die "Schrecklichen Götter" (Herz, ausgerissene Augen, Nase, Zunge, Mund, Ohren, Hände und Füße eines Ungläubigen dargestellt ist, abgebildet. SM8HF